Dienstag, 3. November 2015

Die Zombies kommen!

Am Wochenende von Halloween (mistiger Ami-Kram! - feiern wir demnächst auch noch Independence Day??) waren wir in Stuttgart um Freunde zu besuchen.
Beim Bummel duch die Einkaufsstraße kam auf einmal eine Horde grölender und taumelnder Untoter auf uns zu.
Es war ein "Zombiewalk" - eine (ebenfalls) aus Nordamerika importierte Idee.
Die Kostüme reichten von "wirklich gut gemacht" bis hin zu "netter Versuch".
Als Eltern finde ich es allerdings doof, diese Rotte durch die Straßen ziehen zu lassen, denn auch Kinder, die deutlich jünger als Victor sind, waren noch zugegen. Da werden einige Familien unruhige Nächte verbracht haben.
Muss das sein?

Das war nun meine persönliche Empfindsamkeit, die (ich nehme an, überwiegend jugendlichen) Teilnehmer machen, sich wohl keine Gedanken drum und haben hauptsächlich ihren (persönlichen) Spaß im Sinn.

Damit komme ich dann auch schon zum zweiten Punkt:
Was soll das eigentlich?
Wikipedia war da nur wenig aufschlussreich.
Es steht keine politische, weltanschauliche oder moralische Einstellung dahinter.
Es geht nicht um Frieden, Gerechtigkeit oder soziale Ausgewogenheit.
Es hat nichts mit unserer Kultur, Sprache oder Musik zu tun.
Also noch einmal: Warum?

Ich bin gar nicht gegen Dinge, die unsinnig sind. Aktionen, die unpolitisch sind und nur der Unterhaltung dienen. Auch wenn etwas zur persönlichen oder gemeinschaftlichen Zerstreuung getan wird - bitte, gerne.

Doch einen Zombiewalk mit hundert oder mehr Teilnehmern zu organisieren - der ja auch in anderen Städten stattfindet - bitte erklärt es mir, was das soll.
Ich bin wohl zu alt, um es ohne Unterstützung zu verstehen.
Erklärt es mir so, als sei ich fünf Jahre alt - dann kann ich es vielleicht begreifen.

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