Mittwoch, 27. Mai 2026

Das Kind im Manne

Pfingsten ist bei uns die Zeit der "Märkte".
Landmärkte, Bauernmärkte, Kunsthandwerkermärkte, Mittelaltermärkte...
Der Phantasie ist da keine Grenze gesetzt. 
 
Manchmal fahren auch wir los und sehen uns mal etwas anderes an. 
Dieses Mal hatten wir ein Ziel und wollten bei einem bestimmten Stand - der in den letzten Jahren immer da war - etwas kaufen. 
Leider war der in diesem Jahr nicht mehr da. 
 
Dafür gab es viele schöne Sachen zu sehen. 
 
Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt, zwei oder drei Stände haben essbare Dinge angeboten. In einer Bude gab es Waffeln. Bea und Victor wollten gerne eine haben, Yolande und ich nicht. So haben wir zwei uns  im Schatten des Kinderschminkzelts rumgedrückt und haben überlegt, ob auf Victor noch Platz sei, um ein Einhorn, HelloKitty oder auch ein Totenschädel auzumalen. 
In der Schlange - genauer ganz am Ende - stand ein Papa mit einigen Tatoos und fragte ganz freundlich, ob die Damen ihm auch etwas aufmalen würden, wenn gerade keine Kinder da sind. 
Ja, das wollten sie gerne. Er musste durfte sich auf den Kinderschminkstuhl setzen, dann hat er auf dem Handy das Bild gezeigt und es ging los. 
Später habe ich ihn mit seinen Kindern laufen gesehen und er hatte ein schmuckes Ornament im Gesicht. 
 
Das war doch mal eine nette Aktion.  

Montag, 25. Mai 2026

Labubu 2 - die Party ist vorbei

Wer hier regelmäßig liest, kann sich mit Sicherheit noch an diesen Artikel erinnern. 
Für alle, die Links in Blogeinträgen misstrauen: Das war mein Post aus Juli 2025 über Labubus. 
La-was?
Richtig. Labubus sind schon wieder in der Versenkung verschwunden. 
 
Wer mit einer einschlägigen Suchmaschine danach fahndet wird eines sehr schnell feststellen; die meisten Artikel wurden in den Monaten 06/07/08.2025 veröffentlicht. Ganz wenige sind mit einem Datum aus September oder später zu finden. Wird ein neuerer Eintrag - also ab Januar 2026 - vorgeschlagen, handelt es sich wahrscheinlich um eine rückblickende Einschätzung des Trends. Vielleicht auch um eine kritische Analyse der "Trend-Kultur". 
 
Wer schon etwas älter ist, kann sich sicherlich an weitere Trends erinnern, aber nicht unbedingt, wie sie zuende gegagen sind. 
Denn der Hype ist laut, der Tod kommt still und leise. 
Was war mit...
...Lambada
...gecasteten Girl- und Boy-Groups
...Tamagotchi
...Arschgeweih
...Tennis
...Michael-Schuhmacher-Formel-1-Benetton-Ford
...Ice-Bucket-Challenge
...Jerusalema
...Diddel-Maus
 
Alles Trends, die mal ganz heiß waren und jetzt völlig verschwunden sind. 
Ein jeder möge einmal darüber nachdenken und in der Zukunft gut überlegen, ob jeder Trend mitzumachen ist. 

Mittwoch, 20. Mai 2026

Kandare klingt fast wie Karre

Frau Stöhr meinte unlängst, sie wolle "niemandem an die Kandare fahren" und meinte damit, sie müsse zwar einen Missstand ansprechen, wolle aber niemanden schlechtmachen oder gar beschuldigen. 
 
Das ist erstmal etwas, was ihr positiv anzurechnen ist. Denn jemanden einfach "in die Pfanne zu hauen" ist alles andere als kollegial und sowas liegt ihr wirklich ferne.  
 
Allerdings muss ich jetzt doch mal anmerken, dass die Redewendung "jemanden an die Kandare nehmen" heißt. 
Das hat aber eine ganz andere Bedeutung, nämlich jemanden "sehr straff zu führen" oder "an die kurze Leine zu nehmen". 
 
Frau Stöhr, es kann sein, dass jemand nach ihrer Aussprache hart an die Kandare genommen wird und sich dann so fühlt, als ob sie ihm ziemlich in "an den Karren gefahren" wären. 
 
Andererseits muss man manchmal auch unangenehmes aussprechen, um eine Verbesserung oder eine Änderung zum positiven zu erreichen.  

Dienstag, 19. Mai 2026

Dinge, die die Welt nicht braucht.

Es gibt wirklich Sachen, die völlig unnötig sind. 
Zum Beispiel Kissen, Schilder, Aufsteller mit der Aufschrift: Lieblingsplatz, Heimathafen, Home...
 
Wenn ich nicht weiß, wo mein Lieblingsplatz ist, dann hilft mir auch das Kissen nicht weiter. Sobald es jemand umlegt - zum Beispiel in die Ecke hinterm Sofa glaube ich, dass dort mein Lieblingsplatz ist. Das ist doch absurd. 
Sollte ich nicht wollen, dass jemand anderes auf meinen Lieblingsplatz sitzt, dann muss ich halt den Sheldon machen. 
 
Vielleicht geht es auch niemanden an, wo mein Lieblingsplatz ist - dann sollte ich den auf keinen Fall mit Schildern oder Hinweisen offenbaren. 
 
Unterm Strich: Völliger Humbug. Es zeigt sich mal wieder, dass irgendwer clever genug war, eine Idee zu haben, um überflüssigen Kram zu verkaufen und zugleich gibt es eine Meute von Menschen, die dafür Geld ausgeben. 
 
Ist Euch denn gar nicht zu helfen? 

Dienstag, 12. Mai 2026

Schüttel Dein' Speck

Tatsächlich! Der Verzicht auf Naschkram, Chips und Softdrinks hilft, Gewicht zu verlieren. 
Nicht, dass ich mich bei Softdrinks oder Chips angesprochen fühle, aber alles, was mit Schokolade, Lakritz oder beidem zu tun hat, da kann ich schlecht widerstehen. 
Weingummi geht auch mal, fällt aber primär nicht in mein Beuteschema. 
 
Seit Weihnachten, vielleicht auch schon etwas vorher entsage ich der Versuchung.  An Weihnachten selber nicht, aber sonst versuche ich weder meiner Lust am Süßen zu fröhnen, noch mir den Bauch so vollzuschlagen, wie ich es früher gerne mal gemacht habe. Weniger kochen, weniger auftun, weniger essen. 
Nach dem Essen kein "Stückchen" Schokolade  als Nachtisch, abends keine Kleinigekeit zum Feierabend, kein Bonbon für zwischendurch. 
Denn nicht anfangen ist leichter als aufzuhören. 
 
In der Zwischenzeit habe ich (vom Weihnachtsgewicht gerechnet) rund 4 kg abgenommen. Das mag nicht viel sein, aber ich bin damit nur noch 2 kg von der Grenze erreicht, die ich gerne halten würde. Ein Kilo hin, ein Kilo her - das sehe ich nicht so eng. Aber meinen dicken Bauch mag ich nicht leiden. 
 
Kommen wir zur Kehrseite: Mir wird von vielen gesagt: 
"Wo willst Du denn noch abnehmen?"
"Nimm noch etwas, Du kannst es vertragen."
 
Aber ich sehe es halt anders. 
Langsam beginne ich zuverstehen, wie Essstörungen entstehen und wo die Motivation liegt, noch mehr abzunehmen. 
Ich wiege mich morgens nach dem Aufstehen und versuche abzuschätzen, wie mein Gewicht wohl sein wird, nachdem ich auf der Toilette war. Abends wiege ich mich vor dem Schlafengehen und freue mich, wenn es nicht zuviel mehr als am Morgen war. 
Dazu kommt wieder meine Abschätzung, wieviel Gramm ich über Nacht verliere (meistens zwischen 300 und 500 gr) und wieviel Wasser ausgeschieden wird. Dann vergleiche ich es mit dem, was ich am Morgen gewogen habe. 
 
Kann es sein, dass es schon etwas krankhaft bei mir wird? Vor allem geht das Gewicht immer weiter runter. Nicht schnell, aber stetig. Meinem Wunschgewicht nährere ich mich in 100 gr-Schritten an. Was passiert, wenn ich es erreicht habe. Denn ich esse nicht schlecht, auch mag ich es zu essen. Wir kochen gut, keine Fertiggerichte, keine Diät, Süßstoff, fancy Austauschstoffe oder sonstige Sachen. 
Wie kann ich die Spirale irgendwann stoppen? 
 
Meinen Gürtel habe ich um ein weiteres Loch erweitert, damit ich meine Hose wieder etwas enger schnallen kann. Es ist noch nicht angenehm, aber es passt schon fast gut.