Mittwoch, 14. Mai 2014

Ein weiterer Selbstversuch

Zum Üben daheim fehlt mir die Zeit.
Immerhin muss ich noch arbeiten und bin in der Woche nur dann zuhause, wenn der Großteil der Familie schlafen will und/oder muss.
Am Wochenende liegen oft div. Aktivitäten an, daher schaffe ich es auch da eher selten.
Ganz zu schweigen davon, dass es durchaus Leute im Haus gibt, denen sich die Schönheit von "longtones" und Obertonreihen nicht recht erschließt.

Das Ergebnis lautet einfach: Ich kann keinen ordentlichen Ansatz aufbauen und auch technisch trete ich auf der Stelle.

Die Lösung stelle ich mir in der Zwischenzeit so vor, dass ich meine Mittagspause, die ich ja sowieso im Auto verbringe, weil ich da von Telefonen und E-Mails unbehelligt bleibe, nutze, um Saxophon zu spielen.
Für mein Bari ist das natürlich viel zu eng, auch für das Alto ist das nichts.
Ein Sopran müsste her!
Leider kostet das Sopi, was mir vorschwebt schon rund 800 EUR - aufgrund der nicht ganz einfachen Intonation sollte man von den Billigst-Instrumenten absehen.
Lange Rede, kurzer Sinn - nur für "mal eben" ist kein Geld da - immerhin habe ich Familie, Haus, Hof, Tiere...

Aber da liegt noch die alte Klarinette in der Ecke.
Zwar keine Schreiber, Amati oder Buffet, aber immerhin brauchbar, spielbar, dicht und zudem handlich.

Somit sitze ich jetzt also und mache mittags meinen Selbstversuch:
1. Ich lerne anhand der "Jazzmethode für Klarinette" autodidaktisch Klarinette zu spielen
2. Ich verwirkliche meinen "15-Minuten-am-Tag"-Übeplan - am eigenen Leib.
Anschließend kann ich sagen - der Plan ist praxiserprobt und erfüllt seinen Zweck.
3. Werde ich sehen, ob der nun antrainierte Ansatz auch auf dem Bari hilft.

Am ersten Tag habe ich die Töne C-A spielen können, gut, das konnte ich vorher auch schon, aber jetzt kann ich die Griffe sicher. Auch die ersten paar Stücke, die sich im Bereich von C-F bewegen konnte ich damit bewältigen.
Am Ende der 1/4-Stunde bekam ich keinen Ton mehr raus.
Weder von C-A, noch Töne, die darunter lagen - ich schiebe das meinen schlechten Ansatz und auch etwas auf das 1 1/2er Blättchen, was vielleicht doch zu weich ist, wenn es nassgespielt ist.
Am zweiten Tag gingen C-A noch etwas besser und auch die tieferen Töne H-B-A gingen jetzt.
Damit konnte ich ein weiteres Stückchen spielen.
Einige kleine Fingerübungen, der Kampf mit den ungewohnten Griffen, einige lange Töne - schon sind 15 Minuten dahin.

Wenn ich dabeibleibe, könnte ich Ende des Monats vielleicht schon einigermaßen spielen.
Zudem rückt mein Sopi dann näher, wenn ich merke, dass ich tatsächlich meinen Schweinehund an der Leine habe und regelmäßig spiele. Denn dann würde ich gerne aufrüsten...

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