Dienstag, 12. Januar 2021

Weihnachten und Silvester

Das neue Jahr ist schon halb rum und ich habe noch immer nichts geschrieben. 
Dabei gäbe es so viel. 
Fangen wir mal damit an, dass wir Weihnachten hatten. 
2020 war alles anders. 
Tatsächlich sollte 2019 das letzte Jahr sein, in dem Estelle für den Weihnachts-Familiengottesdienst verantwortlich war. Also hatten Yolande und ich auch das letzte Mal einen Auftritt als Saxophon-Duett. 
Soweit war die Planung. Dann kam Corona und es gab nicht einmal einen richtigen Gottedienst. 
Sehr schade, aber was half alles lamentieren. Unser Herr Pasteur ist, von der Feuerwehr begleitet, durch die Dörfer gefahren und hat Straßenandachten gehalten. Einfälle muss man haben. 
Ansonsten hatten wir es ruhig, so wie auch Silvester. Gemütlich essen, Dinner For One, etwas spielen und dann gemeinsam nach draußen, um das neue Jahr zu begrüßen. 
Es war stiller als sonst, aber auch andere hatten noch Batterien und Raketen gehortet, also gab es immerhin etwas an Feuerwerk. Knaller, Kanonenschläge und dergleichen waren aber sehr selten zu hören. 
Am nächsten Tag waren also auch kaum Reste auf der Straße zu beseitigen. 
Es war das letzte Mal, dass wir als Familie zusammen gefeiert haben. 
2021 wird Yolande mit ihren Freunden und Victor mit seinen Freunden feiern. Wir Alten müssen dann selber ein Fass aufmachen. 
Sofern wir die zweite, dritte und vierte Welle überleben. 
Im Moment wütet das Virus schlimmer als zuvor und niemand weiß so recht, was noch passieren wird. 
Tatsächlich finde ich, die sollten einige Anti-Corona-Demos steigen lassen, mit verbindlicher, namentlicher Anmeldung und einem damit verbundenen Verzicht auf ärztliche Hilfe, bzw. Sauerstoffgabe/Beatmung im Falle einer Erkrankung. 
Einige Probleme ließen sich so einfach lösen. 

Meine treuen Leser merken, auch dieses Jahr spare ich nicht mit zynischen Bemerkungen, Sarkasmus und abfälligen Bemerkungen über alle anderen. 

Frohes neues Jahr.

Freitag, 18. Dezember 2020

Nena W(31) fühlt sich einsam...

Mal wieder der Griff in die Mottenkiste. 
Lest erstmal selber, dann zerpflücken wir das Ding. 
 

Na Du! Ich bin die Nena2020, bin 31 und du? Du kommst aus meiner Nähe? Ich bin nun schon länger auf der Suche, nach meiner Scheidung, habe ich irgendwie kein Glück mehr gehabt, was Männer betrifft. Ich suche im großen und ganzen auch nichts kompliziertes, eher etwas entspanntes, mit erotischen Aktivitäten... Ich habe kommende Woche Urlaub, aber wahrscheinlich ist das zu spontan für Dich oder? Dieser Virus hat echt viel durcheinander gebracht, sogar jemanden kennenlernen ist schwer geworden..

Erstmal der Betreff: Nena W(31) fühlt sich einsam...
Vorname und abgekürzter Nachname. Wie im Polizeibericht in der Zeitung. 
Wofür steht das "W"? Soll das gleich auf "weiblich" hindeuten?
31 Jahre, in Klammern angegeben - da sind wir wieder bei der Zeitungsmasche, gleichzeitig wird signalisiert, kein junges Ding, Erfahrung, aber nicht zu alt. 

Dann folgt der lockere Einstieg mit "Na Du" - immerhin wird die Anrede hier, wie auch später großgeschrieben. Immerhin. Täuscht aber nicht über die anderen Fehler hin, die WORD prompt markiert hätte. "Ich bin die Nena2020, bin 31 und du?" 
Zack - Anrede wieder klein. Dann dieses dusselige "die" vor dem Namen, dass Du nicht "der" Nena bist, haben wir uns schon gedacht. 
 
"... und du?" Nein, ich bin weder Nena2020, noch bin ich 31. Was für eine blöde Frage. DU bist Nena2020 - aber das scheint der Schreiberling, der diesen Text verfasst hat anscheinend gerade vergessen. Denn wer glaubt denn wirklich, dass wir es hier mit einer "echten" Nena zu tun haben?

Jetzt werde ich mal etwas boshaft: "nach meiner Scheidung, habe ich irgendwie kein Glück mehr gehabt, was Männer betrifft." Vorher wahrscheinlich auch nicht. 
Boshaftigkeit mal beiseite, was hier ausgedrückt werden soll ist ganz einfach: Du, der auf diese E-Mail reinfällst, sollst denken, Du seist besser, als die anderen - oder es ist die ganz egal, Du willst sie nur flachlegen und da schon länger "nichts mehr gelaufen ist", ist ein williges Opfer zu erwarten. 

"...im großen und ganzen..." Ist der Deutschunterricht wirklich so schlecht geworden?
Es heißt "im Großen und Ganzen". 
Zählt das nun zu "Betrüger wissen es nicht besser" oder eher zu "Perfektion ist verdächtig"?
Naja, "Nena" will entspannte erotische Aktivitäten. Sex, meine lieben Lesemenschen, ist kein stabiles Fundament für eine gute Partnerschaft. Da gibt es nix dran zu rütteln. Das hält weder 9 1/2 Wochen, noch bis zum verflixten 7. Jahr. 

Jetzt kommt der Hammer: "Habe nächste Woche Urlaub" - ja klar, ich auch. Ab dem 23.12. abends. 
Da habe ich am 24. Zeit, mich in erotische Abenteuer zu stürzen, während Frau und Kinder die Weihnachtsstube herrichten. Ist ganz klar - wo ist mein Sarkasmus-Schild?

"Der Virus hat echt viel durcheinandergebracht" - genau, das ist EIN Wort und es wird nicht dadurch richtig, dass es immer wieder falschgeschrieben wird. 
Während der Virus wütet, will sich Nena mit Männern aus der Nähe treffen. 
Ansteckung? Gibt es gar nicht, Covid-19 ist ja nur von der Regierung erfunden. 

Jetzt noch einen zum Schluss: "Du kommst aus meiner Nähe?"
Warum klingt das trotz Fragezeichen am Satzende eher nach einer Feststellung?
Vor allem frage ich; woher ich das wissen soll

Wenn ich einen Strich drunter mache - komme ich wie immer zu dem Ergebnis: 
Hier sollte man die Finger von lassen!


PS: Der Spamfilter hat eine Nachricht abgefangen, von der ich nur die Überschrift sehe: 
Setze dein inneres Biest frei!
Das ist doch einfach nur schlecht aus dem Englischen übersetzt. 
Hier hat niemand ein "inneres beast" Ein "Biest" ist hier eine unfreundliche Dame, die keifend im Laden steht und den Angestellten das Leben schwer macht. Oder eine beliebige weibliche Person, die hinterhältig und intrigant in Soaps agiert. 
Männer sind niemals ein Biest, auch wenn es "das Biest" heißt. 
Eine sinnvolle Übersetzung für o.g. Betreff wäre: 
Befreie das Tier in deinem Inneren!
Das wäre ein deutscher Satz, der hätte Sinn und Verstand. 
Klingt natürlich nicht so schmissig, aber letztendlich ist es auch egal.
Welches Tier, oder gar Biest soll ich befreien?
Einen Löwen, einen Tiger, einen Bären. 

"Schlimmer als des Tigers Zahn,
ist der Mensch in seinem Wahn"

Dem füge ich nichts mehr hinzu!

Montag, 14. Dezember 2020

Jetzt ist es soweit...

... kein Alkohol auf der Straße, keine Silvesterknaller, kein Spaß. 

Jetzt befürchte ich, ist der Zeitpunkt nicht mehr weit, wo die Stimmung wirklich kippt.  
Nach einem entbehrungsreichen Jahr wird auhc noch das Knallbonbon zum Ende gestrichen. 
Aua, aua. Hoffentlich haben sich die Verantwortlichen das auch gut überlegt. 
Ganz zu schweigen davon, dass auch die Pyrobranche jetzt den Bach runtergeht. 

Wartet mal ab, das ist der Einstieg in den Ausstieg. 
Nächstes Jahr heißt es: Das war so toll ohne die Kanller: Keine Verletzten, kein Müll, keine verängstigten Tiere, keine Sachbeschädigung. 
Wir verbieten das jetzt für immer. 

Legt es Euch auf Termin und guckt in einem Jahr wieder auf diesen Post. 
So wird es kommen.

Freitag, 11. Dezember 2020

Vom Vorlesen und Keksebacken

Tatsächlich kommen jetzt erstmal einige Absätze Geplänkel, in denen ich mich wie üblich über meine Mitmenschen lustig mache. 
Der wirklich wichtige Teil kommt erst weiter unten. 

Schon immer habe ich gerne gebacken. Plätzchen, Kuchen, Brot. 
Dabei neige ich zu den einfachen Rezepten. Die Sachen müssen Hand und Fuß haben, kein Schickimicki, kein Goldrand und vor allem muss es schmecken. 
Modetorten in quietschbunten Farben, sind bei mir nicht zu finden. 

Der Erfolg gibt mir recht. Mein Kuchen wird gerne gegessen, meine Plätzchen finden regen Absatz. 

Jetzt geht es in die nächste Generation - Yolande sitzt in einer fernen x-beliebigen Universitätsstadt, betreibt Home-Studying (schreibt man das wirklich so?) und backt Weihnachtskekse. 
So kamen auch prompt per Newmedia erst Bilder und später auch Kommentare. 

Sie beschrieb ein mir bekanntes Szenario: Die Kekse kommen gut an, sind schon fast weg und diejenigen, denen ein Döschen geschenkt wurde melden (von sich aus), wie lecker die sind und ob es evtl. noch einen klitzekleinen Nachschub geben könne. 

Dem gegenüber stehen dann die Plätzchen, die uns geschenkt werden. 
Es ist ja lieb gemeint, aber bitte behaltet eure Steinküchlein. Wir brauchen kein Staubgebäck und auch keine Dekokekse ohne Geschmack. 
Warum tut ihr uns und auch euch selbst das an?
Könnt oder wollt Ihr das nicht besser machen?
Schmecken euch die eigenen Kekse, oder seid ihr so freigiebig, weil ihr die loswerden wollt und sie auch euch nicht munden?
Nein, nicht jedes Rezept ergibt leckeres Gebäck. Das ist auch bei mir so, aber ich sortiere aus. 
Schmeckt der Keks nicht fliegt das Rezept ins Altpapier. 
Bei Fehlversuchen, die auf meine Kappe gehen, mache ich Notizen und probiere es ein anderes Mal erneut und bringen (hoffentlich) eine Verbesserung ein. 
Aber Lebensmittelabfälle werden von mir nicht zur Tarnung hübsch eingepackt und verschenkt. 
So misantrophisch bin nicht einmal ich. 
Interessant dabei, dass auch Yoland mir berichtet, wie sehr sich ihre Erfahrung mit meiner o.g. Beschreibung deckt. 

Jetzt zu den wichtigen Dingen im Leben. 
Yolande berichtete aus ihrem Studium, wie ein Prof die Wichtigkeit des Vorlesens bei Kindern herausgestellt hat. 
Das sei nicht nur eine gemütliche Zeit zusammen, sondern es verbessere die Konzentrationsfähigkeit, den Wortschatz, trage zu einer positiven Einstellung zur Sprache im allgemeinen bei und zu guter Letzt haben Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wurde bessere Noten in Sprachen und Mathematik. 
Jungs profitieren deutlich mehr vom Vorlesen, als Mädchen. 

Nicht, dass wir immer alls gut und richtig gemacht hätten, aber Vorlesen war immer ein Bestandteil des Abendrituals. Ist es so schwer, sich mal diese Viertelstunde um das Blag zu kümmern und etwas zu lesen? Warum ist das nicht allgemeiner Konsens.

Auch wenn Eltern nicht oder nicht sicher lesen können, dann kann anhand eines Bilderbuches eine Geschichte erzählt werden. Lasst Phantasie zu, gebt dem Kind Raum, die Geschichte mitzugestalten und entwickelt eigene Ansätze. Das gemeinsame Lesen (und Leben) bietet Chancen - nehmt sie wahr. 

Nein, nicht jedes Kind wird durch Vorlesen zum Einstein. 
Wahrscheinlich gar kein Kind, wenn es nicht das entsprechende genetische Potential mitbekommen hat.
Aber die Schulzeit wird für alle leichter, wenn Jungemädchenkindjugendlicher mit einem positiven Verhältnis zu Buch und Sprache durchs Leben geht. 
 
In diesem Sinne - raus mit den Büchern und dann wird vorgelesen!

Mittwoch, 2. Dezember 2020

Das Jahresende...

 ... naht und schon lange haben wir nichts mehr vom Brexit gehört. 


Was spielt sich da hinter den Kulissen ab und warum ist schon so lange Funkstille?

Mittwoch, 25. November 2020

Eine Frage der Kultur

 Ich bin ja kein Nazi, aber...


... beim Plätzchenbacken habe ich die Form "Halbmond" aussortiert und steche bevorzugt "Schweinchen" aus.

Montag, 23. November 2020

Lass die Dinge doch mal laufen.

Die einen protestieren gegen Corona, die anderen protestieren gegen die, die gegen Corona protestieren. 
Dazwischen unsere Freunde von der Polizei, die nach jeder Seite den Kopf hinhalten müssen. 

Lasst sie doch einfach mal die Sache unter sich klären. 
Die Polizei schützt die Geschäfte und Anwohner, passt auf, dass die Rettungswagen freien Zugang haben und dann sollen sich Coronaleugner und Coronaleugnergegner mal einfach die Köppe einschlagen. 

Das Ergebnis wir sein, dass die nächsten Demonstrationen geringer ausfallen, weil nur noch die kommen, die Krawall möchten. 
Wenn das zwei oder drei Mal durchexerziert wurde, kommt nur noch eine überschaubare Menge und wenn die an den Stadtrand gedrängt werden, weil innerorts keine Demos mehr erlaubt sind, können wir Tribünen aufstellen, Eintritt nehmen und den Gladiatorenkämpfen der Gegenward beiwohnen. 

So hätte jeder etwas davon. 

Ach ja, die Krankenkassen brauchen natürlich nicht für Schäden zu zahlen, die durch Teilnahme an Demonstrationen entstehen. So kann jeder selber entscheiden, ob er sich gesittet verhalten möchte oder lieber die Konsequenzen für dümmliches Verhalten selber tragen möchte. 


Nachsatz: Dieser Beitrag ist natürlich nicht ernstgemeint.

Freitag, 20. November 2020

Trump und der Deep State

 Eines mal vorweg: Es gibt keinen Deep State. 
Zumindest nicht so, wie ihn sich viele vorstellen. 
Einen geheimen Machtapperat, der in Wahrheit die Strippen zieht und im Verborgenen agiert. 
Unsinn. 
Es gibt einen Regierungsapperat, der funktioniert auch dann, wenn es an der Spitze krieselt. Der unabhängig von der Farbe oder der Richtung der Regierung seine Arbeit macht und einen Staat am Laufen hält. Es sei denn, dort wird von Regierungsseite massiv eingegriffen.

Was hat es denn nun mit den Vorwürfen Trumps auf sich, dass der Deep State ihn weghaben möchte. 
Gäbe es den Deep State wirklich, dann würde Trump endlich mal die Wahrheit sagen. 

Als es vor vier Jahren darum ging, die Nachfolge Obamas anzutreten, kam Trump wie gerufen. 
Ein Politneuling, weiß, männlich, alt und unerfahren. 
Besser als eine taffe, regierungserfahrene Frau. 
Auch der Deep State kann sich irren. 

Bestimmt verfolgt auch der DS ein "America First", aber wenn man der Erste sein möchte, muss man auch überall mitmischen. Also das Gegenteil von dem, was Trump wollte. 
War vielleicht nicht allen klar. 
Oder man versprach sich, dass der Politkasper schon eingefangen werden kann. Als Neuling wäre er bestimmt leicht beeinflussbar. Das Regieren mit Trump als Marionette wäre schick und einfach gewesen. 
Vielleicht wurde er auch etwas eingeweiht, um ihn gefügig zu machen, nach dem Motto: Wir zeigen und geben Dir etwas, dafür machst Du, was wir wollen. 

Da Trump aber völlig beratungsresistent ist, schlug dieses Experiment völlig fehl. Dafür zerschlug er in vier Jahren so viel politisches Porzellan, dass nun die Notbremse gezogen wurde und ein weiterer alter, weißer Mann an die Spitze gesetzt werden soll. 
Dann eben auch mit einer jungen, schwarzen Frau. 
#Metoo und Gender gehen auch am DS nicht spurlos vorbei. Auch das Volk soll ja folgen. 

Um jetzt mal aufzuzeigen, dass wir es hier mit einem Hirngespinst zu tun haben, folgender Gedanke: 
Wenn der Deep State so mächtig ist, wie alle glauben, UND er Trump weghaben möchte - warum hat er dann nicht die Chance genutzt, Trump während der Covid-19-Infektion einfach sang- und klanglos zu beseitigen? Wäre doch eine gute Gelegenheit gewesen. 
Wie simpel, einen Krankenpfleger oder eine Schwester einzuschleusen, die tödliche Medikamente hätte geben können, einen IT-Spezi, der die Krankenakte ändert, einen Arzt, der einen beschönigten Totenschein ausstellt, eine Obduktion, die ein "offizielles" Ergebnis bestätigt. 

Zu guter Letzt wäre dieses prominente Opfer auch ein guter Hebel gewesen, das Volk weiter zu unterdrücken und zu knebeln. 

Alles nicht passiert. 
Nehmt Abschied von den Echsenmenschen des Deep States. 

Verschwörungstheorien existieren, weil Leute an sie glauben und sie weiterspinnen. Aber sie sind nicht wahr.

Mittwoch, 11. November 2020

Identische Sympthome

Bei einem gemütlichen Abend mit Freunden (also noch vor Corona) plauderten wir über dies and das.
So kam es zur Sprache, dass deren Sohn in den schönen Frühjahrs- und Sommermonaten
mit dem Fahrrad zur Schule gefahren ist. Immerhin sind das fast 20km. Für sich genommen
ist das schon eine reife Leistung. Dann stellt der Herr Papa allerdings fest, dass sich das Rad nur
schwer bewegen ließ. Die Rücktrittbremse war irgendwie halb fest, die Bremsbeläge schleiften,
alles in allem Kleinigkeiten, die den Fahrgenuss doch schmälerten.
Doch nichts, was sich nicht mit etwas Werkzeug und Zuwendung zu beheben ging.
Nun fährt das Rad wieder leicht und gut, der Sohn ist begeistert.

Wenn ich daran denke, wie es "früher" war...
Im Alter zwischen 10 und 17 habe ich viel an meinem Rad geschraubt.
Das Rad war ein "Rennrad", das ich als Werbeprämie für den Bertelsmann Club bekommen habe.
Also ein "normales" Fahrrad ohne Schutzbleche und Beleuchtung, dafür mit 10-Gang-Schaltung,
Rennlenker mit entsprechenden Bremshebeln und Pedalen, an denen Schnallen für die Füße
waren. Irgendwann war die Welle vom Tretlager ausgenudelt und musste ersetzt werden,
dem Zahnkranz habe ich mal neue Lagerkugeln gegönnt, (die man damals noch lose beim
Fahrradhändler bekam), die Gangschaltung war auch hakelig und benötigte oft etwas Zuwendung.
Auch Rost war ein Thema und das Rad war später nicht mehr weiß, sondern rostschutzfarbenrot.
Bei alledem war ich nicht alleine. Mein bester Kumpe hat auch viel geschraubt, umgebaut,
angebaut, gemalt. Oft haben wir das zusammen gemacht.
Unsere Räder liefen - immer!
Dagen haben sich unsere Eltern rausgehalten, bei Fragen standen sie parat, aber ansonsten
lag das in unserer Verantwortung.

Woran liegt es, dass sowas heute nicht mehr funktioniert.
Was ich da hörte erinnert mich an Yolande und Victor - wenn am Fahrrad was nicht funktioniert,
wird da nicht von gesprochen, sondern es wird hingenommen.
Victor sagt zumindest Bescheid, wenn die Bremsen nicht mehr richtig arbeiten oder schleifen,
aber selber mal den Schraubenschlüssel in die Hand nehmen? Gar nicht dran zu denken. 


Hört man ein wenig "zwischen den Zeilen", dann ist dieses Verhalten anscheinend gang und gäbe.
Egal ob bei Fahrrädern, bei Kleidung, Schultaschen...
Es wird drauf gewartet, bis Mama oder Papa feststellt, was gemacht werden muss und
das dann auch wirklich macht. Aber Eigeninitative ist irgendwie nicht zugegen.

Jetzt frage ich mich: Was hat diese Elterngeneration falsch gemacht?

Montag, 9. November 2020

Immer wieder die gleiche Masche

 Da hätten wir wieder so einen "Brief". 

Lest und genießt - weiter unten mecker ich wieder rum und zerpflücke das Geschreibsel.
 
 Hallo unbekannter, hier steht dass du in meiner Nähe wohnst? :-D Woher genau? Können wir uns treffen? Mein Name ist L###, ich bin 25 Jahre und Alleinerziehende Mutter, als mein Ex erfuhr dass ich schwanger war, hat er es beendet und sich nie wieder gemeldet. Das nenne ich mal einen Mann. Naja seit dem habe ich meine Zeit komplett meiner 2 Jährigen Tochter gewidmet und mich auch mit keinem Mann mehr getroffen oder ähnliches. Ich möchte endlich wieder ein wenig Zeit für mich haben und probiere es einfach Online, vielleicht finde ich so ein passenden Partner. Ich will mich nicht sofort binden, vielleicht könnten wir uns treffen? Ich würde dich gerne zu mir einladen, dann könnte ich etwas leckeres für uns kochen? Leider finde ich keine Telefonnummer von dir, damit ich dir bei WhatsApp schreiben kann. Kannst du mir bei www.#####.## schreiben das ist kostenlos, dann kannst du mir eine Telefonnummer schicken und ich würde dir bei WhatsApp schreiben? Ich heiße dort L###. Ich habe noch ein paar Bilder, da siehst du ein bisschen mehr von mir... :-) Magst du Kinder? Mit dem richtigen Mann an meiner Seite, könnte ich mir noch eins vorstellen, vielleicht habe ich ja mit dir das Glück! Freue mich auf deine Antwort! Liebe Grüße L###
 
Hier bin ich nur der "kleine" unbekannte, nun gut, aber wenn da steht, dass ich in der Nähe wohne, warum nennst Du nicht a) meinen Namen oder b) nennst mich "der, der nicht genannt werden darf". 
Das hätte doch was. 
Schön auch "in der Nähe wohnen" und danach "Woher genau?"
Das passt nicht. Es hätte heißen müssen, "dass Du aus meiner Nähe kommst." Dann geht das mit "woher". 
Ansonsten hätte es "Wo genau?" heißen sollen.
Da aber heutzutage viele diese kausalen Bezüge nicht mehr beherrschen, sehen wir mal darüber hinweg.  
(Vergleiche auch "dieser und jener" und "zwecks" - dann wisst Ihr woher meine grauen Haare kommen!!)
 
L### ist von ihrem Mann verlassen wurde. Anscheinend war er schon ihr Ex, als er erfahren hat, dass sie schwanger war. Zumindest schreibt sie es so - aber da wären wir wieder bei den kausalen Zusammenhängen. Immerhin zeigt sie eine Spur von Ironie: "Das nenne ich mal einen Mann."
 
Jetzt kommen einige Hammer-Sätze! 
Zwei Jahre keinen Mann mehr gehabt - da läuten doch beim Mann die Glocken; die möchte es richtig besorgt haben
"Nicht sofort binden" - Sex ohne Verpflichtung. 
"Was leckers für uns kochen" - Sex und Essen - wenn die Tante noch Bier im Haus hat, ist die Sache perfekt. 
Wäre da nicht der Nachsatz: "Endlich wieder Zeit für mich" - ja was denn? Zeit für sich oder einen Macker an der Backe haben? Das passt nicht zusammen. 
Der Hinweis auf Kinder soll wohl die ansprechen, die bisher alleine sind und sich eine heile Familie wünschen. Es werden also alle Sorten Männer angesprochen; die geilen Hengste, die nur Sex wollen, diejenigen, die zwar mal ran möchten, aber sich auch eine Beziehung vorstellen können und die einsamen, die endlich eine Familie möchten. 
 
Doch es geht mit dem normalen Muster weiter: 
Anmelden auf Website XY, WhatsApp-Nr. geben und dann?
 
Keine Ahnung. Melde mich ja nie auf so einen Unsinn. Wahrscheinlich setzt aber der Kontaktaufnahme die Abzocke ein. Geld für dies, Geld für das. 
Mein Tipp: Lasst die Finger von soetwas. 

Donnerstag, 5. November 2020

Die "Wahl" in der USA

Es wurde gewählt. 
Die Stimmen werden ausgezählt und es passiert, was befürchtet worden ist. 
Trump akzeptiert nicht, wenn er weniger Stimmen erhält, als Biden.  
Dass Briefwahl Betrug ist, hat er seit Monaten kundgetan - wobei er selber auch schon von der Briefwahl Gebraucht gemacht hat. 

Doch was passiert, wenn Trump wirklich verliert und auch die Gerichte nichts anders tun können, als den Sieg Bidens zu bestätigen (was noch nicht sicher ist!)?

Trump wechselt in die APO. 
Er wird per Twitter und Fox gegen die Biden-Regierung ätzen, wird seine Anhänger anstacheln, wird die Republikaner wieter gängeln und alles dafür tun, dass Biden keinen Erfolg hat. 
Solange, bis vier Jahre um sind, er sich erneut zur Wahl stellt und damit wirbt, dass er alles viel besser gemacht hat. 

Wartet ab und denkt an meine Wort. 
Es ist ein Alptraum der nie enden wird.