Mittwoch, 18. April 2018

Das Echo des Echos

Als Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer durch das "Tal der Dämmerung" wurde, verursachte die gute alte Emma so einen Krach, dass die Schlucht durch das sich immer mehr verstärkende Echo schließlich einstürzte und die drei nur mit knapper Not herausfahren konnten.

Jetzt gibt es wieder ein Echo und es hat den großen deutschen Musikpreis bereits stark beschädigt.
Aber es war ein Knall mit Ansage.
Im Vorwege haben sich einige schon recht laut gegen die Nominierung von Kollegah und Farid Bang ausgesprochen. Nachdem mehrere Musiker ihre Echos zurückgegeben haben, beginnen die Verantwortlichen mit halbgaren Entschuldigungen und sprechen von Fehlern die passiert sind.
Späte Reue.

Marius Müller Westernhagen und Klaus Voormann haben frisch erhaltene, Lebenswerks-, und/oder mehrere Echos zurückgegeben.
Andere ebenso. Jeder zurückgegebene Echo ist eine Ohrfeige für den "Ethikrat".

Bin gespannt, wie lange die Kette der Rückgaben anhält. Wenn es plötzlich opportun wird, seinen Echo wieder abzugeben, dann werden sich die, die ihren Echo behalten wohl in der Schmuddelecke wiederfinden, weil sie sich nicht in o.g. Form gegen den Rassismus und brutale Sprache gewehrt haben.

In einem Radiokommentar habe ich gestern gehört, dass es vornehmlich ältere Musiker sind, die ihre Echos abgeben. Von Jüngeren kommt wenig Reaktion. Auch die Rap-Szene - die ja nicht unbedingt "rechts" ist, schweigt.
Machen die Alten jetzt viel Wind um nix oder wissen die Jungen es einfach nicht zu nutzen?

Bin gespannt, was noch passiert.

Keine Kommentare:

Kommentar posten