Montag, 21. Oktober 2013

Omma-Industries

Kann es sein, dass es Firmen gibt, die Dinge herstellen, die speziell für Omas konzipiert sind?

Ich denke da an Bilderbücher mit Bärchen und dergleichen, Kindchenschema, Texte die noch weniger Niveau haben, als "Wetten dass" und z.T. gar nicht zu den Bildern passen. Die Bilder selber sind in naivem Stil gehalten und zum Teil sachlich einfach falsch (speziell Fahrräder und Roller scheinen eine unüberwindliche Hürde für (wenn angegegeben, dann überwiegend weibliche) Zeichner zu sein!).
Dann gibt es diese Pseudo-Lehrbücher mit Uhrzeit, Buchstaben oder Zahlen in den Richtungen Biene Maja, Sesamstraße, Petterson und Findus, usw.
Übersetzungen von US-amerikanischen Büchern, die lieblos zusammengestellt wurden und keinerlei Nutzen haben, außer den Omas Geld aus der Tasche zu leiern.

Auch bei Spielzeugen scheint es so zu sein. Besonders Kuscheltiere fallen mir da auf.
Nicht nur, dass das Staubfänger an sich sind, aber es kommt mir so vor, als ob die vor allem deswegen hergestellt werden, damit Omas die für ihre Enkel kaufen.

Hinzu kommt anderer unnützer Kram, den kein Kind braucht, aber anscheinend auf Omas sehr anziehend wirkt.

Im Gegenzuge dazu halte ich die Strategie von K*nder*beraschung für fatal, die Ü-*ier in "rosa" und "blau", also für Mädchen und Jungs aufzuteilen.
Denn ich kenne genügend Omas, die einfach aus Gewohnheit und weil sie sich nicht für jede modischen Schnickschnack interessieren (und bei der Werbung einfach um- oder abschalten), nach den Ei-Geschenken greifen und gar nicht wahrnehmen, ob und welcher farbige Schimmer drauf ist.
Die Enttäuschung bei den Enkeln, wenn ein Ei in der falschen Farbe geschenkt wird, ist groß, Oma ist betrübt, die Eltern fassen sich an den Kopf und schlussendlich bleiben die Eier das nächste Mal im Laden.

So. Das musste ich einfach mal loswerden.

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