Dienstag, 10. September 2013

Im Visier der Ermittler

Eigentlich haben wir am Wochenende oft "Friends" (DVD) geguckt.
Das ist immer etwas albern, manchmal auch tiefsinnig und als Zuschauer ist man in der bequemen Lage, deren Irrungen und Wirrungen nicht selber mitmachen zu müssen, sondern sie mit einer amüsierten Distanz sehen zu können.

Derzeit läuft sonnabends aber immer ein Block von drei NCIS-Folgen.
Darum verstauben die "Freunde" im Schrank, weil die Fälle des NCIS spannend sind.

Lassen wir den Inhalt und alles mal beiseite und betrachten, warum diese Folgen gedreht und gezeigt werden:
Es finden allerlei Morde statt, die stets aufgrund von Mobiltel.-überwachung, Gesichtserkennungssoftware, Bankkonten-Check und so weiter, aufgeklärt werden.

Kurz gesagt: Es wird alles das genutzt, wogegen wir uns so wehren und was wir nicht haben möchten: Datenspeicherung von E-Mail-Verkehr, Mobiltel.-Daten, alle Dokumente, Lebensläufe, Führerschein, was auch immer gebraucht wird.

Wohlgemerkt nicht nur von Verbrechern oder Leuten, die mit sicherheitsrelevanten Daten zu tun haben - egal, wer, sie finden ihn.
Ganz egal, ob unbescholtener Bürger, zwielichtiger Einwanderer oder gestandener Soldat.

Das heißt im Umkehrschluss - jeder kommt in die Datei.
Früher gab es eine Verbrecherkartei, und die wurden überprüft.
Jetzt gibt es eine Datei für alle - somit stehen alle unter Generalverdacht.

Ist das nicht beängstigend?
Wer nun meint, es sei nicht schlimm und wer nichts zu verbergen hat, braucht auch nichts zu befürchten, dem sei gesagt, es gab auch schon Fälle, wo Daten missbraucht und geklaut wurden.


Somit meine Frage: Laufen die NCIS-Serien, um uns dahingehend zu beeinflussen, dass wir all die neuen "Errungenschaften" gut finden?

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