Mittwoch, 4. Februar 2015

Alles so schön weiß hier 2

Wie schon beschrieben, habe ich in einem Heft mit Einrichtungstipps geblättert.
Beim Schreiben des Posts war mir die ganze Zeit so, als wäre mir eine wichtige Sache durch die Lappen gegangen.

Jetzt weiß ich sie wieder!

In einem Artikel wurde lang und breit beschrieben, wie ein altes Haus weder schick gemacht worden ist.
Dreh und Angelpunkt war das "offene Wohnzimmer". Also eine Verbindung vom Wohnzimmer mit so ziemlich allen anderen Räumen im Untergeschoss.

Eigentlich eine schöne Idee und es kann das ganze Jahr über sehr schön wirken.

Doch plötzlich steht Weihnachten vor der Tür.
Vielleicht bin ich furchtbar altmodisch, grässlich beschränkt in meiner Vorstellungskraft oder einfach nur in alten Gleisen eingefahren.

Ein offenes Wohnzimmer bedeutet auch:
Kein Weihnachtsbaumschmücken im Geheimen.
Keine Geschenke, die schon am Abend vor der Bescherung unterm Baum deponiert werden können.
Somit auch keine Spannung vorm heiligen Abend, weil das "Weihnachtszimmer" unzugänglich ist.
Andersrum bedeutet es, am heiligen Abend müssen die Kinder aus dem Haus geschleust werden, damit jemand die Geschenke hinlegen kann.
Ein gemeinsames Nachmittagsprogramm ist da schon schwierig durchzuplanen.

Bei Geburtstagen wäre es ähnlich, aber nicht ganz so schwierig, weil ja kein Baum im Wege ist.

Natürlich gibt es für alles eine Lösung und andere Familien finden da bestimmt tolle Wege, um Weihnachten mit einem offenen WoZi zu feiern.
Es geht ja auch nur um einige wenige Tage im Jahr. 
Ganz zu schweigen davon, dass die geheimnisvolle Zeit am Heiligen Abend mit Kindern nur einige Jahre währt - wobei da mal schnell 15 bis 20 Jahre ins Land gehen können, wenn man mehr als nur 1 Kind hat und 3-4 Jahre Abstand zwischen Kindern hat.

Weiterhin finde ich persönlich es auch schön, mal etwas Rückzugsraum zu haben. Wenn Françoise sich eine Freundin einläd und die in Ruhe miteinander reden möchten und ich dann in der offenen Küche Likör abfülle, Zwiebeln schneide, brate, einkoche oder sonstwie rumwerkel, dann ist es für keinen angenehm. Und wer hat schon ein so großes Haus, dass man sich mal eben in die zweite Küche zurückziehen kann.
Oder einem muss gehen und seine Sachen wann anders machen - doch Zeit ist bei uns ebenso kanpp wie eine zweite Küche.

Naja, soweit meine noch etwas unausgegorenen Gedanken zu offenen Wohnzimmern.
:-)

Kommentare:

  1. Ein Zimmer, von dem aus man alle anderen Räume (der gleichen Etage) erreicht, ist und bleibt für mich ein Flur xD
    Als wir vor ca. 4,5 Jahren in unsere jetzige Wohnung umzogen, schauten wir uns im Vorfeld u.a. auch ein Objekt an, bei dem nur durch das Wohnzimmer das Schlafzimmer erreichbar war. DAS fand ich ehrlich gesagt echt gut, auch wenn wir uns letzlich gegen diese Wohnung entschieden, weil die Küche viel zu winzig war (und ich mir das nicht schon wieder geben wollte *g*).
    Wenn ich mir aber vorstelle, dass vom Wohnzimmer noch mehr Räume abgehen, dann verliert die Stube für mich - ähnlich wie von dir geschildert - ihre Behaglichkeit ... unabhängig vom Weihnachts-/ Kinderaspekt (habe keinen Nachwuchs und es ist derzeit auch keiner geplant).

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  2. Generell mag ich große Räume mit hohen Decken und auch "offene" Häuser.
    Doch sowas muss gut durchdacht sein und darf nicht kalt oder ungemütlich wirken.
    Vor allem sollten Rückzugsmöglichkeiten da sein - Weihnachten ist da noch mal ein ganz eigner Aspekt :-)

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