Mittwoch, 21. Dezember 2016

Musikfernsehen


Vor kurzem haben wir auf "Deluxe" ein neues Video von den Stones gesehen.
Es war ein Lied ihrer neuesten CD.
Eigentlich war ich nie ein Stones-Fan, aber mir hat dieses Video gefallen.
Ehrliche Musik, mit Spaß gespielt. Groove, Authentizität, Routine - ohne langweilig zu sein.

Der Clip danach war eine glattgestylte Hupfdohle, deren herausragende Eigenschaft nicht die Stimme oder Austrahlung war, sondern makelloses Makeup und ein ebenso makellos geschminkter Busen.
Jede zweite Einstellung der Kamera war ihr lasziver Blick, der Rest war die Hupfdohle selbst und ihre ebenso makelosen Freundinnen (?) die auf Spining-Rädern turnten.
Dazu jaulte sie zu einem 08/15-Klangbrei ihren Stimmen-Beitrag.

Die Hochzeit der Video-Clips waren sicher die 80er, als jeder Clip eine Geschichte erzählte.
Diesen Anspruch habe ich ja gar nicht (mehr), aber wenn das Video nur Selbstdarstellung als Zweck hat und mir nicht mehr bietet, als bunte Bilder in beliebiger Wiederholung mit austauschbarer Klangkulisse - dann kann ich auch einfach wegschalten.

Habe ich dann auch gemacht.
Wie die Hupfdohle hieß? Keine Ahnung.

Die Stones haben aber wirklich gute Laune gemacht.




Dienstag, 20. Dezember 2016

Resteverwerter

Meine Generation  - vielleicht sind es auch nur meine Gene - hat noch verinnerlicht, dass nichts weggeworfen werden soll, was man noch benutzen kann.
Im meiner "Werkstatt" habe ich Kästen mit alten Schrauben, rostigen Nägeln, Holzstücken, ein Bund lose Kabelabschnitte (schwarz/blau/grün-gelb), Bänder, Kabelbinder, Saatgut, Werkzeug...
Alles kann noch gebraucht werden.

In echt liegt der meiste Kram schon seit Jahren rum und ich brauche die Sachen gar nicht.
Wann habe ich das letzte Mal krumme, rostige Nägel geradegeklopft, um sie wieder zu verbauen - das ist mehr als 30 Jahre her. Wie oft habe ich Kabelenden gebraucht - bisher noch nie. Habe ich mich über altes Werkzeug geärgert, dass selbst fürs Altmetall kaum noch gut genug ist? Ja, habe ich.

Aber jetzt war der Zeitpunkt da, am Wochenende konnte ich endlich mal (wieder) alten Kram verbauen.
Der Platz vor unserer Garage ist dunkel. Die Lampe dort ist tot, der Bewegungsmelder meldet nix mehr und als er noch funktionierte, hat die Lampe nachts unser Schlafzimmer in helles Licht getaucht.
Es musste also eine Lösung her - es ist ja auch nicht so, dass Françoise nicht schon seit zwei Jahren gefragt hat, ob denn da nicht mal wieder eine Lampe hinkönnte...

Ich hätte da noch einen geerbten Bewegungsmelder liegen, den ich einst meinem Vater geschenkt habe, er hat den aber nie angebaut - der gammelt bei mir schon seit bestimmt vier Jahren vor sich hin.

Kabel ist auch vorhanden. Am Besten eine Lösung mit einer Lampe, einem Bewegungsmelder, einer Zeitschaltuhr, einer Steckdose und einem separaten Schalter.

Fix zum Baumarkt und einen LED-Strahler (aka Halogen-Strahler) geholt - ups, da gab es welche mit Bewegungsmelder = weniger Aufwand und weniger Strippenziehen.

Also Strahler mit Bewegungsmelder mitgenommen, Platz überm Garagentor erkoren und Löcher gebohrt.
1. alte Dübel benutzt, die ich sonst für nix anderes hätte benutzen wollen.
2. Kabel hinter einer Abdeckung verlegt.
3. alte Lampe in der Ecke abgebaut - hmm - das gibt einen doofen Anschluss.
4. altes Kabel in die Garage reingezogen, neues Kabel von außen durch das Bohrloch gesteckt.
5. alte Steckdose mit angerissenem Gehäuse rausgesucht, ebenso einen alten Stecker.
6. großzügig das Kabel abgeschnitten, einerseits den Strahler angeschlossen, andererseits (in der Garage) einen Stecker angeschlossen.
7. alte Steckdose mit weiteren alten Dübeln an der Wand befestigt (ein Dübel dreht im Loch mit - das mache ich nochmal ordentlich, wenn ich ganz viel Lust habe also in echt wohl nie!!!!)
8. Stromführendes = altes Kabel von der alten Lampe mit der Steckdose verbunden.
9. uralte Zeitschaltuhr (auch geerbt) eingestöpselt, Stecker eingestöpselt - Lampe brennt. 
10. an der Garagenaußenwand noch zwei Löcher gebohrt und ein Stück Kabelkanal, dass seit 3 Jahren rumgelegen hat verwendet (+ einen alten Dübel und einen neuen, guten - der andere alte Dübel war doch nicht mehr gut), um das Kabel lichtgeschützt hinter die Abdeckung zu führen. 

Wow, fühlt sich das gut an. 
Nicht nur weil sich jetzt niemand mehr unbemerkt näher kann, weil es sofort taghell wird, sondern auch, weil ich einiges von dem alten Kram aufbrauchen konnte. ;.)

Jetzt überlege ich, ob ich nicht in der Garage einen Bewegungsmelder anbringe, der das Licht anstelle des Schalters anmacht. Es sind sowieso zwei Türen und nur ein Schalter und die Elektrik ist zum Schreien! - Immerhin hat da ein Spezi die grün-gelbe Erdung als Nulleiter verwendet.
Das wollte ich seit Jahren schon mal bessermachen!

Übrigens habe ich noch eine alte Lampe mit einem kaputten Bewegungsmelder über - vielleicht überbrücke ich den Melder und verwende die als normale Lampe. Mal sehen, wo die hinpassen könnte....

Montag, 19. Dezember 2016

Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmarkt und Anschlag - wie weit ist es nur gekommen??

Fluch der Moderne!

Mrs. Bombastic hat vor einigen Jahren verkündet, sie habe ihr Zeitungsabo gekündigt und daraufhin ein Angebot bekommen: E-Paper und ein I-Pad draufzu.
Wer braucht denn noch Papier?!

Jetzt stand an, dass eine neue Küche eingebaut werden soll.
Wie bitte packt man seine Küchensachen in ein I-Pad ein???


Genau - jeder Hans und Franz wurde nun auf alte Zeitungen angehaun mit der Bitte, doch zu sammeln und vorbeizubringen.

Ich bewege mich derzeit zwischen schmunzeln und augenrollen...

Dienstag, 13. Dezember 2016

Der Weihnachtsbäcker

Hier meldet sich wieder der Richter über der Kollegen Weihnachtsgebäck.
Scharfe Zunge, wenn es um die Beurteilung von Geschmack und Konsistenz geht.

Nun habe ich selber gebacken.
Zur Planung habe ich eine Extra-Zutaten-Einkaufslisten-Tabelle geschrieben (und dann die Mengen der einzelnen Spalten aufaddiert), denn ein großer Einkauf ist praktischer, als mehrere kleine.

Genau diese Einkaufsliste habe ich auch zu Rate gezogen, als ich den Austechplätzchenteig anrühren wollte.
Doch hatte ich einen kleinen Übertragungsfehler gemacht - statt 200gr Zucker habe ich 500gr. Zucker aufgeführt.
Das fiel mir natürlich erst auf, als ich auch schon andere Zutaten zugemischt hatte. Was blieb mir anderes übrig, als etwas zu "schlumpen" und Mehl, Eier und noch das und dies an die viel zu große Zuckermenge anzupassen.

Mir schwante schon böses und ich dachte, was ich hier über die Kekse meiner Kollegin geschrieben zu haben, müsse ich nun bitter bereuen.
Doch (weit) gefehlt - die Kekse sind noch ganz vernünftig geworden.
Manches Gebäck verzeiht wohl doch ein paar Fehler bei den Zutaten.

Butterig, zart, knusprig aber drinnen verführerisch weich...

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Ausflug in alte Zeiten

Da ich viel im Auto sitze, um zur Arbeit zu kommen, gehen einem auch viele Gedanken durch den Kopf.
Manchmal versuche ich die Nummernschilder der vorausfahrenden Wagen zu "deuten".
Initalen, Geburtstage, Schnapszahlen, Wörter - was lässt sich nicht alles aus diesen simplen paar Nummern rauslesen.

Nun fuhr vor ein paar Tagen ein Bonner mit der Kombination "PZ" vor mir.

Irgendwie wurde bei mir da "Bonner Parteizentrale" draus.
Gibt es den Begriff "Parteizentrale" überhaupt noch?
Als Bonn noch provisorische Hauptstadt war, fiel dieser Begriff öfters:
"die Bonner Parteizentrale ließ verlauten..."
"aus der Bonner Parteizentrale war zu vernehmen..."

Donnerstag, 24. November 2016

China-Tröten

Vor einiger Zeit habe ich darüber berichtet, dass unser Musikzug billige Saxophone gekauft hat und versprach darüber noch etwas zu schreiben.

Wer im Netz ein wenig gräbt, findet einiges zu günstigen Saxophonen aus China - sowohl positives als auch negatives.

Jetzt folgt die nächste unnötige Bewertung; aufgrund meines profunden Halbwissens natürlich völlig subjektiv und völlig überflüssig :-)

Vielleicht eines vorweg, damit eine kleine Grundlage da ist, um meine (und andere) Bewertung zu verstehen:
Das Saxophon ist ein Instrument mit vielen Klappen, Stangen und Schrauben.
Im Prinzip greift es sich erstmal wie eine deutsche Blockflöte, größere Hände sind eigentlich auch nicht nötig.
Allerdings muss das Klappenwerk und die Verbindung zwischen verschiedenen Klappen gut eingestellt sein, weil sonst manche Töne nicht richtig klingen; also zu hoch oder zu tief sind (das heißt dann "falsch intoniert").
Zudem liegt es an der Bauform des Instruments, dass einige Töne dazu neigen falsch zu intonieren und der Musikant muss das ausgleichen.
Gute Instrumente, wie z.B. von Yamaha oder Yanagisava intonieren sehr gut, aber andere Fabrikate können so richtig schlimm daneben liegen und selbst Profis können auf solchen Gurken nur mit Mühe ordenlich spielen.
Abschließend noch angemerkt, während bei der Flöte die Fingerkuppen die Tonlöcher dichtdrücken, verschließen beim Saxophon Lederpolster die Löcher - liegen diese Polster nicht gut auf, kann ein Instrument unspielbar sein, weil sich die Luft den kürzesten Weg sucht und einfach an ungewünschter Stelle entweicht.

Nun noch zur Fertigung in China.
Ein duales Ausbildungssystem wie wir es kennen, gibt es dort nicht, soweit ich weiß. In vielen Fabriken werden Arbeiter angelernt und machen dann ihren "Job". Oft auch ohne zu verstehen, was und warum sie es tun.
Nach dem Chinesischen Neujahrsfest kehren viele Arbeiter gar nicht an ihren alten Arbeitsplatz zurück sondern suchen sich andere Arbeit, da das neue Jahr auch gerne als persönlicher Neuanfang gesehen wird.
Daraus ergibt sich keine beständige Belegschaft und es ist schwierig, die Arbeiter "nachhaltig" zu schulen, damit eine gleichbleibende Qualität geliefert werden kann.

So erklären sich Bewertungen, bei denen Saxophone, die unter einem "Marken"-Namen verkauft werden, völlig unterschiedliche Bewertungen erhalten - ein Instrument wurde vielleicht von gut eingearbeitete Leuten gebaut, ein anderes jedoch von Neulingen, die ihre ersten Montageversuche machten.
Auch die filigrane Einstellung der Instrumente fällt unterschiedlich aus; je nachdem wer das gemacht hat - siehe oben.
Selbst teuerste Markeninstrumente sind nur nach fachkundiger Einstellung spielba. Diese wird allerdings in der Regel vom Hersteller selbst gemacht - somit sind diese Instrumtene "out of the box" und ganz ohne Nacharbeit spielbar.
Doch eine schiefe Klappe oder ein undichtes Polster vergällt den Spielspaß bei jedem Saxophon, egal ob für 200 EUR von E-Bay oder für 5000 EUR vom High-End-Anbieter.

Um diesen vielen Variablen noch die Krone aufzusetzen, fange ich jetzt an, über das Zubehör zu schwadronieren.
Wirklich wichtig - mindestens genauso wichtig wie das Horn an sich, ist das Mundstück.
So, wie ein Porsche auf Rädern für einen 2CV (Ente) nicht ordentlich fahren kann, gibt es Mundstücke, auf denen man entweder nicht schön spielen kann (weil billigbillig) oder die einfach nicht zum Instrument (und/oder zum Spieler) passen. Ein günstiges Horn und ein passendes Mundstück ist eine bessere Kombination, als ein Profi-Sax und ein 08/15 Mundstück aus der Grabbelkiste. 

Nachdem wir das alles jetzt wissen, zurück zu den beiden Startones aus dem Hause Thomann.
Thomann wirbt mit Qualität zu kleinem Preis und tatsächlich waren beide Saxophone gundsätzlich in Ordnung.
Ich habe das Alto sowohl mit dem beigelegten Billig-Zubehör-Mundstück, als auch mit meinem "normalen" Mundstück angespielt.
Es sprach tadellos von unten bis oben an und auch die Intonation war vernünftig (alle Töne stimmten, bzw. waren in einem Bereich, den man akzeptieren kann).
Die Federn, die fürs Klappenöffnen und -schließen zuständig sind, waren recht straff eingestellt. Man muss also schon beherzt zugreifen - besser, als wenn man keinen Widerstand spürt und kein Gefühl dafür bekommt, ob man eine Klappe wirklich "auf" oder schon "halb geschlossen" hat. Denn auch das beeinflusst den Ton.

Das Tenor habe ich nur mit dem beigelegten Zubehör-Mundstück angespielt - siehe oben.
Hier fällt mir allerdings wieder auf, dass kopieren und kapieren zwei unterschiedlich Dinge sind.
Um auf einem Instrument "viel am Stück" spielen zu können (also z.B. einen Auftritt von einer Stunde und mehr) sollten sich die Hände in der benötigten Position wohlfühlen.
Vielleicht mit einem Fahrrad vergleichbar - wer schon mal auf einem Rad mit einem schiefen Sattel und einem krummen Lenker gefahren ist, bei dem die Handbremse nur unter Verrenkung zu greifen ist, weiß ein gut eingestelltes Rad richtig zu schätzen.
Die Position der rechten Hand scheint ein Problem zu sein, denn das liest man öfters, dass die Haltung hier suboptimal ist.
An diesem Saxophon muss man den kleinen Finger sehr weit strecken, um die Klappe für das tiefe C zu erreichen und die Position Daumenhakens ist etwas zu tief. Eine entspannte Handhaltung ergibt sich so nicht.
Vergleiche ich das mit meinen Ostblockgurken von Amati, dann stelle ich fest, dass ich sowohl auf dem Alto, als auch auf dem Bariton eine gute Handhaltung habe - es ist also möglich, die Hörner nach halbwegs ergonmischen Gesichtspunkten zu bauen. Einschränkend muss ich aber eines zugeben: Beim Bari hake ich meinen rechten Daumen nicht unter den Daumenhaken, sondern lege ihn darüber - Beim Bari ist ja alles etwas großzügiger dimensioniert, da habe ich also etwas mehr Platz.

Nun mein Fazit:
Für kleines Geld gibt es brauchbare Saxophone.
Mit einem ordentlichen Mundstück ist auch der Klang gut.
Die Ansprache fand ich recht leicht - man muss nicht "kämpfen", um einen Ton zu erzeugen - ideal für Anfänger, allerdings bedeutet es auch ein Limit "nach oben". Wer die Grenzen so eines Instruments austesten will, wird sie relativ schnell finden, bei wirklich laut und wirklich viel Druck macht so ein Instrument irgendwann nicht mehr mit.
Was sich erst mit der Zeit zeigen wird, ist, ob die Instrumente konstant bleiben und wie sich die Mechanik verhält, wenn sie altert.
Eines kann ich jetzt schon sagen: Die Koffer taugen nicht viel. Beim Alto-Etui ist schon eine Ecke rausgebrochen und an beiden Außenhüllen ist zu sehen, wie schnell schon kleines Anecken zu dauerhaften Macken führt.

Mittwoch, 23. November 2016

Gepimpt, gepusht, gedopet**

Kinder Medikamente einwerfen und zur Schule schicken - Alltag in Deutschland.
Jetzt sind wir auch dabei!

Yolande wachte mit Bauchschmerzen und Leichenblässe im Gesicht auf.
Einen Tee, etwas leichtes zum Essen und eine Schmerztablette - dann gings.
Anschließend habe ich das Kind vor der Schule abgeladen - immerhin musste ein Klausur geschrieben werden.
Alternativ dazu hätten wir den Vormittag auch beim Kinderarzt im Wartezimmer sitzen können, um ein Attest zu erstehen.
Die Gefahr, sich dort Grippe, Magen-Darm oder Hepatitis zuzuziehen ist aber groß, daher doch besser die Zähne zusammenbeißen und durch.

Ein Trauerspiel, dass es nicht anders geht.


**hier kann man übrigens sehen, wie bekloppt es aussieht, wenn man englische Wörter nach deutschen Regeln beugt.
Im Gegenzuge sieht es für den deutschen Leser merkwürdig aus, wenn man einen Mischmasch macht, wie z.B. "gepimped".
Deutschen wir die Wörter doch einfach ein: gepuscht und gedopt  - irgendwann haben wir uns dran gewöhnt.

Montag, 21. November 2016

Weihnachstbäckerei

Frau Stöhr hat mir ihrem Jüngsten gebacken.
Zu ihrer Verteidigung sei gesagt, dass sie stets betont, keine gute Bäckerin zu sein.
Tatsächlich gehen bei sogar Ausstechplätzchen bei ihr nicht so gut.
Vielleicht hat ihr auch jemand ein falsches Rezept untergeschoben...

Die Plätzchen erinnerten eher an Dekokekse, oder Schmuckkekse, wie sie im norddeutschen Raum im vorletzten Jahrhundert üblich waren:
Sehr dick, sehr pappig, sehr geschmacksneutral und sehr hell.

Ausstechplätzchen müssen, dünn, zart, butterig und knusprig sein. Leicht gebräunt, eigentlich eher goldgelb mit einem verführerischen Duft.
Knackig im Anbiss und knusprig im Mund, nicht krümelig aber doch trocken genug, dass sie in Tee, Kaffee oder Kakoa gestippt werden wollen, sich vollsaugen und ihre Form behalten, bis sie im Mund landen, auch wenn man noch eine Strophe "Fröhliche Weihnachten" zuende singen möchte.

Zugegeben, mein Anspruch an Weihnachtsgebäck ist hoch.
Doch halte ich ihn für erfüllbar und angemessen.

Es dauert nicht mehr lange, dann werde ich mich an diesem Post selber messen lassen müssen...

Donnerstag, 17. November 2016

Falsche Freunde

Im Englischunterricht wurden wir stets vor "false friends" gewarnt.
"when can I bekome a beefsteak" heißt nicht "wann bekomme ich ein Beefsteak", sondern " wann werde ich ein Beefsteak".
Auch der "murder" ist kein "Mörder" sondern der "Mord".
Verschiednen Beispiele haben sich bei mir so tief ins Hirn eingebrannt, dass auch bei anderen Wörtern die Alarmglocke schrillt, wenn ich eine Übersetzung lese, dass nicht sonderlich schlüssig ist.

Gerade so wie hier:klick mich
Ein Brief von John Lennon ist aufgetaucht und bei gmx.de wird die Sache als "Hass-Brief" breitgetreten - geschrieben in einer Zeit, als alle vier Beatles nicht gut aufeinander zu sprechen waren.

Im untenstehenden Ausschnitt ist ein prägnanter Satz fett hervorgehoben - leider fehlt der englische Originalausschnitt, doch ich vermute, dass Lennnon von "the perverted little thing you call brain" gesprochen haben könnte.

"to pervert" wird zwar auch für "pervertieren" gebraucht, aber im Englischen hat es nicht diesen negativen und ins sexuelle hinübergehenden Klang, wie in unserer Sprache.
Eine sinnvolle Übertragung wäre wahrscheinlich diese:
"Bekommst Du das in dies verdrehte Ding, dass Du Hirn nennst!"

Denn die übliche Verwendung von "to pervert" ist tatsächlich "verdrehen, irreleiten, fehlleiten".

In diesem Sinne: Dieser Artikel ist ziemlich verdreht...


PS: Der Text ist ein Ausschnitt aus dem Artikel und daher sind die Sätze auch vorne und hinten nicht vollständig!
Um den Artikel vollständig zu lesen (lohnt sich übrigens nicht), klickt den Link weiter oben an.

Donnerstag, 3. November 2016

Family Gothic

Wenn am Wochenende gewaschen wird, dann hat man das Gefühl, als
wohnten nur "Gruftis" bei uns.
Schwarz, schwarz, schwarz.

Alles nur schwarze Klamotten...

Mittwoch, 2. November 2016

Mülltage

Als Kind waren Geburtstag und Weihnachten die großen Landmarken im Leben,
später kamen die Ferien dazu.
Solche fixen Größen gaben dem Leben Struktur und waren gleichzeitig Indikatoren für das
Fortschreiten des Jahres.

Heute gibt es eine Vielzahl an Landmarken, die einem jetzt weniger als Orientierung dienen,
als vielmehr aufzeigen, wie schnell die Zeit vergeht.

So kommt dienstags die Müllabfuhr.
Alle zwei Wochen wird der Restmüll abgeholt, alle vier Wochen wird Papier bzw. „gelber“ Müll geholt.
(das geht dann so: Restmüll, Papier, Restmüll, gelber Müll, Restmüll, Papier, ...)

So wird meine Lebenszeit von diesen Terminen eindeutig getaktet.

Gut, dass es zuverlässige Wegmarken im Leben gibt.

Dienstag, 1. November 2016

Die Türkei macht es richtig!

HIER könnten wir uns am ungeliebten Nachbarn im Süden mal ein Beispiel nehmen.
Der kranke Mann am Bosporus verstellt seine Uhren nicht mehr und bleibt dauerhaft bei der Sommerzeit.
Richtig so!
Das sollten wir auch tun.
Die Mär von der Energieeinsparung ist schon lange widerlegt und was bleibt ist nur ein gigantischer und teurer Aufwand, alles umzustellen.
Von den Auswirkungen auf den Biorhythmus von Mensch und (Wild-)Tier ganz zu schweigen.

Dienstag, 18. Oktober 2016

Sturm im Wasserglas?

Vielleicht sehe ich es ja völlig falsch.
Aber da hat sich ein Terrorverdächtiger in der Haft umgebracht.
Passiert wohl öfters, dass sich Menschen selber umbringen - soll hier aber nicht der Gegenstand der Betrachtung sein.

Was nun vielen übel aufstößt: Dieser Mann war verdächtig und man wollte von ihm ganz, ganz viel erfahren und so alles aufklären.

Jetzt frage ich mich, naiv, wie ich nunmal bin:
Da sitzt jemand, der vermutlich die grundsätzliche Meinung hat, "Ungläubige" sollten sterben, die westliche Kultur sei unwert und seine Haft und der Umgang mit ihm beweisen es jeden Tag aufs neue.

Wird dieser nun kooperativ alles auspacken, was er weiß?
Wird der nach zig Jahren im Gefängnis geläutert und als wertvolles Mitglied der Gesellschaft wieder in die Freiheit treten?
Wird er sein Fehlverhalten einsehen und später anderen Menschen den Weg zu Freiheit und einem selbstbestimmten Leben weisen?

Ich glaube es nicht.
Vielmehr drängt sich mir die Ansicht auf, dass dem Steuerzahler viel Geld gespart wurde.
All die Untersuchungen, die Befragungen, der Aufenthalt im Gefängnis, die Wärter, die Richter, die Anwälte...
Zeit und Geld, das an anderer Stelle sinnvoll angelegt sein kann.

... und bitte, nun werft mit Steinen.

Samstag, 15. Oktober 2016

Zeitfenster

Auf dem Weg zur Arbeit, gibt es gewisse Zeitfenster.
Fahre ich zu einer bestimmten Zeit los, weiß ich sicher, dass es sich dort oder dort staut.
Oder zu einer anderen Zeit ist diese Ecke frei und man kommt gut durch.

Manchmal erwischt man auch seltsame Moment, in den einem keine Autos begegenen - weder auf der "eigenen" noch auf der Gegenfahrbahn.

So einen Moment hatte ich letztens, als leichte Morgennebel rechts und links der Straße waberten und niemand außer mir auf der Straße zu seien schien.

Plötzlich tat sich mir ein anderes "Zeitfenster" auf - eine Erinnerung.

Vor zwei oder drei Dekaden waren wir in Dänemark im Urlaub. Wer es kennt, in der Nähe von Börsmose in direkter Nachbarschaft zu einem Militärübungsplatz.
Schon beim Frühstück waren Maschinengewehrsalven zu hören.

Eines frühen Abends waren wir noch am Strand - leichter Nebel zog von der See auf, der Himmel war trüb und das Licht nicht mehr als ein diffuses Zwielicht.
Außer uns war (in meiner Erinnerung) niemand mehr am Strand.
Auch wir machten uns auf den Weg zu unserem Ferienhäuschen zurück.
Plötzlich fuhr ein Militärlaster auf den Strand, dann ein zweiter und ein dritter.
Die Plane der Ladefläche wurde aufgezogen und aus den drei Lastern sprangen Soldaten auf den Strand, die sahen nicht nach Baden aus.

Eine Szene, wie aus einem SiFi-Film oder einem Horrorstreifen.
Der menschenleere Strand im Nebel und darauf nur ausschwärmende Soldaten.

Auf unserem Weg durch die wenigen kommerziellen Buden, die das "Herz" der Ferien-Anlage bildeten war auch niemand mehr zu sehen - alles war wie ausgestorben und eine gespenstische Stille, wie sie dem Abendnebel zu eigen ist, lag über den Dünen.

So kam ich mir auch auf dem Weg zur Arbeit vor.
Als wäre man plötzlich allein auf der Welt und Nebel harrt nur, einen zu verschlingen...

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Der Bart ist ab!

Wir haben ein altes Haus.
Das hat Vorteile, aber auch Nachteile, manchmal kleine Einschränkungen.
So ist die Haustür etwas tricky.
Je nach Jahreszeit und Wetterlage lässt sie sich gut schließen oder auch schlecht. Manchmal sitzt sie stramm im Schloss, manchmal etwas lose.
Demnach lässt sie sich an einigen Tagen gut ab- und aufschließen, an anderen geht es etwas schwerer.

Gestern abend war es dann soweit.
Mein Schlüssel aus Aluminium in einem schicken Grün gab seinen Geist auf.
Ich hielt den Kopf in der Hand, während der Bart noch im Schlüsselloch steckte.
Etwa auf 3 Uhr.

Ein Schlüsseldienst um 9.00 Uhr abends zu bestellen kostet in der Zwischenzeit soviel, wie ein gemütliches Wochenende in Berlin.
Also meinen Spannungsprüfer aus dem Teeschrank geholt und mit einigen leichten Klopfern, etwas Gehebel und Gewürge habe ich den Zylinder auf 12 Uhr drehen können.
Dann noch mit einem weiteren Schlüssel von draußen einmal kräftig zugestoßen und der verbliebene Rest konnte mit spitzen Fingern aus dem Schloss gezogen werden.

Da war ich doch sehr erleichtert - ein Nachschlüssel ist doch etwas günstiger als ein Schlüsseldienst...

Warum ich einen Alu-Schlüssel hatte?
Eigentlich sollte Victor den bekommen. Als er einen eigenen Schlüssel haben sollte, waren wir im Baumarkt, um einen zu holen und in grün gefiel ihm der gut. Als er dann mit auf den Weg bekam, mit dem etwas vorsichtig zu sein, wollte er doch lieber einen "normalen" - gekauft ist gekauft, also habe ich den grünen Schlüssel bekommen.
Werde die Farbe am Schlüsselbund vermissen.

Donnerstag, 22. September 2016

Statisch

Es bleibt wie es ist.
Das RL fordert mich sehr und wenn ich mal etwas Ruhe habe, sitze ich bestimmt nicht vorm Rechner.

Dafür lese ich jetzt abends im Bett immer noch ein paar Minuten.

Ein jeder kann jetzt ausrechnen, wie lange ich bei einem täglichen Pensum von ca. 5 Seiten für Manns "Zauberberg" brauche, wenn ich die Diskussionen von Setembrini und Naphta überspringe.
*ggg*

Werde mich demnächst wieder melden. :-)

Mittwoch, 7. September 2016

Neu - diesmal ohne Müll

Bitte meiner Blog-Rolle einmal etwas Aufmerksamkeit entgegenbringen.
Da habe ich "Alternulltiv" hinzugefügt, eine Seite, deren Betreiber das Ziel haben, ohne Müll zu leben.
Leider verträgt sich dieser Blog nicht mit "Alternulliv", daher wird nicht angezeigt, wenn sich dort etwas neues tut.
Daher empfehle ich dort regelmäßig zu gucken, ob es Neuigkeiten gibt.

Nachmachen ist hier nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht.

Dienstag, 6. September 2016

Zurück aus dem Mittelalter

Lange Stille - auch ein Yeti braucht mal Urlaub, daher habe ich meine Höhle verlassen und war in der Welt der Menschen unterwegs.

Seltsame Dinge habe ich erlebt - so war ich auf einem mittelalterlichen Markt.
Wenn man es genau nimmt, war es ein Wikingermarkt.

So ein Markt, wo man nie weiß, wo der Markt endet und die Privatsphäre der Teilnehmer beginnt, da die dort auch schlafen und wohnen.

Ich finde sie etwas merkwürdig, diese Menschen.
Einerseits sind sie und ihresgleichen so sehr auf Authentizität bedacht, dass niemand mit seinem Stand am Markt teilnehmen darf, der nicht 100% den Anforderungen entspricht.
Andererseits laufen da viele Kurzgeschorene mit teuren Schwertern herum.
Nun muss man wissen, dass langes Haar ein Zeichen der Freien war und nur Sklaven und gedemütigten wurden die Haare geschoren.
Schwerter hatten den Wert eines heutigen Einfamilienhauses - also wirklich nur etwas für Adlige, zudem war es in der Regel auf Märkten verboten, ein Schwert zu tragen - schließlich kam man in friedlicher Absicht.

Dann laufen da wirklich viele dicke Männer mit merkwürdigen Tatoos, kurzen Haaren und langen Bärten rum. Mit "viele" meine ich überproportional viele.
Ganz zu schweigen davon, dass die Wikinger im Mittelalter ein karges Leben führten, da war dickwerden wirklich ein Privileg...

Etwas albern fand ich die Preisschilder, auf denen "Silberlinge" oder "Taler" gefordert werden.

Interessant dagegen der Kollege, der Fische abschuppte, die verblieben Haut in Urin gerbte und das Endprodukt als "Fischleder" verkauft - sehr gerne für Taschen und Handschuhe genommen.
Tatsächlich kann man mit vielen gut ins Gespräch kommen und es wird gerne erzählt was und wie gemacht wird.

Putzig sind die Kinder, in ihren altertümlichen Gewändern barfuß durchs Gras laufen.

Aber ob es wirklich so gewesen ist?

Eine Bekannte meinte mal, diese Freizeit-Mittelalterlichen seien ihr zuwider, weil sie tags die Vorzüge des 21. Jahrhunderts genössen und am Wochenende auf "authentisch" machten.
Zum Teil mag ich ihr zustimmen, zum Teil finde ich es schon interessant, was diese Menschen machen, weil so manches Rätsel der Archeologie von ihnen praktisch ausprobiert und gelöst wurde/wird.


Nachtrag:
Auch diese seltsame Angewohnheyt, das "i" bei jedem "ei" durch ein "y" zu ersetzen, finde ich eyn kleyn wenig albern und historisch nicht so richtig authentisch - aber sey's drum; jeder blamiert sich so gut er eben kann.

Freitag, 5. August 2016

Old's Cool - oder die Weisheit des Alters

Yolande hört Nirvana und Sex Pistols.
Ebenso hört sie Bands, deren Namen ich noch nie gehört habe: Artic Monkeys und dergleichen.
Ob ich mich der Illusion hingebe, ich hätte ihren Musikgeschmack geprägt oder zumindest beeinflusst - ganz egal.
Was mir nur immer wieder auffällt - sowohl bei ihrer Musik, als auch im Radio oder im Musikfernsehen (z.B. Deluxe) - der Mainstream recycelt sich selbst.

Alles was an neuem Pop gesendet wird klingt nach diesem oder jenem (of klingen die Beatles an...), oder es werden Stilelemente der 80er verbraten - die schon in den 90ern Urstände feierten.
Oder es klingt nach Nirvana oder ZZ-Top oder nach diesem oder jenem.
Die Gesichter sind austauschbarer denn je und die Musik wirkt auf mich bemüht glattgespühlt und berechnet.

Im Ergebnis langweilig an der Grenzen zu nervig-anstrengend.

Wenn das die Zukunft ist - hätte ich gerne die Vergangenheit zurück.
;-)

Mittwoch, 3. August 2016

Frau Stöhr nascht

Meine Kollegin Frau Stöhr nascht gerne. 

Es ist für sie "Nervennahrung" und sie darf meinetwegen soviel essen, wie sie möchte. 
Was mich nur stört ist, wenn ich Papiere bekomme, auf denen schokoladige Fingerabdrücke sind. 
Bin ich denn im Kindergarten? 

Dienstag, 2. August 2016

Update auf Windows 10

Seit Monaten nervte Microsoft, doch endlich mal Windows 10 zu installieren. 
Das habe ich aufgeschoben, so lange es ging, weil die Download-Zeit doch recht lange ist und ich keine Lust hatte, ewig vorm Rechner zu sitzen. 
Bevor die Frist für den kostenlosen Download verstrichen ist und plötzlich Windows 7 nicht mehr gewartet wird, habe ich also eines Abends auf den roten Knopf gedrückt und ließ mir über Nacht den ganzen Kram runterladen. 
Am nächsten Morgen habe ich dann nur noch alles, was nach Datenkrake aussah ausgestellt (wer weiß, ob Windows 10 nicht trotzdem alles verrät) und schwupps - fertig war die Chose. 

Jetzt läuft Windows 10 - es erscheint mir als Anwender nicht besser, aber auch nicht schlechter zu sein, als Windows 7. 
Mal wieder ist einiges verspielter - aber damit kann ich leben. 
 

Montag, 1. August 2016

Türkisch für Anfänger

Es ist schon etwas schizophren.
Da gewährt ein demokratisches Land einer Minderheit die Möglichkeit, für die Errichtung einer Diktatur zu demonstrieren.

Kinder? Nein Danke!

Letzte Woche geisterte ein Umfrageergebnis durch die gedruckten und digitalen Medien, dass 20% der Eltern den Schritt, Kinder zu bekommen "bereuen".

Als selber Eltern möchte ich das mal kommentieren:
80% der Eltern bereuen also nichts.
Wow! Welche Partei kann 80% einer Zielgruppe hinter sich vereinen.

Obwohl das Fünftel reuiger Eltern über Geldeinbußen, Karriereknick und sonstige Luxusprobleme klagen, lieben sie ihren Nachwuchs sehr (98%!!).

Die Studie oder Umfrage kenn ich nicht, auch nicht die Fragen. Aber könnte es sein, dass die Fragen auch einfach dusselig formuliert waren?

Folgender Text einer Karrikatur zum Theme "Gewalt in der Erziehung":
erstes Bild:
Fragemensch: Darf man Kinder schlagen?
Mutter: Nein, auf keinen Fall!
zweites Bild:
gleicher Fragemensch: Ein Klaps ab und zu hat noch niemandem geschadet!
gleiche Mutter: So ein Klaps tut ja keinem was.

Die Frage macht die Antwort. Sollte niemandem neu sein.

Jetzt aber mal Butter bei die Fische:
Wer Kinder bekommt, bekommt noch viel mehr:
Verantwortung für (erstmal völlig hilflose) Lebewesen
jemanden, der ihm bedingungslos vertraut
Menschen, die einen ein Leben lang begleiten
einen Ganzstagsjob (24h/7d)
jemanden, der einem deutlich macht, dass es zu wenig ist, nur um sich selbst zu kreisen.
u.v.m.

Tatsächlich sind das alles Dinge, die ebensosehr herausfordern, wie sie abschrecken können.
Bekannte haben sich gerade darum gegen Kinder entschieden.

Ganz ehrlich: Ich bereue nichts, keinen Tag, keinen Moment.
Es ist nicht immer einfach, aber es ist auch nie mehr langweilig.

Kinder? Ja bitte!!

Freitag, 22. Juli 2016

Gutes umständlicher machen

Warum wird gutes einfach immer wieder verändert - und nicht unbedingt zum besseren?

Wenn ich, der ich an wechselnden Rechner arbeite, mich bei Blogger einloggen will und oben rechts auf "anmelden" klicke, kam bisher immer direkt das Anmeldebild. Da muss man - auch sehr nervig - seit einigen Jahren (?) erst den Nutzernamen eingeben, dann Enter drücken und kann danach das Kennwort eingeben. Unbegreiflich, warum andere Betreiber es schaffen, diesen Schritt auf einer Maske zu realisieren und Großkonzern Google nicht.

Neuerdings kommt dazwischen erst noch völlig überfüssige Werbung von Google, die einem das Bloggen schmackhaft machen möchte und mittig-groß kann man sich registrieren.
Um es mit Umberto Eco zu sagen: Ich bin der Falsche!
Schließlich bin ich doch bereits registriert und was soll ich mit noch mehr Blogs?
Es ist jetzt *noch* ein weiterer überflüssiger Klick.

Dabei sind Computer einmal dafür gedacht gewesen, das Leben einfacher zu machen. Davon entfernen wir uns immer, immer mehr.

Donnerstag, 21. Juli 2016

Zwei Kabel - zwei Ergebnisse

Bekanntermaßen stehe ich der Elektronik eher zwiespältig gegenüber.

Nun wieder ein Erlebnis,dass mich am Fortschritt und dem 21. Jahrundert zweifeln lassen.
Es ging darum, Handy-Bilder auf den PC zu überspielen.
Schon mehrfach gemacht - nie ein Problem gewesen.
Jetzt zickte aber einer von beiden rum.
Der PC wollte das Handy nicht erkennen und hat es kurzerhand als kaputt eingestuft. Nach mehrmaligen Versuchen fiel mir dann doch noch auf, dass
ich das Kabel von Yolandes Smartphone hatte.
Die Anschlüsse rechts und links passten wunderbar.
Immerhin gibt es ja einen Stecker-Standard sicherstellt, dass alles zu allem passen soll.
Tatsächlich tut es das aber nicht.
Mit dem richtigen Handy-Kabel konnten Smartphone und Computer zueinander finden.

Ist das wirklich das 21. Jahrhundert, die Blüte von Technik und Elektronik?
Wird wirklich alles einfacher und besser?

Ich glaube es nicht.

Montag, 18. Juli 2016

Wo sind wir nur hingekommen?

In Deutschland geht nix mehr!
Wir Bürger werden völlig vernachlässigt.

Da bin ich geblitzt worden – und ich bekomme nicht mal ein Strafmandat!
Mal ehrlich! Wo bleibt denn da der Erziehungseffekt?

Außerdem habe ich meine Steuererklärung zu spät abgegeben.
Viel zu spät.
Sehr viel zu spät.
Gab es eine Mahnung (so wie letztes Mal) wegen des Verzugs?
Fehlanzeige!
Wieder nix.

Langsam habe ich wirklich das Gefühl, dass der Bürger verschaukelt wird,
wenn die grundlegendsten Sachen nicht mehr funktionieren.

Freitag, 15. Juli 2016

Die Erde

Wir leben auf einem klitzekleinen Planeten in den unendlichen Weiten des Weltalls.
Mit Entfernungen, die wir mental gar nicht recht erfassen können.
Stets gefährdet, von schlimmer Strahlung oder mörderischen Meteoriten getroffen zu werden.
 
Von den Gefahren, die für jeden einzelnen durch Wetter, Überschwemmung oder tektonische Verwerfungen drohen, ganz zu schweigen. 
 
Und doch gibt es Menschen, die mit Gewalt ihre lächerlichen Ziele umsetzen wollen.
Anschläge auf fröhliche Menschen, Frauen, Kinder, Männer.
Zwist wegen Religion, Weltanschauung, Geld, Gebiete und was es sonst noch so gibt.


Dieser Planet könnte schön, friedlich und lebenswert sein.

Donnerstag, 14. Juli 2016

Lechts oder rinks!

Es heißt, Menschen seien Rechtshänder oder sie sind Linkshänder.
"Beidhänder" gibt es nicht.
Das sind dann Linkshänder, die bewusst oder unbewusst "rechts" erzogen worden sind.
Sofern die linke Schlagseite nicht sehr dominant ist, passiert das sehr häufig.

Auffällig für solche Menschen ist eine rechts-links-Schwäche, verdrehen von Zahlen und eine Vielzahl von Tätigkeiten, die mit beiden Händen gleichgut gemacht werden kann. Auch eine gewisse Erfolglosigkeit, weil zuviel Energie für Tätigkeiten mit der falschen Körperseite vergeudet wird.

Weiterhin wird Linkshändigkeit vererbt.
Zwillinge sind jeweils ein Rechtshänder und ein Linkshänder.
Ein Elternteil als Linkshänder gibt mindestens ein linkshändiges Kind.
Zwei linkshändige Eltern demnach nur linkshändige Kinder.

Jetzt kann man das umdrehen und sagen: Ich bin Linkshänder - wer hat's vererbt: Mama oder Papa?
Das sind beides Rechtshänder? Dann wurde einer umerzogen.

Tja, und ich?
Um mich herum nur linkshändige Blagen und linkshändige Geschwister.
Bin ich Linkshänder?
Ich schreibe mit rechts, ich mache dies und das mit rechts.
Mit links geht das gar nicht so gut.

Wenn da nicht Kleinigkeiten wären, die irgendwie nur mit links gehen.

Was nun?
Bin ich Linkshänder und sollte Dinge mit links tun?
Briefe schreiben, Fleisch schneiden, Wände streichen, Suppe rühren?

Tatsächlich weiß ich es nicht. Mache ich jetzt Sachen mit links, weil ich denke, ich sei Linkshänder? Habe ich mir das nur angewöhnt, weil ich es wollte?
Bin ich gar kein Linkshänder und vergeude Energie, weil ich Sachen mit links mache, die ich besser mit rechts erledigen sollte?

Dienstag, 12. Juli 2016

Aliens oder Magnetfeld

Es ist wahr, mein Auto braucht dringend etwas mehr Motoröl.
Kümmere ich mich auch demnächst mal drum.

Was mich mehr beschäftigt ist folgendes:
Auf dem Weg zur Arbeit geht die Ölwarnleuchte immer an, wenn ich die Kreisgrenze überschreite. Kommt dann nach einigen Kilometern das kleine Waldstück, geht die Lampe wieder aus.
Jeden Tag.

Was ist da los?
Sind da Außerirdische am Werk? Gibt es dort ein verändertes Magnetfeld?
Vielleicht herrscht auf diesem Stück auch eine geringere Schwerkraft, die das Öl langsamer zurückfließen lässt und darum sinkt zeitweise der Ölstand auf eine Stand, der die Warnleuchte brennen lässt.

Was bietet die tägliche Fahrt zur Arbeit doch für ein spaßigen Raum für Spekulationen.

Mittwoch, 6. Juli 2016

Au Revoir Jogi!

Egal, wie dieses Spiel heute Abend ausgeht.

Herr Löw wird seinen Rücktritt erklären - entweder nach diesem, oder nach dem nächsten Spiel.

Er ist jetzt lange dabei und hat die Mannschaft (mit wechselnden Spielern)  zu vielen Erfolgen geführt.

Wenn die EM "verloren" ist, kann er zwar weitermachen, aber vielleicht wäre dann eine Wechsel an der Reihe. Jemand, der eine bessere Taktik aufstellt und eine bessere Spielweise zu vermitteln versteht.
Einer der Herren Scholl oder Legat wären doch toll... :-7

Erreichen sie das Finale und gewinnen sogar gegen Portugal oder Wales - dann hat Löw so ziemlich alles erreicht, was möglich ist und kann auf dem Zenit seines Schaffens abtreten.
So wie es eine Reihe der "Weltmeister-Spieler" gemacht haben.

Also Leute, holt den Trainer-Dress aus der Kiste und schreibt schon mal Eure Bewerbung.

Dienstag, 5. Juli 2016

Der Saxophonklang im Allgemeinen

Es war soweit.
Die Saxophonschüler luden zum Vorspielen ein.
Nicht meine, sondern die Schüler von Yolandes Lehrer.
Größtenteils Alt-Saxophonspielerinnen (auch einige Spieler :-) - den das Alto ist nicht nicht nur ein Einsteigerhorn - es wird auch gerne von kleinen Mädchen gespielt, weil es so schön leicht ist.
Dazu einige Sopran-Spieler, zwei Tenöre und ein Bariton, sowie vier Klarinetten.

Genug der Langeweile - es war ein abwechslungsreiches und kurzweiliges Programm.
Interessant fand ich, wie unterschiedlich die Spieler geklungen haben.
Bestes Beispiel: Ein Schüler (geschätzt 17 oder 18) spielte auf einem Buffet Crampon 400 - das Modell, dass auch Yolande spielt. Sein Klang gefiel mir persönlich nicht so, wobei er gut und sicher spielte.
Yolande klang ganz anders auf ihrem Instrument mit ihrem Mundstück.
Natürlich ist ihr Klang für mich sehr vertraut, doch er gefällt mir auch sehr gut.

Mir zeigt es einmal mehr, wie unterschiedlich der Klang auf einem eigentlich identischen Instrument sein kann. Das Mundstück, das Blatt, die Blattschraube und nicht zuletzt der Spieler selber beeinflussen das, was man hört. Ebenso wichtig ist es, eine eigene Klangvorstellung zu haben, denn diese kann man durch "Hardware" unterstützen und hervorbingen.
Sollte man keine Ahnung haben, wie sich das Instrument anhört (anhören kann), ist alles andere vergebene Liebesmüh.

Montag, 4. Juli 2016

Zum Glück ist Island raus!

Schade um die Isländische Mannschaft.
Denen hätte ich einen Sieg über die Franzosen wirklich gegönnt.
Jetzt hat sie der Gastgeber rausgeworfen und mit 5:2 auch etwas vorgeführt.
Wobei ich mich nun frage, wenn Island England mit 2:1 rausgeworfen hat  - ist England jetzt wirklich sooooo schlecht gewesen, oder ist Frankreich sooooo viel besser? Oder war es einfach nur der falsche Tag für ein Spiel.

Wie dem auch sei.
Wenn die Deutsche Mannschaft gegen die Französischen Fußballer spielt und verliert - dann haben wir gegen eine der großen Mannschaften verloren und können mit einem weiteren Sieg den 3. Platz bekommen. (Was besser ist, als durch Verlieren den 2. geschenkt zu bekommen.)
Gewinnt die Mannschaft, dann steht das Finale bevor und mal wieder wurde der Gastgeber rausgeworfen - kennen wir ja aus Brasilien.

Aber hätte das Spiel gegen die Isländer stattfinden müssen, wären bei einem Sieg die hoffnungsfrohen Sympathieträger rausgeflogen und wieder wäre überall von der deutschen Übermacht die Rede.
Siegten dagegen die Isländer, wäre die deutsche Mannschaft dem gleichen Spott ausgesetzt, wie nun die Englische Truppe.

In diesem Sinne - danke, Frankreich! Ihr habt den deutschen Fußball vor einer Loose-Loose-Situation bewahrt.

Freitag, 1. Juli 2016

Brexi - das Ausstiegsmonster

Weiterhin fordern vereinzelte laute Stimme, das Referendum zu wiederholen.
Durchaus verständlich, hat ja selbst Mr Farage gesagt: eine knappe Entscheidung ist keine Entscheidung.

Was bringt eine zweite Abstimmung?
Selbst wenn nun eine knappe Mehrheit für den Verbleib wäre - ist das dann eine Entscheidung?

Der Schaden ist angerichtet, die Politik führungs- und kopflos.
Die großen Redner des Brexit stehen mit leeren Versprechnungen da und die EU sagt: Jetzt musst du springen!

Gäbe es wirklich ein zweites Votum mit dem Ergebnis, in der EU bleiben zu wollen - wie glaubhaft stände das großbritische Volk denn dann noch da?
Wie verlässlich wäre der Staat Großbritannien noch?
Die Position Extra-Wünsche äußern zu können, Sonderregelungen zu fordern und eine vorrangige Behandlung zu bekommen, ist verspielt.

Selbst jetzt sollen die vereinbarten Sonderregelungen nicht mehr in Kraft treten, wozu auch, denn GB verlässt die EU.

Es bleibt viel, viel zerschlagenes Geschirr zurück.
Ganz egal, wie es ausgeht.

Ich möchte an dieser Stelle gerne auf den Blog "London Leben" hinweisen.
Es ist interessant und erschütternd, was dort aus dem Herzen des British Empires berichtet wird.

Dienstag, 28. Juni 2016

Bud Spencer

RIP Bud Spencer.

Die Filme mit ihm und am liebsten die zusammen mit Terence Hill habe ich immer gerne gemocht - jetzt sehe ich mir die zusammen mit den Kindern an.

Meine "persönliche" Erinnerung und Verbundenheit mit Bud war sein Ausspruch, er nähme niemals Soße, denn die mache dick.
Aufgrund dieser Aussage habe ich jahrelang auf Soße verzichtet. :-)

Montag, 27. Juni 2016

Der Exit vom Brexit

Am Freitag hat uns alle der Brexit erschüttert - selbst das Vereinigte Königreich hat gebebt.
So sehr, dass viele Brexitianer plötzlich die Rolle rückwärts wollen.

Was mich am meisten "beeindruckt" - auf GMX ist der Brexit schon wieder komplett von der Titelseite verschwunden.
Ein Ereignis, dass die Möglichkeit in sich trägt, Europa ins wirtschaftliche und besonders politische Abseits zu bringen, findet bei einem großen Web-Portal nur unter "ferne liefen" ab und werden von biertrinkenden Frauen, seltenen Krankheiten oder dämlichen Fußballkommentatoren auf den hinteren Rang verdrängt.

Samstag, 25. Juni 2016

Brexit

Jetzt ist es soweit.
Die Braut hat die Scheidung durchgesetzt um den hässlichen Gatten loszuwerden.
Doch jetzt bekommt sie kalte Füße und will sich mit der Scheidung Zeit lassen.

So scheint es jetzt mit GB und ihrem unsinnigen Ausstieg aus der EU.
Bitte, bitte lieber EU-Politiker besteht auf einem fixen Ausstieg und keine Sonderwürste mehr für die Briten.
Wer gehen will, soll gehen dürfen. Er muss dann aber auch gehen und nicht versuchen, die Vorzüge so lange wie möglich zu genießen, während man sich um die Pflichten drückt.

Vor allem ihr anderen Freizeiteuropäer, die ihr jetzt auch die Rolle rückwärts proben wollt:
Bendenkt, dass England eine Insel ist. Auch haben die von dort aus über Jahrhunderte lang ein Weltreich gelenkt. Diese Qualitäten stecken noch in den historischen Mauern, aber das kann nicht jeder.
Sehr Euch erstmal an, ob das mit GB überhaupt funktioniert.

Vielleicht seid ihr in drei Jahren froh, noch in der EU zu sein und nicht zwischen USA, GUS, PRC und dem arabischen Block alleine dazustehen, weil die sich nicht um Zwergstaaten kümmern, sondern die Weltpolitik auf der großen Bühne machen, wo nicht jeder Jan Kees Zutritt hat.

Aus gegebenem Anlass ein kleines Liedchen für Euch Briten:



Freitag, 24. Juni 2016

Smart ohne Phone



Alle zwei Jahre mache ich eine Ersthelfer-Schulung. Da das über die Firma läuft, bin ich fein raus und werde kostenfrei immer auf den neuesten Stand gebracht. 
Ist auch nicht mehr mit Tageslichtprojektor und Folien, sondern es werden kleine Filmchen gezeigt.
Zwei sind mir sehr im Gedächtnis geblieben - das eine teile ich hier mir Euch:
Drei Freundinnen fahren im Kleinwagen, lachen, sind fröhlich und die Fahrerin tippt auf ihrem Smartphone (wohl noch eher ein Handy) herum.
Leider gerät sie in den Gegenverkehr.
Zack Bums – die Fetzen fliegen.
Wer schon mal einen Autounfall hatte, oder einen gesehen hat, sieht, dass die Bilder sehr realistisch sind.
Als der Wagen endlich zum Stehen kommt, sehen sich Fahrerin und Beifahrerin schwerverletzt an.
Ein Moment Stille – dann rast ein weiterer Wagen in die Beifahrerseite.
Es wird nicht ganz klar, aber es scheint nur die Fahrerin zu überleben.
Sehr eindrücklich sitzt sie eingeklemmt neben ihren toten Freundinnen schreit.

Im „gegnerischen“ Auto sitzt vorne eine Ehepaar – ein kleines Mädchen im Fond, das ebenfalls eingeklemmt ist und in einem fort ruft: „Papa, wach doch auf, Papa, wach doch auf.“

Wenn man eigene Kinder hat, ist das eine schreckliche Vorstellung, wenn der „allmächtige“ Papa, der sonst immer alles kann und „gutmacht“ plötzlich verunglückt ist.

In diesem Sinn – lasst Euer Smartphone in der Tasche, wenn ihr fahrt. 

PS: Der Film ist nach meiner Abschätzung (mindestens) FSK 16.
Aber vielleicht bin ich auch zu zartfühlend.