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Samstag, 26. September 2026

Komm' auf die dunkle Seite

Als der erste StarWars-Film herauskam, war es klar: Das Imperium ist das personifizierte Böse und die Yedis sind die Guten. 
Tatsächlich ist diese ganze Filmserie so aufgebaut. Wobei man kritisch anmerken kann, dass die "Macht" sehr nebulös ist und bleibt. 
 
In der Zwischenzeit scheint aber die "dunkle Seite" ihre Anhänger zu finden. Nicht alle wollen "gut" sein. 
 
Hier ein kleiner Schritt zu "Momo" und ihrem Kampf gegen die Zeitdiebe. 
Ein auch nicht großer Schritt zu "1984" und der totalen Überwachung.
 
Mir scheint, es haben einige Leute diese Filme gesehen, diese Bücher gelesen und fanden die Visionen ansprechend. 
Dabei war deren Fokus nicht auf dem Kampf gegen das übermächtige Böse, sondern sie wollten diese neue Welt gestalten und davon profitieren. 

An den Schalthebeln der Macht sind nicht die Yedis, nicht die Erben Momos oder die, denen der totalitäre Staat von 1984 verhasst ist. 
Es sind diejenigen, die die grauen Herren losschicken, die jede Möglichkeit suchen, Menschen zu überwachen und ihnen alle Freiheit zu nehmen. 
Das ganze mit den gleichen Lügen, die schon Michael Ende vorausgeahnt hat:
"Das ist Fortschritt, das ist gut, Kontrolle gibt Sicherheit, Sicherheit gibt Freiheit."  
Genau so, wie die Erwachsenen in "Momo" Stück für Stück tiefer in die Spirale der Zeitsparkasse gezogen wurden, erst unmerklich, dann unumkehrbar, so passiert es nun mit uns allen. 
Willig umgesetzt von den Stormtroopers, die sich für die dunkle Seite entschieden haben, ohne zu wissen, welche Rolle sie eigentlich spielen. 
 
Wir fragen uns: Wo bleibt Luke Skywalker, wo bleibt Momo?
Das sind nur literarische Gestalten. Setzt keine Hoffnung auf sei. 
Aber die Wirklichkeit, die in diesen Geschichten beschrieben wurde, ist nun unsere Gegenwart. 

Alles in allem ist das ein erschreckender Gedanke. Ich habe gehofft, wer würde nicht wahr werden. 

Freitag, 11. September 2026

Wenn das Leben Dir Zitronen gibt...

... dann mache Limonade draus. 
So heißt der blöde Spruch weiter und ich wette drum, dass der aus Amerika kommt. 

Heute ist mir eine schöne Entsprechung eingefallen: 
Wenn das Leben Dir Arsen gibt, bringe einfach ein paar Leute um.  

Dienstag, 8. September 2026

Mal richtig die Muskeln spielen lassen...

Letztens im Fittnesscenter:
Ein junger Mann/älterer Jugendlicher, mit dem Gesicht einer Person, die etwas schlechtschmeckendes im Mund hat, hänget von einem Sportgerät sorgsam alle Gewichte von der "Aufbewahrungsstange", verteilte die auf umliegende Geräte und anschließend holte ich er sich zwei mittlere Gewichte, hat die auf die "Aufbewahrungsstange" von besagtem Gerät geschoben - eines auf die linke und einers auf die rechte Seite - und hat angefangen zu trainieren. 
 
Ich bin auch an diesem Gerät und schon ohne Zusatzgewicht ist es schwer, das Ding zu bewegen und zu stemmen. Daher kann ich es verstehen, dass er kein extra Gewicht draufhaben wollte. Aber warum er dann vorher so einen Aufwand getrieben hat - das erschließt sich mir dann doch nicht. 

Freitag, 31. Juli 2026

Wasser ist knapp? Nehmt doch Salz!

Es war mal wieder soweit. 
Frau Stöhr hat einen ihrer Verwechsler von Sprichworten herausgehauen. 
Sie fühlte sich ungerecht behandelt und dieses Mal musste ich ihr sogar Recht geben. Kurz zuvor hatten wir drüber gesprochen, da trat diese Situation ein.
Das veranlasste sie zu sagen, das sei "Salz auf ihre Mühlen". 
Ja, Wasser ist knapp, aber es bleibt bei der Redewendung, "Wasser auf meine (seine, deine, ihre, deren...) Mühlen" - nämlich immer dann, wenn Ereignisse oder Ergebnise die eigene Meinung oder Ansicht bestärken oder unterstützen.
Salz wird in die Wunde gestreut - zum Beispiel, wenn man jemandem einen Fehler mehrfach "unter die Nase reibt" oder darauf "herumreitet", dass durch zu schnelles Fahren der Führerschein des Gegenübers gefährdet sei. 
 
Es hätte beides gepasst. Ohne Zweifel. Aber in dieser Kombi habe ich es noch nie gehört.

Donnerstag, 16. Juli 2026

Das Rattenrennen

The Rat Race - so wird im Allgemeinen die Konkurrenz im Arbeitsleben beschrieben, zumindest im englischsprachigen Raum. 
Das Bild passt aber gut zu unserem "Hamsterrad" - man läuft und läuft und kommt nicht zum Ziel. 
In diesem Zusammenhang möchte ich einen Strip aus "Calvin and Hobbes" zitieren. Susi schlägt vor "House" zu spielen - die Entsprechung bei uns wäre "Vater, Mutter Kind". Als Calvin fragt, wie sie das machen sollen, antwortet Susi, man käme nach Hause, beschwert sich über seine Arbeit und streitet sich dann, wer dran ist, das Essen in der Mikrowelle (Microwave-Dinner, als Junkfood) aufzuwärmen.
 
Das ist schon eine sehr dystopische Vorstellung, wenn das Leben aus Gejammer über die Arbeit und schlechtes Essen besteht.  
Calvin and Hobbes werden seit über 30 Jahren nicht mehr gezeichnet.
Eines hat sich nicht geändert: Die Unzufriedenheit über die Arbeit ist größer geworden. Warum leben wir in einer Welt, in der fast jeder ungern zur Arbeit geht, sich ungerecht behandelt fühlt und ein System herrscht, dass einen dazu zwingt, sofern man nicht obdach- und arbeitslos sein möchte. 
 
Bin ich der Einzige, den das umtreibt? 

Montag, 1. Juni 2026

Wer nicht fragt, der nicht gewinnt

Letztens beim Essengehen. 
Das Essen war gut, die Bedienung freundlich, auch das Ambiente stimmte und zum Abschluss wollte der Kellner noch einen draufsatteln und brachte 5 Gläser mit Schnaps. 
Hätte er gefragt, hätte er keinen Schnaps wegschütten müssen. 
 
Tatsächlich ist es eine nette Geste, aber nachdem Yolande und ihr Freund abgelehnt hatten, war er doch etwas verunsichert und blickte etwas panisch in unsere Runde, ob er sich beim Alter vielleicht etwas vertan hat - Alkohol an Minderjährige auszuschenken, ist so eine Sache. 
Jetzt sind alle Kinder schon in den 20ern - nur trinken diese beiden eben kein Nervengift. Ich, als Fahrer, habe auch dankend verzichtet - Victor hat mich böse angesehen, weil er mein Glas gerne noch genommen hätte. Dann hat er Bea böse angesehen, die zwar aus Solidarität mit Victor und weil ihr der Kellner etwas leid tat, einen Schnaps genommen und getrunken hat. 
Denn ihr schmeckte der gar nicht und Victor meinte, er hätte den ja bekommen können. 

Vielleicht hätte der Kellner etwas ahnen können - zwei alkoholfreie Radler, ein alkoholfreies Erdinger, eine Flasche Wasser und ein Bier. 
Kann es sein, dass da jemand nicht so auf Alkohol steht?

Montag, 25. Mai 2026

Labubu 2 - die Party ist vorbei

Wer hier regelmäßig liest, kann sich mit Sicherheit noch an diesen Artikel erinnern. 
Für alle, die Links in Blogeinträgen misstrauen: Das war mein Post aus Juli 2025 über Labubus. 
La-was?
Richtig. Labubus sind schon wieder in der Versenkung verschwunden. 
 
Wer mit einer einschlägigen Suchmaschine danach fahndet wird eines sehr schnell feststellen; die meisten Artikel wurden in den Monaten 06/07/08.2025 veröffentlicht. Ganz wenige sind mit einem Datum aus September oder später zu finden. Wird ein neuerer Eintrag - also ab Januar 2026 - vorgeschlagen, handelt es sich wahrscheinlich um eine rückblickende Einschätzung des Trends. Vielleicht auch um eine kritische Analyse der "Trend-Kultur". 
 
Wer schon etwas älter ist, kann sich sicherlich an weitere Trends erinnern, aber nicht unbedingt, wie sie zuende gegagen sind. 
Denn der Hype ist laut, der Tod kommt still und leise. 
Was war mit...
...Lambada
...gecasteten Girl- und Boy-Groups
...Tamagotchi
...Arschgeweih
...Tennis
...Michael-Schuhmacher-Formel-1-Benetton-Ford
...Ice-Bucket-Challenge
...Jerusalema
...Diddel-Maus
 
Alles Trends, die mal ganz heiß waren und jetzt völlig verschwunden sind. 
Ein jeder möge einmal darüber nachdenken und in der Zukunft gut überlegen, ob jeder Trend mitzumachen ist. 

Mittwoch, 20. Mai 2026

Kandare klingt fast wie Karre

Frau Stöhr meinte unlängst, sie wolle "niemandem an die Kandare fahren" und meinte damit, sie müsse zwar einen Missstand ansprechen, wolle aber niemanden schlechtmachen oder gar beschuldigen. 
 
Das ist erstmal etwas, was ihr positiv anzurechnen ist. Denn jemanden einfach "in die Pfanne zu hauen" ist alles andere als kollegial und sowas liegt ihr wirklich ferne.  
 
Allerdings muss ich jetzt doch mal anmerken, dass die Redewendung "jemanden an die Kandare nehmen" heißt. 
Das hat aber eine ganz andere Bedeutung, nämlich jemanden "sehr straff zu führen" oder "an die kurze Leine zu nehmen". 
 
Frau Stöhr, es kann sein, dass jemand nach ihrer Aussprache hart an die Kandare genommen wird und sich dann so fühlt, als ob sie ihm ziemlich in "an den Karren gefahren" wären. 
 
Andererseits muss man manchmal auch unangenehmes aussprechen, um eine Verbesserung oder eine Änderung zum positiven zu erreichen.  

Dienstag, 19. Mai 2026

Dinge, die die Welt nicht braucht.

Es gibt wirklich Sachen, die völlig unnötig sind. 
Zum Beispiel Kissen, Schilder, Aufsteller mit der Aufschrift: Lieblingsplatz, Heimathafen, Home...
 
Wenn ich nicht weiß, wo mein Lieblingsplatz ist, dann hilft mir auch das Kissen nicht weiter. Sobald es jemand umlegt - zum Beispiel in die Ecke hinterm Sofa glaube ich, dass dort mein Lieblingsplatz ist. Das ist doch absurd. 
Sollte ich nicht wollen, dass jemand anderes auf meinen Lieblingsplatz sitzt, dann muss ich halt den Sheldon machen. 
 
Vielleicht geht es auch niemanden an, wo mein Lieblingsplatz ist - dann sollte ich den auf keinen Fall mit Schildern oder Hinweisen offenbaren. 
 
Unterm Strich: Völliger Humbug. Es zeigt sich mal wieder, dass irgendwer clever genug war, eine Idee zu haben, um überflüssigen Kram zu verkaufen und zugleich gibt es eine Meute von Menschen, die dafür Geld ausgeben. 
 
Ist Euch denn gar nicht zu helfen? 

Montag, 16. Februar 2026

Es reicht auch langsam.

Die Lage ist nicht überall gleich, aber hier schneit es und friert und wenn das eine mal weniger wird, fängt das andere um so mehr an. 

Jetzt ist auch mal gut. 

Montag, 12. Januar 2026

Eine Frage der Ethik

Es wird immer wieder darüber gesprochen, ob es in Ordnung ist, Tiere erst großzuziehen und sie dann zu töten. 
Eine berechtigte Frage. 
 
Was außer Acht gelassen wird, ist die Frage, wie wir mit Pflanzen umgehen. 
Denn auch Pflanzen haben Gefühle und eine Wahrnehmung. 
Nicht erst seit dem "geheimen Leben der Bäume" ist das bekannt. Es gab schon vor 30/40 Jahren Forschung zu diesem Thema. 
Anscheinend können Pflanzen sogar Personen erkennen.  
Auch diejenigen, die mit ihren Pflanzen sprechen, wissen um den positiven Effekt, den die Zuwendung hat. 
In anderen Versuchen wurden Pflanzen mit Klassik, Pop oder Punk beschallt. 
Klassik wurde als angenehm empfunden, bei Punk machten die Pflanzen "Selbstmord". 
Aber ob sich das mit Quellen belegen lässt, oder nicht, habe ich jetzt nicht nachgeforscht. Hinweise nehme ich gerne entgegen. 
 
Mir ist dieser Gedanke zu den Pflanzen gekommen, als ich eine Chili-Pflanze aus dem warmen Wohnzimmer in die Kälte nach draußen befördert habe. 
Gerade hatte ich die letzten Schoten abgeerntet und nun wurde sie nicht mehr gebraucht. Zack und raus in die Kälte. 
Genauer gesagt: In den sicheren Tod, denn diese Pflanzen vertragen keinen Frost. 

Tatsächlich kam ich mir herzlos und unbarmherzig vor. Bloß weil die Pflanze keine Augen hat und/oder nicht schreien kann, wird sie dennoch bei ihrem kalten Tod leiden. 
Wenn auch die Pflanzen als Lebewesen wahrgenommen werden, so wie wir auch die Tiere zunehmend als Gegenüber auffassen - was werden wir in Zukunft noch essen können? Vielleicht nur noch Essen, dass im Labor gezüchtet wurde. Der Gedanke daran ist nicht weniger gruselig als alles andere. 

Freitag, 9. Januar 2026

Die Rache der festgefahrenen Sprachmuster

Frau Stöhr ist immer wieder einen Eintrag wert. 
Wie oft verdreht sie Sprichworte oder auch andere Formulierungen.  
 
Jetzt übertraf sie sich selbst. 
Wenn viel los ist, oder Ware nicht kommt, sagt sie gerne, dieses oder jenes müsse passieren: Sonst sei "Alarm in die Berge". 
 
Nun wird vor Winterwetter, leichtem Frost und etwas Schnee gewarnt. 
Sie hat sich ordentlich darüber aufgeregt und meinte, es würde mal wieder "Alarm ohne Berge" gemacht. 
 
Tatsächlich bezweifle ich, dass sie ihren Versprecher überhaupt bemerkt hat.  

Donnerstag, 8. Januar 2026

Die Bildung in der Tonne

Es schneit. An sich ist das nichts sonderbares, denn es ist Winter. 
Nun stellt es sich aber so dar, dass die Gewohnheiten des Alltages plötzlich nicht mehr so gelebt werden können, wie man es gewohnt ist. 
Es stand an, die Restmülltonne der Abfuhr bereitzustellen. 
Also bin ich mit meiner Schneeschaufel bewaffnet an die Straße gestiefelt und habe einen Stellplatz für die Tonne geschaffen. Weil ich ausgesprochen nett bin, habe ich die Lücke genügend groß gestaltet, um mindestens zwei Tonnnen aufstellen zu können. Meine Nachbarin hat ihre Tonne etwas unglücklich auf ihrem Weg geparkt und es stand zu befürchten, dass die Müllabfuhr diese nicht geleert hätte. 
Kein Problem für mich und ihre Tonne habe ich neben meine gestellt. 
 
Am Morgen des Folgetages war die Müllabfuhr trotz der widrigen Wetterbedingungen pünktlich um halb sieben bei uns "durch" und als ich zur Arbeit sollte, wollte ich die Tonne wieder bei uns reinstellen. 
Ups, es standen nun drei Tonnen da - der Platz war doch etwas knapp, die dritte stand auf der Straße und war randvoll, sogar der Deckel stand auf. 
Meine Tonne war zwar geleert worden, aber es befanden sich schon wieder zwei Tüten mit Müll darinnen, die nicht aus unserem Haushalt stammten. 
 
Irgendwer hat nach der Abfuhr seine volle Tonne dazugestellt und weiteren Müll in den geleerten Tonnen verteilt. 
Das wäre die offensichtlichste Erklärung. 
Die zweite wäre, die dritte Tonne kam vor der Abfuhr und besagter jemand hat seinen Müll bei uns "oben drauf" gepackt. 
Da die Müllwerker angehalten sind, einen prüfenden Blick in die Tonnen zu werfen, damit kein falscher Müll mitgenommen wird, kann es sein, dass die dritte Tonne wegen "Fehlbefüllung" nicht geleert wurde und ggfls. fehlbefüllte Tüten anschließend in den anderen Tonnen verteilt wurden. Beim Schreiben merke ich schon, wie sehr sich das nach Blödsinn anhört. 
 
Unser Haushalt ist knapp mit Müll. Die Kinder sind aus dem Haus und viel fällt bei uns nicht an. Die Zeiten, wo wir die 60L knackevoll hatten, sind lange schon vorbei. Daher kann ich damit leben, dass wir zwei Tüten mit "Fremdmüll" bis zur nächsten Leerung beherbergen müssen. 
Trotzdem konnte ich nicht umhinkommen, mir den Müll genauer anzusehen. Tatsächlich hatte ich auf einen Brief(-umschlag) mit Anschrift gehofft, denn dann hätte ich den Kram freundlich zurückgebracht. Aber der Gefallen wurde mir nicht getan. Sollte ich den Müll allerdings analysieren, stächen zwei Punkte heraus: 
Es ist ein Raucherhaushalt - unüberriechbar. 
Anscheinend ist das Bildungsniveau niedrig oder Mülltrennung ist besagter Person ganz egal, vielleicht auch unbekannt.
Ich habe eine pfandfähige Dose gefunden - die Mülltüte ist transparent, war also leicht zu durchschauen. Außerdem noch eine Energiesparbirne. 
Das sind beides keine Sachen, die man wegschmeißen sollte. Das eine bringt unfassbar viel Geld, das andere sollte einer Entsorgungsstelle zugeführt werden (damit wird das Problem von giftigen Leuchtmitteln nicht gelöst, aber immerhin bin ich meine Sorge los). 
Den Rest habe ich wieder in meiner Tonne versenkt. Doch die Müllmenge hätte sich noch gut reduzieren lassen: Verpackung, Lebensmittel, Metalle (aka Besteck), Papier. Da der ganze Kram dermaßen nach Kippen stank, habe ich davon Abstand genommen. 
 
Was bleibt, ist der Ärger, dass jemand so dummdreist ist und seinen Müll anderen zuschiebt. Ich habe dann aufgehört, mich zu ärgern, denn nichts anderes machen wir "zivilisieren" Kulturen; unser Plastikmüll, unsere Altkleider und die Online-Fehlkauf-Retouren verklappen wir im globalen Süden und dann wundern wir uns, wenn Umweltflüchtlinge zu uns kommen. 
In diesem Sinne ist der gute Vorsatz für dieses Jahr: Weniger Artikel zu konsumieren, die in Verpackungsmüll eingewickelt, gekauft werden müssen.   

Donnerstag, 11. Dezember 2025

Die künstliche Intelligenz übernimmt - und alle machen mit!

Von vielen befürchtet, von einigen prophezeit und nun ist es wirklich soweit. 
KI übernimmt und wir können uns kaum wehren. 
 
Nicht nur, dass bei YouTube viele Videos automatisch von schlechten KI-Stimmen synchronisiert werden - eine Einstellung, die man nicht ändern kann - es gibt auch zunehmend KI-generierte Beiträge.
Einige sind "Geschichtswissen" im weiteren Sinne - geheime Details über Bands, Informationen über verschollene Songs oder auch die Weltgeschichte einfach erklärt. Viel zu oft, weiß man aber nicht, ob es wirklich Fakten sind, die aufbereitet wurden, ob die KI einfach munter drauf los fabuliert oder ob gezielt Unsinn erstellt worden ist, um Klicks, und damit Einnahmen, zu generieren.
 
Noch schlimmer sind "AI-Artists", also Computer-Sängerinnen und Sänger.
Meistens mit "Retro"-Plattencover und mit Attributen versehen wie: Jahrelang verboten, digital aufbereitet, verschollen, wegweisend...
Die Namen sind Klischees und jetzt kommt das Schlimme: Die Musik ist z.T. gut gemacht. 
Glaubt man den Kommentaren, durchblicken nur die wenigsten, dass es sich hier um KI-Kram handelt.
 
Vielleicht gibt es aber ein bisschen Hoffnung, denn anscheinend sind die ersten Plattformen drauf gekommen, dass KI-Inhalte nicht sehr beliebt sind. 
Noch mehr: Sie sind austauschbar.
Aber Menschen wollen Dinge sehen, die sie packen: Interessante Geschichten, packende Schicksale, versierte Handwerkskunst und und und.  
 
Das alles bietet KI nicht. 
Aus einem Beitrag aus Insta kam die Info, dass KI zurückgedrängt und/oder eindeutig gekennzeichnet werden muss. 
Auch sollen KI-Beiträge nicht mehr durch Algorithmen gepusht werden. 
Zurück zum richtigen "Content-Creator", denn nur mit denen ist es auf einer Plattform interessant. 
Wenn das Internet langweilig wird, dann wird es keiner mehr nutzen - nutzt es keiner, gibt es keine Werbeeinnahmen. 
KI hilft, das kapitalistische System auszuhöhlen. 
 
Seine wir gespannt, was noch passieren wird.  

Donnerstag, 9. Oktober 2025

Die EU ist eine sinnvolle Gemeinschaft

Was manche vielleicht nicht nachvollziehen können, ist aber dennoch wahr. 
Die EU ist eine sinnvolle Einrichtung, leider arbeitet sie sich viel zu oft an Dingen ab, die weniger sinnvoll sind. 
Um das einmal vorweg zu schieben: Die Gurkenposse wurde von der Lobby der Verpackungsindustrie angestoßen. 
Es war also keine Idee "der EU", sondern von den Kasperköppen, die uns mit Plastik zumüllen. 
Was die EU hätte machen müssen, wäre einfach gewesen: Sich nicht vor den Karren spannen zu lassen. 
 
So wie jetzt: Die konservative Fraktion hat einen Antrag eingebracht, dass nur Wurst aus Fleisch "Wurst" heißen darf und Burger aus totem Tier "Burger". 
 
Für wie doof halten die Politiker die Bürger, von denen sie gewählt wurden?
Uns wird ein Nutriscore zugemutet, dessen Funktion den meisten Menschen unbekannt ist und auch die Nährwertangaben sind in der kleinstmöglichen Schrift gedruckt. Bei "Shrinkflation" und anderen Methoden, die Gewinnmarge zu optimieren, wird gesagt, dass "der Verbraucher" mündig sei und sich doch bitteschön selber infomieren kann, darf und muss. 
Aber der gleiche Verbraucher ist dann zu blöde, um das Wort "Veggie-Burger"  zu verstehen oder auch "Tofu-Wurst". 
Davor muss der unmündige Bürger geschützt werden. 
 
Liebes EU-Parlament: Kümmert Euch um die wichtigen Dinge: 
Holt die Drohnen vom Himmel. 
Seht zu, dass weltweit agierende Tec-Firmen in der EU gefälligst angemessene Steuern zahlen - Frankreich könnte innerhalb von 2 Tagen schuldenfrei sein - und alle anderen auch. 
Das gleiche gilt für Handelsplattformen: Wo Gewinn erzielt wird, werden die Steuern gezahlt. 
Als dritte Punkt, der mal angegangen werden muss: Social-Media-Plattformen, die nicht gegen Falschmeldungen (aka Fake-News), Hetze und Hassrede vorgehen, verlieren ihre Lizenz und der Dienst wird EU-weit abgeschaltet. 
Bevor da jetzt jemand schreit, dass sei Bevormundung und das dürfe nicht sein: Jeder Fußballer, der fortwährend foult, fliegt vom Platz. 
Ist hier nichts anderes. 
Da die Firmen den Markt in Europa nicht verlieren wollen - denn dann könnten Konkurrenzunternehmen den Platz einnehmen - werden sie nach den Regeln der EU spielen. Auch Amazon, Netflix und Co. wollen den Markt Europa nicht verlieren. Also nehmt gerechte Steuern. 
Fertig aus. 
 
Den Rest regelt der Markt. So einfach ist die ganze Sache.  

Donnerstag, 18. September 2025

Einmal, zweimal - und dann ist auch gut

Lange ist es her. 
Da schrieb ein Herr Boy Lornsen das Buch "Robbi, Tobbi und das Fliwatüt".
 
Eine schöne Geschichte über Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Toleranz und Mut.  
Eine Nebenperson die dort auftaucht, ist ein Sergant (den Namen müsste ich jetzt nachschlagen), der die Angewohnheit hatte, Dinge zweimal zu sagen. 
Zum Beispiel: "Das ist ja verrückt, das ist ja verrückt!" oder auch "So machen wir das, so machen wir das!"
 
Es war als "Spleen" eines englischen Polizeibeamtens gedacht und man hat etwas darüber geschmunzelt. 
Was stelle ich jetzt fest? Die "junge Generation", also die um die 20 herum haben diesen Spleen übernommen. 
Wie oft wird "genau, genau" gesagt oder "so machen wir das, so machen wir das".
 
Wenn ich daraus eine mathematische Reihe ableite, wird über kurz oder lang ein Roboter an mein Fenster klopfen. 
Ist das nun gut oder beängstigend? 

Montag, 15. September 2025

Herbstgebäck

... und Zack ist es über Nacht Herbst geworden. 
War das Wochenende noch sonnig und schön, erwartet uns der Montagmorgen mit Sturmböen und Regen. Gefühlt ist die Temperatur 10 Grad nach unten gegangen. 
 
Passend dazu sind es heute noch genau 100 Tage bis Weihnachten.  

Freitag, 12. September 2025

Autos und Blinker

Bleiben wir doch mal beim Auto. 
Vielleicht auch mehr bei den Lappen, die damit rumfahren. 
Es gibt auf jeden Fall welche, die besser fahren als ich - keine Frage. 
Aber worauf ich Wert lege, ist der richtige Zeitpunkt, den Blinker zu betätigen. 
 
Immerhin möchte ich die hinter mir darauf aufmerksam machen, dass ich gleich abbiegen werde. 
Der Erfolg ist in aller Regel, dass umgehend der Abstand vergrößert wird; schließlich ist davon auszugehen, dass ich gleich auf die Bremse trete. 
 
90% derjenigen, die da draußen mit einem amtlichen Führerschein herumfahren handeln aber anders. 
Ein Beispiel von heute morgen:  
Vor mir fährt jemand und davor auch noch. Die Linksabbiegerspur naht (ich blinke bereits) und der vor-vor mir hält sich schon auffällig links, plötzlich steigt er in die Eisen, zieht seinen Kombi nach links und als er schon halb auf der Abbiegespur ist, setzt er den Blinker. 
 
Da frage ich mich: Was hast Du nicht verstanden? 

Mittwoch, 23. Juli 2025

Predicted, predicted!

Um die Simsons gibt es immer wieder Gerede, weil in der Serie angeblich Dinge richtig vorhergesagt wurden. Sei es Corona, Umweltkatastrophen oder die 1. Regentschaft von Donald Trump. 
In der Zwischenzeit gibt es immer mehr Ausschnitte, die angeblich dieses oder jenes vorhergesagt haben. Doch da werden oft Dinge aus dem Zusammenhang gerissen, Bilder manipuliert oder nachbearbeitet oder einfach etwas behauptet, was gar nicht stimmt. 
 
Beschränken wir uns nicht auf die Simpsons. Wenn wir wollen, können wir überall Hinweise auf die Zukunft finden. Sowohl die, die jetzt gegenwärtig passiert, als auch die vergangene Zukunft (das lässt sich immer am leichtesten vorhersagen, denn man muss nur noch das was passiert ist, mit der angeblichen Vorhersage in Einklang bringen und/oder richtig interpretieren). 
Doch wer etwas kritischer denkt, sieht auch Vorhersagen, wohin die Menschheit vielleicht gerade steuert und findet Vordenker, die weit vorausgeblickt zu haben scheinen. 
 
So möchte ich mal den Blick von den Vereinigten Staaten von Amerika abwenden (als wenn man das im Moment nicht am liebsten immer tun würde) und sehen uns eine Serie aus den 1980er an. 
Produziert in der damaligen Tscheoslowakai, die Zielgruppe waren Kinden und sie lief als Mehrteiler im Ferienprogramm der ARD. 
Alle Daten habe ich alle aus meinen Gedächtnis hervorgekramt - sollte jemand auf Wikipedia oder sonstwo anderslautende Informationen lesen, so soll derjenige sich gewiss sein, dass ich es besser weiß. ;-)
 
Der Plot ist eigentlich ganz simpel:
Die Menschheit lebt in Frieden und wird von einem Zentralrechner "regiert". Dieser hat berechnet, dass die Erde von einem Kometen getroffen und voraussichtlich zerstört wird. 
Daraufhin wird ein Team ins Jahr 1984 geschickt, um das Notizheft von Adam Bernau zu retten. Bernau entwickelt im zarten Jugendalter eine Theorie, um (keine Ahnung, so gut ist meine Erinnerung auch nicht mehr) mittels irgendwas die Flugbahn des Kometen zu verändern, oder die der Erde oder die Raum-Zeit-Konstante aufzulösen. Adam Bernau erhält später den Nobelpreis, aber als Knabe wird sein Genie nicht erkannt und er versteckt sein Notizheft in einem geheimen Fach in seinem Zimmer. Als das Haus abbrennt, geht auch das Heft verloren und Bernau verfolgt seine Idee nicht weiter (sonst wäre das irgendwann publiziert worden und der Zentralrechner könnte drauf zugreifen).
Das Team mit seiner Zeitmaschine (war das ein Lada?) stößt auf Schwierigkeiten; zum einen ist die Gesellschaft 1984 ganz anders als in der Zukunft und sie stolpern etwas unbeholfen durch den für uns gewohnten Alltag. Zum anderen hat schon der junge Bernau einen Hang zum weiblichen Geschlecht und hat in sein Notizbuch Bilder von leichtbekleideten Frauen geklebt. Das sieht dessen Vater und konfisziert das Heft just an dem Tag, als das Bernau'sche Haus abbrennt. 
Demzufolge liegt es nicht im Geheimfach, das Team kann es nicht retten und muss unverichteter Dinge wieder in die Zukunft zurückkehren. 
Allerdings stoßen sie kurz vor der Zeitreise zurück auf Adam Bernaus (alten) Lehrer und Mentor, der maßgeblich zu Bernaus Entwicklung beigetragen hat. Der Lehrer steigt ins Auto und zurück bleibt nur sein Fahrrad - später wird er erst als vermisst, dann als tot gemeldet. 
Doch er reist mit in die Zukunft und stellt fest, dass der Zentralrechner nicht ganz waagerecht steht. Er schiebt einen kleinen Holzkeil drunter und der Rechner stellt kurz darauf fest, dass er sich verrechnet habe: Der Komet fliegt vorbei. 
Ende gut, alles gut. 
 
Betrachten wir mal einige Details:
Als erstes fällt auf, dass die Menscheit zwar einen "hohen Rat" hat, der allerlei diskutiert, aber anscheinend ist der Zentralrechner derjenige, der tatsächlich die Entscheidungen trifft = regiert. 
Die Menscheit hat sich also der Maschine untergeordnet und damit wurde die Erde befriedet. Eine Utopie, solange der Zentralrechner "gutes" tut, eine Dystopie für alle, die ihre Unabhängigkeit als höchtes Gut sehen. 
Die Berechnungen des Zentralrechners werde nicht angezweifelt, es findet also keine Kontrolle statt. 
Eigentlich der Traum des Silicon Valley: Handeln ohne Kontrolle. Wobei es hier scheint, als sei der Zentralrechner tatsächlich darauf ausgelegt, der Menscheit in der Form zu dienen, dass es allen gleich gut geht. Alle sind gleiche unter gleichen. Da ist sie wieder, die Utopie. Vielleicht auch gesteuert aus der Zentrale des damaligen Ostblocks. 
Ein Raumfahrtprogramm gibt es nicht. Denn sonst wäre eine Umlenkung des Kometen sicher möglich gewesen. 
Dafür sind Zeitreisen möglich. 
Die Vorstellung ist schon etwas schräg, aber tatsächlich waren sowohl Zeitreisen, als auch eine Kometenabwehr in den 80ern noch Sience-Fiction. 
 
Dass sich das Team in den 1980 etwas unbeholfen aufführt - seien wir mal ehrlich. Setzen Sie mal einen heute 15- oder 20-jährigen mit einer Handvoll Bargeld an einer Landstraße im Jahre 1970 oder 1985 aus. Was wird wohl passieren?
Ohne Handy und ohne Navi ist er angewiesen, eigene Entscheidungen zu treffen, fremde Leute anzusprechen und sich mit Bargeld etwas in einer fremden Währung zu essen zu kaufen, dass nicht in in Plastik verschweißt ist und auch noch größtenteils aus natürlichen Zutaten besteht. 
Es wäre für besagten Jugendlichen ein Kulturschock; die umständliche Sprache ist schwer verständlich, rückständige Technik und Verhaltensweisen, die ihm ziemlich fremd sind. Auch er wäre etwas unbeholfen und vielleicht auch hilflos - was nicht seine Schuld ist, denn wir sind alle Kinder unserer Zeit. 
Während wir über die vier Besucher lachen konnten, würde es uns auch schlecht ergehen, wenn wir plötzlich 100 oder 200 Jahre in der Zeit zurückversetzt würden. Sogesehen hat der Autor (oder die Autoren) eine gute Beobachtung gemacht. Leider weiß ich nicht mehr, ob das in der Serie selbst auch reflektiert wurde.

Jetzt zu meiner Deutung:
Der Mensch wird der Maschine untertan und sei es nur aus Bequemlichkeit, die Auswirkungen sehen wir ja schon jetzt. Texte mit KI schreiben - kein Problem. Musik mit KI zu erzeugen - kein Problem. Probleme bei der Arbeit durch KI lösen - noch nicht ganz, aber man kann sich helfen lassen. 
Wann wir durch KI regiert werden? Ein vernünftig programmierter Rechner, der sich nicht durch fanatische Einflüsterungen verwirren lässt - der könnte sicher ausgewogener und von kurzfristigen/persönlichen Interessen unabhängig agieren. DAS wäre mal ein Fortschritt. Aber so weit sind wir noch nicht. 
 
Der Mensch hört auf, sich und sein Sein zu hinterfragen, damit hinterfragt er auch nicht mehr, ob der Zentralrechner alles richtig macht. 
Auch das ist schon zu beobachten. Aber die Navis sind besser geworden - habe schon lange nicht mehr gelesen, das ein LKW seinen Sattelzug in der falschen Richtung durch eine 2,5m breite Einbahnstraße lenken wollte oder dass Autofahrer reihenweise in einem See landen, weil der Navi dachte "Mühlenteich" sei eine Durchgangsstraße. 
 
Raumfahrt mag toll sein, aber sie löst keines unserer Probleme - zu Recht wurde das Programm eingestellt. 
 
Menschen geraten außerhalb ihrer gewohnten Umgebung umgehend in einen leicht verwirrten Zustand (s.o.) - auch das ist zu beobachten, sobald mal ein Funkloch oder ein Stromausfall kommt. 
 
Die Lösung von Problemen ist nicht immer von einem Rechner oder einem tollen Programm abhängig, sondern auch mal von etwas eigenem Nachdenken und dass man mal anpackt und etwas versucht, vielleicht sogar etwas wagt. 
 
Zum Schluss: Wir haben es mit einer unterhaltsamen Serie für Kinder zu tun, aber die Gesellschaft, deren Träume, Wünsche und Utopie wurden genau beobachtet und zum Teil sehr weit vorausgedacht. 
Leider rutschen wir immer weiter in die Dystopie, da nicht der "Rat der Weisen" über KI und deren Einsatz befinden, sondern profitorientierte Unternehmen, die sich nicht um Mensch und Umwelt scheren, sondern nur um den eigenen Geldbeutel. 
 
Die dystopische Zukunft ist kein Gesetz - was setzen wir ihr entgegen? Wo und wann beginnt unser Aufstand - nicht gegen die Maschine, sondern gegen diejenigen, die sie lenken und als einzige davon profitieren?


Freitag, 18. Juli 2025

Labubu oder: Der nächste Trend, der schnell wieder vorbeigeht.

Anscheinend werden die Püppis namens "Labubu" überall gehypet (abgesehen, davon, dass englische Wörter, die auf Deutsch gebeugt werden, ziemlich absonderlich aussehen) und durch künstliche Verknappung wird das Interesse hochgehalten. 
Nach der Ice-Bucket-Challenge, dem Jerusalema und der Dubai-Schokolade ist es nun der nächste "Hype", der alle, die keine Existenzsorgen haben in einen wahren Rausch versetzt. 
 
War die Challenge noch für irgendeinen guten Zweck (oder auch nicht, wer weiß das schon noch) und der Tanz nett anzusehen - immerhin verbindet tanzen Völker und Kulturen, so war die Dubai-Schokolade schon bedenklich. 
Horrendes Geld für einen Luxus-Artikel auszugeben, der nur kurzzeitigen Genuss versprach und letztlich eine Monströsität dieser Welt offenbarte: Einige wenige stopfen sich überteuerte Süßwaren in den Rachen, während wenige Kilometer weiter Menschen in einem ebenso sinnlosen, wie auch imperialistischen Krieg sterben und tausende von Menschen des Hungers sterben. 
Egal: Haben sie keine Schokolade, sollen sie halt Weingummi essen. 
 
Nun kommen Püppchen mit extremen Kindchen-Schema-Attributen auf den Markt, die vor allem eins sind: Unnötig. 
Es werden Ressourcen für Produktion und Versand aufgewendet, um ein Massenprodukt mit vermeintlichem Seltenheitswert in den Markt zu drücken, dessen Gegenwert nur in der Vorstellung besteht, etwas besonders zu haben oder vielleicht auch selbst zu sein.
 
Es geht hier nicht um Spielzeug - ganz nebenbei: 3 Puppen sollten genug sein, wie ein führender Politiker unlängst konstatierte - sondern um Sondermüll, der in wenigen Wochen erst auf dem Grabbeltisch, dann im Sonderpostenmarkt und schließlich auf den Deponien der dritten Welt landet, wo Kinder sich fragen, was sie mit diesen nutzlosen Puppen anfangen können. 
 
Wer Ohren hat, der höre und wer ein Hirn hat, der denke. 
 
Würden die Gelder, die jetzt die Geldbörsen der Lizenznehmer und Produzenten füllen, genommen und diese zur Beseitigung von Wohnungsnot, Krankheiten und Hunger verwendet (die Reihenfolge ist keine Wertung), dann wäre diese Welt auf einen Schlag um ein großes Stück lebenswerter geworden.