Donnerstag, 7. September 2023

Die Grundlage von allem

Frau Stöhr erzählte, wie sie eine Soße zubereitet. 
Sie begann ihre Erklärung mit der Grundbasis für eine gute Soße.
Der Rest war uninterressant.

Mittwoch, 30. August 2023

Absolut kein Verlass!

Da musste ich außerplanmäßig zum Arzt, habe mich angemeldet, durfte im Wartezimmer platznehmen und habe mich auf eine entspannte Lektüre von Spiegel und Stern gefreut. 
Zack, wurde ich aufgerufen und hatte doch gerade erst das Editorial (oder wie das Vorwort beim Stern auch immer heißt) fast(!) durchgelesen. 
 
Wie kann das angehen, wo sind die Stunden Wartezeit hin verschwunden?
Es ist auf nichts mehr Verlass!

Montag, 24. Juli 2023

Perlen vor die Säue

 Das hier ist ein Schnellschuss.
Eben gesagt, schon veröffentlicht. 
 
Es ging darum, dass sich Dinge im Moment schnell ändern. 
Landläufig spricht man von einer "schnelllebigen Zeit" .
 
Frau Stöhr für Ihren Teil macht da gekonnt  eine "schnellläufig Zeit" draus. 

Klar, die Zeit läuft schnell, aber läufig sind Hundedamen und das nur zu bestimmten Zeiten. 
Diese Zeit ist schnelllebig, weil sie so schnell läuft - aber sie ist nicht läufig, weil sie schnell lebt. Denn die Zeit an sich lebt vermutlich gar nicht, sie existiert und das nicht einmal linear.

Dienstag, 4. Juli 2023

Der Feind in meiner Tasche

 Dies ist der elfte Beitrag in diesem Jahr - damit habe ich 2022 also endlich übertroffen. 
Zwar bin ich noch weit von denbesten Zeiten entfernt, aber über den Zustand der Bloglandschaft habe ich ja auch schon einmal geschrieben. Seitdem hat sich nichts verbessert. 

Einerlei! 

Ein Gerücht besagt, dass die Smartphones ständig in Habacht-Stellung und auf Stichwortsuche sind. 
So wundert man sich nicht, wenn man auf Thomann.de nach Musikinstrumenten geguckt hat, plötzlich auf der bevorzugten Nachrichten-Seite entsprechende Werbung von diesem oder einem anderen Musikalienenhandel angezeigt wird. 

Kritisch wird es aber wenn man sich über Merly Streep unterhalten hat und der nächstbeste Streamingdienst mit "Brücken am Fluss" oder "Der Teufel trägt Prada"um Gunst und Aufmerksamkeit wirbt. 
Wer soetwas noch nie erlebt hat, möge sich bitte in den Kommentaren verewigen. 

Tatsächlich gibt es Untesuchungen dazu. Test, die das gewünschte Ergebnis provozieren und beweisen sollen. Ihr findet entsprechende Dokus im Internet. 
Eigentlich ist es absurd. Wieviel Rechnerleistung und Speicher würden benötigt, wenn das Smartphone aus dem beständigen Tonbrei, den es erreicht, werbeträchte Stichworte oder Themen heraus"hören", also erkennen muss. 
Ist das technisch überhaupt sinnvoll umzusetzen?
Geben wir doch zu. Auch wenn uns da die eine oder andere Auffälligkeit untergekommen ist, haben wir es hier nicht mit einem Ergebnis zu tun, das eindeutig ist. 
Spreche ich innerhab von 5 min. über Hundefutter, LEGO und Hansaplast müsste kurzfristig entsprechende Werbung auftauchen. Das passiert aber nicht. 
Vielleicht werden die erfassten Stichwörter auch mit dem Browserverlauf abgeglichen und nur bei einer Übereinstimmung wird das "go" für die Werbung gegeben. 

Andererseits hatte ich gerade dieses Erlebnis. 
Des Abends sprach ich mit Yolande und blätterte in einer Illustrierten, da stieß ich auf ein Rezept für selbstgemachten alkoholfreien Gin. 
Zudem habe ich über ein Forum gerade einen Tipp für einen alkoholfreien Gin bekommen, der wohl vernünftig schmeckt. 
Gin mag Yolande, Gin mag ich.
Alkohol dagegen muss gar nicht unbedingt sein. 
So habe ich mich mit ihr über das Rezept, den Vorschlag aus dem Forum und auch die Marke namens T. unterhalten. Das ganze waren nicht mehr als drei Minuten - wobei sie Instagram geöffnet hatte. 

Ergebnis: Eine Stunde später hatte sie Werbung für genau diesen Gin auf dem Handy. 
Zufall oder nicht. Es sieht einfach nicht gut für die Wahrheit aus.

Montag, 3. Juli 2023

Von Äpfeln, Birnen und Eiern

 Gestern hat Frau Stöhr wieder eine hübsche Verdrehung "herausgehauen". 
Sie beschwerte sich über mangelhafte Angaben und man könne jetzt ja nicht
"Äpfel mit Eiern vergleichen". 
Zack!
Das saß. 
 
Wer etwas günstig gekauft hat, spricht davon, etwas für "'nen Appel und 'n Ei" bekommen zu haben. 
Andere sprechen bei einem unpassenden Vergleich davon, dass "Äpfel nicht mit Birnen verglichen werden dürften".
Doch hier wurden zwei Sprichwörter - gekonnt oder auch nicht - zusammengeworfen. 
Was auch wirklich keinen Sinn ergibt. So mögen Äpfel und Birnen beides Kernobst sein und an ähnlichen Bäumen wachsen. Es gibt auch Äpfel, die ein leichtes Birnen-Aroma haben. 
So gesehen sind sie vergleichbar, aber dennoch unterschiedlich genug. 
Äpfel und Eier sind dagegen nicht einmal beides Obst. 
Völlig daneben.
Danke Frau Stöhr.

Donnerstag, 29. Juni 2023

Abschied von Moira

 Fa. Knöterich sitzt in einem alten Gemäuer. Das ist nunmal so, wenn eine Firma schon recht betagt ist. Damit einher geht der Umstand, dass nicht alles auf dem neuesten Stand ist. 
So war auch unser Brandschutz nicht mehr up to date. 

Aber es gibt Feuerwehr-Verantwortliche, die Bekannte haben, die einen Laden kennen, der das in Nullkommanichts für richtig viel Asche wieder auf Vordermann bringen. 
Es haben also einige Wochen lang Weißrussen Wände durchbrochen, Wände neu gemauert, FH-Türen gesetzt und vor allem viel Lärm gemacht. Dann kamen die Elektriker und haben Rauchmelder installiert. 
Bis jetzt hat noch kein Test so richtig funktioniert, aber ein Dreistelliger Betrag ist sicherlich geflossen und das ist das Einzige, was wichtig ist. 

Nun gibt es einen Raum, in dem Testgeräte standen, Anschauungsobjekte und Dinge, die nur sporadisch gebraucht wurden. Kurzum, er war vollgestellt, aber man kam vom einen Ende zum anderen. 
Allerdings ist es ein Innenraum - mit "innen" meine ich "innen". 
Es gibt zwei Türen, dazwischen einen langen Raum und keine Fenster. 
Das einzige Licht kommt durch zwei Glasplatten, die in der Zwischenwand zu einem anderen Raum sind, der tatsächlich ein Fenster nach Norden hat. 
Alternativ kann man gemütliche Neonröhren anschalten. 

Der Raum ist für mich eine Abkürzung für fast alle Wege und - großer Vorteil - es sieht einen niemand, weil den so gut wie niemand nutzt. 
So habe ich mich da also oft durchgeschlichen, oft im zwielichtigen Dunkel und in der Hoffnung, nicht gegen etwas schmutzigen zu stoßen oder gar zu stolpern. Mein Handy diente oft als Leuchte, wobei ich meistens nur das Display aktiviert habe. Es reichte ja, den Weg zu erahnen. 
So fühlte ich mich dann für wenige Sekunden wie ein Gefährten von Gandalf, als sie Moria durchquerten. 

Doch jetzt sind die Elektriker "durch", es hängt ein beleuchtetes Schild "Notausgang" an der einen Tür und selbst im tiefsten Winter, wenn es schon um drei Dunkel ist, scheint der Raum taghell illuminiert zu sein. Alleine das Notausgangs-Schild gibt soviel Licht, dass die Neonröhren überflüssig sind. 
Zudem musste aus Brandschutzgründen so ziemlich alles ausgeräumt werden. 

Vorbei das bisschen Nervenkitzel, vergangen das bisschen Dunkel im Leben, dahin das Gefühl ein kleines Abenteuer zu erleben. 
Was ist diese Welt doch bloß langweilig geworden.

Dienstag, 13. Juni 2023

Der Zug hat keine Bremse

Bea und ich waren zu einer Goldenen Hochzeit eingeladen. 
Für alle, die das nicht wissen - Goldene Hochzeit bedeutet, 50 Jahre ohne Unterbrechnung mit der gleichen Person verheiratet zu sein. 
 
Die gut in Mathe sind, haben schnell mitgerechnet und wissen, dass die Hochzeit 1973 stattgefunden haben muss.
 
Damit ich nicht noch mehr langweile, als ich das sowieso schon tu, bringe ich die Pointe zuerst. 
Es wurde exakt so gefeiert, wie die Alten es schon Anno '73 gemacht haben. 
 
Das "Hochzeitsessen" war klassisch (zumindest für unsere Region): Vorsuppe, zwei Sorten Fleisch, Soße, Gemüse, Kartoffeln, Kroketten. Etwas genauer gesagt: Es gab zwei Soßen, passend zu den zwei Sorten Fleisch. Von allem reichlich - ein Zugeständnis an die neue Zeit war dann doch zu finden; wer wollte, konnte vegetarisch essen. 
Nach dem Hauptgang gab es Eis, genauer: Eistorten. Viele Eistorten. 
Ja, zugegeben, die Auswahl war vermutlich nicht nur größer, als '73, die Sorten waren auch sehr modern. 
Tatsächlich schmeckte alles, was aufgetischt wurde. 
 
Es gab eine Rede vom Goldpaar, die Kinder haben etwas vorgeführt und dann wurde getanzt. 
Was können die Alten tanzen!!
Obwohl es wirklich warm war, blieb das Jacket am Mann und der Schlips am Hals. 
Dabei wurde wirklich viel getanzt. "Damals" war die Tanzschule noch gut und die haben ja schon viel in ihrem Leben getanzt. Das war zu merken, die konnten nicht genug bekommen. 
Keine Rede davon, dass die Feier lahm war oder sich die Reihen gegen 10 Uhr abends lichten. 
Die Alten waren gut dabei. 

Nur die Musik war nicht so das Wahre. Warum muss auf einer goldenen Hochzeit der deutsche Schlager gespielt werden, der nur von Andrea Berg bis Helen Fischer reicht. 
Waren die in den 70er Jahren nicht in ihren Zwanzigern. Haben die wirklich nur Schlager gehört? Die internationalen Tanzhits wurden auch im Nachkriegsdeutschland gespielt. 
Leider Fehlanzeige. Kein Jefferson Airplain, kein Elton John, kein Pianoman, kein Queen, nichts von den Jackson Five - alles Sachen die tanzbar sind und sicher auf jeder Fete gelaufen sind. 

Gegen 2 haben dann einige junge Leute noch eine Polonäse organisiert, zu "Der Zug hat keine Bremse" ging es durch den Saal. Ob das jetzt einer der Höhepunkte der Feier oder der Tiefpunkt der Musik war, bleibt dem Betrachter überlassen. Für uns war es Zeit die Alten zurückzulassen - man ist ja keine Vierzig mehr.

Donnerstag, 8. Juni 2023

Das übliche Gejammer und spührbare Konsequenzen

Ja, es ist das übliche Gejammer und Wehklagen. 
Beim bundesweiten Lesetest ist herausgekommen, dass 25% der Schüler die Mindestanforderung an die Lesekompetenz nicht erfüllen.
Schuld hat die Schule, die es nicht schafft, Kinder aus verschiedenen Haushalten auf einen Stand zu bringen. Besonders die Kinder aus bildungsfernen Haushalten bleiben auf der Strecke. 
 
Niemand spricht es laut aus, aber vielleicht ist es den Akademiker-Eltern wichtig, dass die Blagen lesen können, daher bekommen die eher Nachhilfe. Vielleicht sind auch Bücher als solches in "gebildeten" Haushalten präsenter. Ob der interfamiliäre Umgang besser ist, kann ich nicht beurteilen.
Aber mir kommt es so vor, als ob umso mehr Wert auf das Lesen gelegt wird, je höher der Bildungsgrad der Eltern ist. 
Kann die Schule all das aufholen, was im Elternhaus versaubeutelt wurde?

Zudem kommt die ständige Verfügbarkeit von CDs, der unseligen TonyBox, mit der schon Kleinkinder Geschichten am laufenden Band hören können, weil auch die Bedienung einfach ist, Fernsehen - egal, ob linear oder gestreamt und von Insta, TikTok und YouTube ganz zu schweigen. 
Warum soll man etwas lesen, wenn man es sich auch ansehen oder anhören kann?

Wer den Kindern lesen beibringen möchte, muss in ihnen die Liebe zur Erfahrung der selbsterschlossenen Geschichte wecken. 
Das hört sich viel zu sperrig an, um populär zu sein.

Früher - also bevor der Fernseher das zwischenmenschliche Leben nachhaltig zu zerstören begann, waren Bücher und die Fähigkeit diese lesen zu können, der Schlüssel zu einer neuen Welt, zu Wissen und der Erfahrung anderer. 
Ist alles nicht mehr nötig; siehe oben. 
 
Was ist nun aber festzustellen, wo die "digital natives" erwachsen werden und ins Berufsleben streben?
Junge Leute, die Probleme mit der zwischenmenschlichen Kommunikation haben. Verkäufer, die nicht mehr mit Kunden sprechen möchten, sondern lieber still über WhatsApp oder E-Mail kommunizieren wollen. Berufsschüler, deren Aufmersamkeitsspanne genau so lang ist, wie ein TikTok-Video (es heißt dort bestimmt nicht Video und ich bin einfach zu alt, um das zu wissen, aber es ist hoffentlich klar, was ich meine).

Die Möglichkeit, zu jeder Zeit das Internet zu nutzen gibt uns große Chancen. 
Es kann zu jeder Zeit wissen abgerufen werden, Bilder, die mehr als tausend Worte sagen, ebenso wie man Kontkate in jeden Winkel der Welt knüpfen kann. 
Doch für eine sinnvolle Nutzung muss der Anwender ausgebildet und befähigt werden. 
Sowohl am Gerät selbst, aber auch analog. 
Das bedeutet eine große Verantwortung für die Lehrer, aber noch viel mehr für die Eltern, denn das sind die, von denen Kinder und Jugendliche ihr Verhalten übernehmen und durch deren Leben sie geprägt werden. Ein jeder sollte also bei sich selbst anfangen, denn eine Gesellschaft, die ihre Werte vernachlässigt wird sich nicht positiv entwickeln können.

Mittwoch, 17. Mai 2023

Im Öffentlichen Nahverkehr - oder: Alleine unter Fußballfans

 Die Politiker, die so überaus engagiert für den Öffentlichen Nahverkehr werben und in ihrer großen Staatslimosine zum nächsten Termin dieseln, wissen oftmals gar nicht wovon sie reden. 
Haben die jemals 2 oder 3 Stunden zusammen mit einer Rotte Fußballfans den Zug geteilt?
Die Bässe dröhnen, das Bier spritzt und an ein Rauchverbot wird sich auch nicht gehalten. 

Von der Rückfahrt reden wir besser gar nicht. 

Aber hier ein kleiner Tipp (Life Hack):
Wer sich solche Fahrten aussucht und sich in die Menge mischt, kommt ohne Fahrkarte zum Ziel, denn die Zugbegleiter ersparen sich den Stress und kontrollieren gar nicht erst, wer einen gültigen Fahrschein hat. 
Aber macht das auf eigene Gefahr, ich übernehme keine Verantwortung für eine etwaige Strafverfolgung wegen Schwarzfahrens.

Donnerstag, 23. März 2023

Banken-Spam

Immer noch und immer wieder. 
austauschbar. 
Hört diese Masche denn nie auf?
Es nervt wirklich, hört doch einfach mal auf. 
Also auch für die Unwissenden unter uns: So etwas ist SPAM, FALSCH, FAKE, BETRUG!

Wir ändern unsere Verfahren

Sehr geehrte Kunden,

Wir müssen Sie darüber in Kenntnis setzen, dass wir in naher Zukunft ein neues Sicherheitsverfahren für Sie implementieren werden. Durch unser neues ausgeprägtes Sicherheitsverfahren namens S-CERT werden Ihre vertraulichen Daten noch besser verschlüsselt und sind somit noch mehr gesichert. Durch eine neue Datenschutzreform müssen wir jeden Kunden auf unser neues System hinweisen. Damit Sie sich mit unserem neuen System vertraut machen, bitten wir Sie, sich über den nachfolgenden Link über die Neuerungen zu informieren. Loggen Sie sich einfach über den QR scan.

 Wir entschuldigen uns für die Umstände

Montag, 20. März 2023

Zahnpulszeit

Da wollte ich einfach mal fix von Frau Stöhr berichten, die immer mal wieder Sachen sagt, bei denen sich einem die Nackenhaare aufstellen. 
Schon muss ich sehen, dass Bastian Sick mir um fünf Jahre zuvorgekommen ist. 

Frau Stöhr meinte, man müsse am Zahn der Zeit sein. 
Sie meinte allerdings am Puls der Zeit, was heutzutage niemand mehr sagt. 
Es ist noch mehr aus der Mode gekommen, als der Zahn der Zeit, der an allem nagt. 

Aber diese Formulierung hat es 2017 schon in einen Artikel geschafft, wahrscheinlich von einem "Jornalisten" geschrieben, der es nicht besser wusste. 
Somit ist Frau Stöhr nicht die Erste gewesen, die sich da vertan hat. 
Bleibt abschließend nur anzumerken, dass sie sicherlich auch nicht die Letzte sein wird.