Montag, 9. Dezember 2013

Pfefferkuchehaus



Ein Pfefferkuchenhaus muss in der Adventszeit sein.
Vor allem hatten *wir* als Kinder nie eines.
Bei meinen Basen stand stets ein Häuschen, sogar mit Beleuchtung - dann und wann durfte man sich etwas abbrechen.

Jetzt bin ich groß und die Kinder sind noch nicht zu groß - also wird jedes Jahr ein Häuschen gebaut.
Das Rezept ist so einfach, wie es alt ist - die "Kopie" wurde irgendwann in den 80ern von einer Matritze gezogen. Wer das nicht kennt: Matritzen waren so etwas wie Kohlepapier, nur etwas stärker und von der Matritze konnten viele Abzüge auf Papier gemacht werden.
Gibt es schon lange nicht mehr.
Doch mein Rezept gibt es noch. :-)

Es wird also dieser Teig mit der Hand geknetet und dann frei geformt.
Die Zutaten sind lediglich Mehl, Sirup, Zucker und Hirschhornsalz (in etwas Wasser gelöst).
Für ein Häuschen, dass vier Wochen rumsteht, einstaubt, vertrocknet und anschließend im Kompost landet, mische ich nicht noch für 15 EUR Gewürze ein.
Abmessung und Passform liegen eindeutig am Können des Bäckers.



Mache ich das Haus zu groß, reicht der Teig nicht, wird es zu klein, schimpfen die Kinder.
Kleine Häuschen kann man auch kaufen - dieses Jahr kostet ein Bausatz rund 9 EUR.

Vor einigen Jahren war es so groß, dass es mit Playmobilmenschen bestückt werden konnte - und nachts ist es zusammengebrochen.
Seitdem werden Dach und Wand mit Schaschlickstäben verstärkt und auch bei der Größe habe ich Abstriche gemacht.
Somit sind wir seitdem ohne Dachsschaden durch die Adventszeit gekommen.

Wichtig - eigentlich am wichtigsten - sind die Naschereien, die draufgeklebt werden.
Geleeringe, Schokokringel, Dominosteine, Smarties, Haribo - alles, was Freude macht.
Zu guter Letzt werden aus dem restlichen Zuckerguss Eiszapfen gezogen, die vom Dach herabhängen.


Alles in allem haben wir viel Spaß beim bekleben, belegen, naschen und gestalten.
Das ist auch der für mich wichtigste Punkt - wir machen etwas zusammen und am Ende können wir den zuckersüßen Erfolg feiern.

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