Mittwoch, 31. Dezember 2014

Jahresende und gute Vorsätze

Allen Lesern einen guten Rutsch ins Jahr 2015!

Gute Vorsätze meinerseits?
Ich bleibe mal bei Allgemeinplätzen:
Nicht alles so schwer nehmen, locker bleiben.
Im Lotto gewinnen.
Mehr im Garten arbeiten.
Mehr Zeit für die Familie.
Mehr Saxophon spielen.
Weniger wiegen.
Weniger essen, dafür aber mehr vegan.
Weniger Sport treiben und mehr trinken.
Mindestens ein gutes, mir jetzt noch unbekanntes Buch lesen.

In diesem Sinne!
Vielen Dank fürs Lesen, Kommentieren und Eure Blogs, die ich immer gerne lese.

Bis nächstes Jahr!

Dienstag, 30. Dezember 2014

Familienfeier

Zu Weihnachten bleibt es nicht aus, Familie um sich zu haben.
Sprechen wir einfach mal generell drüber - Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind rein zufällig und nicht bewusst oder gar gewollt!

Der brummige Alte, der nur vorbeikommt, weil es sein muss. Müsste es nicht, bliebe er zuhause.
Die Schwägerin, die irgendwie auf einer anderen Wellenlänge schwingt, als man selber.
Der junge Vater, der sein Kind nur stundenweise sehen darf und entsprechend unsicher mit dem Blag umgeht. Kein Gefühl für den Raum um sich und ein Kind, dass unruhig und ob der vielen Menschen verunsichert ist (unterm Strich merkt man nun, wie schnell die eigenen Blagen groß werden und wie entspannt es ist, wenn man ohne schreiendes Kind auf dem Schoß essen kann und nicht befürchten muss, dass es alleine loskrabbelt und die Treppe alleine zu bezwingen versucht...)
Die Eltern, die gerne kommen, denen aber die Masse an Menschen zuviel ist und die eigentlich auch in ganz anderen Kreisen verkehren.
Freunde, die einfach zufällig vorbekommen und über die man sich noch fast am meisten freut.
Nachbarn, die mal eben reingucken wollen und dann drei Stunden bleiben, während sie rumjaulen, dass sie so viel um die Ohren haben und gar nicht wissen, wo vorne und wo hinten ist.

Alles andere überlasse ich Eurer Phantasie.

Nur eines noch:
Wir haben echte Kerzen am Baum - schwierig für die bucklige Verwandtschaft, die kein Gefühl für den Raum um sich herum haben und gar nicht verstehen, warum man nicht diese praktischen elektrischen Kerzen nimmt - außerdem war früher mehr Lametter!

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Wo ist das Problem?

In einschlägiger Literatur werden Krippenspiele immer so dargestellt, dass die Kinder schon Wochen vorher proben, ewigviel Text lernen müssen und das Chaos immer latent über der ganzen Veranstaltung schwebt. Hier seien die "Herdmanns" als Referenz genannt, aber es gibt mehr Erzählungen.

Bei uns sieht es so aus, dass einer der Gottesdienste an Heiligabend von Estelle gestaltet wird.
Das läuft folgendermaßen; Estelle sucht ein Motiv, ein Anspiel, Lieder etc. raus.
Dann läuft das Casting, bei dem sie gezielt Leute anspricht und nach gern gegebener Zusage zum Vierten Advent nach dem regulären Gottesdienst  zur Generalprobe bittet.
Die einzige Probe, um genau zu sein.
Texte, sofern nötig, werden vorab ausgehändigt.
Die Probe läuft in etwa so, dass allen der Ablauf grob erklärt wird, einen Zettel gibt es auch dazu.
Anschließend wird, wenn nötig,  etwas Kulisse aufgebaut - sehr sparsam, weil diese bei den anderen Gottesdiensten nicht gebraucht wird.
Dann ein Durchlauf in Echtzeit, anschließend werden noch ein oder zwei Lieder, die evtl. nicht so sehr geläufig sind, gemeinsam gesungen.

Nach knapp zwei Stunden sind wir fertig und gehen ohne weitere Detailarbeit ins Wochenende und treffen uns dann erst beim Gottesdienst wieder.
Jeder weiß, was er zu tun hat, jeder packt mit an, jeder konzentriert sich und ist umsichtig genug, die Kinder ggfls. im rechten Moment auf den Weg zu schicken.

Kurz: Es klappt.

Estelles Gottesdienste sind ein offener Geheimtipp.
Yolande und ich sind auch ein Teil des Ganzen.

In diesem Sinne: Schöne, frohe, fröhliche und gesegnete Weihnachten, bleibt gesund!

Dienstag, 23. Dezember 2014

Ohne Bezug

Heute stand in der Zeitung, den Leuten gehe immer mehr der religiöse Bezug zu Weihnachten verloren.
Schade.
Vor allem ist es zu merken, dass Weihnachten immer mehr mit Erwartungen an ein perfektes Familienfest überhäuft und aufgeladen wird.
Das kann nicht gut gehen, denn was das ganze Jahr über nicht heil und gut ist, wird zu Heiligabend nicht plötzlich gut sein.
Kein Wunder, dass es so häufig an Weihnachten knallt.
Kein Wunder, dass Jugendliche keine Lust zur gemeinsamen Feier haben, Eltern genervt sind und Alleinstehende plötzlich in Depressionen verfallen.

Die Dimension, die das Fest aus dem Alltag heraushebt, fehlt einfach.
Mögen einige auch nur die Sonnenwende feiern - immerhin.
Die Tradition unseres Weihnachtsfestes ist die Geburt Jesu - ob im Stall oder in einem einfachen Haus, in dem Mensch und Tier beisammen wohnten, ist da gar nicht so relevant.
Mit Jesus wurde gezeigt, wie nahe Gott den Menschen ist. Jenseits von Dogma und Gesetz.
Und diese einfache Botschaft, die ist es, die Weihnachten heilig macht - d.h. herausstellt aus dem Alltag.

Ohne dieses "gläubige" Detail verkommt Weihnachten zu einem klebrigen Glitzerfest mit Geschenkeaustausch und bemühter Fröhlichkeit.

Ich wünsche allen, dieses Jahr etwas von diese Botschaft zu erfahren - zwischen Krieg und Not brauchen wir alle etwas Frieden, Zuversicht und Nächstenliebe.
Egal ob gegenüber unseren Nächsten, den Flüchtlingen, dem blöden Nachbarn oder auch den Menschen am anderen Ende der Welt.

So sei es!
;-)

Sonntag, 21. Dezember 2014

Los Angeles Puzzle

Ich nehme mal an, dass es sich um Los Angeles handelt.
Dies Puzzle habe ich geschenkt bekommen, vollständig aber ohne Vorlage.
Es hieß also puzzlen, was kommt. Ging aber erstaunlich gut. Ich habe mit dem Himmel angefangen.
 Das waren die wenigsten Teile... Es ging also recht schnell. 

 Dann natürlich der Rand und was man sonst so gefunden hat. 

Es ging voran, mit der Zeit klärte sich, welches Gebäude wohin sollte.

 Bis nur noch die letzten Teil übrig waren: schwarz oder unscharf, nicht näher zu spezifizieren.

Zum guten Schluss haben aber doch alle Teile ihren Platz gefunden. :-)

Samstag, 20. Dezember 2014

Nicht witzig!

Seit Tagen regnet es, es stürmt und ist mehr als ungemütlich.
Wann wird es denn endlich Weihnachten?

Freitag, 19. Dezember 2014

Kurz vor Toresschluss

Was vor Weihnachten noch zu tun ist:
-Altglas entsorgen
-sämtliche Papier- und Müllkörbe in der der Wohnung leeren (sofern nötig)
-einmal durchsaugen und -wischen
-Gefriertruhe durchsehen und alles was "Rest" ist aufbrauchen,
-Kühlschrank dito
-letzte Karten schreiben
-Einkauf planen
-und möglichst am Montag ab 08.00 Uhr ausführen, nur frisches wird noch
am 23. oder 24. besorgt - aber da ist immer die Hölle los, wenn man einkaufen möchte
-jeden Tag eine Teepause einlegen

Damit ist wohl alles wichtige erledigt - ach ja, Tannenbaum aufstellen und schmücken, aber das ist nichts, was man planen muss, weil man es sonst vergisst. :-)

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Suchbegriffe

Pünktlich zur Weihnachtszeit habe ich zwei interessante Suchbegriffe in meiner Statistik gefunden:
- Dominostein Haus
- Eiszapfen aus Zuckerguss

Ein einfaches Knusperhaus kann mit drei Butterkeksen und einem Dominostein gebaut werden:
Ein Butterkeks ist das Fundament, der Dominostein wird mit Zuckerguss mittig aufgeklebt und die anderen beiden Butterkekse bilden dann - durch den D. gestützt ein "Nurdachhaus".
Nun noch einige Gummibären oder sonstige Leckereien aufgekleben (mit Zuckerguss, natürlich) und schon ist man fertig.
Lässt sich prima bei Kindergeburtstagen oder als sonstige schnelle Kinderbastelei durchführen, auch Grobmotoriker haben da ein Erfolgserlebnis.

Wer möchte, kann nun noch Eiszapfen aus Zuckerguss anbringen.
Dafür wird ein Guss aus (viel) Puderzucker und (wenig) Eiweiß angerührt, der möglichst zäh sein muss. Dann wird am Ortgang, bzw. am Dachüberhang ein Strang Zuckerguss aufgebracht, von dem dann mit einem Zahnstocher (oä) vorsichtig Zapfen nach unten gezogen werden.
Ein bisschen Gefühl und etwas Übung und es sieht sehr hübsch aus.

Viel Spaß!

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Die Macht ist stark in dir!

Victor hat seine Mathearbeit wiederbekommen.
Das Ergebnis ist gut gewesen.

Wirklich witzig war aber, dass er "Darth Vader" anstelle seines Namens auf die Arbeitsbögen geschrieben hat.

Einzig seine Lehrerin hat einen humorlosen Hinweis zugefügt, er solle die Bögen doch bitte ordentlich beschriften.

Dienstag, 16. Dezember 2014

Unglaublich!

Da erinnert man sich noch daran, wie mühsam es war, dass das Kind schwimmen lernt.
An die vielen Nachmittage im Hallenbad, wo man geübt hat, nicht um Bestzeiten zu erreichen, sondern einfach nur, dass die Schwimmbewegungen koordiniert und geläufig werden.
Tauchübungen mit einem Ring, der immer eine Stufe tiefer gelegt wurde, bis das Gesicht endlich mal unter Wasser genommen wurde.

Und jetzt möchte besagtes Kind gerne einen Flaschentauchkurs machen.
Tief runter ins Meer, die Flasche auf dem Rücken träumt jetzt jemand, der Karriere von Hans Haß nachzueifern.

Also warten wir noch die paar Monate, bis Victor alt genug ist und dann geht es wohl los...

Montag, 15. Dezember 2014

Pegida

Seit kurzem ist einen Organisation ins Mediengeschehen getreten, die sich "PEGIDA" nennt.
Was sich vom Klang her wie ein neuer Zweig von Al Kaida anhört, hat aber anscheinend das Gegenteil im Sinn.
"Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" so lautet die Abkürzung ausgeschrieben und ich frage, ob nun "Patriotische Europäer gegen Islamisierung des Abendlandes" oder "Pegdida" richtiger wäre.
Aber darum soll es hier vordergründig gar nicht gehen.
Auch nicht um die halbgaren Thesen, die die Hüter des Abendlandes vor sich hertragen.
Am ehesten geht es darum wie es dazu kommt, dass eine solche Gruppe einen großen Zulauf erhält.
Ängste, so heißt es immer wieder.
Ängste vor Überfremdung, vor Islamisierung, vor Terror und vor dem schwarzen Mann an sich.
Wenn man sich in Zeitung und Internet umguckt, dann wundert es einen nichtmal.
Berichte über Terrorgruppen auf der einen Seite und auf der anderen Seite, Stimmen von muslimischen Mitbürgern, die sich in Deutschland nicht sicher fühlen. "Sollen die doch zurückgehen, wo sie hingehören" - die einen und "sollen sie doch bleiben, wo sie herkommen" - die anderen. So ist es schnell gedacht und am Stammtisch auch schnell gesagt.
Zustimmung von allen Seiten.

Bei aller Diskussion über Integration, über Einbürgerung und Anpassung, die sowohl die "Deutschen" als nicht so wichtig, als auch die "Ausländer" als völlig unnötig erachtet haben, fehlt mir ein Beitrag völlig.
Es wird zwar von allen Verbänden immer laut gerufen, dass nicht genug für die Integration getan wird und wie sehr sich Muslime bedroht und benachteiligt fühlen - aber eines höre ich nie!
"Wir haben zuwenig für eine Integration von uns selbst getan."
Eine einfach, selbstkritische Äußerung.
Aber - jetzt geht hier der Vorurteilsmodus nochmal ganz stark in den Vordergrund - Selbstkritik, Reflektion und Diskussionsfähigkeit sind im Islamischen Kulturkreis leider nicht vorhanden.
Lediglich das Jammern, Meckern und Schimpfen, dass nicht genug für sie getan wird.

Und genau da sehe ich den Knackpunkt für den Zulauf zu den Pegidas dieser Republik.

Samstag, 13. Dezember 2014

Santa Lucia

Heute wird in Schweden das Fest der Santa Lucia mit viel Licht und Kerzen begangen.
Bei uns ist morgen der dritte Advent mit drei brennenden Kerzen auf dem Kranz.
Denn Advent ist die Zeit des Wartens und der Erwartung des Kommens Jesu.
Mit jedem Sonntag kommt ein Stück mehr Licht ins Leben und in die dunkle Jahreszeit.
Eine Art Adventskalender für "Große".

Wie haltet Ihr es mit den Adventskerzen?

In meiner Kindheit wurden die Kerzen nur sonntags zum Kaffee angezündet - alle vier auf einmal
Ganz egal, welcher Advent es denn gerade war. Meine Mutter fand es ziemlich doof, wenn die Kerzen unterschiedlich abbrannten.
Das war irgendwie das Gegenteil von dem, was uns die Kerzen "sagen" sollen.

Der erste "Adventskranz" von Françoise und mir war eine längliche Schale mit vier Hülsen für die Kerzen.
Das sah aus, wie aus einem "Petterson und Findus"-Buch entlehnt. Da haben wir vorhnehmlich mit alten Kerzenresten bestückt, einige Tannenzweige und einige Weihnachtsfindsel reichten als Deko aus.
Mit den Kindern sind wir zu einem Kranz, den Françoise und Yolande selber binden übergegangen.
In den vergangenen Jahren haben wir die Kerze/n viel brennen gehabt und wenn eine heruntergebrannt war, dann wurde einfach eine neue aufgesteckt. So haben wir oft 6-7 Kerzen verbraucht.
Dieses Jahr wurden uns dänische Adventskerzen zugespielt. Auf einer ist eine 1, auf einer eine 2, naja - und so weiter.
Da ist klar, welche Kerze wann entzündet wird. Doch es kann nicht einfach Kerze um Kerze aufgebraucht werden. Also werden die Lichter sparsam aufgesteckt, denn die Kerzen sollen bis Weihnachten reichen. Beschränkung, statt ständiger Kerzenbeleuchtung.

Nächste Jahr?
Wir werden sehen.

Allen Lesern einen schönen dritten Advent!

Donnerstag, 11. Dezember 2014

In der Zange der Zukunft

Hier habe ich geschrieben, dass wir endlich Breitband bekommen, was bei unserer Lage kurz vorm A... der Welt wirklich nicht zu erwarten war und hier habe ich geoffenbart, dass ich allem drahtlos-neuem skeptisch gegenüberstehe.

Widerspricht sich das?
Nein. 
Denn Breitband ist derzeit wohl zukunftsweisend und die Initiative, die es ermöglichte, dieses hier zu verlegen benötigte eine Anschlussquote von mindestens 75% - also musste man mitziehen, im Dienste der Allgemeinheit. 

Andererseits war es jetzt soweit. 
Die Telek*m hat abgestellt und der neue Anbieter hatte mir vorab eine Fritzbox nebst Anleitung geschickt. 

Also alles aufgebaut und angeschlossen - Fritzbox blinkt rot. 
Der Service sagte: Eine neue Box geht raus, die alte bitte zurückschicken. 
Resultat: Montag, Dienstag und Mittwoch ohne Netz und ohne Telephon. 
Mittwoch kam aber die neue Fritzbox und ich habe abends wieder alles aufgebaut und angeschlossen. 
Alle Lämpchen grün und Internet funktionierte sofort. 
Auch WLAN  lief (nach einiger Fummelei wg. Anmelden und altes Netz abmelden und so weiter) schnell. 

Nur gab es kein Telefon.
Leitung tot. 
Die Fritzbox sagte: Dein Telefon sehe ich und erkenne ich auch. Aber Du hast keine Leitung. 
In der Service-Hotline habe ich rund eine Stunde in der Warteschleife gehangen, bevor ich an jemanden geraten bin, der mir auch nur sagen konnte, dass der Anbieter gerne mal die Leitung prüfen könnte, aber es würde mich was kosten, wenn es nicht deren Fehler wäre - eine konstruktive Hilfe war das auch nicht. 

Heute morgen habe ich dann wieder probiert, ob das Telefon mitspielt - manchmal passieren über Nacht ja Wunder - doch das Resultat war so wie am Vorabend.

Heute Vormittag ereignete sich dann das Wunder: Pötzlich gingen Telefon und externer AB wieder wie durch Zauberhand. 
Aber keinerlei Info vom Anbieter, weder per E-Mail, noch aufs Handy. 

Genau das ist der Grund, warum ich solche Sache nicht mag. 
Irgendwelche Leute in irgendwelchen Call-Centers können Dir bis auf die Fritzbox gucken, aber richtig helfen können sie auch nicht. Alles passiert irgendwie ferngesteuert und man keinen Einfluss darauf. 
Wenn dann der Strom ausfällt, geht gar nichts mehr. 
"FRÜHER" ging das Telefon trotzdem, weil die POST ihr eigenes Netz hatte und daher das Telefon darüber mit Strom versorgt wurde. 
Heute geht das Telefon nicht mehr, weil die Basis keine Strom mehr hat, die Fritzbox hat keinen Strom mehr und die Übergabebox vom privaten Anschluss zum Glasfasernetz hat dann auch keinen Strom mehr. 

Schöne neue Welt!

Montag, 8. Dezember 2014

Deutsch als Zweitsprache

Heute war mal ein Artikel in der Zeitung, der mal ein wichtiges Thema anschneidet:
Kinder von Imigranten, die hier beschult werden sollen, aber keine andere Sprache als die eigene beherrschen.
In aller Kürze: Es fehlen qualifizierte Lehrer, Geld, Unterrichtsmaterial und Räume. Bis hierhin ist alles nicht neu und es verwundert auch keinen.
Immerhin wurde dieses Mal auch angesprochen, dass viele der Kinder traumatisiert sind, schließlich haben die eine tausende Kilometer lange Flucht hinter sich und haben unterwegs schreckliches erlebt (wie sich die Geschichte doch immer wieder selber zitiert...) und zudem haben einige (gar nicht so wenige) noch nie eine Schule besucht - die kennen also gar keine Beschulung.

Was jetzt noch dazukommt und was gar nicht offen diskutiert wird:
- Unter den Schülern sind ausreichend Jungen, die eine Lehrerin nicht akzeptieren, da in ihren Augen Frauen nichts wert sind. Menschen, die nicht dem Islam angehören sowieso nicht.
Aber alle Tricks und Kniffe, wie sie sich vorm Unterricht drücken - die kennen sie. Ein Problem für sich - aber es sind ja alle immer so wunderbar intergrationswillig.

- Ein praktisches Problem: Alle Kinder in solchen Lernklassen sind auf einem unterschiedlichen Niveau.
Es reicht von "gar nichts verstehen" bis hin zu "einigermaßen" - die sollen jetzt alle gemeinsam unterrichtet werden.
- Übrigens sind auch von strohdoof bis zu superintelligent in solchen Klassen zu finden. Ich beneide niemanden, der dort unterrichten soll. Denn auch bei intensiver Binnendifferenzierung (oder wie das auch heißt), kommen entweder die einen zu kurz oder die anderen fangen an Quatsch zu machen (s.o.).
- Wenn dann noch  laufend neue Kinder dazukommen, andere nur sporadisch im Unterricht erscheinen und einige die Beschulung komplett verweigern, sind solche Klassen zum scheitern verurteilt.

Nein, ich habe auch keine Lösung parat, ich weiß es nicht besser und ich habe auch kein Geld in der Tasche, um die Zustände zu ändern.

Doch diese Dinge (die mir eine Lehrerin gesteckt hat) werden gerne unter den Tisch gekehrt, weil sie nicht in die Kuschelpädagogik, die von lernwilligen, motivierten und disziplinierten Schülern träumt, passt.

Samstag, 6. Dezember 2014

Verhandlungssache

Ein Blick in die Kleinanzeigen offenbart und, dass viele Leute gar nicht wissen, was sie schreiben.
"Kinderroller - Preis VHB"

Wie jetzt?
VHB heißt bekanntermaßen (dachte ich immer) VerHandlungsBasis.
Aber was ist die Verhandlungsbasis?
Da fehlt doch noch ein Betrag, ein Preis, irgendetwas, was als Grundlage, als Basis für eine Preisverhandlung gelten kann.

Gibt man keinen Preis an, muss es VHS heißen; VerHandlungsSache.

Ist es denn so schwer?

Freitag, 5. Dezember 2014

Einkaufen

Heute morgen hatte ich mal frei - schließlich muss ich bis zum Jahresende ein wenig Überstunden reduzieren.
Also habe ich die Zeit genutzt, den Wocheneinkauf zu tätigen - zumindest die Sachen, die selbst ein Yeti einkaufen kann, ohne allzuviel falsch zu machen.

Da bin ich beim ungeliebten Discounter (der sich in Nord und Süd unterteilt) mal wieder auf reichlich Müll gestoßen.
Zum einen gab es Puzzle.
Ich puzzle wirklich gerne - sofern es interessante, schöne oder auch pfiffige Motive sind.
Was es da gab, war an Beliebigkeit und Langeweile nicht zu überbieten.
Bergwiese, Hundewelpen, NewYorkParisLondon in Schwarzweiß mit irgendwas farbig hervorgehoben. Für alle, die ihr Leben nicht lieben und sich mit 08/15 zufrieden geben.
Dann gibt es Berge von Naschkram - ob die Discounter Provision beim Zahnarzt bekommt?

Schließlich sah ich eine Glas(?)kugel mit einem eingeblasenen Glas(?)engel.
Zur Krönung war das Ding auch noch LED-beleuchtet.
Wer kauf so einen Schei*?
Zum anderen - warum wird das in China gefertigt - ein Land ohne Weihnachtstradition und einer ganz anderen Kultur? Nur, damit wir billigen Kram kaufen können?
Ist es das, worum es nur noch geht?
Unsere Fest verramschen und billigen Müll anhäufen?

Bitte, dann macht doch mit.
Not me!

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Voltax! (mal wieder)

Wie ärgerlich - da hatte ich beim Zähneputzen eine schöne Idee zum bloggen.
Kurz, prägnant, witzig, einfach gut.

Aber sitze ich vorm Rechner, ist sie schon wieder weg.

*ärgerärgerärgerärgerärger*

Dienstag, 2. Dezember 2014

Eine Frage der Kompatibilität

Heutzutage ist alles elektrisch.
Sogar fast alles elektronisch.
Ohne Elektrogehirn geht gar nichts mehr.
Kein Kühlschrank ohne Microchip, kein Auto mehr ohne Halbleiter und wenn das Smartphone streikt sind nicht nur alle Termine am Tag über den Haufen, nein es sind auch alle Kontakte weg, von der Navi-Funktion gar nicht zu reden.

Der Mensch an sich hat von jeher nach Erleichterung für sein Leben gesucht.
Anfang des letzten Jahrhunderts träumten die Sozialisten sogar davon, dass "jeder sein eigenes Fluggerät" haben werde.

Ob das, was wir machen, so schrecklich zukunftssicher ist, steht auf einem ganz anderen Blatt.
VHS-Videos? Wer kann die noch abspielen?
Schallplatten? Haben diese grotesk großen und empfindlichen Scheiben wirklich zwei Seiten?
Musikkasetten? Wie rum werden die eigentlich reingesteckt?
CDs? Zerfallen nach einigen Jahren.
Siedler 4? Läuft auf modernen Rechnern nicht mehr.
E-Books? Mit Trick soll man ja alles auf jedem "Endgerät" lesen können...
Lexika in Buchform? Da öffnen sich gar keine neuen Fenster, wenn man auf unterstrichene Links/Wörter tippt.

Die Problematik ist verstanden worden?

Jahrundertelang gab es Bücher.
Noch heute man die ersten Gutenberg-Bibeln lesen - sofern man Fraktur lesen kann. Die ersten Datenträger des Computerzeitalters sind bereits zerfallen.
Noch heute kann man Schelllackplatten abspielen - die ersten CDs...

Die Entwicklung neuer Computer (damit schließe ich alles ein vom PC bis zur Google-Datenbrille) bedeutet oft, dass altes und oftmals bewährtes auf der Strecke bleibt. Nichtmal die Zeitung von gestern ist so alt, wie der Rechner vom gleichen Tag.
Immer schneller, immer neuer, immer mehr - aber ältere Formate werden konsequent ausgemerzt.
Das ist weder nachhaltig, noch sinnvoll. Es dient alleine dem Profit einiger weniger. Dafür wird aber eine große Wissenslücke ab etwas dem Jahr 2001 bleiben, ebenso wie tonnenweise giftiger Elektroschrott, der in Asien von Kindern zerlegt und "entsorgt" wird, bevor er in Form von vergifteten Spielsachen und Nahrungsmitteln wieder zu uns zurückkommt.


(PS: Beitrag habe ich "nebenbei" geschrieben, der ist also evtl. nicht zu 100% durchdacht und durchstrukturiert.)

Montag, 1. Dezember 2014

Pünktlich zu spät!

DYI-Weihnachtskalender stehen ja hoch im Kurs.
In 1001 Bastelblog kann man sich ansehen, was begabte Hände so schaffen können und in anderen Blogs sind auch reichlich Anregungen.

Was machen diejenigen, die nur wenig Zeit haben, keine 27 Säckchen nähen wollen, keine leere Wand haben, um 24 Pakete aufzuhängen und überhaupt?

Hier mein Tipp - wie immer ganz ohne Bilder. Ich vertraue mal wieder auf die Kraft Eurer Phantasie!

Man nehme den Playmobil-Adventskalender vom letzten Jahr,
öffne ihn vorsichtig, entnehme das Plastikinnenteil.
Nun flach vor sich hinlegen, sei es mit der weißen Innenseite oder der bedruckten Außenseite, das darf jeder selbst entscheiden; ein großes Blatt Papier flächig aufkleben und bemalen, hübsch bekleben, gestalten.
Alles umdrehen, mit einem Cutter vorsichtig die Spalten der Türen nachfahren, damit die neue Front auch zu öffnen geht.
Je nach Können ganz durchschneiden oder Teilstücke stehen lassen, damit die Türen nicht von alleine aufgehen lassen. Ich habe ganz durchgeschnitten, die Gefahr, dass zuviel kaputtreißt.
Fertig?

Jetzt muss der Kalender befüllt werden - die Playmobilfächer bieten erstaunlich viel Platz. Geiz ist jetzt also nicht angesagt.
Obacht! Sind die Türchen zu öffnen, wird das Plastikinnenteil zuerst eingeklebt, denn das ist nun noch etwas komfortabler möglich.
Sind die Türchen nicht ganz aufgeschnitten worden, muss erst befüllt und dann alles wieder zusammengeklebt werden.

Anschließend ist der Kalender fertig und kann verschenkt werden.

Hinweis: Sind die Türchen ganz aufgeschnitten worden, sollte der Kalender nur an disziplinierte Leute verschenkt werden, die es aushalten können, nicht vorher nachzugucken. Zudem sollte er mit einer leichten Neigung nach hinten aufgestellt werden.

Der Yeti wünscht eine schöne Adventszeit.


Wichtiger Nachtrag:
Wenn man die weiße (neutrale) Innenseite des Kalender als neue Außenseite benutzen möchte, muss man drauf achten, ob die Fächer alle zu den Türen passen - das habe ich vorher nicht bedacht.
Da hätte ich evtl. einige Türen mit dünner Pappe hinterkleben müssen und dann aus einer Tür zwei oder aus zwei Türen eine machen müssen.
Das nächste Mal wirds besser!

Freitag, 28. November 2014

Die Sache mit " 's "

Heute war ein Artikel in der Zeitung, der eigentlich nur Werbung für eine Geschäftsübernahme war.
Ein Teeladen hat einen neuen Besitzer und der Betrieb wird weitergeführt.
So weit, so schön.

Aber ich frage mich, warum man dort Tee's kaufen kann, ob es auch Geschenk'e gibt und Parplätz'e vor dem Haus?
Bezahlt man dort mit Euro oder mit Euro's?
Gibt es noch andere Meinung'en dazu?
Oder können mir Leute Erklärung'en dazu geben, warum den armen Tees einfach das "s" abgeschnitten wird?

Tatsächlich war es nicht ein Tippfehler.
Die "Tee's" wurden viermal erwähnt und jedes Mal wurde ein " ' " benutzt, um das Plural-S abzutrennen.

Das tut dem doch auch weh!

Donnerstag, 27. November 2014

Wasser auf meine Mühlen

Heute war ein kurzer Bericht in der Zeitung, eigentlich kaum mehr, als ein Absatz, wie sehr (hier: im Sinne von "stark") viele (es sind nicht die "sehr vielen Menschen" gemeint) Menschen davon genervt sind, wenn ihr Gesprächsgegenüber alle naselang auf sein Smartphone schielt.
Oder gar nebenbei twittert, whatsappt oder facebookt. Alleine diese Worte lassen einem ja schon die Fußnägel hochklappen.
Aber das Verhalten an sich ist schlichtweg unhöflich.
Doch es nicht nur "die Jugend" die sich so verhält, es sind auch die "Alten", die ja stets über die "Jugend von heute" schimpft.

Wo bleibt sie, die Kultur, das europäische Gut, die Menschlichkeit?

Mittwoch, 26. November 2014

Wo steckt hier der Sinn?

Manchmal kaufen wir uns die Zeitschrift Landlust.
Die hat schöne bunte Bilder, dann und wann ganz interessante Artikel und immer mal wieder ein gutes Rezept, dass unseren Tisch bereichert.

Dies alles täuscht letzten Endes aber nicht darüber hinweg, ein Schickimicki-Journal in den Händen zu halten.
Es wird das Landleben idealisiert, selbst Regen ist romantisch, Steinwege werden mit gepflückten Löwenzahnblüten verschönert und ein Handwerksbetrieb, der erlesene Dinge (zu gepfefferten Preisen) herstellt, wird vorgestellt.
Schickimicki für alle die, die etwas Sehnsucht nach der guten alten Zeit und der heilen Welt haben.

Aber wie gesagt, es lassen sich auch brauchbare Dinge darin finden und zum schmökern und genießen ist die wirklich gut geeignet.

Interessant sind zum Beispiel die Tipps und Trends, was Küche oder Garten anbelangt, da werden mit großem Bild und wenig Text Kleinigkeiten vergestellt, die das Lebnen schöner und manchmal sogar einfacher machen können.
Bei der (vor-???)letzten Ausgabe wurde gezeigt, wie man aus einem alten Marmeladenglas und der Pumpe von einem Einwegseifenspender einen "praktischen Seifenspender für die Küche" basteln kann.
Mit Hammer und Nagel einfach einen Kreis in den Deckel des Marmeladenglases "stanzen" und das Innenteil rausfummeln, Seifenpumpe reinstecken, befüllen zuschrauben und fertig.

Jetzt mal ganz ehrlich: WAS SOLL DAS???
-Das spart kein Geld. Einwegseifenspender aus dem Drogeriemarkt kosten fast noch weniger, als der Nachfüllpack.
-Es bringt keinen Vorteil. Die Seifenpumpe ist und bleibt billig, das Glas muss ebenso befüllt werden, wie jeder andere Seifenbehälter.
-Es ist nicht unbedingt hübscher. Die Plastikseifenspender sind nicht unbedingt hübsch, aber Marmeladengläser sind auch nicht gerade eine Augenweide.
-Man brauch Zeit und Werkzeug, um etwas herzustellen, was weder hübscher, noch praktischer, noch sinnvoller ist.


Wer nun aber dennoch auf den Geschmack gekommen ist und meint, ein Marmeladenglas sei doch schöner, dem rate ich dazu, die Öffnung im Deckel etwa so groß zu machen, dass das Gewinde der Plastikflasche gerade eben durchpasst.
Denn dies Gewinde sollte man dann mit etwas "Kragen" (also einem etwa einen Zentimeter breiten Rand von der Seifenspenderflasche) ab- oder ausschneiden und dann von innen durch das Loch im Deckel stecken, anschließend die Seifenpumpe wie gewohnt aufschrauben.
Durch den "Kragen"  rutscht das Gewinde nicht durch und der Seifenspender sitzt sicher im Deckel - nicht einfach nur auf Kraftschluss reingesteckt, denn das hält nicht lange.
Viel Spaß!

Dienstag, 25. November 2014

Der Countdown läuft

Es sind nur noch wenige Tage bis Weihnachten - heute sind es 29, um genau zu sein - das merkt man auch sehr an den Kindern.
Aufgeregt, gelangweilt, vorfreudig und doch auch schnell gereizt.

Aufgeregt, weil vor Weihnachten immer alle so aufregend ist.
Gelangweilt, weil alle Spielsachen vor dem Fest und der Erwartung auf neues ihren Reiz verlieren.
Vorfreude, auf Geschenke, aufs Verschenken, auf Zeit gemeinsam verbringen, auf Ferien - auf alles schöne, eben!
Gereizt, weil die Zeit einfach nicht läuft. Weil erst Totensonntag vorbei sein musste, bevor geschmückt wird, bevor es Weihnachtssachen gibt, bevor der Advent endlich anfängt.

Am Wochenende werden Kekse gebacken, ich werde mal zwei schöne Sorten zur Auswahl stellen. Ein Pfefferkuchenhaus wird es dieses Jahr nicht mehr geben - die Kinder meinen es täte ja nicht unbedingt nötig (es ist wohl das Alter...).
Vor allem muss ich vorm Wochenende noch etwas basteln, denn Francois bekommt dieses Mal nicht nur einen Adventskalender, sondern auch noch einen selbstgebauten. :-)

Montag, 24. November 2014

ein bisschen Wehmut

Es ist immer ein wenig Wehmut dabei.
Das Kindersteck wird aussortiert, weil es niemand mehr benutzt.
Die DVDs von Rabe Socke verstaubt.
Playmobil ist von heut auf morgen uninterressant.
Schleichtiere wurden erst innig gesammelt und aufgebaut - jetzt sind sie völlig out.

Kinder werden größer, Jugendliche erwachsen, Zeit vergeht.


Freitag, 21. November 2014

Steilvorlage

Beim Aufräumen hatte ich zwei alte Plektren gefunden.
Die lagen halt so rum und ich habe die erstmal in die Hosentasche gesteckt und dann irgendwann im Bad vorm Spiegel deponiert.
Da lagen die jetzt also rund eine Woche, bis Yolande sie entdeckte und fragte: "Warum liegen hier eigentlich diese ...Pletrons?"
Einschub: Schön, das Kind kennt also das Plektron an sich und weiß um seinen Einsatzzweck - alleine der Plural ist unbekannt.
"Die liegen da, damit Du lernst, dass es zwei Plektren sind - ein Plektron, zwei Plektren", antwortete ich ohne zu zögern.
"Die liegen bestimmt nicht deswegen dort!" erwiederte sie halb genervt, halb ungläubig.
"Doch", sage ich, "und siehe, Du hast wieder etwas gelernt!"

Abends habe ich die Plektren eingesteckt und trage sie seitdem wieder in der Hosentasche herum.
Die lagen natürlich deswegen dort, weil ich zu faul war, die gleich wegzuräumen.
Heute Abend muss ich die mal ins Kästchen legen, wo auch die Manschettenknöpfe aufbewahrt werden;
bevor die doch noch in der Waschmaschine landen und dann auf nimmer wiedersehen verschwinden.

Donnerstag, 20. November 2014

Gedanken beim Einkaufen

Wenn ich so durch die Geschäfte bummel, dann habe ich verschiedene Gedanken, einige präsentiere ich mal hier:

Es gibt viele hässliche Puzzles, fette kleine Hunde, puschelige Katzen, Neuschwanstein in extra weiß und langweilige Bilder.
Wirklich hübsche Puzzles sind selten. Es sind 8 Stk.  - Ich besitze sie alle.

Dann gibt es dämliches Spielzeug, überflüssig, ohne Spielwert.
Gespickt mit Ton und Licht, batteriebetrieben und langweilig. Produziert, um entsorgt zu werden.

Auffallen tut mir stets, wenn in einem Geschäft freundliches Verkaufspersonalzugegen ist. Nette Leute, die einem helfen, das gewünschte zu finden, auf einen zugehen, ohne sich aufzudrängen.
Auf das Gegenteil trifft man leider mindestens genauso oft.

Als Messer-Fan gucke ich immer gerne nach schönen Küchenmessern.
Hier fällt mir auf, dass selbst namhafte Firmen neuerding mindere Qualität auf den Markt werfen. Ein Trend, der generell bei Küchengeräten en vogue ist.
Früher waren teurer Geräte auch gut und hielten ein Leben lang.
Heute sind sie oftmals nur teurer als die billigen Geräte, aber nicht besser.

Weihnachtsdeko scheint es nur noch "made in China" zu geben. Selten ist "Made in India" dabei.
Achtet mal drauf.

Zum Schluss noch ein Wort zu (d)englischer Werbung.
Keiner, den ich kenne findet es gut, in englisch umworben zu werden.
Aber anscheinend finden das alle Werbefritzen gut.
Kenne ich jetzt die falschen Leute, oder sind die Fritzen auf dem Holzdampfer?

Dienstag, 18. November 2014

Anstrengend und angeregt

Welche Eltern kennen das nicht?
Das Kind oder die Kinder sind anstrengend.
Es ist nicht an einer einzelnen Sache festzumachen, es sind 1000 Kleinigkeiten.
Die ganze Atmosphäre ist "vergiftet" und es kann unversehens zum großen Knall kommen.

So einen Abend hatten wir letztens auch. Zwei Erwachsene, die jeweils einen anstrengenden Tag hatten und zwei Kinder, die sich kabbelten, anzickten, ärgerten und wieder vertrugen.
Am Abendbrottisch wurde versucht, irgendwie noch das Beste draus zu machen, bis Yolande plötzlich freudestrahlend (und vom Tonfall etwa halb so alt klang, wie sie tatsächlich ist) verkündete:
"Ich bin schon den ganzen Tag so anstrengend!"


Mittwoch, 12. November 2014

Das große Sterben

Landauf, landab ist das große Sterben im Gange.
Kleine, mittlere, große Vereine, alte, neue und alle dazwischen werden von einer Seuche dahingerafft.
Keiner möchte mehr den Vorsitz übernehmen oder es sterben einfach die Mitglieder weg.
Nach Jahren, teils Jahrzehnten des Einsatzes müssen die Alten langsam Platz machen. Immerhin haben viele das Rentenalter schon weit überschritten - nur will keiner die Nachfolge antreten.
Oder die Jungen haben keine Lust mehr auf Reiten, Turnen, Handarbeiten, Feuerwehr, Musik, Gemeinwohl oder was sonst noch was.

Ich weiß, dass mich niemand fragt, aber das ist das Resultat von:
verkürzter Schulzeit,
Fernsehen,
Computerspielen,
Smartphone-Nutzung,
"neue" Medien,
schlechter Erziehung und
zu guter Letzt Stress bei der Arbeit.

Dienstag, 11. November 2014

Als Bogger erkannt...

Am Wochenende war ich einkaufen.
Nur schnell einige Kleinigkeiten.

Da wehte mir der Wind eine Einkaufsliste vor die Füße. Ich hob sie auf und sah eine kurze Liste, sauber geschrieben.
Meine Neugierde war geweckt.
Nachdem ich meine sieben Sachen zum Auto gebracht habe, ging ich wieder in den Laden und habe genau die Sachen gekauft, die auf der Liste stande.
Wer das wohl war?
Was der (oder die??) damit wohl wollte.
Sind es Dinge mit denen ich etwas anfangen kann?
Was kann ich daraus kochen?

Ein wundervoller Blogeintrag entspann sich vor meinem inneren Auge und ein selten gekanntes Hochgefühl durchflutete meine Venen.

An der Kasse warf die Kassiererin einen Blick auf meine Schätze, sah den Einkaufszettel in meiner erregt zitternden Hand und blickte mich dann mit ihren leicht glasigen Augen an:
"Na, auch ein Blogger?" fragte sie fast amüsiert, eher aber etwas müde.
"Ja, woher...?"
"Sie sind der Vierte, der mit diesem Zettel hier auftaucht."
Ich zahlte und ging ernüchtert meines Weges.

Montag, 10. November 2014

Gonzales, Amigo!

Vor einiger Zeit hat ein Musikhaus damit geworben, kostenfrei zwei Saxophon-Blättchen zu verschicken.
Man brauche lediglich ein Formular auszufüllen, Blattgröße und -stärke anzugeben und bekäme dann Probeblättchen zugeschickt.

Tolle Sache, da habe ich das einmal für mich ausgefüllt (ich bevorzuge weiche Blätter) und Yolande hat es auch abgeschickt (sie bevorzugt harte Blätter).

Nach kurzer Zeit hatte ich meine Blättchen, die wirklich schön zu spielen sind und gut klingen.
Yolande bekam eine E-Mail, es wären so viele Anfragen gekommen, dass es länger dauern würde, alle Wünsche zu bedienen (zwischen dem verschicken von ihrer und meiner Anforderung lagen nur rund 3 Stunden).

Seit etwa einem Monat habe ich meine Blätter und wir hatten die Sache schon als "wird wohl doch nix mehr" abgehakt - jetzt kamen ihre Blättchen doch noch.

Tolle Sache! Versprechen gemacht und gehalten!

Daher verlinke ich hier einmal das Musikhaus und ich kann die Blätter von Gonzales nur empfehlen!
Wir haben die "Local 627 Jazz" gewählt. Ich werde mir bei Gelegenheit weitere holen!

Samstag, 8. November 2014

Ich stehe im Wald...

... heute den ganzen Tag!
Zum Glück soll es gutes Wetter werden.

Rängtängtäng - ich mache einen Motorsägen-Schein.

Vielen lieben Dank dem wunderbaren Menschen, der mir das zum Geburtstag geschenkt hat!

Freitag, 7. November 2014

Zeitumstellung

Wie jedes Jahr möchte ich mal über die doofe Zeitumstellung meckern.
Ich mag sie nicht.
Mein Biorhythmus kommt immer völlig aus dem Takt.
Ganz zu schweigen davon, dass es nach zwei Wochen morgens wieder dunkel ist und abends schon dunkel ist, wenn man dann wieder nach Hause kommt.
Also wo bleibt denn da die Einsparung.

*kopfschüttel*

Donnerstag, 6. November 2014

Kinderwitze

Ein wirklich guter Witz aus Kindermund ist mir im Gedächtnis geblieben:
Wie heißt ein weißes Mamut?

Helmut!

Einfach, guter, ehrlicher Humor.
Den hintergründig oder feinsinnig zu nennen, wäre schon sehr stark übertrieben.

Jetzt habe ich den im Kreise von einigen Kollegen erzählt – die spontane
Reaktion reichte von lautem Lachen bis hin zu Kopfschütteln (war wohl doch nicht witzig genug) – verstanden haben es aber alle.

Bis auf eine Kollegin, der sowieso nachgesagt wird, zum Lachen in den Keller zu gehen.
Ihr Kommentar hierzu: „Soll ich jetzt darüber lachen, oder erklärt mir das jemand.“

Nichts ist so unwitzig, wie ein Witz, der erklärt werden muss.

„Darauf soll man auch erstmal kommen!“ war ihre Reaktion nach ihrer Aufklärung.

Auch wenn es etwas boshaft klingt – ihre Nichtverstehen war das Witzigste von allem.

Mittwoch, 5. November 2014

Nachtrag

Was die Zamonien-Reihe noch zusammenhält, ist das geheimnisvolle "Zamonin" (oder heißt es "Zamomin" - ich müsste das jetzt nachgucken).
Eine Art denkendes Gestein.
Hang zum Größenwahn, mit telepathischen Kräften ausgestattet und immer auf der Suche nach der absoluten Macht.

Ich glaube, es kommt in jedem der Bücher vor und wenn es nur beiläufig erwähnt wird.

Dienstag, 4. November 2014

Montag, 3. November 2014

Immer die gleiche Masche...

... und doch erfolgreich.

Wenn man keinen langen Roman wie Thomas Mann schreiben kann, aber sich nicht in die engen Grenzen von Kurzgeschichten pressen mag, dann bleibt nur ein Kunstgriff.
Besser mehrere von denen. Edgar A. Poe hat in seiner Erzählung über A. Gordon Pym seitenweise Material über Segeln, Flora und Fauna einfließen lassen, um der story etwas mehr Fleisch zu geben. Daniel Kehlmann hat sein Werk "Ruhm" aus verschiedenen Kurzgeschichten zusammengestückelt, die teils realistisch, teils phantastisch waren und sich doch alle irgendwie ergänzten und bedingten.

Walter Moers hat tatsächlich eine ganze Reihe von Büchern veröffentlicht, die nach o.g. Muster zusammengesetzt sind.
"Die 13 1/2 Leben des Käptn B." sind etwa 14 Geschichten, die durch den Protagonisten B. in Form einer rückblickenden Ich-Erzählung zusammengehalten werden.
Auffallend sind die Poe'schen Einwürfe und Erklärungen, die hier aus dem Lexikon Abdul Nachtigallers entnommen sind (natürlich auch von Moers geschrieben). Ließe man diese weg, wären viele Ereignisse, die Käptn B. ereilen völlig unverständlich - ein geschickter Kunstgriff, also! Das Buch wäre aber auch etwa ein Drittel dünner. Ein weiteres Drittel ließe sich einsparen, wenn Aufzählungen und Essensbeschreibungen gestrichen würden.
Tatsächlich ergeht sich Moers in seitenlangen Aufzählungen von Farben, Kunstformen, Lebewesen, Fachgebieten, Ereignissen - egal was.
Natürlich alles rein zamonisch und - zumindest beim ersten Lesen - sehr amüsant. Spätestens wenn man ein Buch ein drittes Mal zur Hand nimmt, wird es aber dröge, weil der Fortgang der Handlung in die Länge gezogen wird.

Bei "Ensel und Kretel" wird die dürftige Geschichte durch die "Mythenmetz'schen Abschweifungen" einigemaßen interessant aufgebläht, wobei das Finale im Hexenhaus doch sehr an Tim Burtons "Hansel and Gretel"-Verfilmung erinnert.
Die halbe Biographie über Mythenmetz dient anscheinend auch nur als Seitenfüller und Fingerübung.

"Der Schreckenmeister" ist eine schlichte Nacherzählung im "Zamonien"-Gewand und auch hier fällt wieder der Hang zur Aufzählung und zum Essen auf.
Ein zentrales Thema in der Zamonien-Reihe.
Übrigens das schwächste dieser Bücher - falls mich jemand fragt.

Bevor ich zum Höhepunkt der zamonischen Literatur komme, noch die "träumenden Bücher":
Der erste Band (Stadt der...) ist wirklich gut. Spannend, voller Anspielungen und Anagramme. Tatsächlich ein schönes Stück Arbeit.
Der zweite Band (Labyrint der...) ist eine Inhaltsangabe des ersten Bandes mit nur wenig neuen Inhalten. Ein müder Abklatsch, ideenlos, langatmig und unnötig.

Doch jetzt kommt der Hammer:
RUMO
Wird manchmal auch als Bildungsroman beschrieben - hat zumindest auch das Ausmaß eines "Zauberbergs" und ist genauso kein Bildungsroman!
Denn Rumo ist am Ende des Buches weder geläutert noch weiser noch sonstwie gebildeter als zu Beginn; während Hans Kastrop am Ende des Buches geläutert und weiser als zuvor in den Kampf zieht und vermutlich stirbt  damit ist dann halt auch alle Bildung dahin.

"Rumo" hat eigentlich auch nur eine recht lineare Handlung, die durch eingeworfene Geschichten um ein vielfaches aufgeblasen wird.
Diese Geschichten erklären einerseits und illustrieren andererseits.
Durch das hervorgehobene  Einwerfen mit "Unterüberschrift" am Blattrand werden langatmige Überleitungen und komplizierte Rückblenden oder Nebenhandlungsstränge vermieden.
Doch auch hier fallen die endlosen Aufzählungen auf, die man bei einem erneuten lesen am Besten überspringt. Wieder wird auf Essen viel Wert gelegt. Rumo ist weder ein begeisterter Esser, noch beteiligt er sich am allgemeinen erzählen. Er ist somit nicht nur der Namensgeber für den Roman, sondern auch der personifizierte Kontrapunkt zu den anderen endlos plaudernden Protagonisten.
Besonders witzig sind die drei Schrecksen, die Rumo die Vergangeheit und die Zukunft voraussagen, diese sind wohl aus Macbeth entlehnt.

Abschließend kann ich hierzu nur sagen, dass Rumo der überzeugenste, dichteste und düsterste Roman ist. Eindeutig nichts mehr für Kinder.
Eine Verfilmung von Tim Burton wäre nur nach Kürzung als FSK 16 zulässig...

Meine Empfehlung: Lest Zamonien-Bücher mehrmals und lasst ab dem zweiten Lesen alles unnötige aus! Nehmt einen Bleistift und malt in den Büchern herum.
Löst die Anagramme und verschönert die Zeichnungen. :-)

Trotz der angesprochenen Schwächen sind die Bücher ein Labsal gegenüber den ewig gleichen Krimis, Thriller, Liebesschnulzen und Kochbücher vom Fließband. 

Samstag, 1. November 2014

Wurmbefall

Ein Ohrwurm an sich ist schon schlimm genug, denn der dreht sich und wendet sich und man wird ihn nur schwer wieder los.
Jetzt habe ich mir aber einen Ohrwurm eingehandelt, der es in sich hat.

Nicht nur das Lied an sich mag ich nicht, es ist auch noch die Baritonsaxophon-Stimme, die ich beim Musikzugspiele.

Wenn ich jetzt noch verrate, um welches Lied es sich handelt, ist
mit weitgefächertes Mitleid sicher:

ATEMLOS

Freitag, 31. Oktober 2014

Gesucht - gefunden

Diesen Monat tauchte plötzlich der Suchbegriff
"Yeti Mord" in meiner Statistik auf.

Muss ich mir jetzt Gedanken machen?

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Deutsche Eltern sind Lesemuffel!

Schöne Schlagzeile im lokalen Käseblatt.
Im Text ist dann zu lesen, dass 2/3 der Eltern gerne vorlesen, dieses in den Alltag einbauen und es als wichtig empfinden.

Aha.
1/3 macht nix
2/3 findet es wichtig und tut es auch.

Aber DIE deutschen Eltern sind Lesemuffel.

Klar, eine negative Schlagzeile verkauft sich besser, als eine positive.
Hauptsache plakativ, der Wahrheitsgehalt ist nebensächlich.

Wäre es nicht förderlicher zu schreiben:
Immer mehr Eltern lesen vor!
Zunahme beim Vorlesen steigert die Sprachkompetenz und soziales Verhalten!
Ob das wirklich wahr ist, kann ich nicht belegen, aber es ist mindestens so wahr wie die ursprüngliche Überschrift - nur halt positiv belegt.

Mittwoch, 29. Oktober 2014

dauerhaft offline

Aha.
20% der Deutschen sind nicht online.
Schnell sind die Schuldigen entlarvt: es sind die Alten, die (so wird irgendeine "Expertin" zitiert) sich im Netz nicht auskennen und gar nicht wissen, was es bietet und somit auch nicht wissen können, was ihnen an lebenswertem Mehrwert geboten wird.

Jetzt mal Butter bei die Fische!
Was ist denn das für ein Unsinn!
Welcher Mehrwert wird da geboten und warum soll der auch noch "lebenswert" sein?
Gestern wollte ich mich mal Preise für Fitness-Studio-Kurse wissen.
Fehlanzeige!
Die Preise von den umliegenden Studios scheinen ein großes Geheimnis zu sein.

Dann wollten wir mal die neue Uhrzeit von Victors Schwimmverein wissen.
Steht die auf der website? Nein!

Das lokale "Branchenbuch" hat einen letzten "aktuellen Eintrag" von Dezember 2012 - das ist natürlich schon kräftig lange her.

Vor einiger Zeit habe ich von berufswegen nach verschiedenen Firmen recherchiert. Gefunden habe ich die auch online - aber im "RL" gibt es die schon lange nicht mehr. Teils wurden die Firmen aufgelöst, teils verkauft und umbenannt und einige sind umgezogen - allerdings ist alles das im Netz nicht zu ermitteln.

Diese Liste kann ich fortsetzen - kurz und gut: Das Internet ist das schnellste und am schlechtesten gepflegte Medium, das es gibt.

Wo ist also der Mehrwert?

Vergesst es! Das web ist ein Spielzeug und eine Spielwiese und ansonsten dient es nur der Datensammlung von Staat und Werbeindustrie.
Es macht das Leben weder lebenswerter noch schöner.
Hier und da mögen einige Informationen besser erreichbar sein, aber im Großen und Ganzen ist es unnötig.

Montag, 27. Oktober 2014

Eine Ratz-Fatz-Backmischung

Seit Weihnachten stand sie bei uns rum.
Eine Ratz-Fratz-Backmischung für Schokoladen-Brownies.
Es sollte nur Butter und Eier aufgeschlagen werden, anschließend den Zucker (ganz oben im Glas) rauslöffeln, zufügen und schaumig schlagen.
Dann Stück für Stück den Rest zufügen.

Im letzten Moment habe ich zum Glück die Schicht Kokosflocken bemerkt, die sich unter dem Zucker verbarg.

Kokos ist bei uns ein no-go!!
Bounty (und alle Derivate dieser Ausführung) wandern bei uns in die Tonne!

Somit habe ich die Schickt Kokosflocken entsorgt - nebst allem, was damit kontaminiert war; ein Großteil der gehackten Mandeln und einen Teil des Zuckers. Beides habe ich Pi mal Daumen nachgeschüttet und anschließend den Kuchen gebacken.

Seltsamerweise ist der Kuchen doch was geworden und wir haben wieder einen Stellplatz mehr in der Speisekammer.

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Einkaufen mit einem Dinosaurier

Wir waren einkaufen.
Françoise, Yolande, Victor et moi.
Ich finde immer, beim Einkaufen merke ich erst, wie alt ich bin.
So wollte ich eine Jeansjacke haben - meine alte Levi's ist "auf".
Vor Ort gibt es nicht mehr viele Geschäfte für den Mann und auch die Jahreszeit ist wohl nicht danach, von daher habe ich nicht erwartet, tausende Jacken zu probieren können, aber es hatte genau ein Geschäft Jeansjacken da.
Es gab die "aktuellen" von Levi Strauss und Lee.
Meine erste Frage: Wer entwirft Jacken ohne Taschen?
Anschließend noch gedacht: Wo soll ich Schlüssel, Brieftasche und Handy unterbringen? Muss ich jetzt eine Männertasche mit mir rumschleppen?
Also fiel Levi's flach.
Lee war mit Taschen, aber der Stoff ist zum einen mit Elasthan versetzt, zum anderen erschreckend dünn. Meine Jeansjacke wird sommers wie winters getragen. Sie muss Regen, Sonne, Wind und Käälte abhalten. Aber was einem hier als "Jacke" angeboten wird, ist dünner als mein Jeanshemd, dass ich seit Jahr und Tag im Schrank hängen habe.

Ergo gab es keine Jacke. Ich werde weiter suchen müssen.
Bei den Hosen sieht es ähnlich aus. Bin ich doch mit der London Slim von Edwin großgeworden. Das waren Hosen, die ich wirklich aufgetragen habe, einige habe ich mehrfach geflickt oder auch Teile großflächig ausgetrennt und ausgetauscht. Aber von diesen Hosen habe ich jahrelang gutgehabt.
Die hatten einen festen Jeansstoff, der nach dem Waschen so steif war, dass die Hosen fast von alleine standen (und wir hatten weiches Wasser!!).
Heutzutage sind die Jeans so leicht und flötig, dass man schon Angst hat den Stoff zwischen den Fingern zu reiben. Nun klettere ich nicht mehr auf Bäume, aber für 100 EUR (oder 200 DM) möchte ich eine schwere Denim-Qualität haben und nicht einen wabbeligen Stoff ohne Substanz!
Wer nun meint, dass seit damals halt alles entweder teurer oder bei gleichem Preis schlechter geworden ist, dem halte ich entgegen, dass eine Edwin früher 120 DM gekostet hat, die schwarzen waren einen Zehner teurer. Also 60-70 EUR nach heutigen Verhältnissen. Da wird also deutlich mehr Geld für deutlich schlechtere Qualität gefordert.

Um diese Meckerrunde zu beenden, schließe ich mit der Vermutung, Smartphone, What's App und Facebook töten Hobbies und Spiel.
Vor einiger Zeit gab es noch eine große Auswahl von Lego, Playmobil, Modellbausätzen (Revell etc.) und anderen zeitintensiven Beschäftigungen.
Jetzt ist das alles ziemlich eingeschrumpft, die Nachfrage ist wohl nicht mehr da, damit auch nur noch eine begrenzte Auswahl und damit ist man (in unserer Diaspora) schon fast gezwungen, schöne Dinge übers Netz zu bestellen.

Früher war nicht alles besser, aber einiges halt schon!

Montag, 20. Oktober 2014

Streiflichter der Expo

Nicht zu 100% reflektiert, aber doch einmal bedenkenswert:
 
29.10.2000
Indien zeigt den Wohlstand von damals und die Hochburg der Technik von heute verbunden durch die Meditiation, das uralte Streben nach Wissen und Harmonie.
Wir fragten uns, wo bleiben die Armen, wo die unterste Kaste?
Deutschland zeigt die Köpfe derer, die das 20. Jahrhundert positiv beeinflusst haben - Brücken zur Zukunft wurden geschlagen.
Gegenwärtiges und zukünftiges wurden ausgestellt.
Wir fragten uns, wo bleiben die Armen, was ist mit rechter Gewalt?
Urteilen und verurteilen wir über andere Darstellungen von Ländern nicht, solange bis wir sie in ihren Aussagen verstehen, eingesehen haben, dass auch unsere Selbstdarstellung nicht fehlerfrei ist.

Freitag, 17. Oktober 2014

Der Experte spricht...

Große Überschrift in der Tageszeitung:
"Experten schlagen Alarm: Straßennetz ist marode"

Gut, das ist jetzt nicht wortwörtlich, aber inhaltlich trifft es die Schlagzeilen, die derzeit in kurzen Abständen in vielen Zeitungen zu lesen sind.

Meine Achtung vor "Experten" sinkt beständig!
Wie lange spricht der "kleine Mann"  schon darüber,  wie lange leidet "Otto Normalverbraucher" schon daran und wie oft hat "Max Mustermann" sich schon über Schlaglöcher geärgert.

Und jetzt, nach bestimmt mehr als 10 Jahren merken es die "Experten" und "warnen", "schlagen Alarm", "bemängeln" etc. pp!

Haben die denn vorher nix gemerkt?
Vor allem, wieviel verdienen die damit, dass sie "Experten" sind und warum verdiene ich so wenig?
Ich bin halt kein "Experte"!

Zu guter Letzt: Die Schlagzeile lässt sich beliebig austauschen!
Was Politiker, Experten Fachleute oder Gutachter feststellen, wissen die klein, dummen, gemeinen und ahnungslosen Bürger natürlich noch gar nicht.
Im Gegenteil, die sind wirklich froh, dass ihnen mal einer erklärt, warum in diesem Staat nix mehr ordentlich läuft.

Ich könnte jetzt anfangen, mich aufzuregen!

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Besonderes im Alltag

Beim Kramen in alten Dingen habe ich verschiedene Texte gefunden, die ich vor längerem schon geschrieben habe. 
Einige Sachen hätte ich so oder so ähnlich auch jetzt schreiben können.
Daher tippe ich die nach und nach ab und stelle sie online.
Die alten Texte sind an dem vorangestellten Datum erkennbar, sofern ich sie damals mit einem Datum versehen habe; ansonsten erhalten sie einfach eine kleine Notitz.

15.10.2000
Besondere Dinge soll man an gewöhnlichen Tagen verwenden - die gewöhnlichen Dinge jedoch sollten an besonderen Tagen Platz finden.
Die besonderen Dinge machen die gewöhnlichen Tage besonders, die besonderen Tage machen die gewöhnlichen Dingen besonders.
Inwieweit man das umsetzt - das bleibt jedem selbst überlassen.
Mir geht es ums Geschirr; warum das gute Geschirr nur ein- oder zweimal im Jahr herausholen? Warum sich darüber ärgern, wenn das gute Geschirr,
das noch so gut wie neu ist, bei einer Feier im Trubel und so kaputt geht?
Freu' Dich am schönen Geschirr jeden Tag!
Und wenn's im täglichen Gebrauch kaputtgeht, dann hat es seinen Zweck erfüllt...
Mir geht es um die lecken Sachen, die einem aus dem Urlaub oder sonst wie mitgebracht werden, der gute Wein, der für besondere Tage reserviert ist.
Für welchen besonderen Tag??
Wenn man sich nun den falschen Tag aussucht?
Oder vielleicht den richtigen Tag verpasst?
Was, wenn der besondere Wein sich als Muultrecker erweist oder die bes. Schokolade schon lange abgelaufen ist,
bevor sie zum Zuge kommt...
Lebe heute, lebe jetzt!

(Nachtrag ohne Datum, aber mit einem anderen Stift)
Benutze einfache und gewöhnliche Dinge an besonderen Tagen, Ihre Einfachheit wird eie Besonderheit hervorhaben und verstärken.

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Nihilismus

Welchen Wert behalten die Dinge, die einem selber wertig sind, aber den Kindern nicht mehr.
Denn wie unnötig ist es, Dinge anzusammeln, die nach dem eigenen Tode entsorgt werden müssen, weil die Erben diese nicht mehr benötigen, nichts damit anfangen können oder weil die einfach wertlos sind.

Vor diesem Hintergrund sollte man seine Besitztümer einmal durchsehen und ganz, ganz kräftig ausmisten!

Montag, 13. Oktober 2014

Die Krake greift um sich

Was ich von den sog. „sozialen Netzwerken“ halte, mag mancher schon zwischen den Zeilen herausgelesen haben.
Jetzt aber etabliert sich in meiner näheren Umgebung das „asoziale Netzwerk“ im RL.
Wer das nicht kennt, sei auf das „Känguru-Manifest“ verwiesen.

Aber die nahegelegene Kleinstadt wird derzeit regelmäßig unregelmäßig von Anti-Terror-Anschlägen erschüttert, in deren Folge dann Menschen verwirrt umherlaufen und gar nicht wissen, wie ihnen denn geschieht.

Freitag, 10. Oktober 2014

Seitenansichten

Der Praktikant wurde von mir losgeschickt, etwas zu kopieren.
Er bekam drei aneinandergetackerte Blätter und den Hinweis von mir, nur die Seite (nämlich die oberste Seite) zu kopieren.
Dann kam er zurück und hatte tatächlich alle drei Seiten von der Seite kopiert.
Drei Blätter mit einem dünnen Strich, denn die Seite eines Blattes Papier ist wirklich nur schwer zu kopieren...

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Von Blumen und Bienen

Tatsächlich benötigen Blumen und Obst, z.T. auch Gemüse die Bestäubung durch Bienen oder Hummeln.
Da Wildbienen leider immer seltener werden und auch Hummeln vorwiegend nur wild und leider immer seltener zu finden sind, liegt ein Großteil der Arbeit bei den domestizierten Honigbienen, die manchmal etwas altertümlich auch "Immen" genannt werden - da leitet sich auch der Name der "Imker" her.

Seit Jahren liebäugle ich mit der Imkerei, allerdings gab es stets Sachen, die dringlicher waren.
Zudem muss natürlich einiges angeschafft werden: Imkeranzug, Werkzeuge, Bienenstöcke, Vorrichtungen, weiterhin ist es nötig, sich einiges an Wissen anzueignen.
Zwar gibt es Kurse in denen Grundlagen vermittelt werden, doch irgendwie ist der Besuch nur dann sinnvoll, wenn man anschließend auch die Möglichkeit hat, loszulegen.

Jetzt habe ich aber erfahren, dass ich im Bekanntenkreis jemanden habe, der seit einiger Zeit imkert.
In einem offenen Gespräch hat er mir aufgezeigt, wieviel Zeit er selber für die Immen aufwendet und wie sein Start war - nämlich ähnlich holperig wie bei mir.

Da in der Bienenwirtschaft jetzt Ruhe ist, haben wir uns drauf verständigt, dass wir uns im nächsten Jahr mal kurzschließen und dann kann ich mal hospitieren.

Ich bin sehr gespannt.

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Ein guter Tag für Deutschland

Der „Graf“ von „Unheilig“ hat beschlossen, endlich aufzuhören.
Mir fallen aus dem Stegreif weitere deutsche „Künstler“ ein, die sich an ihm ein Beispiel nehmen sollten.
Doch will ich nicht zu sehr lästern und ätzen, denn ich bin ja heilfroh, dass endlich mal jemand gemerkt hat, dass er alles gesagt hat (zumindest musikalisch – denn wer weiß, wo sich der „Graf“
als  „Untoter“ wieder zurückmeldet...).
Andere merken ja noch nicht mal, dass sie noch nie etwas sinnvolles zu sagen oder zu musizieren hatten.

Dienstag, 7. Oktober 2014

Gesucht - gefunden

Mal wieder etwas zu den Suchbegriffen, die sich bei mir einfinden:
Dieser Blog wurde tatsächlich vor einigen Tagen mit dem Begriff "Bundesblitztag" gefunden.
Fantastisch - dabei habe ich dieses Wort bereits vor etwa einem Jahr benutzt;
erst jetzt kommt jemand drauf, danach zu suchen.

Weiterhin suchen und finden mich welche über den Begriff deryeti.blogspot - warum setzt Ihr mich nicht einfach auf "Favoriten"!!??

Samstag, 4. Oktober 2014

Kürzung mit Geschmäckle

Nach wie vor sehen wir gerne die Serie NCIS.
Am Sonnabend werden alte Folgen als Dauerwiederholung gesendet, sonntags gibt es derzeit die neuen Folgen.
Verpassen wir eine Folge, zeichnen wir sie auf und sehen sie später an.
Jetzt haben erneut die Folge gesehen, in der Agent Lee, die als "Maulwurf" entlarvt wurde, helfen soll, die Hintermänner zu enttarnen.

Egal was sie macht, sie wird wegen Hochverrats und Doppelmord angeklagt werden und vorausichtlich ihre Tochter nie wiedersehen.
Im Showdown dient sie dem Bösewicht als lebendiges Schutzschild, während es ein Feuergefecht zw. Bösewicht und Agent Gibbs gibt.

Vor ein oder zwei Jahren gab es eine Szene, in der Agent Lee Gibbs zunickte und ihm so zu verstehen gab, er dürfe ohne Rücksicht auf sie schießen, um den Mann hinter ihr zu treffen. Denn ob lebendig oder tot, sie würde aus der Nummer nicht mehr anständig rauskommen.
Erst nach diesem stillen Einverständnis schoss Gibbs (der aufgrund von Schussverletzungen mit links schießen musste und wegen einer Kopfverletzung auch nur noch verschwommen sehen konnte) auf die beiden und traf besagten Bösewicht sozuagen durch Lee hindurch.
Damit hatte Lee soetwas wie Sühne getan und Gibbs hatte ihre Erlaubnis zu schießen.

In der Folge, die nun ausgestrahlt wurde, fehlte diese Szene.
Damit ergibt sich ein ganz anderes Bild:
Gibbs schießt ohne Rücksicht auf Lee und nimmt ihren Tod billigend in Kauf.

Da Gibbs später Lees Tochter von deren Tod unterricht (unterrichten muss), erhält die ganze Sache noch eine deutlich makabere Färbung.

Ganz eindeutig! An der falschen Stelle gekürzt.

Freitag, 3. Oktober 2014

Alle Tassen sind nur halb leer...

Wer erinnert sich noch an die Werbung von *beliebige Kaffeesorte in grüner Packung mit Krone als Emblem*.
Anscheinend konnte eine mondäne junge Frau im Vorwege nicht erkennen, dass der Kaffee, den sie täglich trank nur bitterer Muckefuck war.
Wie überrascht sie war, als keiner ihrer Gäste dieses Gesöff trinken mochte.

Aber jetzt mal unter uns:
Es gibt Unterschiede. Bei Kaffee kenne ich mich ja nicht so aus, aber bei Tee auf jeden Fall.
Zum Beispiel gibt dieser Teestaub, der als "Ostfriesenmischung" in Teebeuteln verkauft wird einen völlig anderen Geschmack, als die "Ostfriesenmischung", die lose zu kaufen ist.
Tendenziell ist der Ostfriesentee eher stärker, aber eine gut gebrühte Tasse mit losem Tee schmeckt deutlich anders, als die aus dem Teebeutel.
Es mag jedem freigestellt sein, was besser oder was schlechter schmeckt - von der Qualität soll der Tee in Beuteln dem losen Tee in nichts nachstehen.

Ich empfinde nach Beuteltee immer, eine Neigung zu kaltem Schwitzen - sehr unangenehm und eine Art Belag auf den Zähnen, ebenfalls nicht sehr angenehm.
Also bleibe ich bei meinem losen Tee und der etwas aufwendigeren Zubereitung.
Prost!

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Darf's für 20 Pfennig mehr sein...

Amazon bietet an, alles schnellstmöglich zu verschicken und ebenso die Waren in "möglichst wenigen Einzellieferungen" auf den Weg zu bringen.

Um Versand und Umwelt nicht zu sehr zu belasten, klicke ich immer "möglichst wenig" an.

Aber was bringt das, wenn die zwei Artikel, die man bestellt hat, doch in zwei Lieferungen verschickt werden - mit einem Abstand von nur einem Tag dazwischen.

Ob das der Sinn und Zweck dieser Option sein soll?

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Dunkel war's, der Mond schien helle...

Dunkel ja, aber kein Mond.
Tatsächlich ist es draußen stockdunkel, wenn der Wecker klingelt.
Dazu ist es derzeit den ganzen Tag verhangen, fast schon neblig und es fällt immer wieder Regen.
Manchmal in bösen Schauern, manchmal mit einem nervigen Dauergetropfe.

Die Herbstdepression kommt dieses Jahr früh!

Dienstag, 30. September 2014

Doppelgänger

Wie wenig wird getan, um niveauvolle Unterhaltung zu bieten.
GMX hat ein total witzige und kreative Doppelgänger-Galerie erstellt,
wo es mehr oder wenige treffende Bildvergleiche zwischen "Prominenten" und Tieren gibt.
Beim Thema Frosch ist GMX wohl nur "Kermit" eingefallen und entsprechend lautet auch die Bildunterschrift.
Leider ist eindeutig "Contstantine", der böse Doppelgänger von Kermit zu sehen - erkennbar an einem Muttermal im Gesicht und dem "Kragen" mit deutlich kleineren "Zacken".

Aber anscheinend fällt nur mir soetwas auf, oder GMX reagiert nicht auf wohlmeinende Hinweise.
Doch das ist wohl den meisten großen web sites gemein.

Montag, 29. September 2014

Freitag, 26. September 2014

Plötzlich Veggie

Valerie hat sich stets dadurch hervorgetan, dass sie zum Abendessen und Frühstück je eine halbe Packung eines speziellen Hähnchenaufschnitts gegessen hat.
Mit einem Male ist sie überzeugte Vegetarierin.
Nein - nicht vegan, nur vegetarisch.
Auf Françoise' Frage, ob das alle Mädchen einmal durchmachen müssten, gab es einen längeren Vortrag...

Yolande hat in dieser Hinsicht keine Ambitionen.
Sie besteht auf totes Tier und eine Ente zu Weihnachten.
Dafür gibt es über sie bei Gelegenheit anderes zu berichten.

Donnerstag, 25. September 2014

Mittwoch, 24. September 2014

Das Feuer war erloschen...

Unlängst hatte ich die Gelegenheit, auf einem Yamaha-Alto zu spielen.
Erwartungsgemäß lief die Mechanik gut, die Intonation war gut - ein Selbstgänger, der Audi 80 unter den Saxophonen.
Unaufgeregt, zuverlässig und unauffällig.

Vor allem aber auch langweilig.
Wenn ich auf anderen Saxophonen spiele, dann mag ich die, oder mag ich die auch nicht. Es macht Spaß, oder ich habe zu kämpfen - und hier war es einfach bloß langweilig.
Ein Yamaha entfacht in mir keine Leidenschaft.
Entgegen aller Werbung, die die machen.

Dienstag, 23. September 2014

Spontanbesuch

Am Freitag um 8 klingelte das Telefon.
Valerie, Yolandes Freunding, rief an und bat um Asyl.
Sie habe sich mit ihrem Vater gezofft und dürfte nun keine fernsehen, kein Internet und sie wolle mal raus.
Klar durfte sie kommen, aber es gab auch bei uns kein fernsehen und kein "whatsappen" - soweit kommt es noch.
Aber Valerie war einfach froh, etwas Abstand zu haben.

Ob das bei uns auch noch einmal zu sowas kommen wird?

Montag, 22. September 2014

Eine neue Anna - oder auch: die ungeschminkte Wahrheit

Unlängst war ich bei einem Bekannten, der ein Saxophon ausgeliehen bekommen hat und nun gerne eine kleine Einführung haben wollte, um zu sehen, ob das Instrument überhaupt etwas für ihn ist.

Natürlich ist er damit noch lange keine neue Anna.
Aber ich wollte diese Überschrift schon so lange mal schreiben.

Also saßen wir gemütlich zusammen und mir ging einmal wieder mehr auf, dass so ein Saxophon recht komplex ist.
Bevor man den ersten Ton rausbekommt, müssen die Finger auf den Klappen verteilt werden. Der Gurt muss eingestellt und die Frage geklärt werden, wie und wo man das Instrument anfassen kann und darf, wenn man damit herumhantiert. Wie spannt man das Blättchen, wozu steckt man die Schutzkappe auf oder nicht, worauf ist zu achten, wenn das Horn in den Ständer gestellt wird. Wofür benötigt man die Korkschmiere und wo sollten die Finger jetzt noch hin?
Wenn das alles für den Moment klar ist, kommt der Moment, wo der erste Ton herausgekitzelt werden soll. Wieweit kommt das Mundstück in den Mund, was machen Lippen - wie werden Töne angestoßen. "Stütze?" bekommen das nicht Sozialhilfeempfänger?
Es sei hier noch erwähnt, dass besagter Bekannter tatsächlich schon andere Blasinstrumente spielt und ich bei vielen Dingen gar nicht viel erklären musste.
Doch ein Selbstgänger war der Abend dann doch nicht.

Er selber schätzt sich auch realistisch ein und bemerkte treffen, dass er wohl viel üben müsse...

Mir wurde an dem Abend klar, dass ich zum einen derartige Einführungen noch klarer strukturieren muss, damit es nicht ständig heißt: "Ach ja, du musst auch noch..."
Zum anderen hatte ich immer den Wunschtraum vielleicht jemanden zu finden, der gerne Saxophon lernen möchte und wir dann auch in einem Trio/Quartett/Quintett spielen könnten.
Doch bevor ein Einsteiger so weit ist, muss er viel üben.

Soviel zu den vielen Wahrheiten, die an diesem Abend ans Licht gekommen sind.

Freitag, 19. September 2014

Blitzermarathon

Irgendwie habe ich den Verdacht, dass der Blitzermarathon nur ein Scherz war.
Groß angekündigt - viele fahren übervorsichtig und extra langsam - dabei stehen nur ganz, ganz wenige Blitzer rum.
Also ein großer "Erfolg" mit minimalem Personaleinsatz.

Für meinen Teil habe ich keinen einzigen Knipskasten gesehen, nichtmal an den Stellen, die sonst gerne besetzt werden.

Mittwoch, 17. September 2014

Das Auge spielt mit...

Wenn ich darüber nachdenke, wie schön es wäre, auch noch ein Tenor-Saxophon zu haben, dann beschäftige ich mich gleichzeitig auch mit der Frage, was für eines ich denn spielen möchte.
Habe ich bevorzugte Marken?
Gibt es ein besonderes Design?
Soll es neu oder gebraucht sein?
Vielleicht nur alt (älter als 5 Jahre) oder doch besser gleich "vintage" (also älter als ca. 1960?
Stark verziert und graviert oder besser schlicht und ohne Schmuck?
Ist es gar nur der Klang, der entscheiden soll?
Eine Wertanlage kann ich mir nicht leisten - z.B. ein Selmer MK6-Tenor kann schnell mal 4-6000 EUR kosten - Tendenz steigend.
Lieber billig und Geld für eine Generalüberholung in die Hand nehmen, oder teurer und ein Instrument kaufen, das (vermeintlich) in Ordnung ist.
Kann entscheidend sein, was andere über ein Saxophon denken - "Wie, Du spielst Amati-Schrott/eine China-Tröten/ ein Vintage-Horn?" Will man sein Gesicht "wahren" oder ist es einem ziemlich egal?

Gründe und Pros und Contras für und gegen alles gibt es zur Genüge.
Was ist entscheidend für mich?

Vor allem bedenke man, dass sich der Geschmack über die Jahre hinweg ändern kann. So fand ich als Jugendlicher schwarze Saxophone mit "goldenen" Klappen fantastisch -so eines wollte ich auch gerne haben.
In der Zwischenzeit empfinde ich dies Design als ziemlich schwülstig. 
Ebenso fand ich kurzzeitig das "Vintage-Design" ganz toll. Jetzt finde ich es doof.
Was ich noch immer nicht mag - und das schon seit 3 Dekaden - ist das sogenannte Bicolour-Design, sprich Korpus in Messing/Goldlack und vernickelte Klappen.
Somit ist schon stark eingegrenzt, was ich mir vom Anblick her kaufen möchte.

Wenn nun noch das Geld in ausreichender Menge vorhanden wäre...


Samstag, 13. September 2014

Müllermilch

Vor zwei Wochen war ich einkaufen und hörte Werbung:
Finde die letzte muhende M*llermlich und gewinne *abstrus hohe Summe*!

Jetzt war ich wieder einkaufen und die gleiche Werbung lief!
Ergo ist besagte letztende muhende Milch noch nicht gefunden worden.
Somit haben Millionen Deutsche Millionen an Euro ausgegeben, um eine Flasche M*llermilch zu finden, die irgendwo steht.
Hätte ich etwas davon gekauft - was täte ich mich ärgern! Rausgeworfenes Geld!
Für nix - außer einer gefärbten Chemiebrühe!

Was lernt man daraus (frage ich bei solchen Gelegenheiten Yolande & Victor)?
Wiedereinmal wird klar, dass wir von der Werbeindustrie vera**cht werden!

Freitag, 12. September 2014

Die Scharia-Polizei...

... oder: Wie man den deutschen Staat vor den Karren spannt!

Da habe sich einige intelligente Hintermänner einen perfiden Plan ausgedacht:
Eine "Scharia-Polizei" zieht los und man erwartet gespannt die Reaktionen.
Passiert nichts, wird die Sache ausgeweitet, Ernst gemacht und Tatsachen geschafft, die schwer rückgängig gemacht werden können.

Aber es kamen Reaktionen - sogar sehr heftige. Prompt melden sich islamische Verbände, man unterstützte dies nicht und "diese Halbstarken" würden nicht im Sinne der Muslime handeln. Selbst vom initiierenden Verein kommen "selbstkritische" Töne.
Doch nun sind die Rechten auf den Plan getreten und haben eine eigene "Miliz" ins Leben gerufen.
Wie hoch wird sich das nun schaukeln?
Spätestens, wenn Muslime bedroht werden, oder Moscheen ins Visier geraten oder gar brennen, wird der Ruf laut, der deutsche Staat müsse doch die Religionsfreiheit und damit auch die Muslime beschützen.
Tut der Staat oder die Polizei nichts oder nur verzögert, wird die Geschichte vom Nationalsozialistischen Untergrund hervorgeholt und Vorwürfe laut, auf dem rechten Auge weiterhin blind zu sein.
Eine Zwickmühle für den Rechtsstaa - ein perfider Plan.

Mittwoch, 3. September 2014

Ice Bucket Challenge

Wie immer vorweg:
Tolle Sache; auf etwas aufmerksam machen, was sonst nicht beachtet wird.
Kompliment, ist gelungen.

Weiterhin: Warum plappern heutzutage alle immer fleißig "Challenge" nach?
Vor allem, wissen die Nachplapperer eigentlich, was eine "Challenge" ist?
Es wird für "Aufgabe", "Herausforderung", "Kampf" oder eben auch eine Mode-Aktion, wie Eiswasser- oder Kaltwasser-Güsse benutzt.
Hier gilt es wie so oft:
Besser einmal verständlich auf Deutsch, auch wenn es mal ein paar Silben länger ist, als einen englischen Sprachbrei zu panschen, bei dem unreflektiert drauflosgeredet wird und es genügend Leute gibt, denen erstmal erklärt werden muss, was einzelne Wörter bedeutet!
Wieviel Lebenszeit der Menschheit geht flöten, weil einige wenige meinen sich mit "Fachbegriffen" hervortun zu müssen.


Zweiter Gedanke:
Bei den Jugendlichen um mich herum ist der ursprüngliche Gedanke schon in weite Ferne gerückt - hier heißt es: sehen und gesehen werden!
Wer wurde schon "nominiert", wer hat wen "nominiert".
Bin ich wichtig? Wurde ich schon nominiert?
Wer mag mich, wer hat mich nominiert?

Dritter Gedanke:
Wer mich nominieren wollte, hätte kein Chance, mich zu erreichen - kein Smartphone, kein Facebook, kein WhatsApp...

Damit komme ich um die Eiswasserdusche herum - spenden kann und darf ich wohl trotzdem - ohne mich ins Rampenlicht zu stellen.
Vielleicht spende ich auch für etwas, was nicht von jedem bedient wird, einfach weil derzeit keine Lobby dafür wirbt.

Freitag, 29. August 2014

Ein runder Geburtstag

So steht es bei Th*mann auf der Startseite:

Anläßlich des 60-jährigen Th*mann Geburtstags haben wir zusammen mit Gretsch ein besonderes Schmuckstück für Euch aufgelegt...
Das erwähnte Schmuckstück von Gretsch ist eine wirklich schöne Gitarre, aber was bitte ist ein 60-jähriger Geburtstag? 
Ich kenne durchaus 60-jährige Menschen, die ihren 60. Geburtstag auch feiern, aber ein Geburtstag, der 60 wird...

Tut denn nur mir das in den Augen weh?

Btw - ich habe Th*mann drauf aufmerksam gemacht - daher kann es sein, dass sie diesen Unsinn korrigieren, bevor Ihre es überprüfen könnt. Wer möchte kann aber zur Kontrolle hier mal klicken und sehen, wie beratungsresistent Unternehmen selbst bei groben Syntaxfehlern sind.

Donnerstag, 28. August 2014

Der Ernst des Lebens

Aus dem Lokalteil der Zeitung:
"Für viele Erstklässler hat der Ernst des Lebens begonnen."

Für welche Erstklässler hat denn der Ernst des Lebens nicht begonnen?
Überhaupt - warum eigentlich der "ERNST DES LEBENS"??
Ist die schöne Zeit vorbei, oder was?
Das wäre ein trübsinniges Bild vom Leben, wenn man den 5/6/7-jährigen nun offenbart, dass die folgenden 80 Jahre nur noch ernst und grauslich sein werden.

Freitag, 22. August 2014

Alles klar?

Manchmal frage ich mich, ob die Leute wirklich alle mit der Zeit bekloppter werden.
Da stand ich an der Supermarktkasse und die Frau hinter mir holt ihr Smartdings raus:
"Hallo Else, ich wollte nur mal hören, wie es dir geht! Blablabla..."
Warum telefoniert man
a) beim Einkaufen?
b) wenn alle mithören?
c) kurz bevor man mit Bezahlen dran ist?

d) Wie sollen junge Leute eine "Smartdings-Kultur" erlernen, wenn die Alten schon nicht damit umzugehen wissen?

Samstag, 16. August 2014

Abtauchen

Am Donnerstag lief ein Beitrag über einen Apnoe-Taucher auf N-TV (?),
der unterm Grönlandeis ca. 70m nur mit Badehose und Taucherbrille getaucht ist.
Das spornt mich an, auch bei dem derzeitigen Mistwetter in unser unbeheitztes Bad zu gehen und zu schwimmen.
Keine Chance für Weicheier!

Freitag, 15. August 2014

My Brandnew Toy

"Du hast ein neues Auto?"
"Ja, einen Seat."
"Toll, welchen denn?"
"Es ist ein ALTER XL."
"Wie - ich dachte, du hättest ein neues Auto!"

Wirklich ein ziemlich flacher Witz. Aber wer denkt sich eigentlich diese bescheuerten neuen Autonamen aus?

Dienstag, 12. August 2014

Die Kinder werden größer

In den Ferien gibt es Tage, da sehe ich das eine oder andere Kind gar nicht.
So schlafen Yolande und Victor oft noch, wenn ich zur Arbeit gehe.
Verabreden sie sich dann anderswo zum Übernachten, dann sehe ich sie den einen Tag noch abends und dann erst wieder am Abend des übernächsten Tages.

Der Lauf der Zeit...

Freitag, 8. August 2014

Unter uns

Bei der Arbeit benutze ich eine „Linkshändermaus“.
Da ich vermutlich auch linkshändig bin oder hätte sein sollen, ist das kein Problem
und mit der rechten Hand kann ich dann schreiben, während ich links klicke.
Kollegen, die temporär an meinem Rechner arbeiten sollen, werden dadurch
zur Verzweiflung getrieben. Ich finde das immer sehr amüsant.

Doch jetzt ergab sich daraus ein interessantes Gespräch, ein junger Kollege, der
nicht nur eine Sauklaue hat, sondern auch noch Legastheniker ist**, merkte an,
manchmal würde er auch Sachen mit links tun wollen, aber er sei ja Rechtshänder.
Nun stellte sich heraus, dass sowohl sein Vater Linkshänder ist, als auch seine Tochter
gewisse Neigungen hat, mit links zu arbeiten.

Gehen wir davon aus, dass Linkshändigkeit vererbt wird, ist anzunehmen, dass ich
mit einem nicht erkannten und umgeschulten Linkshänder gesprochen habe, der
sich nicht bewusst ist, was er seinem Kind antut, wenn dessen Linkshändigkeit
nicht erkannt und gefördert wird.

Also habe ich hilfreich eine Buchempfehlung und ein Link mit auf den Weg gegeben,
in der Hoffnung, dass er die Möglichkeiten nutzt.

**Sauklaue = Linkshänder? Warum das?
Versucht mal mit links zu schreiben – sieht das hübsch aus? Eben!
Legasthenie = Linkshänder?
Wer beständig mit der falschen Hand schreibt und dadurch seine starke
Hirn-Hälfte blockiert, der bekommt einfach Probleme mit der Schreibung.
Ist das so schwer zu begreifen?
Es ist ja auch nur ein Hinweis und noch nicht die umfassende Lösung – ein
Zusammenhang ist aber naheliegend.

Donnerstag, 7. August 2014

Good Vibrations?

Es gibt Infos, die nicht leicht zu bekommen sind.
Zum Beispiel findet man auf der Seite www.vibratosax.de unter „Aktuelles“ zwar
Bilder von einem Tenorsax-Prototyp, aber kein Datum, damit man abschätzen kann,
wie lange es den Prototyp schon gibt, geschweige dann, wann es ein Tenorsax zu kaufen geben wird.
Meine Anfrage per E-Mail blieb ergebnislos.
Meine Anfrage in Taiwan kam nicht an, weil die E-Mailadresse anscheinend einen Fehler enthält (copy+paste kenne ich auch – danke für den Hinweis)
Meine Anfrage bei jemandem, der dann und wann im Kontakt mit Vibrato-Deutschland stand – wurde nicht beantwortet.
Meine Anfrage bei Sax.com.uk wurde ebenfalls ignoriert.

Manchmal frage ich mich, was denn hier gerade los ist.

Dienstag, 5. August 2014

Ungebunden und frei

Meine Lieblingsfigur bei den Mumins ist der Schnupferich.
Auch wenn der Name etwas seltsam anmutet, so ist der Charakter ein reizvoller.
Schnupferich gibt nichts auf weltlichen Besitz.
Er trägt einen Hut und eine Art Cape oder Umhang, die er anscheinend schon besitzt, seit er geboren wurde.
Zudem hat er eine Mundharmonika, auf der er gerne spielt.
Ansonsten hat er kein Bedürfnis nach weltlichen Besitztümern.

Nun lebt er aber auch ein Leben ohne Verpflichtungen, erhält bei den Mumins Unterschlupf und Nahrung, braucht nicht zu arbeiten und wenn ihm der Sinn danach steht, zieht in die Welt und macht lange Wanderungen.

Er geht der Gefahr nicht aus dem Weg und sucht gerne das Abenteuer.

Ein beneidenswertes Geschöpf.
Diese Geisteshaltung hätte ich auch gerne.
Ein wenig erinnert es mich an Hesses Siddartha, der auch alles hinter sich lassen kann, weil er an Reichtum und Besitz nichts finden kann.

Es liegt also noch ein Stück Weg vor mir und ich habe kaum mehr als einige wenige Schritte getan.

Donnerstag, 31. Juli 2014

Vor den Trümmern des eigenen Lebens

Eben noch war alles so, wie es gewohnt und eigentlich auch ganz gut war.

Doch plötzlich steht ein Mann vor den Trümmern seines Lebens und blickt halb erstaunt, halb fassungslos in die staubenden Reste.

Gerade eben war man noch glücklich verheiratet, hatte zwei Kinder, ein Haus, Arbeit und war endlich mit dem Gröbsten durch - schon offenbart die Frau, dass es einen anderen gibt und die Ehe steht vor dem Aus.

Damit ist auch das Haus hinfällig oder zumindest fraglich wer und ob es behalten wird.
Die Kinder müssen sich entscheiden, bleibt man bei Mami oder doch lieber bei Papi.
Was passiert mit dem Inventar, all dem Kram aus 15 Jahren Zugewinngemeinschaft - in Wirklichkeit natürlich länger, denn heutzutage lebt man je erst "wild" zusammen, bevor man heiratet.
Zu guter Letzt ist plötzlich auch die Arbeit unsicher - es soll gespart werden, es soll geschrumpft werden, es soll verlagert werden.

Ganz ehrlich - ich empfinde keinen Neid für besagte Familie. Vielmehr noch - ich wünschte es ginge dort anders weiter, besser weiter und vor allem gemeinsam weiter.

Es hat wohl in der letzten Zeit etwas gekriselt, aber wer kennt denn das in einer Beziehung über Jahre und Jahrzente hinweg nicht?


Jetzt blicke ich von außen, ab doch von sehr nahe auf das Geschehen - und wie immer frage ich mich Sachen!

Wenn es denn schon kriselt - vielleicht einige Monate (ich weiß es nicht!) warum sucht man nicht Hilfe beim Fachmann?
Profamilia, Diakonie, Lebenshilfe, Pastor, Beziehungsberater, Paartherapeut - viele Namen, viele Möglichkeiten.
Schließlich kommt mein Auto auch in die Werkstatt, wenn er nicht ordentlich fährt oder der Monteur kommt, wenn die Heizung zickt.

Nun ist schon seit vier Wochen die Katze aus dem Sack.
Davor war man eigentlich noch ein Herz und eine Seele - jetzt wird jede Gelegenheit genutzt, auszuteilen.
Spitze Bemerkungen, Halbsätze, unterschwellige Vorwürfe. Der eben noch geliebte Partner ist sehr schnell Zielscheibe geworden.

Der Mann hat auch schon eine neue Wohnung, ein Kind kommt mit - schon beginnt der Kampf ums Eigentum. Bei einigen Sachen ist alles klar und einfach, aber bei anderen Dingen... schon fangen die Grabenkämpfe an, das Abstecken des Reviers.
Dabei wollte man doch eigentlich ganz einvernehmlich und möglichst kostengünstig aus der Nummer raus.

Schade, das es soweit gekommen ist. Auch kenne ich bislang nur die männliche Seite der Geschichte, die weibliche Sicht konnte ich noch nicht hören.

Alles in allem ist es nicht schön.
Bestärkt Françoise und mich aber in dem Willen, weiter an uns zu arbeiten, damit wir die Klippen rechtzeitig sehen und umschiffen können - wir sind ja auch nicht erst seit kurzem zusammen und haben mehrfach erlebt, dass wir gemeinsam Verantwortung tragen und eine Beziehung am leben erhalten können.
Der Schlusssatz hört sich jetzt ziemlich daneben an - wir sind ja auch nicht perfekt, aber etwas Durchhaltevermögen gehört halt dazu...

Mittwoch, 30. Juli 2014

Ferienprogramm

Der Mensch muss Ziele haben.
Hat er keine, braucht er jemanden, der ihm Ziele steckt.

Interessant wird es, wenn Eltern anfangen, ihren Blagen Ziele vorzugeben, die sie selber wahrscheinlich gar nicht haben.

Konkret habe ich Yolande aufgetragen, in den Ferien 3x die Woche mindestens eine Viertelstunde lang Saxophon zu üben.
Ziel ist es hier, den Ansatz zu bewahren und zu stärken, sowie Technik, Klang und Tonbildung zu verbessern. Weiterhin möchte ich mit ihr anhand von einigen "Play alongs" Improvisation erarbeiten, üben und zum normalen Übungsrepertoire hinzufügen.

Für Victor heißt es nun, das Jonglieren zu erlernen.
Jeden Tag ein Viertelstündchen mit den handlichen Bällen durch die Luft wirbeln.
Da er keinerlei sportliche Ambitionen hegt (außer auf Bäume zu klettern oder mit seinen Kameraden zu raufen), wäre das zumindest etwas Ballsport und hilfreich für spätere Spiele die ein gewisses Können mit Bällen und eine vernünftige Auge-Hand-Koordination erfordern.

Zudem blieb mir einst derartiges versagt.
Die Psychologen unter Euch wissen, was das bedeutet.









Dienstag, 29. Juli 2014

time takes it's toll

In der letzten Zeit habe ich das Spiel auf Klarinette und Saxophon etwas schleifen lassen.
Der Erfolg dieser Nachlässigkeit ist ein Ton, der nicht mehr so stabil ist und besonders die tiefen Töne wackeln.
Zudem habe ich Probleme bei den Naturtönen, konnte ich vorher einigermaßen sicher z.B. BBFB blasen, geht jetzt nur noch BBF.

Wirklich schlimm - man fängt irgendwie immer wieder von vorne an...
Dabei ist der beste Tag zum üben heute!

Montag, 28. Juli 2014

Gegensatz und Sieg

Da ich mich ja immer für Saxophone interessiere und dabei gerne mal durchs Netz surfe um mir Angebote anzusehen, Testberichte, Werbetexte und überhaupt, da kommen mir immer mal wieder die gleichen Fragen.

So haben wir unlängst ein chinesisches Buffet 400 Alto (im groben eine Selmer-Kopie) erstanden.
Da dieser unter Buffets Aufsicht entstand, ist die Qualität ganz ordentlich.

Im Netz, im Katalog und in Online-Shops wird das 400 gerne als "intermediate" beworben. Soll heißen, dies Sax ist für den fortgeschrittenen Anfänger, den Fortgeschrittenen und für den Profi, der ein vernünftiges Zweitinstrument haben möchte.

Darunter gibt es noch das 100, was als Anfängermodell eingestuft wird.
Beide Modelle werden mit Qualität, gutem Klang, gutem Finish usw beworben.

Jetzt fallen mir hier so einige Dinge auf.
Der Saxdoc meines Vertrauens hatte auch mal ein Buffet 100 Alto in den Fingern. Er hat es umgehend in die Kategorie Edelschrott gesteckt und es als Leihinstrument freigegeben. Weil es einfach nicht dem Standard genügt, den Yamaha bei günstigen Schülermodellen schon gesteckt hat.

Da ist schon eine Diskrepanz zwischen Werbung und Realität.
Das 400 als "intermediate" (am liebsten als "fast-schon-Profi") einzustufen findet er auch mutig - für Fortgeschrittene in Ordnung, aber "Profi"...

Zudem kommt auch das 400 mit einem billigen Mundstück daher, das eigentlich auf den Müll gehört. Der Klang mit einem einigermaßen vernünftigen Mundstück ist gut, aber das "Serien-Mundstück" ist fast nicht spielbar!

Weiterhin offenbarte mir der Saxdoc, dass die Instrumente, die in den USA als "Profi" eingestuft werden, bei uns allerhöchstens als "Fortgeschritten" angesehen werden.
Das macht eine internationale Vermarktung nicht einfacher.
Wobei das nicht mein Problem ist.

Unterm Strich frage ich mich, ob diese Vermarktungsstrategie nicht irgendwie kurzsichtig ist.
Es werden Produkte beworben und beweihräuchert, die in der Realität den Ansprüchen nicht, oder nur ungefähr genügen.
Anstatt entweder gleich bessere Produkte zu verkaufen oder die nicht so tollen Produkte etwas einfacher zu "betexten".
Man hat ja schon beim Buffet 100 den Eindruck, man kauft ein Selmer-Light-Produkt.
Von den Mundstücken reden wir besser gar nicht.
Es gibt günstige Mundstücke, die wirklich nach Saxophon klingen;
Rico Graftonit (oder wie das auch immer heißt), Yamaha und Expression - alles in der Klasse von 20-50 EUR.
Wer Saxophone in China baut, kann doch bestimmt verhandeln, ein Kontingent an MPCs ohne Label zu kaufen, damit zumindest ein spielbares Exemplar dem (im Prinzip) gar nicht schlechten Instrument beigelegt wird.

Aber wahrscheinlich verstehe ich nur zuwenig davon.

Freitag, 25. Juli 2014

Velux-Fenster - ich stehe im Dunkeln!

Für ein Dachfenster nach Süden habe ich jetzt ein Verdunklungsrollo mit Sonnenschutz bestellt und in der Zwischenzeit auch abgeholt.
Wer schon einmal ein Velux-Rollo bestellt hat, weiß, wie das geht.
Man muss sich die Fensternummer merken (z.B. GGG M19) und damit sind die Abmessungen und der Fenstertyp ausreichen beschrieben, dann kann man sich am Wahl-o-Mat das gewünschte Rollo (oder Jalousie oder was auch immer) aussuchen und sich einen Bestellzettel ausdrucken.
Mit dem muss man dann einen zuständigen Mitarbeiter in den Tiefen des Baumarktes finden, der sich dann noch Zeit nehmen muss, um die Zahlen des Zettels in den Baumarkt-Rechner zu tippen.
Im 21. Jahrhundert sind Scanner, die das zuverlässiger als zittrige Finger erledigen, natürlich noch nicht erfunden.
Anschließend muss bezahlt werde - dabei gibt es eine Menge Papierkram (21.Jhd.) und der Hinweis, dass es eine Sonderbestellung ist, die vom Umtausch ausgeschlossen ist. Nach der guten und umfassenden Beratung eines fachliche versierten Mitarbeiters, dürfte man mit einem guten Gefühl nach Hause gehen.

Da man aber nicht beraten worden ist, geht man mit einem mulmigen...

Wochen später kommt der Anruf, dass endlich das Rollo eingetroffen sei.
Wieder Papierkram (diesmal an der Information) zu erledigen.
Anschließend wartet man ewig an der Warenausgabe, wo auch nach mehrfachem Klingeln keiner recht zuständig ist.

Dann mit dem endlich erhaltenen Paket zur Kasse, wo es natürlich länger dauert, weil bei Sonderbestellungen keiner Bescheid weiß, der Preis falsch gescannt wird und wieder Papierkram zu erledigen ist!

Das mulmige Gefühl wird immer stärker, obwohl ich weiß, dass ich die Fensternummer sehr sorgfältig abgeschrieben und dann eingetippt hab.
Das Paket ist nämlich fast einen Meter lang - dabei ist mein Fenster nur 60cm breit. Was das wohl wird!

Zuhause aber dann die Erleichterung!
Das Rollo passt ins Fenster, lediglich die Führungsschienen (rechts und links im Fenster) für das Rollo sind va. 90cm lang - so fügt sich alles und erfüllt sich alles.

Irgendwann zwischen Weihnachten und Neujahr bringe ich das Ding vielleicht an.

Donnerstag, 24. Juli 2014

Der Stift

Vielleicht kaufe ich mir ein Smartphone, wenn es eine Kugelschreiber-App gibt.
Damit ich etwas auf Papier notieren kann, was nicht auspioniert werden soll.

Aber was mache ich, wenn die Kuli-App erkennt, was ich schreibe und das speichert und überträgt...

Mittwoch, 23. Juli 2014

Gibt es denn nichts billigeres?

Ein sehr schöner Sketch aus der Muppet-Show mit dem blauen Monster "Beautiful Day":
Das Monster möchte per Flugzeug fliegen und fordert nach jedem Angebot etwas "billigeres" - bis schließlich eine Art Amboss von der Decke fällt und das Monster frankiert als Luftpost reist...

Unser Kühlschrank von Liebherr hat nach rund 10 Jahren seinen Dienst quittiert und da wir bereits einmal in einen neuen Thermostaten investiert haben und auch die Kühlleistung der modernen Geräte besser sein soll, bzw. bei gleicher Leistung weniger Verbrauch möglich ist, haben wir uns für ein Neugerät entschieden.

Spezieller Wunsch von uns:
ca. 220L Inhalt = 60x60x125cm (ungefähre Maße)
kein Gefrierfach
mindestens A++
Da blieb nur noch der neue Liebherr übrig, bzw. andere Fabrikate hätten länger Lieferzeit gehabt.

Dafür waren dann aber auch stattliche 680 EUR zu berappen, wobei das eine Lieferung innerhalb von 5 Stunden, frei Haus, Aufstellung und Altgerätentsorgung beinhaltet.

Grundsätzlich ein gutes Gerät, im Design fast wie der alte Kühlschrank.
Aber besser also vo 10 Jahren?

Die Effizienzklasse A++ wird nur erreicht, wenn der Kühlschrank 3,5cm von der Wand weg steht. Also spürbar weiter im Raum, als das Altgerät. Somit ist die Effiezienzklasse nur Augenwischerei, was aber nirgendwo erwähnt wird.
Der neue Kühlschrank ist lauter als der alte.
Das LED-Licht im Kühlschrank mag sparsam sein. Es ist aber auch funzelig.
Das Altgerät hatte ein Abdeckgitter über der Kühlschlange; Stand der Schrank an der Wand, konnte die Oberseite als Ablage benutzt werden, ohne dass etwas hinten runterfiel (klar musste das Gitter freibleiben, aber wenn doch mal etwas zu weit nach hinten geschoben wurde, passierte nichts weiter).
Dieses Gitter ist anscheinend dem Rotstift zum Opfer gefallen - kein Gitter und somit fallen Stifte, Murmeln, Brotkanten, was auch immer hinter den Kühlschrank und der muss dann immer weggeräumt werden, um Dinge wiederzufinden.
Die Türöffnung hatte einmal eine Art "Unterlippe", die zwar keine Funktion hatte, den Kühlschranke aber nach unten hin optisch abschloss.
Dieses Bauteil ist ebenfalls weggefallen, dafür hat die Tür jetzt eine Art Bolzen, der nach unten wegsteht und mit dem man sich immer gegen den Fuß haut, wenn selbiger dämlich steht. Die alte Tür ging schweigend über sowas hinweg.
Auch die Ablagen in der Tür sehen aus, als hätte die Buchhaltung den Stift angesetzt. Alles einfacher, billiger und weniger "geschmeidig".

Nun ist ein Kühlschrank kein Wohnzimmermöbel, vielleicht auch kein Life-Style-Objekt, aber es ist ein wichtiges Elektrogerät;
und im direkten Vergleich muss ich sagen: der alte Kühlschrank wirkte deutlich wertiger, als das neue Modell.
Dafür ist der Schrank wiederum recht teuer gewesen.
Hoffen wir, dass der neue nicht wieder nach 5 Jahren einen neuen Thermostat braucht und nach 7 Jahren einen neuen Griff um dann nach 10 Jahren wieder kaputt zu gehen, sondern diesmal länger hält.

Manchmal denke ich übrigens über die Bedeutung des Wortes "Fortschritt" nach...