Dienstag, 29. Dezember 2015

Mehr als flüssig...

...nämlich überflüssig.
Wo ich ja gestern schon am meckern war, mache ich doch heute gleich einmal weiter.
Wie der eine oder andere vielleicht weiß, spiele ich Saxophon. Im Musikzug begleite ich Saxophonlernende soweit, bis sie bei uns mitspielen können. Ein Ersatz für einen "richtigen" Unterricht ist es zwar nicht, aber  - anders ist es fast unmöglich, Nachwuchs in den Musikzug zu bekommen.
Ein Knackpunkt beim Saxophonspiel ist immer das Instrument. Da habe ich schon das eine oder andere Mal drüber geschrieben.
Heute schreibe ich über ein Saxophon, dass ich als völlig überflüssig, ja unnötig erachte.
Wer sich meine Elegie antun möchte, kann HIER einen Blick auf das Corpus Delicti werfen.

Es handelt sich um ein abgespecktes Sopransaxophon.
Um es kurz zu machen - es wurden die tiefen Töne, die ganz hohen Töne und einige Hilfsklappen weggelassen. Das macht das Sax leichter und das Klappenwerk etwas übersichtlicher.
Die Knöpfe, die mit den Fingern gedrückt werden sollen, wurden farbig gestaltet. Somit kann man den Tönen Farben zuordnen und mit bunten Noten arbeiten. Die Farbe, in der eine Note aufgemalt ist, muss folglich gedrückt werden.
Lt. Verkäufer soll das Sax für Kinder ab fünf Jahren geeignet sein.
Der Preis liegt etwa bei der Hälfte eines "normalen" Sopransaxophons (Billigklasse).

Warum ich daran rumzumeckern habe?
Allgemein wird empfohlen, mit dem Saxophonspiel zu beginnen, wenn die bleibenden Schneidezähne ausgewachsen sind. Für alle, die keine Kinder haben - das ist zwischen 8 und 11 Jahren. Der Grund ist wohl, dass man eine Fehlstellung durch den Biss aufs Mundstück verhindern möchte.
Ob diese Einschätzung sinnvoll oder nicht ist, mögen alle Eltern für sich selber entscheiden.

Machen wir doch mal beim Faktor "Coolness" weiter. Bunte Tasten mögen mit fünf in Ordnung sein. Auch mit acht ist das wohl noch kein Problem - aber mit 10 wird sich ein Spieler in Grund und Boden schämen.
Zudem halte ich den pädagogischen Nutzen für gering - schließlich müssen für den Großteil der Töne mehrere Klappen geschlossen werden. Vielleicht kennt das jemand von der Blockflöte; für ein tiefes D muss alles "zu" sein, nur der rechte kleine Finger lässt sein Loch frei. Male ich jetzt eine schwarze Note (siehe Bild vom Saxophon), muss das Kind trotzdem wissen, dass alle anderen Tasten (außer dem rechten kleinen Finger) auch gedrückt werden müssen. Da sehe ich keinen großen Vorteil zu einer normalen Grifftabelle.
Abgesehen davon sind Grifftabellen immer nur ein Notbehelf - meine Schüler versuche ich dahin zu trimmen, dass sie keine Tabelle brauchen. Alle "seltenen" Griffe werden beim Warmspielen benutzt, da bleiben keine Fragen mehr offen. ;-)

Die Hilfsklappen machen das Leben leichter. Sie können bei einigen Tönen anstelle von komplizierten regulären Griffen genutzt werden oder vereinfachen Grifffolgen bei schnellem Spiel. Die Hilfsklappen haben sich in den letzen 100 Jahren als sinnvoll herausgebildet und viele andere Klappen, Tasten und Hebelchen, die in den 20ern bis 60ern ausprobiert wurden, sind wieder verschwunden.
Das "moderne" Saxophon ist also schon ziemlich optimiert. Wenn man die Hilfsklappen weglässt, fallen so einige Klappen weg, die selten genutzt werden und es dem Anfänger auch mal etwas schwer machen, schließlich muss er sich ja auch erstmal auf dem Instrument zurechtfinden.
Doch nach kurzer Zeit... - da komme ich gleich zu.

Auch die hohen Klappen braucht man eher selten, auf dem Sopran sind die auch besonders hoch.
Die ganz tiefen Töne gehören auch wieder zu denen, die kaum gebraucht werden.
ABER: Hier endet das Saxophon beim D - normalerweise folgen jetzt noch vier Klappen.
Für die Flötenspieler unter Euch: Das tiefe C fehlt auch. Der Ton, auf dem "Alle meine Entchen" beginnt.

Jetzt mag man einwenden, dass die ganz tiefen und die ganz hohen Töne wirklich selten benötigt werden, also eine gute Möglichkeit, Gewicht, verwirrende Tastenanzahl und Kosten zu reduzieren.
Doch jede Saxophonschule (siehe z.B. HIER) kommt früher oder später ans tiefe C und auch drunter, ebenso geht es in die Höhe - alles Töne die dann fehlen. Wie schon erwähnt, selbst bei "Alle meine Entchen" fehlt schon der Anfangston.

Sinnvoll wäre es gewesen, die Tasten  für die hohen und (besonders) für die tiefenTöne so zu gestalten, dass kleine Kinderhände die leichter greifen können. Selbst Jungendlich zwischen 10 und 16, sowie Erwachsene mit kleinen Händen haben da Probleme, weil moderne Saxophon in diesem Punkt einfach dämlich ausgeführt werden.
Denn es liegt auf der Hand - nach einem halben, nach einem oder spätestens im zweiten Jahr fehlen die Töne. Um die Hilfsgriffe mag man ja drumherumkommen, aber die anderen Töne gehören einfach dazu.
Ergo muss nach kurzer Zeit ein "vollständiges" Saxophon gekauft werden.
Bleibt man beim Sopran, kommen zu den bereits ausgegebenen 222 EUR noch weitere 400 EUR dazu.
Schon hat man die 600 EUR-Marke übersprungen und hat ein Instrument im Schrank liegen, dass eigentlich zu nichts zu gebrauchen ist.

Wer sagt da, dass 200 EUR in Ordnung sind, wenn man gar nicht weiß, ob das Kind dauerhaft spielt und dann hätte man weniger Geld aus dem Fenster geworfen, als hätte man gleich ein teures Instrument gekauft.

Viele Musikschulen und Instrumentenhändler bieten eine Mietkauf an.
Gegen monatliche Miete bekommt man ein Saxophon und wenn man dann etwas eigenes kaufen möchte, wird ein Teil der Miete auf den Kaufpreis angerechnet. Das ist allemal sinnvoller.
Oder es wird halt doch ein günstiges Instrument angeschafft, dass später über E-Bay weiterverkauft werden kann. Der Verlust ist zwar auch groß, aber nicht mehr oder weniger, als beim "vereinfachten" Instrument, das später - ich prophezeihe es Euch - wie Blei im Schrank, auf dem Dachboden, im Keller, selbst auf dem Flohmarkttisch liegen wird.

Wer bis hier gekommen ist, den könnte auch DIESER BEITRAG interessieren.

Montag, 28. Dezember 2015

Mrs. Bombastic

Wer nun meint, hier Anzüglichkeiten lesen zu können, der kann schon jetzt enttäuscht wegklicken. 

Priscilla, eine Freundin von Françoise brachte als kleines Weihnachtespräsent selbstgemachte Orangenmarmelade mit. 
Selbstgemachte Marmelade (jaja, auch Konfitüre...) wird bei uns hochgeschätzt. 
Nach Priscillas Worten schmecke ihre Marmelade "bombastisch", die Gläser für den Eigenverbrauch wären bereits leer. Als einzige Einschränkung wäre anzumerken, dass die Marmelade etwas flüssig geblieben sei.

Heute habe ich zum Frühstück endlich gewagt, die Marmelade zu probieren. 
Mein Fazit: Süß, flüssig, schmeckt wie eingedickter Organgensaft (der aus der Tüte/aus der Flasche, nicht der selbstgepresste).

Einige Jahre hat Françoise zu Weihnachten selber Orangenmarmelade gemacht; Orangen selbst ausgepresst, Gewürze zugefügt und mit viel Gefühl eingekocht. Die hätte das Prädikat bombastisch verdient.
Aber das sind Klassen, die man gar nicht miteinander vergleichen kann. 
So wie Formel 1 mit der Cart-Bahn um die Ecke.

Wo ich gerade bittersüß am austeilen bin:

Zu einem Geburtstag baten wir Peggy eine Torte mitzubringen. 

Tat sie auch - einen Käsekuchen mit Fruchtirgendwas. Durchaus das, was abgesprochen und vorgesehen war. 
Aber leider in einer Qualität, die ich nicht abliefern würde. Der K.kuchen war nicht schlecht und schmeckte auch. Aber mehr als ein "OK" bekam er nicht von mir. Er war zu feucht und war schlecht zu schneiden. Tatsächlich hätte ich in so einem Fall eher etwas vom Bäcker geholt, als diesen Kuchen abzuliefern.
Nein, mir gelingt auch nicht alles und auch bei mir geht mal etwas schief. 
Aber ich habe gelernt und backe, wenn es drauf ankommt, Sachen, die ich kann - keine Experimente. Das kann ich mir für Tage aufheben, wo ich nur aus Spaß für uns etwas backe. Einmal habe ich Françoise' Geburtstag mit so einer riskanten Aktion fast ins Wasser fallen lassen. Einmal und nie wieder. 

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Frohe Weihnachten!

Frohe Weihnachten allen Lesern und allen Nichtlesern.
Der ganzen Welt.
Und Frieden auf Erden!

Sonntag, 20. Dezember 2015

Es begab sich aber zu der Zeit...

... als es noch Ost und West gab, an den Grenzen noch kontrolliert wurde und relativ einfach zwischen Guten und Bösen unterschieden werden konnte.
Da lebte ich im Zollgrenzbezirk. Ein Streifen rum um Deutschland, in dem der Zoll jeden und alles zu jeder Zeit ohne Angabe von Gründen überprüfen durfte - einzig der Verdacht, etwas geschmuggelt zu haben reichte aus.
So kam es, dass mein Vater, sein Bruder und einige Freunde (Emanzipation gab es damals noch nicht), alljährlich in ein kleines Gasthaus kurz vor der Grenze fuhren, eine Kleinigkeit tranken und dann am nahegelegenen kleinen Grenzposten in den Nachbarstaat eindrangen.
Dort wurden einge Tannenbäume erlegt, der Förster bekam 10 Mark für jeden Baum und die Mannen kehrten auf das eigene Territorium zurück, um zunächst im Gasthaus noch einiges zu konsumieren, später den Baum daheim abzuliefern und anschließend eine Männertour durch verschiedene Kneipen zu machen.

Der Tannenbaum wurde stets im (neudeutschen) Carport gelagert, geschützt vor Schnee oder Regen und wartete dort auf den nächsten Tag, wo er aufgestellt werden sollte.

Eines nächsten Morgens jedoch war der Platz an dem tags zuvor der erlegte Baum abgeladen wurde leer.

Da ein toter Baum nicht mehr laufen kann, muss ihn jemand gestohlen haben.
Tatsächlich - wer stiehlt einen Weihnachtsbaum? Gibt es keinen Anstand mehr unter den Menschen.
So musste mein Vater am 23. Dezember noch los, um einen Baum zu KAUFEN! sowas hat es seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben.

Seitdem wanderte der Baum in die Garage und lag nicht mehr frei herum.

Tatsächlich haben wir bis 2005 weiterhin dort geschlagen, bis ein neuer Förster kam, der nicht wollte, dass wir dort Bäume schlugen.
Wir suchten einen anderen Forst, aber die Tradition schlief ein, als mein Vater starb. Sicherlich auch, weil es dort nicht mehr recht Bäume in passender Größe gab.

Geblieben ist aber, dass wir unseren Baum erst wenige Tage vor dem Fest frisch vom Feld holen. Das ist hier möglich, auch wenn es kommerziell und nicht so wildromantisch wie *damals* zugeht.

Früher hatten wir immer Rotfichten, die ganz böse gepiekst haben. In der Zwischenzeit sind ja nur noch Nordmanntannen zu bekommen. Bäume für Weicheier. Sorry, aber Rotfichten riechen besser, sind stabiler und oft schöner im Wuchs. Dafür sind sie aber auch stachelig und verlangen mehr Hingabe beim Schmücken.

So denke ich dieser Tage oft an die alte Gemeinschaft und an das jährliche kleine Abenteuer im Winterwald.

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Der Yeti schreibt Weihnachtspost

Zuerst hole ich die Weihnachtskarten.
Anschließend koche ich Tee.
Karten sortieren.
Liste ansehen, die einfachsten Adressaten raussuchen.
Erste Karten schreiben.
Tee trinken.
Lucky Luke-Comic lesen.
Erledigte Leute von der Liste streichen.
Tee "wegbringen".
Liste erneut durchsehen.
Karten schreiben an die, die bereits geschrieben haben und auf deren Post Bezug nehmen.
Aus dem Fenster starren.
Keine gute Idee in Sicht.
Schreibe imaginäre Karte und lasse meinem Frust über dieses dämliche Kartenschreiben freien Lauf.
Schreibe eine weitere Karte und versuche positiv über das Wetter zu schreiben.
Neuer Tee.
Kekse.
Weiterer Lucky Luke-Comic.
Sehe Karten noch einmal durch.
Suche die hässlichsten raus und versuche damit einen Aufhänger zu haben, um einen kurzen Text zu schreiben.
Kekskrümel vom Tisch wischen.
Geschriebene Karten durchsehen.
Weitere Karte geschrieben - schreibe über Kekse.
Nehme mir vor, jetzt den Rest einfach fix zu schreiben.
Starre aus dem Fenster - wird schon dunkel.
Hole die Kiste mit Briefmarken und frankiere die fertigen Karten.
Überlege mit dem Stift im Anschlag, was ich schreiben kann.
Sortiere die Karten nach Farbe.
Fange wohlgemut mit der Anrede an.
Sortiere die Karten neu - diesmal nach Größe.
Setze einen Stempel mitten auf die Karte, so habe ich nur noch wenig Platz zum schreiben.
Sortiere Karte nach Adressen und Alphabet.
Male Frau Merkel in der Zeitung einen Schnurrbart - ist ja sehr modern.
Beende endlich die gestempelte Karte.
Nur noch eine Karte und ich habe es geschafft.
Lege fröhlich los und verschreibe mich.
Falte einen Papierflieger aus einer Weihnachtskarte.
Neuer Versuch.
Hole noch einen Tee.
Suche den Kugelschreiber - ist unter den Tisch gerollt.
Todesmutiger neuer Versuch.
Einfach munter schreiben.
Irgendwie wirds doch was.
Letzte Briefmarke aufkleben.
Festliche Erleichtung macht sich breit.

Bis nächstes Jahr :-)

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Ist das Tee??

In einem Tee-Ratgeber der 70er Jahre las ich, man möge Omas Tee-Ei doch bitte aus dem Fenster werfen und wenn es in 1000 Stücke zerspränge, solle man sich erleichtert und frei fühlen.
Denn Tee benötige Raum, um sich entfalten zu können.
In einem Tee-Ei sei aber dieser Raum nicht gegeben und so käme das Arome nicht zur Geltung.

Nun, wir sind jetzt in einem neuen Jahrtausend.
Das Tee-Ei ist passé!

Jetzt gibt es Tea-Sticks!








Etwas Tee in einem Plastikröhrchen mit Löchern.
Wohlgemerkt ist es BIO-Tee.
Wieviel Bio noch übrig ist, wenn man den armen Tee in ein Plasteröhrchen stopft, möchte ich gar nicht wissen.

Eines ist mir aber klar: Der Tee hat keinen Raum um sich zu entfalten.
Ob das Plastik evtl. Gifte an das Teewasser abgibt, kann ich nicht sehen oder schmecken. Die Befürchtung ist aber doch da.
Eine Verwertung im Kompostwerk ist auch nicht möglich - das ist Restmüll, der verbrannt wird.
Total Bio!

Da wäre mir ein Tee-Ei wirklich lieber - so wie damals, in den 70ern...

PS: Diesen unseligen Kram habe ich geschenkt bekommen. Kein Gedanke daran, dass ich es mir selber kaufte!

Dienstag, 15. Dezember 2015

Frohe Weihnachten

...tatsächlich.

Mit dieser Botschaft anstelle einer Zielangabe kam mir heute morgen ein Bus entgegeben.

Montag, 14. Dezember 2015

...immerhin ein warmes Plätzchen!

Dieses Jahr habe ich nur wenig gebacken.
Die Arbeit nimmt viel Zeit in Anspruch, daher bin ich abends nicht mehr
recht in Stimmung, noch was zu machen und die Wochenenden sind auch gut gefüllt.
Aber etwas an Weihnachtsplätzchen muss ja doch sein:
Ich habe die "Spekulatius" ausprobiert, die eine Nachbarin in meinen Kindertagen gebackenhat. Das Rezept liegt schon seit Jahrzehnten bei mir und kam nie zum Zuge. Eigentlich handelt es sich um eine Variation der beliebten Ausstechplätzchen, die schmecken auch gar nicht nach Spekulatius, aber sind mal etwas anderes, als die ewigen Butterplätzchen.

Butterplätzchen mussten dann aber doch noch sein - denn Yolande verschenkt an Kumpels und Kumpelinen Tütchen mit Keksen.
Alle sorgsam mit Widmung versehen; TCM sei Dank - wir haben "Plätzchen-Buchstaben-Stempel...!

Zu guter Letzt habe ich auch noch Himbeerkringel gebacken - nur mit Aprikosenmarmelade anstelle von Himbeer.
Die haben einer Kollegin von Françoise so gut gefallen, dass wir noch eine weitere Fuhre nachgeschoben haben.

Jetzt reicht das aber auch.
Dieses Jahr gab es keine Pfefferkuchen, keine Haselnusskekse, kein Pfefferkuchenhaus und kein Schwarzweiß-Gebäck.
Auch keine Zimtsterne, keine gefüllten Lebkuchenschnitten und keine Elisenlebkuchen.

Nächstes Jahr...
Mal sehen, ich hätte da so einige Ideen.
:-)

Montag, 7. Dezember 2015

Witzig!

Heute auf die Statistik geguckt und gesehen, dass ich 12.345 Zugriffe hatte.

Das passiert mir wohl kein zweites Mal...

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Verkehrssicherheit

Manchmal frage ich mich wirklich, ob diejenigen, die in Sachen Verkehrssicherheit etwas zu entscheiden haben, wirklich wissen, was sie da tun.

Ein wirklich großes Ärgernis sind die Blinker heutiger Autos.
Designmäßig toll integriert und so unauffällig, dass sie auch kaum wahrgenommen werden. Tiefpunkt war der Blinker dem Frontscheinwerfer des Golf IV eingebaut war - viel besser ist es aber nicht geworden.
Wer bei Regen, latent beschlagenen Scheiben und vielen Autos mit Scheinwerferlicht auf der Straße unterwegs ist, kann manchmal erst im letzten Moment erkennen, ob da eine blinkt oder nicht.

Andere blinken vielzuviel.
Tieflader, die mit großer Fracht unterwegs sind, müssen ja anscheinend ein auf Augenhöhe (von nachfolgenden Fahrern) montiertes gelbes Rundumblinklicht montiert haben.
Ist ja richtig, dass die Rückleuchten solcher Fahrzeuge oftmals niedrig sitzen, verdreckt sind und auch viel zu klein ausgelegt wurden. Somit ist der Tieflader durch die orange Lampe schon von weither gut zu sehen.

Aber wer dahinter fahren muss und nicht überholen kann, weil die Straße glatt, kurvig, im schlechten Zustand ist oder Überholverbot herrscht, wird dauerhaft geblendet.

Dient das wirklich der Verkehrssicherheit, wenn man bei Autos die gewünschte Richtungssänderung nicht sehen kann, während einen LKWs dazu verdammen, im Blindflug hinter ihnen herzuschleichen?

Es gab mal etwas, dass sich "gesunder Menschenverstand" nannte - im Zuge von Regulierungswahn und politischer Korrektheit ist der aber wohl allgemein abhandengekommen.

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Bibi-Girl - die Zweite

Je länger ich über Puppen, die drahtlos mit dem Router und somit mit der Weltöffentlichkeit vernetzt sind, nachdenke, um so irrer finde ich die ganze Sache.

Selbst wenn ich den Spielzeugunternehmen glaube, dass die Kindergespräche sicher sind und auch nur anonym ausgewertet werden, um das "Spielerlebnis zu verbessern", beschleicht mich ein unangenehmes Gefühl.

Bibi-Girl soll dem Kind antworten.
Aber was antwortet eine ferngesteuerte Puppe auf die Fragen eines Mädchens?
"Mustafa und ich habe hinter der Pausenhalle geknutscht - was mache ich, wenn ich jetzt Kinder bekomme?"

"Letzte Woche hat Anton mit mir geknutscht - diese Woche mit Jolie-Jaqueline - außerdem hat er seinen Pipimax mit dem von Mustafa verglichen - was mache ich, wenn die beiden miteinander knutschen?"

"Mama und Papa streiten so oft - ob sie sich scheiden lassen wollen?"

Manche Fragen muss ein Kind vielleicht gar nicht beantwortet haben, andere dürfte es im Vertrauen an seine Eltern stellen - übernimmt Bibi-Girl nun diese Aufgabe? Liegt die Aufklärung der Kinder nun in der Hand eine Gummipuppe, die standardisierte Antworten abspult?

Oder antwortet sie folgendermaßen:
"Es ist in Ordnung mit Jungs zu knutschen - wichtig ist ein kussechter Lippenstift. Bitte Deine Mutter Marke XYZ zu kaufen - das ist das richtige für dich."

"Es ist schlimm, wenn Mamas und Papas streiten - es hat nichts mit dir zu tun.
Übrigens fühle ich mich viel besser, wenn ich neue Klamotten habe. Warum gehen wir nicht zusammen shoppen? Die neue Kollektion von XYZ ist raus - vielleicht können wir bald im Partnerlook gehen?"

Bekommen die Eltern nur die Aufzeichnungen der Kinder-Äußerungen oder auch die Antworten?
Welchen Einfluss nimmt ein Spielwarenunternehmen auf mein Kind und kann ich deren Sprachbotschaften kontrollieren?

Da will man seine Kinder vor schädlichen Einflüssen bewahren, sondert Bücher und Filme nach Eignung und Altersstufen aus und durch die Hintertür setzt man dann eine ganz neue Einflussquelle direkt ins Kinderzimmer...


Was die Sicherheit anbelangt - gerade wurde eine App von VTech gehackt und lauter Kinderdaten (Name, Geschlecht, Alter) sind abgegriffen worden.
Sicher sind Daten nie, aber so unsicher wir heutzutage waren sie auch nie.

Dienstag, 1. Dezember 2015

Türchentag

Zum Advent gehört der Adventskalender.
Sozusagen eine Sichtbarmachung der Zeit.
Während Türchen für Türchen geöffnet wird, nähert sich unaufhaltsam der Tag der Bescherung.

Yolande bevorzugt selbstgemachte Kalender mit Kleinigkeiten, gerne auch mit dunkler Schokolade.
Dieses Jahr war es, so sagte mir Adventskalenderfrau Françoise, noch schwieriger als in den Jahren zuvor, überhaupt Zartbitter oder dergleichen zu finden.

Pflegeleichter ist Victor, Playmo oder Lego ist nicht mehr dran - jetzt sind es die ??? - jeden Tag ein neues Rätsel.

Victor hat auch für uns wieder etwas gebastelt - unter 24 Post-its sind 24 Irgendetwas versteckt. Bilderchen, Wörter, Hinweise, Aufkleber.
Etwas unkonventionell, aber mit Liebe und bedacht gefertigt.

Da fällt mir ein, dass ich noch einen Tannenbaum besorgen muss, eine Ente bestellen, und auch den sonstigen Bedarf an Lebensmitteln noch etwas planen muss.

Seid gewarnt! dieses mal ist es ein wirklich langes Wochenende!
Drei ganze Tage kann man nicht einkaufen.
Es wird das Chaos schlechthin werden.

Am Adventskalender kann man ablesen, wann es losgeht...

Montag, 30. November 2015

Hallo, mein Name ist Bibi-Girl

Wo ich länger darüber nachdenke, weiß ich gar nicht, ob die Puppe wirklich "Bibi-Girl" hieß - aber es war und ist ein Name, der in diese Richtung geht. 

Es ist die Puppe, mit der die grauen Männer Momo "ruhigstellen" wollten und ihr nicht nur diese schenkten, sondern auch Zubehör, Freundinnen von Bibi-Girl und noch mehr Zubehör.

Aber Momo konnte mit dieser Puppe gar nicht spielen.
Schließlich konnte sie nicht mehr sagen als ihren Namen, dass sie gerne spielen möchte und mehr Sachen haben möchte.

Wie sehr Michael Ende doch den Wahnsinn der heutigen Zeit vorhergesehen hat: Kinder, die nur noch "spielen" können, wenn sie animiert werden.
Gab es doch Zeiten, da genügte ein Puppenkopf und ein aus alten Lumpen zusammengeflickter Körper, dem ein Kleidchen übergezogen war.
Mädchen konnten damit "feine Dame beim Kaffeetrinken" spielen, oder "(Vater,) Mutter, Kind", oder Schule, oder Erziehungsmethoden, oder Weltenentdecker, oder Superhelden, oder auch einfach nur mit der Puppe die Sorgen und Freuden eines Kinderdaseins besprechen.

Mit sprechenden und vernetzen Puppen (allen voran Barbie) soll das Kind heute ein besseres Spielerlebnis haben.
Die Puppe antwortet auf das, was das Kind sagt.
Wo ist der Fortschritt? Puppen und Stofftiere haben immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Allerdings waren ihre Antworten oft Reflektionen des Kindes selber, Reflektionen ihrer Persönlichkeit und ihrer Umwelt.

Seltsamerweise haben viele Puppen und Kuscheltiere aus Kindertagen ihren Weg ins Erwachsenenleben gefunden.
Werden gepflegt, gestopft, gewaschen, repariert und haben einen Platz auf dem Sofa gefunden, manche noch immer im Bett und einige sind zwischenzeitlich in den Besitz von Kindern oder Enkeln gewechselt.

Ob das mit den sprechenden Elektro-Zombies auch funktionieren wird?

Nur zum Schluss - was macht ein Spielwarenhersteller mit aufgezeichneten Kindergesprächen?
Nichts - ganz klar. Er verwahrt sie uneingennützig und stellt sie regelmäßig den Eltern zur Verfügung.
Wobei ich einsehe, wie reizvoll es für Eltern ist, manchmal Mäuschen zu spielen, wenn die Kinder unter sich sind - doch wo bleibt dann noch Raum für Kindergeheimnisse? Wo doch das Leben der Kleinen schon von Geburt an durch Handykameras dokumentiert und veröffentlicht wird?

Ich mag ja ein Bedenkenträger und Meckerpott sein - aber mir scheint, dass viele Menschen nur ungenügend über die Konsequenzen ihres Handelns nachdenken und ihren gesunden Menschenverstand bei Ebay versteigert haben.

Donnerstag, 26. November 2015

Im Wagen vor mir fährt ein junges Mädchen...

... mit 40 km/h.

Kein Wunder, es war spiegelblank auf der Straße.
Ich bin da nicht so empfindlich, aber wenn der Wagen auf gerader Strecke anfängt ein Eigenleben zu entwickeln, fahre sogar ich langsamer.

Das Mädchen im Hutschelfutschel habe ich dann doch überholt. Sie sah nicht sehr glücklich aus. Vielleicht ihre erste Fahrt auf glatter Fahrbahn.

Wenn ich daran denke, dass Yolande bald fahren wird - mir wird dann doch etwas komisch dabei.

Montag, 23. November 2015

Schneefee

Victor hat sich beschwert.
Der November war zu warm und er wartet auf Schnee.
"Dieses Jahr schneit es nicht mehr!", sagte er beim Frühstück.
Françoise hielt dagegen und bot eine Wette an; wenn es dieses Jahr (bis incl. 31.12 um 23.59 Uhr) schneit, muss Victor einen gemütlichen Vorlesenachmittag organisieren: Termin planen, Naschkram kaufen und Geschichte aussuchen.
Schneit es nicht, ist Françoise "dran".

Victor willigte ein.

Zwei Stunden später schneite es.

Manchmal ist mir diese Frau unheimlich.

Freitag, 20. November 2015

In den eigenen Schuhen...

Mein Altsaxophon hat Anna, weil die Gurke vom Musikzug derart mistig ist, dass es eine Zumutung ist, darauf zu spielen.
Mittelfristig soll sie auf Tenor umsteigen, aber bis dahin muss sie noch ein wenig sicherer werden und da ich zwei Annas unterrichte, ist es einfacher, wenn wir alle Instrumente einer Stimmung spielen.

Auf der anderen Seite bedeutet es, dass ich kein Alto mehr habe und wenn ich eine s brauche, muss ich es entweder bei Anna "ausborgen" - was mit Fahrerei und Aufwand verbunden ist oder ich muss Yolandes Sax nehmen.

So geschehen auf dem letzten Konzert.
Bei einem Lied werde ich gebeten, Alto zu spielen, umd die eigentliche Altospielerin zu unterstützen.
Jetzt also mit Yolandes wunderhübschem Buffet Crampon-Altsaxophon.

Dummerweise kann ich auf dem nicht so gut spielen.
Oder ihr Sax verträgt sich nicht mit meinem Mundstück.
Oder ich bin es gewohnt, auf dem ollen Amati-Alt richtig Druck zu machen, weil es ein "hard blowing sax" ist, daher puste ich zuviel Luft durch das eher leicht ansprechende Buffet.
Oder, oder, oder...

Auf jeden Fall habe ich Probleme gehabt, einige Töne so zu spielen, wie ich sie hätte haben wollen, ganz zu schweigen davon, dass die Ergonomie meines Saxophons doch anders ist, als die einer modernen Selmer-Kopie, irgendwie passt das alles nicht so recht zu mir.
Das ist so, als sollte man plötzlich in den Schuhen von jemand anderem laufen oder mit einem englischen Auto fahren.

Vielleicht muss ich Anna noch etwas mehr antreiben, damit ich mein Alto bald wiederhabe...

Donnerstag, 19. November 2015

It's Misty Outside!

Natürlich ist es gar nicht "misty" (=nebelig).
Aber es ist Mistwetter - es stürmt, es regnet, es hagelt, es gewittert.
Etwa in der Reihenfolge, teils mit Überschneidungen oder auch alles zugleich.

Dass es "misty outside" ist, haben mir übrigens weder Yolande noch Victor abgenommen. Yolande rollte nur mit den Augen, Victor hat mich ganz trocken korrigiert.

Mittwoch, 18. November 2015

Fronkreisch!!

Nach den Ereignissen in Paris fällt es sogar mir schwer, mit dem üblichen sinnfreien Geblödel, das ich sonst so fabriziere weiterzumachen.

Ist mir irgendwie so gar nicht nach.

Andererseits schon - schließlich fehlt mir die Zeit für sinnvolle Beiträge, die auch etwas Tiefsinn haben und nicht nur so dahingeschludert sind.

Wenn ich darüber nachdenke, das wir viele, viele Muslime in Deutschland leben haben und der Koran anscheinend nicht nur Frieden predigt, wäre es vielleicht doch einen Gedanken mehr wert, über einen verbindlichen Koranunterricht für Schüler muslimischen Glaubens nachzudenken.
Einen, der von Imanen durchgeführt wird und der die verschiedenen Glaubensrichtungen ohne Bewertung erklärt und ihre Gemeinsamkeiten und Besonderheiten darlegt.
Da am Koran nichts kritisiert werden darf, ist eine kritische Auseinandersetzung mit der Schrift sehr schwierig. Da muss ein Weg gefunden werden, wie jungen Menschen auf ihrer schriftlichen Glaubensgrundlage dennoch eine Möglichkeit gegeben wird, religiöse Aussagen verschiedener Coleur zu betrachten und zu bewerten.
Ziel muss es sein, der Radikalisierung entgegenzuwirken, indem die Jugendlichen selber denken und auch kritisch hinterfragen dürfen.

Bedenken wir, dass auch die Aufklärung im "christlichen Abendland" noch lange nicht am Ziel ist.

Donnerstag, 12. November 2015

Aus die Maus!

oder: Alle Jahre wieder!
oder: Mausefallen für Tierfreunde

Sie sind wieder da!
Mäuse auf dem Dachboden oder besser gesagt, in der Zwischendecke.
Wieviel Lärm die kleinen Biester machen, glaubt man nur, wenn man es selber gehört hat.

Also wurden am Sonnabend die Mausefallen wieder rausgekramt und um halbtote Mäuse zu vermeiden habe ich mir etwas nettes ausgedacht.

Zwei Bretter (ich habe ein sowieso schon "versautes" Stück Profilbrett genommen) mit ca. 20 cm Länge mit einem Dach versehen - so entsteht ein Tunnel in dem die Mausefalle zwar eng, aber ohne Beeinträchtigung der Zuschnappfunktion stehen kann. Damit die Maus wirklich nur von der "richtigen Seite" hineinlaufen kann, wird ein Ende verschlossen.

Warum der Aufwand?
Jetzt ist der Todeskandidat gezwungen auf geradem Wege auf die Falle zuzulaufen und das Ergebnis ist (wenn die Falle auslöst) ein sauberer Genickbruch und ein sofortiger Tod.

Warum das tierfreundlich ist?
Wer schon einmal eine Maus in einer Falle gesehen hat, die schräge reingelaufen ist, oder gar über das falsche Ende rübergeklettert ist, weiß es schon.
Eine Maus mit zerschmetterter Schulter oder eingeklemmtem Hinterteil oder sonstwie lebend in einer erbarmungslosen Falle steckend, ist Tierquälerei.
Es nützt auch nichts, die wieder freizulassen - die verrecken elendig.
Also muss man die selber totmachen - macht zumindest mir keinen Spaß, aber das Leiden muss beendet werden.

Warum nicht lebend fangen?
Eine Lebendfalle sollte alle zwei Stunden kontrolliert werden, damit das Tier nicht verhungert oder verdurstet. Das kann ich nicht leisten - weder tags- noch nachtsüber.
Somit wären wir wieder bei der Tierquälerei.

Übrigens hatted die Maus und ich wirklich Glück.
Sie ist kurz uns schmerzlos wie geplant erlegt worden und es scheint wirklich nur eine einzelne Maus gewesen zu sein.
Nächtens ist es wieder ruhig und die anderen Fallen wurden nicht angegangen.

Hoffen wir mal für die Mäusewelt, das keine andere den geheimen Eingang zu unserem Dachboden findet!

Mittwoch, 11. November 2015

Wie immer!

Der DFB-Kasper hat seinen Hut genommen - endlich möchte man sagen. Denn anscheinend hatte er den ja nie dabei.
Gleichzeitig hat er die "politische Verantwortung übernommen".
Auf Deutsch heißt das so: Jahrelang Geld eingestrichen, den Hals nicht vollbekommen, den Karren in den Dreck gefahren und als alles auffliegt, zurücktreten und anderen die Drecksarbeit überlassen, alles wieder in Ordnung zu bringen.

Dienstag, 10. November 2015

Verraucht!!

Es gibt wirklich schöne Beiträge, die ich nicht mehr schreiben konnte.
So wollte ich heute Nachmittag unter der Überschrift "Helmut Schmidt ist tot" bitterböse aufdecken, dass Horden von Schreiberlingen schon einen fertigen Nachruf in der Schublade liegen haben und nur noch darauf warten, dass er seinen letzten Atemzug tut, um dann als rufen zu können: Schon fertig!

Leider hat er mir diese Pointe etwas verdorben.
Ob ich ihm böse bin?
Nein, ganz sicher nicht.
Ich werde ihn vermissen, ganz ehrlich - er ist einer der letzten großen Politiker und steht für eine Zeit, in der Politik noch "gestalten" hieß und nicht "sich vier Jahre bis zur nächsten Wahl durchmogeln!".

Ruhe in Frieden.

Samstag, 7. November 2015

Verräterisch

Wie verräterisch doch "Neudeutsch" ist.

Auf GMX steht die Schlagzeile "Sie battlen um die "Voice"-Krone".
Abgesehen davon, dass es immer etwas schräg ist, englische Verben deutsch zu beugen, wird das wahre Ausmaß klar, wenn man diesen Satz laut vorliest:
"Sie betteln um die Veußkrone" - was auch immer eine "Veußkrone" sein soll - schließlich gibt es in der Sendung gar keine Krone - weiß aber anscheinend keiner der Kandidaten, darum betteln sie auch darum, selbige zu bekommen.

Bei uns sitzen Bettler auf der Straße, was an sich schon schlimm genug ist.
Aber öffentlich im Fehrnsehen um eine nichtvorhandene Krone zu betteln -
deutsche Unterhaltung, wie tief bis Du gesunken????

Donnerstag, 5. November 2015

Milchmädchen, ahoi!

Wir leben zu viert in einer Handvoll Räume.
Unser Geld reicht gerade so vom 1. bis zum 31.

Jetzt kommen vier weitere dazu, die mit uns in unseren paar Räumen untergrbracht sein wollen, aber es gibt kein Geld draufzu - allerdings müssen wir für Wasser, Speise und Trank für alle (mittlerweile acht Menschen) aufkommen.

Mal kurz überlegt: Geht das gut?
Nein!
Warum nicht?
Weil es kurzfristig nicht mehr genug zu essen gibt und Strom und Wasser gesperrt werden, weil nicht mehr gezahlt wird, gibt es ein großes Hallo.
Jedes Milchmädchen könnte diese Rechnung nachvollziehen.


Warum überrascht und die Zeitung dann mit dieser Schlagzeile:
"Flüchtlinge belasten kommunale Haushalte"

???

Das ist doch jedem klar - vom Bund kommt nicht mehr Geld und die Kommunen sind seit Jahren an der Grenzen zum Bankrott.
Aber etwas sinnvolles passieren tut nicht.
Nur die eherne Parole: "WIR SCHAFFEN DAS!" hallt über unseren Köpfen.
Immerhin haben es auch geschafft, "blühende Landschaften im Osten" hin zubekommen.
Es fehlt ein Konzept, es fehlt Geld, es fehlt Perspektive.

Das sieht jeder, ob er nun hilft oder nicht - doch warum darf es nicht auch ganz klar so benannt werden?

Dienstag, 3. November 2015

Die Zombies kommen!

Am Wochenende von Halloween (mistiger Ami-Kram! - feiern wir demnächst auch noch Independence Day??) waren wir in Stuttgart um Freunde zu besuchen.
Beim Bummel duch die Einkaufsstraße kam auf einmal eine Horde grölender und taumelnder Untoter auf uns zu.
Es war ein "Zombiewalk" - eine (ebenfalls) aus Nordamerika importierte Idee.
Die Kostüme reichten von "wirklich gut gemacht" bis hin zu "netter Versuch".
Als Eltern finde ich es allerdings doof, diese Rotte durch die Straßen ziehen zu lassen, denn auch Kinder, die deutlich jünger als Victor sind, waren noch zugegen. Da werden einige Familien unruhige Nächte verbracht haben.
Muss das sein?

Das war nun meine persönliche Empfindsamkeit, die (ich nehme an, überwiegend jugendlichen) Teilnehmer machen, sich wohl keine Gedanken drum und haben hauptsächlich ihren (persönlichen) Spaß im Sinn.

Damit komme ich dann auch schon zum zweiten Punkt:
Was soll das eigentlich?
Wikipedia war da nur wenig aufschlussreich.
Es steht keine politische, weltanschauliche oder moralische Einstellung dahinter.
Es geht nicht um Frieden, Gerechtigkeit oder soziale Ausgewogenheit.
Es hat nichts mit unserer Kultur, Sprache oder Musik zu tun.
Also noch einmal: Warum?

Ich bin gar nicht gegen Dinge, die unsinnig sind. Aktionen, die unpolitisch sind und nur der Unterhaltung dienen. Auch wenn etwas zur persönlichen oder gemeinschaftlichen Zerstreuung getan wird - bitte, gerne.

Doch einen Zombiewalk mit hundert oder mehr Teilnehmern zu organisieren - der ja auch in anderen Städten stattfindet - bitte erklärt es mir, was das soll.
Ich bin wohl zu alt, um es ohne Unterstützung zu verstehen.
Erklärt es mir so, als sei ich fünf Jahre alt - dann kann ich es vielleicht begreifen.

Montag, 2. November 2015

Fast schon unheimlich!

Schreibe ich nicht gerade noch, dass meine Besuchszahlen im Keller sind?
Da kommt Allerseelen und schon stehen an einem einzigen Tag 40 Zugriffe in der Statistik.
Wieder fällt kein Beitrag besonders auf, also muss eine Suchmaschine einmal hier und da gesucht haben, um etwas belastendes zu finden.

Fallen Euch auch sondersame Zugriffsspitzen auf?

Freitag, 30. Oktober 2015

Totaler Absturz!

Da ich im Oktober fast nicht zum Schreiben gekommen bin, sind auch meine Leserzahlen in den Keller gegangen.
Sowenige Klicks hatte ich seit Jahre nicht mehr.

Ich werde versuchen wieder präsenter zu sein.
:-)

Dienstag, 27. Oktober 2015

lesen lernen - Noten lernen

Wie lernt man lesen, wie lernt man Noten?

Beim Lesen werden erst Buchstaben erkannt, dann Wörter erlernt und irgendwann erfassen die Augen (oder besser das Gehirn) das komplette Wort, wodurch der Lesefluss erheblich beschleunigt wird.

Ähnlich ist das bei Noten - erst müssen die Noten erlernt werden, dann die verschiedenen Notenphrasen erkannt und umgesetzt werden.
Die Schwierigkeit liegt darin, dass - im Gegensatz zur Schrift - die Noten nicht nur verschiedene Werte haben (also verschieden lang sind), sondern auch noch unterschiedliche Tonhöhen haben.

Dies wird in der Schrift nicht erfasst und muss aus dem Zusammenhang und der Erfahrung heraus erkannt werden.
Musik ist in diesem Falle eindeutiger und damit eigentlich auch einfacher, als reine Schrift.

Der Schüler muss dennoch die Sprachmelodie erlernen und einsetzen. 
Es muss die Melodie erkannt und gestalten werden.

Das ist ganz ähnlich wie in der Sprache, auch gibt es eine Musikgrammatik.
So ist uns Muttersprachlern klar, dass nach "in einer" nicht "Haus" kommen kann, ebenso " geht die Frau die Straße entlang", während "das Kind der Frau etwas gibt".
Was "Fremdsprachler" lernen müssen, müssen auch Musiker lernen. 
Auf gewisse Töne folgen andere Töne - wählt man die falschen klingt es dissonant, zu einer Tonart gehören spezielle Töne - nimmt man andere, sollte man schon genau wissen, wie man sie einsetzt, damit es "hörbar" bleibt und keine Katzenmusik wird.

Das sind alles so Gedanken, die ich immer wieder habe, wenn ich Saxophonneulingen die ersten Schritte auf dem Instrument und auch auf dem Notenpapier zeige.

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Übergriffig

Wir leben im digitalen Zeitalter.
Alles wird erfasst, fotografiert, gefilmt, geteilt, gepostet.

Manche machen sich schon Sorgen darum, dass die Kinder "von heute" schwerer selbstständig werden, als früher. Schließlich verlassen sie sich völlig auf ihr Smartphone, dass ihnen per Navi den Weg von der Wohnung zum Bäcker und zum Waschsalon weist.
Auf YouTube sehen sie sich dann an, wie die Waschmittelpackung geöffnet wird und wie man später die Waschmaschine und die Brötchentüte wieder aufbekommt.
Hat ihnen anscheinen daheim keiner beigebracht...

Ist ja irgendwie auch egal, wahrscheinlich hat Google eine Antwort auf diese Frage.

Übrigens war Victor auf Klassenfahrt.
Der erste Klassenfahrt.
Für die Kinder heißt es nun, selber das Bett zu beziehen, eine Woche mit den Kumpels im Zimmer hausen. Selber zusehen, dass man rechtzeitig am Tisch ist, genug zu essen bekommt - vielleicht auch mit Essen zurechtkommt, was ganz anders schmeckt, als das, was zuhause in der Micro warmgemacht wird.
Eigenständig daran denken, Unterwäsche zu wechseln, die Zähne zu putzen, sich eine Jacke anzuziehen und am Ende der Woche die eigenen Sachen wieder in den richtigen Koffer zu packen.

Victor kam wieder und war etwa 10cm größer als vorher.
Nicht, dass ihm einer der o.g. Punkte Probleme bereitet hätte (als Pfadfinder mit Lagererfahrung...), doch er ist selbständiger geworden, selbstbewusster, reifer.
Ihm hat die Fahrt gutgetan.

Jetzt - und wirklich erst jetzt komme ich zum Aufhänger für diesen Post Beitrag.
Am Bus fragte eine Mutti (von einem Parallelklassenkind): "Und? Habt Ihr auch so viele Bilder bekommen? Wie die Kinder angekommen sind, wie sie gewandert sind, vom Essen und von der Kinderdisco?"
Nein.
Haben wir nicht.
Halten wir auch völlig übertrieben.
Die Blagen waren fünf Tage weg. Eine Stunde Fahrt entfernt.
No news are good news.
Wenn der Bus im Graben landet, wenn unser Kind mit gebrochenem Arm im Krankenhaus liegt, wenn die ganze Klasse mit Norovirus danieder liegt, wenn das Schullandheim abgebrannt ist oder eine Bombe explodiert ist.
Denn wird man uns wohl anrufen.
Ansonsten gehen wir davon aus, dass alles in Ordnung ist.

Die erste Klassenfahrt heißt für viele Kinder nicht nur, ohne Eltern zu sein - für viele Eltern heißt es auch, zum ersten Mal keinen Zugriff auf das Kinderwohl zu haben.
Für die Kleinen heißt es "Abnabeln" für die Großen "Loslassen".
Doch das wird jetzt unterbunden indem jeder Schritt und Tritt der Kinder digitalisiert  und in Echtzeit an die Eltern geschickt wird.
Als Yolande auf ihrer ersten Fahrt war, war das noch nicht so.
Bei Victor war es zumindes in einer Parallelklasse so.
Wie wird es in einigen Jahren sein?
Erwarten die Eltern dann stündliche Updates? Wird jeder Tag in einem kurzen Video zusammengeschnitten und auf Dropbox bereitgestellt?
Werden zukünftige Eltern ihre Kinder noch ziehenlassen können? Ohne jeden Schritt zu verfolgen, ohne in jeder Situation eingreifen zu können?

Mein Großvater sagte gerne: "Was immer du tust, bedenke stets das Ende."
Bedenke ich die Konsequenz aus dem, was ich allenthalben beobachte - graust mir vor dem Ende:
Kinder, die man nicht hat selbstständig werden lassen, gebären Kinder, denen keine Selbständigkeit anerzogen wird.
Wer übernimmt das Ruder?

Montag, 19. Oktober 2015

Leck mich fett!!!

Es gibt Sprüche, die ich schon beim ersten Mal daneben finde.
So zum Beispiel "Leck mich fett!"
Das war einer dieser Sprüche, die plötzlich aufkamen und von allen benutzt wurden.

Jetzt fällt mir auf, dass das keiner mehr sagt. (Vielleicht bewege ich mich auch im falschen Klientel...)

Vermissen tue ich das nicht!

Freitag, 16. Oktober 2015

Mrs. Piggy

Vor einiger Zeit wurde in den Medien breitgetreten, dass ich Kermit und Mrs. Piggy getrennt hätten.
Kermit wurde sogar mit einem neuen Schwein gesichtet.

Was ich jetzt noch nicht gehört habe, ist ob auch Mrs. Piggy einen neuen Frosch (oder Pinguin oder Schwein) an ihrer Seite hat.

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Materialfrage

Bei einem Workshop mit verschiedenen Musikzügen hat Anna II mir ihr „Musikzug-Sax“ gezeigt.
Beim Putzen ist ihr aufgefallen, dass sich an einigen Stellen, wo der untere große Bogen angesetzt ist, das Material unterm Lack verfärbt. 

Wohlgemerkt ist dieses Saxophon erst ein halbes Jahr alt.
Aber irgendworan muss man ja auch merken, dass es billig ist.

Übrigens war es ihr letzter Workshop mit dem Selmer-Klon, zwischenzeitlich hat sie sich ein
eigenes Saxophon zugelegt und sich für ein Yanagisawa entschieden.
Das ist in etwa so, als stiege man von einem Seat Marbella in die Mercedes E-Klasse um.
Entsprechend fühlt es sich auch an. Das neue Sax lässt sich besser greifen, die Tasten
sitzen da, wo die Finger sie bequem erreichen können und auch das Spielen ist viel
leichter, da das Instrument besser anspricht.

Donnerstag, 8. Oktober 2015

Anna und die Tücken des Materials

Anna 3 quietschte mit ihrem Saxophon und bekam die tiefen Töne nicht.
Tatsächlich hatte sie den S-Bogen so aufgesetzt, dass der Hebel für die Oktavklappe ebendiese etwas anhob, obwohl er das nicht sollte.
Wenn das Saxophon oben nicht dicht ist, dann können unten keine tiefen Töne rauskommen.
Zum Glück war das ein Anwenderproblem und schnell behoben.

Dann ging es bei Anna 4 weiter - auch bei ihr gingen die tiefen Töne nicht.
Dazu muss man sagen, dass ihr Saxophon ein Zombi ist.
Möhre, Gurke, rottes Horn, Schrott - eigentlich ist ihr Saxophon schon lange tot. Es wird wirklich nur noch so eben am Leben erhalten, weil wir nichts anderes haben.
Also habe ich mir das Teil angesehen und gemerkt, dass die hoch-Fis-Klappe (also auch wieder ganz oben) hakelig war und nicht sicher schloss. Meine Notreparatur mit einem umgebundenen Weckgummi half nur wenig, weil nun die Oktavklappe nicht mehr ordentlich öffnete.

Also habe ich ihr mein Altsaxophon mitgegeben und bin nun auf der Suche nach einem weiteren brauchbaren, aber trotzdem günstigen Insturument.

Durch den Kampf mit dem Material haben wir 30 Minuten Übungszeit verloren.
Von dem Frust, den ein schlechtes Instrument, auf dem man nicht spielen kann verursacht, reden wir gar nicht.

*grummel*

Mittwoch, 30. September 2015

Freundliche Verkäuferin gesucht!

Ein immer wieder gerngelesenes Schild:
"Freundliche Verkäuferin gesucht!"

Was ich noch NIE gesehen habe, ist das Schild:
"Unfreundliche Verkäuferin gesucht!"

Wer stellt schon eine unfreundliche Verkäuferin ein - es sei denn, man betreibt einen Laden, in dem das erwartet wird...

Genauso warte ich noch immer auf das Schild:
"Alte Eier zu verschenken"

Dienstag, 29. September 2015

gut, besser, schlecht gemacht?

Heute morgen fiel mir ein Familia-Laster auf.
Auf der Seite prangte ein griffiger Werbespruch:
Besser als gut!

Im ersten Moment mag das wirken.
Aber sobald man sein Hirn anstellt, offenbart sich, dass sich hier Abgründe verstecken.

Generell sind Superlative mit Vorsicht zu genießen. Wie will man "brutalst möglich" noch steigern? Vor allem weil es oftmals heißt, dass eigentlich gar nichts herausragendes passiert...

Halten wir also fest:
"Gut" - ein Zustand, der eigentlich rundum zufrieden stellt.
Erinnern wir uns einfach daran, dass Gott seine Welt erschuf, und siehe, es war alles gut.
Besser ist sie seitdem nicht geworden.

"Am Besten" - das soll heißen, es geht wirklich nicht besser. Im Prinzip ist dieser Zustand ja durch "gut" schon erreicht...

Nun bleibt noch "besser".
"Besser" soll mehr als "gut" sein.
Haben wir alle mal gelernt: gut, besser, am besten.

Andererseits fragen wir mal jemanden, der gerade vom Krankenbett aufgestanden ist, wie es ihm geht, wird er sagen: "Besser, aber noch nicht gut!"

Somit ist "besser" eigentlich schlechter als gut.

Anderseits spiele ich gut Saxophon - Candy Dulfer spielt aber dennoch besser.
Die spielt nämlich wirklich gut.
Ich dagegen spiele besser als Anna, aber noch lange nicht so gut, wie Candy...

Es ist doch ein Dilemma, hier ist "besser" besser als "gut" und da ist "besser" schlechter als "gut".

Zu unserem Spruch vom Laster zurück:
"Besser als gut"
Wenn betont wird, wieviel besser etwas ist, werde ich schon misstrauisch.
Denn es impliziert, wieviel schlechter alle anderen sind.
Vor allem wird auch gar nicht definiert, wieviel besser denn "besser" nun sein soll.
Auf einer Skala von 1 bis 10 ist 1=gut und 10=am besten.
Denn wäre 2 schon besser als gut - obwohl eigentlich gar kein Unterschied besteht. Und selbst 9 ist besser als 1 aber noch immer nicht am besten.

Dann sagt dieser Werbespruch doch eigentlich aus, dass besagte Firma nicht zu den Besten gehört und sich auch gar nicht sonderlich von allen anderen unterscheidet, denn alles was schlechter als "am besten" ist, kann man ja noch als "gut" bezeichnen.
Somit gibt es ganz viele gute Läden und Famila ist einer davon.

Dieser Werbespruch ist ein ganz klares Eigentor.

Montag, 28. September 2015

In größter Unordnung!

Die Bauarbeiten von externen Firmen sind abgeschlossen.
Jetzt heißt es Dreck beseitigen und die Räume wieder in einen bewohnbaren Zustand zu versetzen.

Françoise - die Unordnung normalerweise als Schmerz wahrnimmt und ihre Umgebung lieber sauber geordnet hat - sagte nun, sie fange an Messies zu verstehen. Wenn man nichtmal Platz habe, etwas von rechts nach links zu räumen, lohne es sich auch gar nicht mit dem Saubermachen anzufangen.
Anschließend ist es wohl ein Kreislauf.

Damit es bei uns nicht soweit kommt, haben wir schnellstmöglich angefangen, die Speisekammer wieder aufzubauen. Putzen (Putz, nicht Schmutz), streichen (malern), Regale wieder anbringen, neue Regalbretter sägen...
Drei Bretter fehlen noch, die besorge ich morgen, dann sind wir wieder ziemlich gut davor.

Am Wochenende haben wir auch das Arbeitszimmer neu verputzt (da wo es nötig war), Streichputz drübergeschmiert und dann die Decke tapeziert, gestrichen, Regallöcher gebohrt, Parkett geschliffen und neu versiegelt.

Langeweile? Kenne ich nicht.

Ab morgen wird wieder ein- und anschließend aufgeräumt.

Dann geht es damit weiter, jeden Raum zu putzen (diesmal den Schmutz), denn zwei Monate lang haben wir zwischen, über und unter Kisten gelebt.

Dabei fällt mir immer die Geschichte von Levi und dem Ziegenbock ein.
Aber die werde ich morgen erzählen...

Mittwoch, 16. September 2015

Warum ist es hier eigenlich so ruhig?

Warum passiert hier so wenig?
Das liegt am RL - es fordert mich.
Derzeit haben wir unsere ganz persönliche Elbphilharmonie oder den BER im Haus. Ein Bauvorhaben, das schon nicht ganz günstig war, hat sich von unserer Planungssummer erst verdoppelt  und nun muss an dem alten Haus doch deutlich mehr gemacht werden, somit steigen die Kosten nochmal um 40%.

Weiterhin hat unsere Heizung am Wochenende dicke Backen gemacht.
Jetzt läuft sie zwar wieder und produziert fleißig heißes Brauchwasser - aber die Zirkulationspumpe ist dahin. Wir können halbwegs warm duschen, aber in der Küche bleibt das Wasser kalt.

Habe ich erwähnt, dass im Heizungsraum Autorest eingelagert sind, die ich nun umlagern muss, damit der Monteur arbeiten kann.
Wo wir sowieso keinen Platz haben, weil o.g. Baumaßnahme zwei Räume umfasst, die komplett geleert werden musste. Das ganze Haus ist ein Labyrinth von Kartons und Kisten. Ich weiß nicht mehr wo meine Schallplatten sind und käme sowieso nicht an den Plattenspieler...

Tja, da ist wenig Luft, um ungezwungen zu schreiben. Schließlich habe ich auch den Rechner einpacken müssen.

Dienstag, 15. September 2015

Adieu Anna

Anna 2 hat sich verabschiedet.
Nicht so - wir sind übereingekommen, dass sie nun soweit ist, dass sie im Musikzug mitspielen kann.
Damit endet meine "Lehrertätigtkeit" für sie.
Was jetzt käme wäre Feintuning - Arbeiten am Klang, an der Haltung, vom-Blatt-spielen, Rhythmus-Übungen, Atmung.

Alles wichtige Sachen, aber letztendlich sind das Sachen, wo ich selber an mir zu arbeiten habe und daher gar nicht recht weiß, wie ich (z.B. beim Klang) weitergeben kann oder soll, wie es besser geht.

Schön ist, dass wir nun ein zweites Tenor im Musikzug haben und der Klang ein wenig voller ist.

Es bleiben mir Anna 3 und Anna 4, die beide als G-8-Schülerinnen arg zu kämpfen haben, dass sie im Alltag Übungszeiten finden.

Doch Anna 2 hat zum Abschied ein Motivationspäckchen verschenkt:
Klaus Dappers Saxophonbuch für Alto-Sax.
Sie hat mit der Tenor-Variante gearbeitet und fand es gut.
Daher müssen die verbleibenden Annas nun vermehrt "Klaus Dapper" ertragen...

Donnerstag, 10. September 2015

Bienenwespen und Wespenbienen

Mal wieder mein Lieblings-Web-Klatsch-Anbieter.

Man beachte
a) den reißerischen Titel
b) den Text drunter, im dem über Wespen gesprochen wird und
c) die Biene auf dem Bild















Wo sowieso schon viele Leute Bienen und Wespen nicht unterscheiden können, hilft es wenig, wenn solche Bilder mit falscher Unterschrift veröffentlich werden.

Übrigens bin ich seit fast 100 Jahren nicht mehr von einer Biene gestochen worden. Der letzte Stich war übrigens auf meine Unachtsamkeit zurückzuführen.