Montag, 31. März 2014

Der Ton macht die Musik

Auf Workshops kann man oft beobachten, dass ein gutes Instrument alleine noch kein gutes Spiel machen.
Es gibt ältere und junge Spieler, die auf Selmer, Keilwerth oder Yanagisawa spielen - jedoch nicht gut.
Der Ton flattert, das Gefühl für den Rhythmus fehlt, der Sound ist dünn oder die wenigen Noten der Melodie wollen einfach nicht im Kopf bleiben.
Es sind beileibe nicht unbedingt Anfänger, von denen ich hier rede.
Manche sind schon seit Jahren dabei und man sieht sie immer wieder - ohne dass sich gravierende Fortschritte ergeben.

Das klingt überheblich und auch ein wenig neidisch.
Ja, ist mir bewusst.
Natürlich hätte ich gerne ein Keilwerth-Bari SX-R Shadow oder ein Conn Ladyface (Tief Bb).
Aber ich weiß, dass ich damit nicht besser spielen würde. Mir fehlt einfach Zeit zum Üben.
Da darf jeder gerne mit einem teuren Instrument spielen. Aber manchmal blutet mir das Herz, wenn Musik-Legastheniker auf Spitzeninstrumenten herumdilettantieren, weil ich mir auch ein bessere Instrument wünsche.
Aber dann denke ich wieder, ich spiele lieber auf einem mittelmäßigen Saxophon mittelmäßig, als schlecht auf einem Profi-Gerät.

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