Montag, 8. April 2019

Die Maschine als Unsicherheitsfaktor

In Hamburg sollen in einem europaweit einzigartigem Versuch einige "Roboter-Autos" autonom auf festgelegten Strecken fahren.
Natürlich mit einem speziell ausgebildeten Aufpasser, der im Zweifelsfalle einschreiten kann.
Den so richtig trauen tut man dem Kollegen Computer nicht.

Aber ab 2022 sollen diverse Kontroll-Funktionen in jedem neu zugelassenem Auto verbaut sein, die dem nicht speziell ausgebildeten Fahrer als Aufpasser dienen sollen.
Die Kommunen werden sich bedanken, wenn die Autos ab da selbstständig die Geschwindigkeitsbegrenzungen einhalten und eine große Einnahmequelle wegfällt.

Halten wir fest, auf der einen Seite trauen wir Computern nicht zu, sich im Verkehr stets richtig zu verhalten und stellen Aufpasser bereite, die auch "in der letzten Ausbaustufe unverzichtbar sein werden", andererseits werden den Menschen Computer als Aufpasser vor die Nase gesetzt, weil man sich auch auf Menschen nicht verlassen kann.

Sehe nur ich eine Katze, die sich selbst inden Schwanz beißt?

Benenken wir die letzten zwei Unglücke mit der Boing 737 Max.
Anscheinend haben die Piloten nach Anweisung gehandelt, aber die Software hat die Flieger dennoch abstürzen lassen. Warum habe ich so ein ungutes Gefühl, wenn ich daran denken, dass in der Zukunft immer mehr von Computern übernommen wird, wenn wir denen einerseits nicht vertrauen können, andererseits aber der Mensch derart übersteuert wird, dass er im Falle eines Falles das richtige gar nicht mehr tun kann, weil er in seinem Tun völlig entmündigt worden ist - alles unter dem Deckmäntelchen der Sicherheit.

Die Zukunft wirde grauenhaft - die Zustände, wie in 1984 beschrieben werden uns als das neue Utopia vorkommen, wenn die Visionen von wenigen das Leben von allen beschneidet und beschränkt.

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