Dienstag, 2. Dezember 2014

Eine Frage der Kompatibilität

Heutzutage ist alles elektrisch.
Sogar fast alles elektronisch.
Ohne Elektrogehirn geht gar nichts mehr.
Kein Kühlschrank ohne Microchip, kein Auto mehr ohne Halbleiter und wenn das Smartphone streikt sind nicht nur alle Termine am Tag über den Haufen, nein es sind auch alle Kontakte weg, von der Navi-Funktion gar nicht zu reden.

Der Mensch an sich hat von jeher nach Erleichterung für sein Leben gesucht.
Anfang des letzten Jahrhunderts träumten die Sozialisten sogar davon, dass "jeder sein eigenes Fluggerät" haben werde.

Ob das, was wir machen, so schrecklich zukunftssicher ist, steht auf einem ganz anderen Blatt.
VHS-Videos? Wer kann die noch abspielen?
Schallplatten? Haben diese grotesk großen und empfindlichen Scheiben wirklich zwei Seiten?
Musikkasetten? Wie rum werden die eigentlich reingesteckt?
CDs? Zerfallen nach einigen Jahren.
Siedler 4? Läuft auf modernen Rechnern nicht mehr.
E-Books? Mit Trick soll man ja alles auf jedem "Endgerät" lesen können...
Lexika in Buchform? Da öffnen sich gar keine neuen Fenster, wenn man auf unterstrichene Links/Wörter tippt.

Die Problematik ist verstanden worden?

Jahrundertelang gab es Bücher.
Noch heute man die ersten Gutenberg-Bibeln lesen - sofern man Fraktur lesen kann. Die ersten Datenträger des Computerzeitalters sind bereits zerfallen.
Noch heute kann man Schelllackplatten abspielen - die ersten CDs...

Die Entwicklung neuer Computer (damit schließe ich alles ein vom PC bis zur Google-Datenbrille) bedeutet oft, dass altes und oftmals bewährtes auf der Strecke bleibt. Nichtmal die Zeitung von gestern ist so alt, wie der Rechner vom gleichen Tag.
Immer schneller, immer neuer, immer mehr - aber ältere Formate werden konsequent ausgemerzt.
Das ist weder nachhaltig, noch sinnvoll. Es dient alleine dem Profit einiger weniger. Dafür wird aber eine große Wissenslücke ab etwas dem Jahr 2001 bleiben, ebenso wie tonnenweise giftiger Elektroschrott, der in Asien von Kindern zerlegt und "entsorgt" wird, bevor er in Form von vergifteten Spielsachen und Nahrungsmitteln wieder zu uns zurückkommt.


(PS: Beitrag habe ich "nebenbei" geschrieben, der ist also evtl. nicht zu 100% durchdacht und durchstrukturiert.)

Keine Kommentare:

Kommentar posten