Mittwoch, 6. August 2025
Spontan auf und davon III
Dienstag, 5. August 2025
Spontan auf und davon II
Montag, 4. August 2025
Spontan auf und davon
Donnerstag, 19. Dezember 2024
Endes schwieriges Frauenbild
Montag, 2. Dezember 2024
Plätzchen Idylle
Montag, 21. Oktober 2024
"Warum hassen Sie mich"
Dienstag, 17. September 2024
Die Stirne bieten - wer kann, der kann.
Montag, 22. April 2024
Keine Party für Niemand
Mittwoch, 22. November 2023
Das Schweigen dröhnt laut.
Mittwoch, 14. September 2022
Nimm Abschied und gesunde!
Donnerstag, 19. Mai 2022
... und sonst so?
Montag, 10. Januar 2022
Wissen ist Nacht!
Dienstag, 26. Oktober 2021
Aus einem Stall
Zwei Kinder aus einem Stall:
Yolande mag:
Schule
lesen
Fremdsprachen
Fisch
Schwarzbrot
Obst und Gemüse
keine Litschies
Käse, Kräuterquark
schlafen
Sport
geselliges Beisammensein
kein Weingummi
Brokkoli
Wise Guys
Victor mag:
keine Schule
Bücher ohne etwas zu lesen
keine Fremdsprachen
Fleisch
Graubrot
Äpfel und Litschies - aber auch nur die!
Aufschnitt aus toten Tieren
wach sein
spielen (aber kein Sport und Fußball ist "schwul"!)
alleine sein
Weingummi
Blumenkohl
Bravo-Hits
Besonders beim Essen sind die beiden wirklich konträr, da eine Schnittmenge zu finden, ist ein wirklich schwieriger Akt.
Was der eine mag, mag der andere gar nicht.
Doch es gibt auch Schnittmengen:
Beide mögen Musik, beide sind gerne draußen und klettern auch viel.
Beide mögen Eis und Schokolade (allerdings geht hier Vollmilch gegen Bitter).
Gerne zuhause sind auch alle beide.
Zudem mögen sie beide nicht unbedingt gerne neue (Essens-)Sachen probieren.
...und reden. Manchmal glaube ich, dass diese Kinder Schmerzen haben, wenn sie nicht reden können! "Sei doch mal leise!", wie oft möchte ich diesen Satz sagen - manchmal tue ich das auch.
Freitag, 24. September 2021
Immer an der Wand lang
Meine Wenigkeit, als Generation nach der Nachkriegs-Generation wurde stets drauf geeicht, sparsam zu sein. Nichts zu verschwenden, alles bis aufs Letzte auszunutzen.
So lernte ich nicht nur, Yoghurtbecher und Nutellagläser so auszukratzen, dass sie bereits vor dem Abwasch praktisch sauber waren, Äpfel aß ich inkl. brauner Stellen und mit Kerngehäuse, Geld gab ich nur aus, nachdem ich es drei bis vier mal gedreht hatte und beim Verwerten von Papierbögen, Stoff(resten) und Plätzchenteig war ich nicht zu schlagen.
Ganz klar wurde am äußersten Rand angefangen, jede Ecke wurde genutzt, es wurde Teil an Teil gelegt, damit kein Material verschwendet wurde.
Dabei ist mir nicht bewusst, dass mir das aufgedrückt wurde oder ich aktiv angeleitet wurde.
Es war einfach so.
Derartige Feinheiten fehlen den Kindern heute anscheinend völlig.
Kekse werden mitten aus dem Teig rausgestochen, Papier wird in einer Ecke bemalt und dann weggeworfen und von den leeren Yoghurt-Bechern könnte in Kind in der dritten Welt noch eine Woche lang essen.
Ja, ich übertreibe boshaft, das ist mir bewusst.
Aber warum schaffe ich es nicht, meine Sparsamkeit - zumindest die guten Seiten davon - sinnreich zu vermitteln und weiterzugeben??
Kinder sind der Spiegel, der mir täglich vorgehalten wird.
Dienstag, 12. Januar 2021
Weihnachten und Silvester
Freitag, 11. Dezember 2020
Vom Vorlesen und Keksebacken
Nicht, dass wir immer alls gut und richtig gemacht hätten, aber Vorlesen war immer ein Bestandteil des Abendrituals. Ist es so schwer, sich mal diese Viertelstunde um das Blag zu kümmern und etwas zu lesen? Warum ist das nicht allgemeiner Konsens.
Auch wenn Eltern nicht oder nicht sicher lesen können, dann kann anhand eines Bilderbuches eine Geschichte erzählt werden. Lasst Phantasie zu, gebt dem Kind Raum, die Geschichte mitzugestalten und entwickelt eigene Ansätze. Das gemeinsame Lesen (und Leben) bietet Chancen - nehmt sie wahr.
Mittwoch, 11. November 2020
Identische Symptome
Bei einem gemütlichen Abend mit Freunden (also noch vor Corona) plauderten wir über dies and das.
So kam es zur Sprache, dass deren Sohn in den schönen Frühjahrs- und Sommermonaten
mit dem Fahrrad zur Schule gefahren ist. Immerhin sind das fast 20km. Für sich genommen
ist das schon eine reife Leistung. Dann stellt der Herr Papa allerdings fest, dass sich das Rad nur
schwer bewegen ließ. Die Rücktrittbremse war irgendwie halb fest, die Bremsbeläge schleiften,
alles in allem Kleinigkeiten, die den Fahrgenuss doch schmälerten.
Doch nichts, was sich nicht mit etwas Werkzeug und Zuwendung zu beheben ging.
Nun fährt das Rad wieder leicht und gut, der Sohn ist begeistert.
Wenn ich daran denke, wie es "früher" war...
Im Alter zwischen 10 und 17 habe ich viel an meinem Rad geschraubt.
Das Rad war ein "Rennrad", das ich als Werbeprämie für den Bertelsmann Club bekommen habe.
Also ein "normales" Fahrrad ohne Schutzbleche und Beleuchtung, dafür mit 10-Gang-Schaltung,
Rennlenker mit entsprechenden Bremshebeln und Pedalen, an denen Schnallen für die Füße
waren. Irgendwann war die Welle vom Tretlager ausgenudelt und musste ersetzt werden,
dem Zahnkranz habe ich mal neue Lagerkugeln gegönnt, (die man damals noch lose beim
Fahrradhändler bekam), die Gangschaltung war auch hakelig und benötigte oft etwas Zuwendung.
Auch Rost war ein Thema und das Rad war später nicht mehr weiß, sondern rostschutzfarbenrot.
Bei alledem war ich nicht alleine. Mein bester Kumpel hat auch viel geschraubt, umgebaut,
angebaut, gemalt. Oft haben wir das zusammen gemacht.
Unsere Räder liefen - immer!
Dagegen haben sich unsere Eltern rausgehalten, bei Fragen standen sie parat, aber ansonsten
lag das in unserer Verantwortung.
Woran liegt es, dass sowas heute nicht mehr funktioniert.
Was ich da hörte erinnert mich an Yolande und Victor - wenn am Fahrrad was nicht funktioniert,
wird da nicht von gesprochen, sondern es wird hingenommen.
Victor sagt zumindest Bescheid, wenn die Bremsen nicht mehr richtig arbeiten oder schleifen,
aber selber mal den Schraubenschlüssel in die Hand nehmen? Gar nicht dran zu denken.
Hört man ein wenig "zwischen den Zeilen", dann ist dieses Verhalten anscheinend gang und gäbe.
Egal ob bei Fahrrädern, bei Kleidung, Schultaschen...
Es wird drauf gewartet, bis Mama oder Papa feststellt, was gemacht werden muss und
das dann auch wirklich macht.
Aber Eigeninitative ist irgendwie nicht zugegen.
Jetzt frage ich mich: Was hat diese Elterngeneration falsch gemacht?
Montag, 27. Januar 2020
Männerwochenende
Was Männer da so machen?
Wir waren im Baumarkt.
Wir haben im Hobbykeller lustige Sachen gebastelt.
Wir haben Männeressen gekocht und gegessen:
Sonnabend gab es Bratkartoffeln und Sonntag Gulasch - die Variante ohne Gemüsekram.
Wir haben bis spät in die Nacht Filme geguckt und haben Bier getrunken (bzw. alkohlfreie Fassbrause).
Er war noch im Fitnesscenter, ich hatte noch einen Auftritt.
Zum Schluss haben wir noch etwas aufgeräumt und den Ofen angemacht.
Schön war es.
Aber schön war es auch, als Bea wieder da war.
Montag, 9. September 2019
Schluss und aus.
Jolande ist ausgezogen.
Nicht zwei Straßen weiter, oder in die nächste Stadt - nein, wir sprechen hier von rund 6 Stunden Autobahn, bei viel Verkehr auch mal 8 Stunden.
Da war man 18 Jahre Papa, Freund, Vertrauter, Seelentröster, Nachhilfelehrer, Taxifahrer, Begleiter zu Konzerten oder Theater, Meckerpott, Korrektiv, Aufbauhelfer und Scheuerpfahl.
Habe sie herumgetragen, wenn sie nicht schlafen konnte, angefeuert, wenn es nötig tat, Wunden verbunden, Spielzeug repariert, fahrrad- und autofahren gelehrt, sie immer zur Selbständigkeit ermuntert...
... und dann ist sie auf und davon.
Es fällt uns sicher schwerer als ihr.
Sie war immer die Große, immer ein Gegenüber, immer präsent.
Fransçoise und mir fehlt auf einmal ein intellektueller Gesprächspartner, jemand, der seine Wäsche im ganzen Haus verteilt und alles stehen und liegen lässt. Das Mädchen, dass jeden Tag als Kindergeburtstag sieht und schon morgens singend umherhüpft.
Auch Victor wird sie vermissen, denn er kennt kein Leben ohne sie - ab jetzt ist er Einzelkind.
Die große Schwester, mit der er herumalbern konnte, die Musik mit ihm hörte, die für ihn da war und alles wusste - ein Whatsapp-Kontakt ist kein Ersatz dafür.
Kurz gedrückt, ein knappes Tschüss und dann war es soweit.
Willkommen im neuen Leben.
Dienstag, 3. September 2019
Spiel ein Spiel mit mir
Nebenbei macht es auch Spaß.
Gute Gründe, auch als Familie mit den Kindern zu spielen.
Blablabla, lest Euch die Vorteile und spielerisch vermittelten Werte in einschlägigen Zeitschriften durch.
Hier geht es nur um den Spaß!
Hoch im Kurs steht bei uns gerade "Mogelmotte" - ein Spiel, bei dem Karten abgelegt werden müssen.
Fast so wie Uno, aber einfacher (es gibt nur drei verschiedene Aktionskarten), die Runden sind kürzer und vor allem das, was das Spiel wirklich witzig macht:
Karten dürfen und müssen "weggemogelt" werden.
In den Ärmel schieben, unter den Tisch fallen lassen, draufsetzen - ganz egal.
Hauptsache man wird seine Karten los.
Eine ist die "Wächterwanze" = Aufpasser und muss mit Argusaugen über die Spieler wachen, während er ganz normal mitspielt.
Wir haben selten so viel gelacht.
Eine klare Empfehlung von mir für dieses Spiel!