Montag, 24. Juni 2013

Die Welt in der wir arbeiten

Nieten in Nadelstreifen
Sesselpuper
Theoretiker
Uni-Absolventen ohne Arbeitserfahrung

DAS ist die Realität.
DAS sind sind "Manager", die die Geschicke von großen und kleinen Firmen lenken.

Früher (ja ja, früher war alles besser!!) waren Chefs und oft auch Geschäftsführer Menschen, die sich hochgearbeitet haben.
Mit 15 in die Lehre, dann gearbeitet, Meister gemacht und/oder im Anschluss studiert.
Firma gegründet oder übernommen.
Im Ergebnis stand jemand an der Spitze, der selber wusste, wie eine Schraube festgezogen wird, wie Öl riecht, warum es eine gewisse Zeit braucht um Gerät XY zusammenzubauen und welche Probleme auftauchen, wenn etwas ganz neues gebaut wird.

Heute ist es so, dass Gymnasiaten aus besserem Hause nach der Schule direkt ins Studium wechseln und anschließend aufgrund ihrer "hohen" Geburt gleich in die Firma eines Geschäftsfreundes von Papa oä wechseln und dort auch nicht unten anfangen, sondern gleich auf Leitungsebene einsteigen.
Ohne Kenntnisse über Produkte, Fertigung, Terminplanung oder die Problem, die der tägliche Wahnsinn so aufwirft.

Das Ergebnis sehen wir allenthalben:
Bankenmanager verspekulieren ohne Sinn und Verstand das Tafelsilber ihrer Kunden.

Großprojekte wie Stuttgart21, Flughafen Berlin, Elbphilhamrmonie werden ein Vielfaches teurer und dauern auch viel länger, als es vorher blumig verkündigt wurde.

Im Kleinen sieht es dann so aus: Projekte werden angefragt, liegen dann auf dem Papier fertig 2 oder 3 Jahre in der Schublade und müssen dann plötzlich in einer Woche fertig sein.

Oder: Der Geschäftsführer wird rechtzeitg über lange Lieferzeiten informiert, eine Entscheidung wird nicht getroffen und nach Wochen heißt es von ihm: "Es ist doch wohl alles vorbereitet, damit wir umgehend liefern können!"

Diese Liste kann beliebig verlängert werden.
Es geht mir nicht darum, sich über "sportliche", engagierte oder hohe Ziele zu beschweren.
Als vielmehr aufzuzeigen, wie sehr sich die "Führungselite" von der Basis entfernt und gar keinen Bezug zur Arbeitswirklichkeit des "Fußvolks" mehr hat.

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