Montag, 30. September 2013

Analphabet

Tatsächlich, ich bin Technik-Analphabet.
Computer-Legastheniker.
Was auch immer.
Der Kram muss funktionieren und gut.

Jetzt hat unsere Fritzbox ihren Geist aufgegeben.
Anschließend musste ich lernen, dass sich das Ding "router" schimpft.
Also gut.
Habe ich also einen neuen gekauft und war mit der Installtion heillos überfordert.
Eine Anleitung gibt es heutzutage nur online - nur wenn man nicht ins Netz kommt, ist das wenig hilfreich.
Auch eine Hotline sucht man auf der Packung vergebens.
Auf der Homepage findet man die. Besetzt von Montag bis Freitag, 9.00 bis 15.00 Uhr - also zu Zeiten, zu denen man als arbeitende Bevölkerung gar nicht ans Telefon kommt.
Es scheiterte daran, dass ich Kennung und Kennwort für meinen IPS (oder ISP???) eingeben sollte.
Zum Glück habe ich den Kram noch gefunden, von da, als wir zur Dödelkom gewechselt sind.
Da standen tausend Nummern. Keine Ahnung, was ich eingeben sollte, aber ich habe alle Kombinationen ausprobiert, ohne das etwas passierte.
Schließlich sagte Françoise - guck mal, was hier im alten Heft von 1&2 steht - hilft Dir das?
Ich (schon reichlich genervt) - jaja, ich guck gleich mal. Ich tippe doch gerade.
Dann habe ich doch geguckt und es fiel mir wie Schuppen von den Augen.
Man muss die Dödelkom-Nummer, die in drei Zeilen steht, komplett in einem Stück eingeben und noch "@dödel-online.de zufügen.
Schon klappte es.

Was wäre ich ohne diese wunderbare Frau??

Freitag, 27. September 2013

Politiker

Was sagt man dazu - die SPD ist mit einem Kanzlerkandidaten angetreten in der Hoffnung und mit dem Ziel, an die Regierung zu kommen und sogar den Kanzler zu stellen.
Jetzt haben weniger Leute SPD gewählt, als gedacht und schon sind sie mucksch und wollen plötzlich lieber Opposition sein.
Aha - war also gar nicht so ernst gemeint, mit dem Regieren-Wollen.
Warum stellen die sich nicht der Verantwortung und nehmen Verhandlungen auf?

Die CDU dagegen hat vor den Wahlen vollmundig behauptet und es nie schriftlich fixiert, dass sie keine Steuern erhöhen wollen.
Jetzt, da sie noch nicht einmal jemand zum Verhandeln haben, spekulieren sie schon darüber, an welchen Steuerschrauen sie denn drehen könnten.

Sage mir da doch mal einer, er könne die Nichtwähler nicht verstehen!

Die toten Crackhuren

Gestern gab es den "Bundes-Song-Contest" von Stefan Raab.
Davon habe ich nichts gesehen, außer den Beitrag aus Sachsen:
"Die toten Crackhuren im Kofferaum" - "Ich brauche keine Wohnung" oder so ähnlich.

Der Name ist schon mal völlig beknackt, da fallen mir bloß noch die "angefahrenen Schulkinder" ein.

Der Sound erinnerte ganz böse an die Achtziger. Das war ein einfacher Rock, einigermaßen schnell, Gitarren- und Bass-lastig, sowie ein bisschen quietschenes Keyboard dazu.
Der Gesang war weder melodiös noch war der Text anspruchsvoll.

Sehr beruhigend, dass die nicht gewonnen haben.
Aber das Wiederhören mit den Achtziger, war schon lustig.

Falsche Reihenfolge, zum Zweiten

Es ist nicht lange her, als ich darüber berichtete, wie in einem Ort auf der maroden Straße eine neue
Straßenmarkierung aufgebracht wurde.
Nun kam der Straßenbau und hat die maroden Stellen ausgebessert, aufgefüllt, geteert und wieder hübsch gemacht.
Nur die Straßenmarkierung ist weg.

Wer plant sowas eigentlich?

Was mir auch noch auffiel: >>früher<< wurde bei Ausbesserungsarbeiten nicht so ein Schweinkram auf der Straße hinterlasen. Jetzt sind überall Spuren von den Arbeitsfahrzeugen, Schlieren, Asphaltreste...
Konnten die Alten das etwas besser, als sie jung waren?

Donnerstag, 26. September 2013

Teesalat

Ein schöner Besuch in einem Teeladen.

Eigentlich sind nur die Sachen schön, die ich gekauft habe, nicht der Teeladen als solcher.
Doch hatte ich einen Gutschein und den wollte ich nicht verfallen lassen.

1x Grüntee "Ingwer-Grapefruit" - natürlich aromatisiert und schmeckt wirklich gut.
1x russischen Samowar-Tee - ein starkes Zeug. Nichts für schwache Herzen.
1x Assam - eine Mischung für eine dunkle Tasse, aber dennoch von einer ganz eigenen Leichtigkeit.
1x englischer Frühstückstee - für meinen Geschmack schon fast zu stark - ich muss die Mengen noch etwas austesten.
1x Earl Grey - in Bio-Qualität - die zweitbeste Mischung, die ich seit langem getrunken habe.

Tees für jede Gemütslage. Sehr schön.

Kostenpunkt: rund 15 EUR

Mittwoch, 25. September 2013

Von Schwuchteln und Yuppies

Vor einigen Tagen waren Françoise und ich los, weil der Yeti ein neues Hemd brauchte.
Yetis kaufen nicht gerne Klamotten, aber mit der weltbesten Beraterin an der Seite ist auch diese Hürde zu meistern.
So war der Plan.

In der Tat scheinen im Moment Karos "in" zu sein.
Vor allem große Karos. Die Hälfte des Hemden-Sortiments sieht, als würden Busse voller Holzfäller erwartet werden. Der Rest ist vielleicht nicht ganz so großkariert, aber dafür mit rot, rose, pink und orange so gehalten, dass man(n) am Christopher-Street-Day schnell ein Date bekommen würde.

Ein kleiner Rest an Hemden sieht ganz annehmbar aus, aber auf den zweiten Blick offenbaren diese großflächige "Applikationen" auf Ärmeln (halbwegs dezent), Brust (schon fast unerträglich) und Rücken ("mein Leben als Litfaßsäule").
Sowas tragen die frischgebackenen Dipl.Ing.s die mit Mitte/Ende Zwanzig von der Uni kommen, keine Ahnung haben, wie ein Schraubenschlüssel angefasst wird und zum rasieren brauchen die alle zwei Wochen nur einmal mit dem Handtuch über's Kinn zu rubbeln.

Bitte, wo gibt es noch langweilig Hemden, in gedeckten Farben, dezent gemustert (gerne nur Streifen), ohne quietschbunte Aufnäher?
Zudem sollten die drei Jahre regelmäßiges Tragen und entsprechende Maschinenwäsche klaglos wegstecken.

Dienstag, 24. September 2013

Auf dem Flohmarkt

Zu den Dingen, die ich nicht mag, gehört es definitiv auf dem Flohmarkt zu stehen.
Zwar haben wir genügend Kisten, um drei geräumigt Kombis zu füllen, vorgepackt, aber trotzdem ist man damit beschäftigt, den ganzen Ranz vom Dachboden runterzuschleppen, einzuladen und anderswo einigermaßen ansehnlich aufzubauen.
Nur um dann nassgeregnet zu werden, sich die Zehen abzufrieren oder mit dem Schmetterlingsnetz alles einzufangen, was der Wind davonträgt.
Immerhin war es jetzt so, dass wir bei Bekannten in der Scheune stehen konnten. Verbunden mit einem streßfreien Aufbau am Tag zuvor und der Möglichkeit, sanitäre Anlagen in der Nähe zu haben.
Ein großer Pluspunkt.
Es wurde auch einiges verkauft, sogar einige der Sachen, die wirklich groß und sperrig waren und seit Jahr und Tag herumstanden.
Françoise verblüfft mich immer wieder mit ihrer Fähigkeit Menschen anzusehen, was sie zu zahlen bereit sind. Ebenso weiß sie auch, wer "kaufig" ist und wer bloß blöde rumquatschen will.

Von meinen Erbschaften bin ich so gut wie nix losgeworden.
Kein Wunder, ich möchte es auch nicht haben und unsere Schränke sind schon übervoll.
Bei den zwei Umzugskartons mit Gläsern, die keine Beachtung gefunden haben, überlege ich jetzt doch, ob die nicht komplett in den Altglascontainer gekippt werden sollen.
Mir blutet es im Herzen, denn dort sind schöne Cognac-Gläser, die es in dieser Qualität nicht mehr gibt, Weingläser, die gut in eine Studentenbude passen und z.T. Markengläser, die natürlich auch um Längen besser sind, als der Mist, den IK*A als Massenware von Billigherstellern aus dem Ausland einführt.
Die Alten die kommen, haben ebenso wie wir, alles, was sie brauchen und die jungen Leute sammeln sich ihre Einrichtung und Aussteuer nicht mehr zusammen, sondern decken sich mit charakterlosen Plunder im schwödischen Möbelhaus aus. Mit dem Erfolg, dass es in Sachen Geschirr und Besteck ziemlich eintönig zugeht. Aber das mag ein anderes Thema sein.

Beim Wegräumen der Reste am Abend hat, mich die Masse an überflüssigem Kram wirklich erschlagen. Wir müssen weiter aussortieren und vielleicht nicht den Umweg über den Flohmarkt wählen, um Sachen loszuwerden, sondern die direkte Möglichkeit über den Restmüll.

Es ist noch ein weiter Weg.

Montag, 23. September 2013

Mutti freut sich und ist traurig.

Frau Merkel freut sich sichtlich.
Sie hat ein tolles Ergebnis "eingefahren" und sie ist die Schwuchtel und den Waschlappen charmant losgeworden.
Etwas traurig könnte sie darüber sein, dass ihr williger Koalitonspartner seine Sitze nicht zur Verfügung stellen kann.

Da der Bundestag nun zur Hälfte rot-rot-grün ist, bleibt nur der Griff zur großen Koalition.
Wie gut das funktioniert, haben wir in der Vergangenheit schon öfters gesehen.
Aber CDU-Linke geht gar nicht, schwarz-grün ist auch eher problematisch.

So bleibt Mutti keine Wahl. Sie muss sich mit den Sozis arrangieren.
Das trübt die gute Stimmung natürlich.

Aber mal unter uns.
Ich habe noch keinen getroffen, der für den Rauswurf der FDP nicht Häme, Spott oder Schadenfreude über hat.
Die Partei hat sich mit ihren windelweichen "Spitzenkandidaten" und ihrem schwammigen Wahlprogramm nebst "Zweit-Stimmen"-Kampagne selber derart vor die Wand gefahren, dass eine Analyse der Gründe jedem, der nicht durch eine gelbe Brille guckt, leicht fallen wird.

Freitag, 20. September 2013

arbeitslos

...habe ich schon erwähnt, dass ich dieses Wochenende keinen Rasen mähen muss???


*gggggggggg*

Mittwoch, 18. September 2013

neuer Tee

Unlängst musste ich eine Stunde Wartezeit in der Kleinstadt um die Ecke zubringen.
Dabei hatte ich die nicht eingeplant.
Um die Zeit sinnvoll zu nutzen, habe ich dem örtlichen, alteingesessenen Teehandel einen Besuch abgestattet. Früher habe ich dort immer "russisch Rauch" gekauft, da ich aber nicht mehr rauche...

Im Fenster wurde das "Gute halbe Pfund" angeboten.
Das gibt es als Darjeeling, als Assam-Blend und auch als Rotbusch (was für mich kein Tee ist).

Ich betrat den Laden, wurde begrüßt und antwortete, dass ich Tee kaufen wollte.
Der Besitzer schmunzelte leicht, ich schmunzelte mit.
Dann erkundigte ich mich nach dem "Guten halben Pfund" und zog anschließend von dannen.
Nicht ohne mit dem Besitzer übereingekommen zu sein, wieviel mehr Tee schwarzer Tee im Gegensatz zu Rotbusch-"Tee" ist.

Nun genieße ich wieder einen schönen Assam-Blend, der tatsächlich morgens leicht und blumig schmecken kann, während er abends auch kräftig gekocht werden kann.

Prädikat: Empfehlenswert.

Mäh!

Mein Helferlein mäht.
Da es im Moment eher etwas durchwachsenes Wetter ist, macht der Mährobotor natürlich etwas mehr Pausen, denn bei Regen fährt er nicht - da verklebt ja alles.
Gestern Abend habe ich die Messer kontrolliert und schon erste Schäden entdeckt.
Die sind allerdings selbstverschuldet - im Vorgarten haben wir einen Übergabeschacht für's Abwasser. Der ist auf der einen Seite schön eingewachsen, auf der anderen Seite guckt er 5cm aus dem Boden, weil mein Garten leicht abschüssig ist.
Da muss ich also noch ein wenig nacharbeiten.
Auch das Begrenzungskabel ist an einigen Stellen noch nicht optimal verlegt.

Es handelt sich übrigens um einen Landroid, der auf Gärten bis 1000m³ ausgelegt ist, die er in 27 Stunden gemäht haben soll.
Ich bin gespannt, wie er meinen Rasen in Schach hält, denn der Vorgarten ist nur durch einen schmalen Korridor zu erreichen und dann er auch nicht viel breiter.
Wir werden es sehen.

Dienstag, 17. September 2013

Deutsche Geschichte

Jetzt fehlt er wieder, mein Vater kannte sich in der deutschen Geshichte aus.
Nicht nur Zahlen und Fakten, nein, er kannte auch viele Anekdoten, die in keinem Schulbuch stehen.
Damit konnte er Wissen vermitteln, ohne einen monotonen Vortrag halten zu müssen.

Nun hat Yolande die Anfänge des deutschen Reiches im Unterricht, Karl und Otto und so weiter.
Das wäre der Zeitpunkt gewesen, wo "Opa" richtig hätte auffahren können.
Schade, dass sie das nicht mehr erlebt.

Montag, 16. September 2013

Helferlein am Start

Nun habe ich endlich den Rasenmähroboter an den Start bekommen können.
Tatsächlich mäht er surrt dabei nur leise vor sich hin.
Nix mit laut und 97dB - nix da, der ist flüsterleise und wenn ich die Tür aufmache, um zu hören, ob er noch mäht, oder ob er irgendwo steckt und mit Fehlermeldung stehengeblieben ist, dann fällt es mir schwer das Helferlein zu orten, wenn er nicht in Sichtweite ist.

Bislang habe ich die Begrenzungsschnur nur provisorisch gelegt, denn es gibt noch einiges auszubrobieren: Wo steht die Ladestation am günstigsten, wo muss ich dem Robo Grenzen setzen, wie nah oder wie fern vom Rand muss das Kabel wirklich liegen, welche Voraussetzungen muss die Lage des Kabels erfüllen, damit der Roboter den Weg zur Station wirklich findet.

Wenn es soweit ist, werde ich wieder berichten.

Samstag, 14. September 2013

Gute und böse Zahlen

Es gibt gute Zahlen, böse Zahlen und Söldnerzahlen. Gute Zahlen sind gerade und gucken nach links, böse Zahlen sind ungerade und gucken nach rechts.

Gut sind 1, 2, 3, 4

Böse sind 5 und 9

Söldnerzahlen sind 6, 7, 8 denn die gucken entweder zu falschen Seite oder sind nicht zu definieren. 


Ganz habe ich das nicht verstanden, aber alles muss ich auch gar nicht verstehen.

Freitag, 13. September 2013

Aussichtsloser Kampf

Unglaublich, da hat ein Gericht entschieden, dass eine 13-jährige mit einem „Burkini“ schwimmen und auch den Anblick von leichtbekleideten Jungen ertragen muss.
Obwohl sie eine Muslime ist und sie sich auf ihren Glauben beruft.

Dann wurde auch noch in einem Fall entschieden, wo ein Sohn von Zeugen Jehovas vor dem Film „Krabat“ beschützt werden sollte, er müsse diesen Film sehen, denn der Lehrauftrag der Schule umfasse auch die Vermittlung von den „Wurzeln“ der Kultur.

Vielleicht habe ich das aber auch falsch verstanden.

Wie dem auch sei, meine Chancen gegen die allseits gelehrte Mathematik zu klagen, stehen nun wohl schlecht.
Denn ich wollte mich gerne auf meine religiöse Ansicht stützen, und meine Kinder nur in die zamonische Urmathematik unterrichten lassen, weil alle anderen Zahlensysteme meinem Glauben total entgegenstehen.

Schließlich steht die religiöse Freiheit doch über allem, oder?

Die kürzlich erlassenen Urteile lassen aber befürchten, dass den Anhängern kleinerer Glaubensgemeinschaften großes Ungemach ins Haus steht.
















Für alle, die begriffsstutzig sind: Der oben stehende Beitrag ist nicht ganz ernstgemeint.


Volle Kraft voraus!

Victor macht uns im Moment viel Freude.
Er entwickelt sich sprunghaft und wir kommen kaum mit.
Nun ist es immer schwer, den "Kleinen" nicht mehr klein sein zu lassen, aber aufgrund des schwierigen Starts, den er hatte, war er halt immer der "Kleine".
Zudem steht er oft im Schatten von Yolande - sie ist ja auch die "Große".
Doch nun heißt es Leine geben, denn Victor hat am Wochenende mal wieder bewiesen, dass er selbstständiger ist, als wir vermuten.
Zudem ist er überwiegend fröhlich, sprüht über vor Ideen und selbst in der Schule geht es wirklich gut. Er ist ausgeglichen, arbeitet gut mit und lässt sich gut motivieren.

Schön, wenn es Verschnaufpausen im Leben gibt.

Donnerstag, 12. September 2013

Positives aus der Schule

Tatsächlich mal positives aus der Schule.
Die Klassenlehrerin hat angerufen und vermeldet, dass sich Victor seit den Ferien besser konzentrieren kann, er ist mehr bei der Sache, beteiligt sich am Unterricht und arbeitet zügiger.
Seine Leistungen sind unter "Druck" höher und besser, als wenn man ihn einfach machen lässt.
Warum erkenne ich mich da bloß so sehr wieder??
Insgesamt ist er auf einem guten Weg, so als "käme er langsam in der Schule an".

Darüber sind wir natürlich wirklich froh. Denn das beständige Therapieren und Fördern geht uns allen ganz schön auf den Senkel. Aber die Ergo scheint doch etwas zu bringen.
Wenn sich die geänderten Verhaltensweisen nun verfestigen und bleiben, könnte auch der Rest der Schulzeit für alle etwas entspannter werden.
Hoffen wir mal, dass auch Victor die Wende zur Besserung positiv wahrnimmt.

Mittwoch, 11. September 2013

Der Hautarzt meines Vertrauens

Warum sagen eigentlich alle, Hautärzte hätten einen an der Klatsche?
Egal, wen man fragt, die Meinung ist eindeutig und identisch.

Nun musste ich einmal zum Hautarzt und habe beschlossen, nicht zu der Ärztin zu gehen, bei der ich sonst war.
Dort nervte mich die Plätschermusik, das Wartezimmer mit Großflächenmonitor, auf dem Werbung für ihre Schönheitschirugie lief und die Einrichtung als solches. Anscheinend richtete sich diese Praxis an mondäne Kunden, die sich aufhübschen lassen wollen; dunkler Fußboden, schwere Möbel, exclusive Accessoirs...
Und die Ärztin schob mich Kassenpatienten ziemlich durch.
Die ersten zwei Termine bei Ihr waren noch ganz O.K. aber der dritte gefiel mir gar nicht.

Also gewechselt.
Aber auch hier wieder Plätschermusik, Fragebogen zur Hautkrebsvorsorge (deswegen war ich gar nicht da!), solariumgebräunte Sprechstundenhilfecheffin, bei der man sich kaum traute, sich anzumelden. Der Arzt war soweit ganz nett, aber auch hier ist Zeit Geld und daher ist man schnell durchgeschoben. Sehr positiv fand ich die Wartezeit von nur wenigen Minuten. Ich war pünktlich (10 Minuten vorm Termin) da und fand mich auf den Schlag genau mit dem Doktor in einem Zimmer wieder.
Allerdings kann ich mit dem ganzen Akupunktur, Resonanz, Bachblüten, Schüßler, Neuro Pseudo und Psychokram, den er alles anbietet nichts anfangen.
Gibt es keine normalen Schulmediziner mehr? Zusätzlich gibt es eine Beautysprechstunde.
Ob da nur die Beauties hingehen dürfen oder ob sie als solche wieder rauskommen??
Ich weiß es nicht.

Für meinen Teil werde ich versuchen, dort nicht allzuschnell wieder auftauchen zu müssen.

Dienstag, 10. September 2013

Im Visier der Ermittler

Eigentlich haben wir am Wochenende oft "Friends" (DVD) geguckt.
Das ist immer etwas albern, manchmal auch tiefsinnig und als Zuschauer ist man in der bequemen Lage, deren Irrungen und Wirrungen nicht selber mitmachen zu müssen, sondern sie mit einer amüsierten Distanz sehen zu können.

Derzeit läuft sonnabends aber immer ein Block von drei NCIS-Folgen.
Darum verstauben die "Freunde" im Schrank, weil die Fälle des NCIS spannend sind.

Lassen wir den Inhalt und alles mal beiseite und betrachten, warum diese Folgen gedreht und gezeigt werden:
Es finden allerlei Morde statt, die stets aufgrund von Mobiltel.-überwachung, Gesichtserkennungssoftware, Bankkonten-Check und so weiter, aufgeklärt werden.

Kurz gesagt: Es wird alles das genutzt, wogegen wir uns so wehren und was wir nicht haben möchten: Datenspeicherung von E-Mail-Verkehr, Mobiltel.-Daten, alle Dokumente, Lebensläufe, Führerschein, was auch immer gebraucht wird.

Wohlgemerkt nicht nur von Verbrechern oder Leuten, die mit sicherheitsrelevanten Daten zu tun haben - egal, wer, sie finden ihn.
Ganz egal, ob unbescholtener Bürger, zwielichtiger Einwanderer oder gestandener Soldat.

Das heißt im Umkehrschluss - jeder kommt in die Datei.
Früher gab es eine Verbrecherkartei, und die wurden überprüft.
Jetzt gibt es eine Datei für alle - somit stehen alle unter Generalverdacht.

Ist das nicht beängstigend?
Wer nun meint, es sei nicht schlimm und wer nichts zu verbergen hat, braucht auch nichts zu befürchten, dem sei gesagt, es gab auch schon Fälle, wo Daten missbraucht und geklaut wurden.


Somit meine Frage: Laufen die NCIS-Serien, um uns dahingehend zu beeinflussen, dass wir all die neuen "Errungenschaften" gut finden?

Montag, 9. September 2013

Modern Talking

Ich habe es nicht so mit der modernen Technik.
Mein Funkwecker hat mich schonmal um vier Uhr morgens geweckt, obwohl ich den nicht gestellt habe.
Heute hat er den Spieß umgedreht - als ich zu Bett ging, zeigte er 22.58 Uhr, was auch stimmte, denn die Uhr in der Küche stand auch auf elf (so ein altmodisches Ding mit zwei Zeigern).
Heute morgen hat mich jedoch Françoise wecken müssen, weil mein Wecker noch auf 5.15 Stand, wobei die Welt drumherum schon Viertel nach sechs hatte.
Wofür habe ich denn einen atomuhrgesteuerten Funkwecker?

Vielleicht sollte ich doch den alten Tick-Tack-Wecker mit den zwei großen Glocken wieder rausholen. Der muss zwar dann und wann aufgezogen werden, aber dafür sind die einzigen "Optionen" "wecken" und "nicht wecken".
Da geht nix mehr schief.

Außerdem können von dem keine GPS-Daten geortet werden.

Samstag, 7. September 2013

Statistik und Suchbegriffe

Die Überschrift ist irreführend.
Es geht hier gar nicht um Suchbegriffe.

Aber die Statistik sagt wieder schöne Sachen.
So wurde die 2000er Marke bei den Zugriffen geknackt. Dazu hatte ich eine Schnapszahl bei den Beiträgen, nämlich 222 - wobei davon noch eine Reihe nicht veröffentlicht ist.

Auch der Zugriff der letzten 30 Tage ist wieder auf über 300 geklettert.
Wie, das ist auch mir schleierhaft, denn hier steht ja gar nichts interessantes.

Freitag, 6. September 2013

Falsche Reihenfolge

Wieder passiert es.
Auf einer maroden Straße sind Markierungen angebracht, welche besonders schlimmen Stellen notdürftig durch den billigsten Anbieter ausgeflickt werden sollen.
Die Markierungen sind bestimmt schon vor vier Wochen aufgemalt worden.

Jetzt ist gerade ein Trupp Straßenmarkierer dabei, die Seitenstreifen neu zu machen.
Natürlich nur die Seitenstreifen, die Mittelstreifen werden alt und schedderig gelassen.
Dabei werden auch hübsch die Straßenabschnitte neu bemalt, die demnächst (eigentlich schon seit rund vier Wochen) neu gemacht werden sollen.

Anschließend wird die neue Markierung unter einer notdürftig aufgebrachten Schicht Asphalt verschwunden sein - bis in 5 oder 6 Jahren die Markierung mal wieder erneuert wird...

Bin ich der einzige, der sich fragt, warum die Planung da nicht vernünftig abgestimmt wird?
Es ist nicht das erste Mal, dass die Straßenbauer in dieser Reihenfolge arbeiten.
Das kommt davon, weil auf Deubel komm raus, alles privatisiert wurde.

Donnerstag, 5. September 2013

Heute keine Post

Heute schreibe ich mal nix.
Habe einfach keine Lust.
War auch irgendwie nichts ordentliches los.
Könnte ja mal was zur Politik machen.
Oder auch zum Sommerloch.
Warum nicht mal die aktuelle Lage in den Hungergebieten der Welt beleuchten.
Es könnte auch nicht schaden, mal ein Wort zu den Anti-Homosexuellen-Gesetzen in Russland zu verlieren.

Wetter!
Über das Wetter kann man immer schreiben. Interessiert zwar kaum jemanden, aber die Sonne scheint.

Mittwoch, 4. September 2013

Helferlein

Rasenmähen ist eine der Tätigkeiten, die ich nicht mag.
Langweilig, laut und zeitraubend.
In diesen zwei Stunden könnte ich auch etwas sinnvolles tun.
Vielleicht dösen, jonglieren üben, Bildzeitung lesen, Müll rausbringen, unkrautjäten, Katzen jagen oder Holz hacken.
Also habe ich mir für reichlich Geld einen Rasenmähroboter zugelegt.
Nun warte ich gespannt auf die Lieferung.
Dann werde ich berichten.

Bei der Bestellung wurde ich gefragt, welchen Namen  ich dem Mähroboter geben möchte.
Dann wäre auch eine Geburtsurkunde ausgestellt worden.

Es gibt ja Leute, die dergleichen tun - also ihren Gerätschaften Namen zu geben.
Da heißt ein Auto "Joe" oder "Lotte", Treppen heißen "Holger" oder der Staubsauger "Susi".
Ich oute mich jetzt mal als jemand, der das erstens albern und zweitens total dämlich findet.

Dementsprechend habe ich die Eingabe für einen Namen auch ignoriert.

Bin ich jetzt ein schlechter Yeti?

Dienstag, 3. September 2013

Stromlos

Ich erinnere mich an eine Zeit, in der gab es folgende elektrischen Verbraucher im durchschnittlichen Haushalt:
Lampen/Licht
Herd
Kaffeemaschine/Wasserkocher/Küchengeräte
Kühlschrank/Gefrierschank/-truhe
Fernseher
Radio/Musikanlage
Heizung/Warmwasserboiler/Durchlauferhitzer
evtl. Werkzeuge für Heimwerker und Bastler.

Heute sind alle diese Verbraucher noch ebenso vorhanden.
Doch es sind weitere hinzugekommen:
Rechner/Laptop/mehrere davon
Spielkonsole
Solare Warmwassergewinnung
elektrisches Kinderpielzeug mit Kabel oder aufladbarem Akku
Smartphone
Handy (Mobiltelefon)
iPad
iPod
elektronisches Buch
Schnurloses Telefon
Router
"intelligente" Haussteuerung/-überwachung
elektrische Schließanlage
Belüftungsanlage
elektronischer "Bilderrahmen"

Wer mag, kann mir noch die Sachen aufzeigen, die ich vergessen habe, sei es bei den "alten" oder den "neuen" Geräten.

Nun ist der Stromverbrauch von Geräten wie Handy/Smartphone etc. recht gering, wenn wir den Angaben der Stromerzeuger glauben dürfen; zwischen 2 und 8 Euro sollen die jährlichen Kosten sein.
Doch wenn eine Familie 5 Handys hat, liegen wir schon bei 10 EUR.
Dazu noch noch alle die neuen Geräte, die im Stanby-Betrieb gänzlich unbeachtet am Netz nuckeln.

Kein Wunder, dass der Stromverbrauch gestiegen ist und jeden Tag kommt neuer elektronischer Spielkram dazu.
Wei realistisch ist es da, seinen Stromverbrauch tatsächlich zu senken?
Denn gegen die ständigen Erhöhungen kann ein normaler Durchschnittsverdiener ja gar nicht gegenan verdienen.

Montag, 2. September 2013

Künstliche Verlängerung von Sätzen

Es wird immer gerne „aktuell“ benutzt, wo das Wort gar nichts zu suchen hat.
Schließlich bedeutet „aktuell“ soviel wie „auf das Tagesgeschehen bezogen“.
Aber „aktuelle“ Musik ist oftmals die, die im Radio rauf und runtergedudelt wird, während aktuelle Musik im Radio höchstens mal im Deutschlandfunk zwischen 3 und 5 Uhr morgens zu hören ist.
Genauso sinnvoll, ist es, wenn „Promis“ (also Leute, die zwanghaft versuchen, sich im Licht der Presse zu verwirklichen, ohne tatsächlich etwas nennenswertes zu leisten) sich mit einem „aktuellen“ Freund/Freundin oder dergleichen ablichten lassen.

Vielmehr kann das Wort „aktuell“ in vielen Fällen einfach weggelassen werden, weil sich aus dem Zusammenhang erschließt, dass man es mit etwas zu tun hat, was neu ist, diesen Moment betrifft, gültig oder erneuert worden ist.

Es hört sich schon ungewohnt an, kein „aktuell“ einzusetzen, was aber an der gehäuften falschen Verwendung liegt, die anscheinend keine Grenzen mehr kennt.

Wer wissen möchte, warum sich dieses Wort bei uns so eingeschlichen hat und Formulierungen verdrängt, die treffend sind, sehe sich bitte mal bei den einschlägigen Übersetzungsprogrammen „actual“ an.
Wer jetzt heavy on wire ist und sich an die false friends aus dem Englischunterricht erinnert, der ist einen großen Schritt weiter, als die Übersetzer, die nach wie vor meinen, „actual“ bedeute „aktuell“.