Donnerstag, 9. Mai 2013

Stein und Flöte

"Stein und Flöte" gehört zu den beklopptesten Büchern, die ich je gelesen habe.
Aber darum soll es hier gar nicht gehen.

Es war Himmelfahrt, für manche auch Vatertag und in der Nähe war ein Handwerkermarkt.
Da ist ja alles zu finden, egal ob skandinavische Pseudokunst, Dufthölzer, Seifen, Kerzen, alternative Moden, Bücher, Pesto und Essig bis hin zu Kinderschwertern aus Holz und Wein vom Fass.
Mir taten die leid, die in der Windrichtung von Dufthölzern oder Duftkerzen standen. Den ganzen Tag im Dunste dieser Ausdünstungen. Greulich!
Victor ließ sich nach wenigen Metern zu der Äußerung hinreißen, dass diese Märkte langweilig sein.
Meine Entgegnung brachte ihn zum Schweigen und einige Frauen zum Lachen:
"Langweilig wäre es, wenn ihr im Auto sitzen müsstet, während Françoise und ich gemütlich bummelten!"
Danach war Ruhe und nachdem er einen Glitzerstein geschenkt bekam, was der Markt auch wieder ganz toll.
Bei den Steinen musste ich stutzen.
Mehrmals.
Irgendwie haben alle, die Steine anbieten so einen esoterischen Touch.
Da gibt es Heilsteine, Kraftsteine, alle hat seine Bedeutung und so weiter.
Nun frage ich mich: Werden die so, weil sie mit den Steinen arbeiten (schleifen, einfassen, schneiden, gravieren...) oder sind die schon vorher so und suchen sich dann etwas, was zu ihnen "passt"??
Oder ist es die Nachfrage? Die Leute wollen ja sich ja gerne dem Aberglauben hingeben und meine, dass Steine ihnen dies oder das tun.
Letztendlich sind es Minerale, die in Strukturen, die ihnen zu eigen sind, fest gefügt sind und ansprechend aussehen. Tut mir leid. Steine sind tot.
Aber darüber gehen die Meinungen auseinander. Manche essen ja auch lieber lebendes Gemüse, als totes Fleisch, aber das ist ein anderes Thema.

Ein sehr lustige Sache passierte an einem Stand, wo man (auch tote) Schneckengehäuse und Krimskrams aus Holz, Kokosrinde und was weiß ich noch, kaufen konnte.
Da gab es auch "Turboschnecken".
Der Yeti ist manchmal sehr albern. Also nahm er eine Turboschnecke, sagte: "Yolande, wie heißt diese Schnecke?" Dann ließ ich sie über die Fächer rasen und machte entsprechende Autogeräusche.
Yoland wusste sofort bescheid und lachte sich schlapp, Victor und Françoise ebenso.
Aber alle anderen Leute guckten nur sparsam.

Weiterhin haben wir uns noch einen neuen Campingplatz angesehen und waren noch am Wasser.
Sehr schöner und harmonischer Tag.

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