Donnerstag, 13. Juni 2019

In der Falle

In meiner Werkstatt haben sich Mäuse niedergelassen.
Da dort auch das Wachs meiner Bienen lagert und Mäuse a) Wachs annagen und b) drauf rumköddeln, muss ich die Mäuse leider ins Jenseits umsiedeln.
Denn verunreinigtes Wachs widerspricht den Anforderungen an ein gesundes Lebensmittel, was Honig ja sein soll.

Bisher habe ich meine Fangmethode immer für todsicher gehalten.
Ein ca. 30cm. langer Tunnel aus Holzbrettchen, darin eine Falle und die einzige Möglichkeit an den Köder zu kommen, ist den Tunnel zu betreten und geradewegs ins Vererben zu tappen.
Ein schneller Genickbruch ist tierfreundlicher, als ein Tier leiden zu lassen, weil eine Falle nur einen Teil einer Maus erwischt oder eine noch lebende Maus einklemmt.

Nach drei Nächten ist die erste Maus von uns gegangen.
Vorher wurden beide Fallen immer fleißig geleert, aber a) lösten nicht aus oder b) lösten aus, verfehlten aber ihre tödliche Wirkung.
Bedenklicher Weise war die zweite Falle verschwunden.
Nachdem ich den Tunnel abgehoben habe, blickte ich auf den nackten Betonboden.
Keine Falle, keine Maus, keine Spur.
Tatsächlich habe ich die Falle dann ein Stückchen weiter hinter einigen an der Wand lehnenden Brettern entdeckt.
Leer.
Keine Maus, kein Teil einer Maus und ohne Köder.

Welche Maus bekommt die Falle aus dem engen Tunnel, lässt sie auslösen und dann einfach liegen.
Es ist etwas unheimlich.

Heute Nacht startet ein weiterer Versuch.

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