Montag, 9. September 2019

Schluss und aus.

Jetzt war es soweit.
Jolande ist ausgezogen.
Nicht zwei Straßen weiter, oder in die nächste Stadt - nein, wir sprechen hier von rund 6 Stunden Autobahn, bei viel Verkehr auch mal 8 Stunden.

Da war man 18 Jahre Papa, Freund, Vertrauter, Seelentröster, Nachhilfelehrer, Taxifahrer, Begleiter zu Konzerten oder Theater, Meckerpott, Korrektiv, Aufbauhelfer und Scheuerpfahl.
Habe sie herumgetragen, wenn sie nicht schlafen konnte, angefeuert, wenn es nötig tat, Wunden verbunden, Spielzeug repariert, fahrrad- und autofahren gelehrt, sie immer zur Selbständigkeit ermuntert...

... und dann ist sie auf und davon.

Es fällt uns sicher schwerer als ihr.
Sie war immer die Große, immer ein Gegenüber, immer präsent.
Fransçoise und mir fehlt auf einmal ein intellektueller Gesprächspartner, jemand, der seine Wäsche im ganzen Haus verteilt und alles stehen und liegen lässt. Das Mädchen, dass jeden Tag als Kindergeburtstag sieht und schon morgens singend umherhüpft.
Auch Victor wird sie vermissen, denn er kennt kein Leben ohne sie - ab jetzt ist er Einzelkind.
Die große Schwester, mit der er herumalbern konnte, die Musik mit ihm hörte, die für ihn da war und alles wusste - ein Whatsapp-Kontakt ist kein Ersatz dafür.

Kurz gedrückt, ein knappes Tschüss und dann war es soweit.
Willkommen im neuen Leben.



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