Mittwoch, 10. Juli 2019

Spiel nicht mit den Schmuddelkindern...

Ja, ich bin in einer Raucherfamilie aufgewachsen.
Es haben ausnahmslos alle geraucht.
Eltern, Großeltern, Onkel, Tanten, Geschwister, Vettern und Basen.
Selbst ich habe mich darin versucht und dann festgestellt, dass ich es doof finde.
In der Zwischenzeit sind nur noch 2 1/2 Raucher übrig, die anderen haben es eingestellt oder sind gestorben.
Es wurde im Haus geraucht, bei Feiern, nach dem Essen, beim Fernsehen, im Auto, im Garten - kurzum: Immer und überall.
Noch heute ist für mich der Geruch einer frisch angesteckten Zigarette ein Stück Heimat.

Trotzdem bin ich etwas empfindlich, was kalten Rauch angeht.
Heute morgen bin ich zwei Kollegen begegnet, die beide Raucher sind. Sie standen im Eingang und unterhielten sich.
Um sie herum war ein schier nicht auzuhalten Wolke von kaltem Rauch, die mich zu ersticken drohte.
Wie können zwei Menschen derart viel Gestank verbreiten, dass sie einen ganzen Raum ausfüllen?

Jede Medaille hat zwei Seiten.
Ein Bekannter hat erzählte, als er eine Rauchpause gemacht hat (aka "mit dem Rauchen aufhören"), verbesserte sich sein Geruchssinn so sehr, dass er Mühe hatte, an der Supermarktkasse andere Menschen, spezielle solche, die in Jogginghose und Unterhemd, unrasiert und ungewaschen aus dem Haus gehen, um Bier, Chips und Fertignahrung zu kaufen.
Über kurz oder lang hat er seine Rauchpause beendet und freut sich jeden Tag darüber, nicht ordentlich riechen zu können.

Tatsächlich bleibe ich lieber auf meiner Seite und meide entsprechende Begegnungen.
Blumen und Bäume sind mir sowieso lieber.

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