Donnerstag, 24. Januar 2013

Minimalprinzip

Das Minimalprinizip ist ja ein toller neuer Trend geworden.
Hip und stylish!
Dabei ist es ein alter Hut.
Die Asketen haben es schon vor langem vorgelebt.
Wer wenig besitzt wird nicht abgelenkt und kann sich auf's Wesentliche konzentrieren.
Wir westliche Menschen, die in einem einigermaßenene Wohlstand leben und dazu auch erzogen wurden ("unsere Kinder sollen es mal besser als wir haben"), müssen einen langen Weg gehen, um zur Ursprünglichkeit zurückzukommen.
Zum Glück gibt es aber viele schöne Ratgeber, solche, die nützlich sind, andere, die unnütz sind.
Wieder andere sind hübsch anzusehen, aber haben wenig Nährwert. Trotzdem können auch diese uns helfen, zum Eigentlichen zurückzufinden-
Es handelt sich um eine sehr persönliche Sache. Während der eine 2000 Bücher als wenig empfindet und glücklich ist, wenn er jederzeit im gewünschten Buch schmökern und sich dran erfreuen kann, ist ein anderer mit einer Büchereikarte und/oder einem Kindl besser bedient.
So muss man also seinen Weg finden - das Schwierigste sind die jahrelang eingeübten Verhaltensmuster und auch die Leute um einen drumherum.
Ich schrieb schon von lieben Mitmenschen, die ungefragt ihren überflüssigen Kram bei einem abladen - oft mit der Bemerkung, wir können die Sachen ja wegschmeißen, wenn wir sich brauchten.
Warum tun die das nicht selber?
Das ist die Nachkriegserziehung und oft auch im ländlichen Raum anzutreffen: Es ist Mangel und alles kann und muss verwendet werden - Wegwerfen ist ein Fehler.
Damals, in und nach dem Krieg, ebenso in ärmlichen Dörfern, auf Höfen und sonstwo, wo jegliches Gut und Geld knapp war - da mag das gestimmt haben.
Nun haben wir aber 2013 und leben in einer Zeit, in der jeder alles hat. (Ausnahme sind Obdachlose und die wirklich Armen!)
Es werden Sachen selten völlig verbraucht, vieles ist günstig zu bekommen und es wird gehortet und bewahrt.
Ein Wahn, dem wir uns bitte entziehen möchten.

Das Ziel ist im Moment, alles überflüssige loszuwerden und nur noch schöne und/oder nützliche Dinge aufzubewahrn ( + die, die wirklich notwendig sind).

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