Dienstag, 21. Januar 2014

Deutschland sucht den Superschüler

Wer mal bei DSDS reinzappt, der kommt aus dem Fremdschämen nicht heraus.
Seien es die Jurymitglieder und -gliederinnen, die anscheined für große Augen, dämliches Grinsen und jedes Mal "performen" sagen bezahlt werden.
Seien es die Kandidaten, von denen 2/3 nur eingeladen werden, um sich zu blamieren.
Selbsteinschätzung ist anscheinend eine Kultur, die nur von wenigen gelebt wird.

Wenn ich jetzt lese, dass die Schulempfehlung für Schüler abgeschafft werden soll, wird mir Angst und Bange.
Nun müssen Eltern selbständig entscheiden, wohin ihr Kind kommen soll.
Sehe ich mir die DSDS-Kandidaten an, so wird die Lage klar - selbst die dümmsten Eltern mit den dämlichsten Kindern werden das Gymnasium wählen, weil ihre Sprösslinge und Sprösslinginnen ja über alle Zweifel erhaben sind.
Wenige werden sich nicht trauen, ihren Kindern einen höheren Schulabschluss zu ermöglichen und einige sind sowieso der Meinung, Grundschule reicht, denn die Mädchen sollten schließlich heiraten.

Als ein Grund für die Abschaffung wird genannt, dass ab der dritten Klasse der Run auf's Gymnasium anfängt und die kleinen Schüler zur Höchstleistung geprügelt werden.
Vielleicht liegt das daran, dass Haupt- und Realschule willentlich kaputtgemacht wurden und dort jetzt Hauptschüler, Sonderschüler und Realschüler in einem Raum versuchen sich darin zu übertreffen nicht als Streber aufzufallen.
Dementsprechend ist das Niveau noch stärker gesunken, als es vorher schon der Fall war.
Ganz zu schweigen davon, dass an Gemeinschaftsschulen Lehrer unterrichten, die nicht für diese Schulart ausgebildet wurden und zudem auch personell unterbesetzt sind.

Vielleicht sollte man wirklich den Gedanken aufgreifen, Schüler bis zur sechsten Klasse zusammen zu lassen und dann zu sieben.
Aber dann auch wirklich sieben und nicht versuchen, einen Achter ohne Steuermann zur WM zu schicken, in dem nur zwei sitzen, die rudern können, drei, die keine Lust haben, einen, der nicht weiß, warum er in einem Boot sitzt und zwei weitere, die sich einfach nicht merken können, welche Seite vom Riemen sie ins Wasser halten sollen.
Dann sollen die, die Leistungsbereitschaft zeigen zusammen sein.
Die Normalen sollten auch mir anderen Normalen lernen und die, denen die Schule und das Lernen schwerfällt, brauchen einfach Lehrer, die auf sie eingehen können und Zeit haben.

Aber das passt ja nicht in die herrschende Ideologie.

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