Mittwoch, 25. September 2013

Von Schwuchteln und Yuppies

Vor einigen Tagen waren Françoise und ich los, weil der Yeti ein neues Hemd brauchte.
Yetis kaufen nicht gerne Klamotten, aber mit der weltbesten Beraterin an der Seite ist auch diese Hürde zu meistern.
So war der Plan.

In der Tat scheinen im Moment Karos "in" zu sein.
Vor allem große Karos. Die Hälfte des Hemden-Sortiments sieht, als würden Busse voller Holzfäller erwartet werden. Der Rest ist vielleicht nicht ganz so großkariert, aber dafür mit rot, rose, pink und orange so gehalten, dass man(n) am Christopher-Street-Day schnell ein Date bekommen würde.

Ein kleiner Rest an Hemden sieht ganz annehmbar aus, aber auf den zweiten Blick offenbaren diese großflächige "Applikationen" auf Ärmeln (halbwegs dezent), Brust (schon fast unerträglich) und Rücken ("mein Leben als Litfaßsäule").
Sowas tragen die frischgebackenen Dipl.Ing.s die mit Mitte/Ende Zwanzig von der Uni kommen, keine Ahnung haben, wie ein Schraubenschlüssel angefasst wird und zum rasieren brauchen die alle zwei Wochen nur einmal mit dem Handtuch über's Kinn zu rubbeln.

Bitte, wo gibt es noch langweilig Hemden, in gedeckten Farben, dezent gemustert (gerne nur Streifen), ohne quietschbunte Aufnäher?
Zudem sollten die drei Jahre regelmäßiges Tragen und entsprechende Maschinenwäsche klaglos wegstecken.

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