Donnerstag, 24. Januar 2019

Der Held der Steine und ein Konzern als Opfer?

Gibt es in der Helden-Sache eine andere Seite?

Einige meinen, ein freundlicher Anruf von Lego hätte alles ins Lot bringen können:
L: Guten Tag, hier ist Herr Lego Deutschland, spreche ich mit Herrn P.?
P: Hallo Herr L. ich wünsche Ihnen einen fantastischen Tag. Was kann ich für Sie tun?
L: Machen wir es kurz: Sie wollen Ihr Logo schützen lassen. Zumindest in einigen Bereichen tangiert das unseren bestehenden Markenschutz. 
P: Aha, und jetzt?
L: Sie löschen Ihren Eintrag und alles ist gut. Hat ja auch keiner was dagegen, wenn Sie es verwenden - nur eintragen...
P: Was ist denn, wenn ich meinen Antrag nicht löschen lasse? 
L: Dann wird Lego Rechtsmittel einlegen müssen. Aber das sollte doch irgendwie vermeidbar sein, oder?
...

Wie hätte Herr P. dann reagiert? Hätte er gesagt: Ja, gut. Danke für den Anruf. Oder hätte er doch
die Konfrontation gesucht?
Wir kennen nur den gutgelaunten Herrn P. aus dem Laden und von YouTube.

Was ist, wenn Herr P. gar nicht so freundlich und gut gelaunt ist?
Vielleicht ist diese ganze Geschichte auch ein perfide geplanter Marketing-Coup?
Nun ist es seit dem 20.01. wieder etwas ruhiger geworden, aber die Mär wird immer weiter erzählt:
Böses Lego gegen guten Helden!

Spinnen wir doch die Geschicht mal anderes herum.
Herr P. merkt, wieviel gut er von den kritischen Lego-Videos hat.
Lego aber rührt sich nicht. Selbst scharfe und deutliche Kritik bleibt ohne Antwort.
Einzig kleinere Benachteiligungen sind zu merken.

Das muss anders werden.
Er weiß, dass Lego PR-mäßig keine große Nummer ist.
Er weiß, dass der 3D-Stein geschützt ist.
Er weiß, dass ihn tausende Lego-Fans lieben.

Er pinkelt also Lego ans Bein, indem er das Logo schützen lassen will.
Lego reagiert wie erwartet und nun kann Herr P. sich medienwirksam als Opfer darstellen.
Seine Fans bombadieren Lego mit einem Shitstorm und die Klicks wachsen ins unermessliche.
Gleichzeitig hat er sich ein neues Geschäftsfeld erschlossen: Andere Sets von anderen Herstellern.
Auch dort gibt es interessante Modelle. Für Herrn P. reicht es, wenn am Ende des Monats eine schwarze Zahl steht. Ob nun mit Lego oder mit XYZ - ist eigentlich egal, solange XYZ eigenständige Modelle auf den Markt bringt.

Die Rechnung scheint aufzugehen. Lego ist überfordert, denn rein rechtlich haben sie nicht anderes agieren können (außer besagten Anruf zu tätigen).
Der Herr der Steine erfährt Zustimmung, Publicity, Werbung, Klicks und ganz viele Streicheleinheiten.
Das Überleben des Lego-Konzerns ist nicht gefährdet, denn Herr P. macht weiterhin Werbung, er wird sich aber nun nur noch die Kirschen herauspicken.

Wer eine andere Meinung hierzu hat, belästige mich damit bitte nicht, meine Meinung steht fest.
Verwirrt mich also bitte nicht mit Fakten!

Dieser Artikel beruht auf einer Hypothese. Der Inhalt ist rein spekulativ und enthält keine belegbaren Wahrheiten.

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