Mittwoch, 7. Februar 2018

Die Doppelvier im wirklichen Leben.


Ich bin ja bekennender Zamonien-Fan.

Dass die Qualität der letzten Bücher siginifikant nachgelassen hat, muss auch ich eingestehen, aber die ersten Bände (Blaubär, Ensel&Krete, Rumo, Stadt der träumenden Bücher), waren wirklich gut.

Wie wegweisend manche der angeschnittenen Themen sind, wie unterschwellig Wissen und Kritik angebracht wird - das erschließt sich manchmal erst auf den zweiten Blick.

Im Buch "Ensel und Krete" wird berichtet, wie die beiden Protagonisten Ensel und Kretel eine spontane Flucht absprechen: bei VIER wollen sie springen, um dem bösen Laubwolf zu entkommen.
Warum "vier"??
In einem Einwurf (den sogenannten "Mythenmetz'schen Abschweifungen") erklärt der "Autor" Hildegunst von Mythenmetz dann das zamonische Bildungssystem mit allen Irrungen und Wirrungen - leider ein Stück Realsatiere, wenn man selber erlebt, was in der Schulpolitik alles an sinnvollen Sachen beschlossen wird.

Kurz und gut, die zamonische Urmathematik beruhte auf der Zahl 4, denn die Zamonier haben vier Finger. Dass nach der Vier die Doppelvier (= acht) und nicht etwa  die Fünf kommt, ist bestimmt der nötigen Überspitzung der Schulinhalte für diesen Roman zuzuschreiben.
Doch beim Lesen dieses Artikels erschien mir die 4 als  Grundlage für ein Zahlensystem gar nicht
mehr so abwegig: klick mich an

In dem Artikel werden allerlei Zahlen und Dinge, die wir so hinnehmen beleuchtet und erklärt.
Für alle Ungeduldigen sei hier erwähnt; das Zahlensystem kommt in dem Artikel gleich an zweiter Stelle. Anscheinend hat sich Herr Moers mal wieder mehr Gedanken um die Kleinigkeiten seiner Bücher gemacht, als man das beim ersten Lesen vermutet.

Als letzten Gedanken möchte ich noch erwähnen, dass die Flucht Ensels und Kretels daran scheiterte, dass die beiden bis vier gezählt haben.
Bei einer drei wäre die Flucht sicher geglückt...

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