Donnerstag, 8. Mai 2025
Google weiß viel - aber nicht alles.
Donnerstag, 19. Dezember 2024
Endes schwieriges Frauenbild
Dienstag, 12. November 2024
Was wird hier eigentlich passiert?!
Montag, 11. September 2023
Wie wir sprechen und gesprochen haben.
Mittwoch, 30. August 2023
Absolut kein Verlass!
Dienstag, 13. Juni 2023
Der Zug hat keine Bremse
Dienstag, 5. Juli 2022
Outlook tötet mich!
Dienstag, 1. Februar 2022
Der Verlust von ... eigentlich allem
bleibt nicht mehr viel übrig, was wir in dieser Gesellschaft verlieren können.
Somit haben wir alles verloren, auch die kleinen Freuden des Alltags, die eigentlich das Leben so schön machen.
Weihnachtsgebäck - ist ab September zu bekommen. Im Internet bestimmt das ganze Jahr über.
Süßigkeiten, Schokolade, Kuchen, Kekse - jederzeit verfügbar.
Essen - bringt der Lieferservice.
Die große Liebe - Parsh*p wird's schon richten.
Fernsehen - früher war es die "eine" Serie, die einmal in der Woche lief und wenn man die verpasste, war es ein Weltuntergang. Heute kann über einen Streamingdienst bis zum Erbrechen geguckt werden (neudeutsch: binge watching).
Montag, 15. November 2021
Wenn Idole nicht mehr so ideal sind...
Der rauchige Subtone, das jazzige Image, das coole Aussehen.
Aber mein Vater hat sein Tenor schon vor Jahrzehnten verkauft, und spielte auf einem Altsax.
So blieb mir nix anderes übrig, als auch Altsax zu spielen.
Über das Alto kam ich dann zu Candy Dulfer, die war frisch, sexy und funky.
Wobei mich vor allem die Musik ansprach.
Der Funk hat mich begleitet und hier war halt das Altsax viel präsenter, als das Tenor.
Zwischenzeitlich hatte ich mir ein Tenor geliehen, aber der Funke sprang nicht recht über.
Dann kam das Bariton, was mich so sehr fasziniert hat, dass ich mir Jahre später ein eigenes zugelegt habe. Aber das Alto blieb und bleibt die Nr. eins!
Candy spielt Alto, weil ihr das Tenor zu schwer ist, auch wenn sie meint, das Altsax sei ein Girlie-Instrument. Aber auf auf dem Girlie-Sax spielt sie unglaublich virtuos, funky, dreckig und laut.
Der Funk kennt viele Spielarten. Der von Candy Dulfer, Maceo Parker und Fred Weasley gefällt mir gut.
Musikalisch entwickelte Candy sich weiter, so muss es ja auch sein.
Es wurde sehr elektronisch, die Drums kamen aus dem Rechner, Hupfdohlen sprechgesangen und MC's rappten ihren Kram.
Während Ende der 90er böse Zungen behaupteten, Candy sei in den 80ern stehen geblieben, finde ich, dass sie sich heute anhört, als sei sie in den 90ern angekommen.
Ein Jahrzehnt, dass musikalisch nicht meinem Geschmack entsprach und -spricht.
Auch ihre neueste CD (LP, Download - was immer ihr wollt) findet keine Gnade vor meinen Ohren.
Es klingt weichgespült und beliebig, nichts, wo der Fuß wippt, das Herz im Takt zuckt und man am liebsten aufspringen und tanzen möchte.
Langweilig.
Fertig aus.
Am Alter kann es nicht liegen: Maceo Parker ist funky, wie eh und je.
So ist es halt. Das Idol meiner Jugend hat mir nicht mehr viel zu sagen.
Mittwoch, 20. Oktober 2021
Bienenstich...
Dienstag, 28. September 2021
Homosexuelle sind der Untergang des Abendlandes
Na, auch wegen der provokanten Überschrift hierhergeklickt?
Dann sage ich das am besten gleich:
Hier wird einfach ein Gedanke etwas überspitzt und satierisch auf den Punkt gebracht.
Ich schreibe das lieber gleich, weil Satiere, Ironie und selbst blanker Unsinn in Deutschland generell ernst und für bare Münze genommen wird.
Wem verdanken wir einige der besten Stücke Literatur, unvergessliche Musik und bahnbrechende Filme?
Ganz klar, homosexuellen Künstlern.
Thomas Manns "Zauberberg" und "Tonio Kröger"
Tennessee Willams "Katze auf dem heißen Blechdach" oder die "Glasmenagerie"
Freddy Mercurys Musik
...
Jedem werden wohl Beispiele einfallen, sei es in Kunst oder Bildung, Forschung oder Technik.
Die Beatles sind bekannt geworden, weil Brian Epstein von den Jungs fasziniert war und aus einschlägig bekannten Gründen keine Familie gegründet hat.
Also wurden die Beatles seine Familie und er kümmerte sich intensiv um deren Erfolg.
In Manns Werken stecken viele Anspielungen auf seine unterdrückte Neigung und auch bei anderen Künstlern ist die verdrängte Sexualität oft zur Triebfeder ihrer Werke und Arbeiten geworden.
Die Kinder, die aus den evtl. geschlossenen Ehen hervorgingen haben die künstlerischen Neigungen oft geerbt und auf die eine oder ander Weise umgesetzt.
Aber was sehen wir jetzt?
In unserer pluralistischen Gesellschaft darf jeder so homo oder bi oder hetero sein, wie gerne möchte.
Wer mit Latexmaske zur Arbeit geht oder sich als Pferd verkleidet durch die Straßen treiben lassen möchte, kann das tun. Es interessiert irgendwie auch niemanden mehr so richtig.
Wo bleibt jetzt der Untergang?
Ganz einfach, da wo kein Zwang mehr besteht, entsteht auch keine Kunst mehr. Die Kraft, die Energie, die sich vorher kreativ entladen hat, kann nun auf ein normales Leben aufgewendet werden.
Also verarmt die Künstlerlandschaft, weil keiner mehr den Drang verspührt, sich auf einer Metaeben auszutoben - geht jetzt ja auch einfacher.
Zu guter Letzt werden auch die kreativen Gene nicht mehr weitergegeben und in dieser Folge verarmt die Kultur Europas.
Dienstag, 31. August 2021
Der große Umsturz
Mittwoch, 11. November 2020
Identische Symptome
Bei einem gemütlichen Abend mit Freunden (also noch vor Corona) plauderten wir über dies and das.
So kam es zur Sprache, dass deren Sohn in den schönen Frühjahrs- und Sommermonaten
mit dem Fahrrad zur Schule gefahren ist. Immerhin sind das fast 20km. Für sich genommen
ist das schon eine reife Leistung. Dann stellt der Herr Papa allerdings fest, dass sich das Rad nur
schwer bewegen ließ. Die Rücktrittbremse war irgendwie halb fest, die Bremsbeläge schleiften,
alles in allem Kleinigkeiten, die den Fahrgenuss doch schmälerten.
Doch nichts, was sich nicht mit etwas Werkzeug und Zuwendung zu beheben ging.
Nun fährt das Rad wieder leicht und gut, der Sohn ist begeistert.
Wenn ich daran denke, wie es "früher" war...
Im Alter zwischen 10 und 17 habe ich viel an meinem Rad geschraubt.
Das Rad war ein "Rennrad", das ich als Werbeprämie für den Bertelsmann Club bekommen habe.
Also ein "normales" Fahrrad ohne Schutzbleche und Beleuchtung, dafür mit 10-Gang-Schaltung,
Rennlenker mit entsprechenden Bremshebeln und Pedalen, an denen Schnallen für die Füße
waren. Irgendwann war die Welle vom Tretlager ausgenudelt und musste ersetzt werden,
dem Zahnkranz habe ich mal neue Lagerkugeln gegönnt, (die man damals noch lose beim
Fahrradhändler bekam), die Gangschaltung war auch hakelig und benötigte oft etwas Zuwendung.
Auch Rost war ein Thema und das Rad war später nicht mehr weiß, sondern rostschutzfarbenrot.
Bei alledem war ich nicht alleine. Mein bester Kumpel hat auch viel geschraubt, umgebaut,
angebaut, gemalt. Oft haben wir das zusammen gemacht.
Unsere Räder liefen - immer!
Dagegen haben sich unsere Eltern rausgehalten, bei Fragen standen sie parat, aber ansonsten
lag das in unserer Verantwortung.
Woran liegt es, dass sowas heute nicht mehr funktioniert.
Was ich da hörte erinnert mich an Yolande und Victor - wenn am Fahrrad was nicht funktioniert,
wird da nicht von gesprochen, sondern es wird hingenommen.
Victor sagt zumindest Bescheid, wenn die Bremsen nicht mehr richtig arbeiten oder schleifen,
aber selber mal den Schraubenschlüssel in die Hand nehmen? Gar nicht dran zu denken.
Hört man ein wenig "zwischen den Zeilen", dann ist dieses Verhalten anscheinend gang und gäbe.
Egal ob bei Fahrrädern, bei Kleidung, Schultaschen...
Es wird drauf gewartet, bis Mama oder Papa feststellt, was gemacht werden muss und
das dann auch wirklich macht.
Aber Eigeninitative ist irgendwie nicht zugegen.
Jetzt frage ich mich: Was hat diese Elterngeneration falsch gemacht?
Donnerstag, 5. November 2020
Die "Wahl" in der USA
Freitag, 23. Oktober 2020
Die dreibeinigen Monster
Das Motiv ist nicht neu.
Bekannt ist den Älteren unter uns sicher noch die Fernsehserie "Die dreibeinigen Herrscher", basierend auf dem Buch "Die dreibeinigen Monster".
Eine düstere Utopie einer Menschheit, die in einer Art vorindustrieellen Welt "gefangen" ist und durch eine Herrscherrasse, die sich als Außerirdische herausstellen, kontrolliert und in gewissem Maße auch unterdrückt werden.
Donnerstag, 5. März 2020
Freitag, 7. Februar 2020
Wissen heißt wissen
Gestern Abend habe ich aus einer Laune heraus nach Infos über ein altes Buch gesucht.
"Durch die weite Welt" - ein Jahrbuch für Jungen (?) von 1928 aus der "Franckh'schen Verlagsbuchhandlung".
Nun endlich weiß ich, dass es sich hier um ein Buch aus dem Hause "Kosmos" handelt und die Reihe "Durch die weite Welt" bis in die 1980er hinein fortgesetzt worden ist.
All das sind Informationen, die nett zu wissen sind, mein Leben verändern werden sie nicht.
Doch das Buch ist interessant. Tatsächlich habe ich es von meinem Großvater geerbt, der mir damit das Lesen der deutschen Frakturschrift beibrachte und es mir dann schenkte.
Er wird es als Jugendlicher gekauft oder geschenkt bekommen haben.
Nehme ich es zur Hand, lese ich Geschichten, die in exotischen Ländern spielten, lerne, wie man mit einfachen Chemikalien belichtete Bilder entwicklen kann, wie man die Temperatur einer Flamme berechnet. Es gibt einen Aufsatz über Geheimschriften, kleine Rätsel und launige Artikel, die nicht ganz ernst gemeint sind.
Kurzum ein bunter Strauß an interessanten Dingen, die mal mehr mal weniger relevant für den Alltag sind. Doch - und das ist ein Kern dieses Postings - diese Informationen sind jederzeit abrufbar.
Das Buch hat nicht nur fast 100 Jahre überstanden, einen Weltkrieg, mehrere Umzüge und Besitzerwechsel, doch es steht noch alles so geschrieben, wie einst.
Selbst wenn es den Kosmos-Verlag nicht mehr gäbe - das Buch existierte weiter.
Dagegen habe ich vor einigen Jahren auf YouTube ein Video gesehen, in dem der Saxophonist Gerry Mulligan mit der Sängerin Judy Holliday das Lied ''I can't wait to get married'' geprobt hat.
Dies Video ist verschwunden, gelöscht.
So, was soll uns das alles sagen?
Heute wird gestreamt; also gegen Bezahlung heruntergeladen.
Doch was man sieht, wird nicht erworbenen.
Die ''Online-Musiksammlung'' gibt es nur so lange, wie es auch den Anbieter gibt.
Das gleiche gilt auch für Online-Büchereien.
Es wird gezahlt, ohne die Sachen zu besitzen. Nein, es ist nicht wie mieten oder leasen.
Denn die Ware ist nur solange verfügbar, wie Strom und/oder Internet verfügbar ist.
Ein feiner Unterschied, der einem erst dann auffällt, wenn die bezahlte Leistung nicht mehr verfügbar ist. So steht der Kunde also in direkter Abhängigkeit zum Anbieter - und scheint es nicht zu merken, ja mehr noch. Er erklärt jeden für altmodisch oder gar beschränkt, der dieses System anzweifelt.
Als ich im vergangenen Jahrhundert zur Schule ging, wurde uns immer gesagt, wissen heißt wissen, wo es steht.
Das war und ist natürlich nur die halbe Wahrheit.
Es reichte nicht, nur irgendwie und ein bisschen. Nein, es ging darum, in welchem Buch, in welchem Kapitel, auf welcher Seite.
Die relevanten Informationen mussten dann auch selbst herausgelesen werden.
Heute wird Grundschülern einfach an den Kopf geworfen: Sucht das mal im Internet.
Ohne Anleitung, wie eine zielstrebige Suche aussieht.
Das Resultat sehen wir heute. Google ist die meistgenutzte Suchmaschine, Wikipedia hat alle Enzyklopädien vom Markt gefegt, Telefonnummern hat man nur noch im Telefonspeicher und der Weg zum Bäcker wird ohne den Navi nicht gefunden.
Gewiss, ich übertreibe. Aber nicht sehr.
Der Nachteil an der ganzen Sache ist jedoch, ohne Strom läuft nix.
Akku leer - die Langeweile beginnt.
Sendemast ausgefallen - die Suizidrate steigt.
Strom weg - alles Wissen ist dahin.
Sollte wirklich mal ein "black out" des Stromnetzes in Europa das Licht ausgehen lassen, dann werden Chaos und Anarchie herrschen.
Abgesehen von den tatsächlichen Problemen, wie abtauende Gefriertruhen, kalte Heizungen und geschlossene Läden, wird es für die Menschen schwierig, wenn sie keine Bilder von sich vor der dunklen Ampel, dem verschlossenen Kiosk oder vor einem Autounfall mehr bei Instagram oder Facebook posten können. Online-Spiele fallen aus, "Freunde" und "Follower" sind nicht mehr zu erreichen. Anrufen kann man auch niemanden mehr. Nicht nur, weil das Internet nicht mehr läuft, sondern auch weil niemand mehr die Nummer des jeweils anderen kennt.
Selbst wer ländlich lebt und die fehlende Heizung mit einem Holzofen ausgleichen kann, wird nicht mehr wissen, was er essen soll, denn alles Wissen über Pilze und Wildkräuter steckt in einer App.
Die Grundlagen, um evtl. eine Notstromversorgung mittels Nabendynamo herzustellen sind zwar vorhanden, aber der Bauplan liegt im Netz und beim Elektroversand kann auch nicht bestellt werden.
Diese hochzivilisierte Welt ist derart abhängig von Strom und Internet, dass einem bei etwas Nachdenken Angst und Bange wird. Wir leben in einem sehr fragilen System.
Vielleicht sollte ich mal anfangen, vorzusorgen...
Samstag, 2. November 2019
DIY
Geschirrspülpulver - check!
Spülmittel, Reis, Natron, Cornflakes im Loseladen gekauft - check
Abfluss mit Soda und Essig gereinigt - check!
Es gibt Dinge, die wirklich einfach umzusetzen sind
Viele Putzmittel aus dem Regal sind überflüssig, teuer und schädlich obendrein.
Mit Essig, Natron, Soda, Kernseife und Regeneriersalz lassen sich viele konventionelle Mittel gut ersetzen.
Macht mit!
Montag, 9. September 2019
Schluss und aus.
Jolande ist ausgezogen.
Nicht zwei Straßen weiter, oder in die nächste Stadt - nein, wir sprechen hier von rund 6 Stunden Autobahn, bei viel Verkehr auch mal 8 Stunden.
Da war man 18 Jahre Papa, Freund, Vertrauter, Seelentröster, Nachhilfelehrer, Taxifahrer, Begleiter zu Konzerten oder Theater, Meckerpott, Korrektiv, Aufbauhelfer und Scheuerpfahl.
Habe sie herumgetragen, wenn sie nicht schlafen konnte, angefeuert, wenn es nötig tat, Wunden verbunden, Spielzeug repariert, fahrrad- und autofahren gelehrt, sie immer zur Selbständigkeit ermuntert...
... und dann ist sie auf und davon.
Es fällt uns sicher schwerer als ihr.
Sie war immer die Große, immer ein Gegenüber, immer präsent.
Fransçoise und mir fehlt auf einmal ein intellektueller Gesprächspartner, jemand, der seine Wäsche im ganzen Haus verteilt und alles stehen und liegen lässt. Das Mädchen, dass jeden Tag als Kindergeburtstag sieht und schon morgens singend umherhüpft.
Auch Victor wird sie vermissen, denn er kennt kein Leben ohne sie - ab jetzt ist er Einzelkind.
Die große Schwester, mit der er herumalbern konnte, die Musik mit ihm hörte, die für ihn da war und alles wusste - ein Whatsapp-Kontakt ist kein Ersatz dafür.
Kurz gedrückt, ein knappes Tschüss und dann war es soweit.
Willkommen im neuen Leben.
Dienstag, 20. August 2019
Dachte, das ist normal.
Das Problem ist nur, ich weiß gar nicht, wer das ist.
Bin ich wohl zu alt für.
Was hat der nun schlimmes gemacht? Im ZDF auf der Bühne wie ein Affe rumgelaufen, Unsinn geredet und "Furzgeräusche" gemacht.
Also das, was heute unter "Humor " verstanden wird und was die "Comedians" jeden Tag im Fernsehen darbieten.
Dass diesem Unsinn überhaupt Raum in den Medien gegeben wird, ist doch der eigentliche Skandal.