Mittwoch, 26. Juni 2013

The Cloud

Daten irgendwo speichern.
Von überall Zugriff haben.
Vertrauen in die neue Technik.
Mit Passwörtern gesichert.

Das ist ja tatsächlich schon Wirklichkeit.
Es gibt Vorteile.
Meine Daten sind nicht an eine anfällige Festplatte daheim gebunden, die abstürzen, den Hitze- oder Wassertod sterben oder gar gestohlen werden kann.
Egal wo ich auf der Welt bin - solange es dort ein genügend schnelles Internet gibt - kann ich meine Daten abrufen. Ich bin sozusagen überall zuhause.

Doch es gibt auch Nachteile.
Wer weiß denn, wo meine Daten liegen?
Wer kontrolliert, ob diese nicht von dritter Seite eingesehen werden. Werden die vielleicht zu Werbezwecken ausgewertet? Oder gar überprüft, ob terroristische Inhalte zu finden sind?
Wie sicher ist die "Wolke"?
Man mag bei dem Begriff "cloud" an "cloud 9" denken, die englische Entsprechung für unseren "siebten Himmel".
Mir drängt sich eher der Begriff "Wolkenkuckucksheim" auf.
Denn ganz ehrlich: Warum wird sowas angeboten, z.T. sogar kostenlos: Da will und wird jemand dran verdienen. Womit wird verdient? Mit Werbung und mit Daten. Die Daten liefer der Nutzer schon halbwegs freiwillig und willig sowieso.

Wenn jetzt ein Aufschrei durch die Netz-Benutzer geht, wenn herauskommt, dass Passwörter der Polizei zugänglich gemacht werden, dass Daten gescannt werden und eigentlich nichts mehr geheim ist.
Dann frage ich: Habt ihr das wirklich geglaubt?
In einer Zeit, da Gläubige verhöhnt werden und man ihnen "Glauben heißt nicht wissen" an den Kopf wirft, glauben Millionen von Nutzern an die Freiheit im Internet und dass ihre Renten - pardon - ihre Daten sicher sind.

Tatsächlich stelle ich noch eine Frage in den Raum:
Wer hat euch Nutzer eigentlich dazu veranlasst, vertrauliche Sachen online, im Netz, in der Wolke zu speichern, zu verwalten, zu verwahren?

Jetzt bitte ich um eine sinnvolle Antwort!

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