Samstag, 17. Mai 2014

Griffweise

Jetzt muss ich mich mal als Klugscheißer outen!
Ich kann alle regulären Griffe und einen guten Teil Sondergriffe auf dem Saxophon aus dem FF.
Bei den Altissimo-Griffen muss ich passen - dazu übe ich zu wenig.
Aber von Bb bis fis geht so ziemlich alles.

Dementsprechend trimme ich Yolande darauf, die Griffe zu verinnerlichen.
Eine schöne technische Übung, die sie regelmäßig machen muss, ist D-Cis-C-H-C-Cis-D (eigentlich gehört das "B oder Bb" noch mit in diese Reihe, aber die kleinen Mädchenhände reichen nur mit übelster Verrenkung an diese Taste - ein Grund mehr, warum ich das Selmer-Klappenwerk nicht mag! Bei meinem Amati kam Yolande ohne Probleme an jede Taste!).
Cis und H werden mit dem rechten kleinen Finger gespielt und stellen viele Schönwetterspieler vor größere Probleme. Das Gis mit dem kleinen Finger geht oft noch, aber wofür die anderen Tasten da sind, wissen die oft gar nicht.
So beschwerte sich in der Bigband auch ein Mädchen darüber, dass sie ihre Stimme nicht ordentlich spielen könne, weil das tiefe Cis so bescheuert klingt.
Yolande hat bei einem Seitenblick bemerkt, dass sich die Cisklappe an der entsprechenden Stelle auch gar nicht richtig bewegte - somit konnte auch kein Cis klingen. In der Pause hat sie sich das Horn einmal geben lassen und siehe da; keine Probleme beim Cis.
Sie hat dann dem Mädchen kurz gezeigt, wie sie den Ton greifen muss und siehe da - schon ging alles zu spielen.

Mein Fazit daraus: kümmert Euch drum, dass ihr die Griffe, Töne, Noten und Tasten auf die Reihe bekommt, das ist beim Sax ziemlich einfach, und erspart beim Spielen Probleme, wenn man denn auch den Hilfsgriff zum Hilfsgriff kennt.

Als ich die Geschichte hörte, und wir dann mit Griffen und Klappen rumgealbert haben, stellte ich fest, dass mein olles Amati nie Probleme mit einem verklebten Cis haben wird.
Bei der unseligen Selmer-Applikatur, die von fast allen kopiert oder kreativ nachempfunden wird, öffnet das tiefe Cis mittels Federkraft; man drückt also auf den Drücker und der gibt dann soviel Raum damit ein Federchen die Klappe öffnen kann.
Bei den modernen imprägnierten Polstern kann es schnell mal passieren, dass so eine Klappe "klebt" und die Feder nicht stark genug ist, den Deckel zu öffnen.
Mein altväterliches, osteuropäische Cis dagegen wird zwangsweise geöffnet und die Feder muss es anschließend wieder zudrücken.

Nur beim Gis haben wir beide das gleiche Problem - hier kann es mal kleben und daher prüfe ich vor dem Spielen stets, ob die Klappe gängig ist.

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