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Donnerstag, 28. November 2024

Ein Wiedersehen - aber nicht unbedingt lustig.

Es wird immer viel darüber geschwallert, ob "Serien gut gealtert" seien.
Bei Friends wird bemängelt, dass zu viele Weiße mitspielen, bei Two And a Half Man ist jetzt irgendwann aufgefallen, dass sich mindestens eine Person toxisch verhält, Sex And The City ist bieder, blablabla. 
Erstens sollten Serien immer aus der Zeit heraus verstanden werden, zweitens sind sie nicht gedreht worden, um politisch korrekt oder "woke" zu sein.
Drittens hat man vor zwanzig oder dreißig Jahren über andere Sachen gelacht und auch einiges anders gesehen, als heute. 

Aber beim Wiederansehen von der BigBangTheorie ist uns noch etwas ganz anderes aufgefallen: Einige Folgen sind wirklich anstrengend. 
Ja, es sind Nerds. Ja, sie sind überzeichnet. Ja, bei einigen Dingen denken sie komplizierter, als Normalos. Ja, einige Handlungsstränge wirken übel konstruiert. 
Eine ganze Reihe von Episoden sind witzig, weil es diese Spannung zwischen "normal" und "nerdig" gibt. Auch, weil sich die Superschlauen so oft selber im Wege stehen und so wenig Verstädnis für andere(s) haben. 
Trotzdem sind einige Folgen (speziell in der ersten Staffel) so hölzern und kompliziert, dass es schon weh tut. Da spreche ich auch nicht von Fremdscham, sondern einfach davon, dass völlig (!) am Leben vorbei gehandelt wird. Aber ohne dabei selbstironisch oder witzig zu sein. 
Es liegt sicher auch daran, dass die Folgen von verschiedenen Autorenteams geschrieben werden und oft vermisst man einen roten Faden oder eine Kohärenz. Gute Ansätze verbleiben Ansätze und zentrale Elemente verschwinden in der Versenkung, bzw. tauchen nur sporadisch auf, wenn es gerade mal passt. 
Wieviel Potential wird da verschenkt und es entstehen viel zu viele Löcher im BigBang-Kosmos. 

Wirklich schade, aber im Nachhinein lässt es sich nicht mehr ändern und Gemecker darüber ist genauso sinnfrei wie darüber, ob die Serien heute noch "genauso" gedreht werden könnten oder ob die Zeit alle Ecken und Kanten abgeschliffen hätte.

Montag, 11. September 2023

Wie wir sprechen und gesprochen haben.

Der Blick zurück offenbart oft,wie sich die Dinge verändern. 
"ALF" war in den 80ern ein großer Hit. Victor hat sich mit seiner Freundin auch mal einige Folgen angesehen und wir ebenso. 
Wie spannend, dass Lynn ihm sagt, der für ihn gebackene Kuchen sei eine "fertige Mischung" gewesen. 
Da schließe ich draus, dass "Fertigmischungen" zu der Zeit bei uns noch unbekannt waren.
Dafür wird dem Zuschauer aber zugemutet, dass er weiß, was ein "Nassauer" ist.
Vielleicht wurde dem Publikum damals noch eine halbwegs umfassende Allgemeinbildung unterstellt. 

Bei "Friends" geht es in einer Folge darum, dass Joey seinen "privaten Fan" habe. Im Original ist es ein "Stalker" - auch das ist ein Begriff, der uns Mitte der 90er noch unbekannt war. Heute klingt das sehr merkwürdig, aber bestimmte Dinge sind erst später zu uns rübergeschwappt. 

Ein letztes Beispiel?
In "Frühstück bei Tiffany" erzählt Holly von ihrem Bruder Fred, der so groß geworden sei und führte es auf den großen Konsum von Haferflocken zurück. 
Haferflocken?? Echt jetzt?
Nein, im Original (und auch im Buch (deutsche Übersetzung) spricht sie von Erdnussbutter (bzw. Peanut Butter), was auch mehr Sinn ergibt, denn Erdnussbutter ist sehr energiereich. Aber dem deutschen Publikum war dieser typische amerikanische Aufstrich in den 50er Jahren wohl nicht zuzumuten. Heute ist er jedem Kind bekannt, aber damals anscheinend nicht, sonst hätte man es nicht gegen Haferflocken ausgetauscht. 

Haltet die Augen und Ohren offen, welche Worte uns in 10 Jahren begegnen, die bei uns heute unbekannt sind und ausgetauscht werden, aber anderswo schon lange gebräuchlich sind.

Samstag, 15. Februar 2020

Like!!!

Manchmal wünscht man sich einen Daumen-runter-Knopf für das Fernsehprogramm.

Eigentlich fast immer!

Montag, 3. Juni 2019

Weg mit der Alten!

Die Nahles geht und prompt ist die SPD wieder wählbar.
Zeit für einen Neuanfang, geschlossen stehen und frische Gesichter.

Nachtreten, so wird das genannt.
Vorher traut sich kaum einer mal das Maul aufzumachen, geschweige denn, sich gar zur Wahl zu stellen.
Aber hinterher kommen die schlauen Sprüche.

Jetzt kann ich nichtmal mehr sagen: So sind sie, die Sozis.
Die Zeiten sind vorbei, denn früher war es so - da gab es überall Parteifreunde - außer in der SPD.
In der Zwischenzeit gibt es nur noch Intriganten, Opportunisten und Nachtreter - in allen Parteien.

Ich vermisse "Ekel-Alfred" sehr, der hat die Sachen immer auf den Punkt gebracht.
Den Unsinn der SPD durch das, was er sagte und den Unsinn der rechtskonservativen durch das, was er tat. Derart feinsinnige  Ironie, gepart mit derbem Humor hat es seitdem im Fernsehen nicht mehr gegeben.

Sonntag, 9. Dezember 2018

Abends allein.

So sitzt man dann den Abend vor der Glotze und fragt sich.
Gestern Abend war es. Yolande war feiern und mein Job war es, sie um 2.00 abzuholen.
Das Fernsehprogramm ist ja des abends wirklich ein Trauerspiel.
Schlag den Depp. Superidiot, Harry Potter, Spendengala...
Wer sieht sich das eigentlich an?
Ist mein Geschmacksempfinden wirklich so anders?
Für mich wirkt das Angebot wie ein albernes Gehampel, gefüllt mit Peinlichkeiten, Dilletanten und einem Niveau, dass weit unterhalb dessen liegt, was möglich wäre.
Dazwischen Werbung. Mit wenig mehr Niveau.
Ist es da ein Wunder, wenn Netf**x und Co so einen Zulauf haben?
Nach Lethal Weapon - was anscheinend eine amerikanische Abkürzung für "Durchschaubare Handlung mit kaputten Charakteren und übermäßigem Einsatz von Stuntmen" ist - habe ich abgeschaltet.
Peter Lustig hat ja soooo recht gehabt.
"Nun schaltet mal ab, Ihr sitzt ja immer noch da!"

Dienstag, 26. Juni 2018

Wer spielt denn da?

Bea und Yolande haben gestern Abend Fußball geguckt.
Habe mich dazugesetzt und Sudoku gelöst.
Aber sich ganz vom Geschehen auf der Mattscheibe zu lösen, ist mir nicht gelungen.

Für wen soll man da eigentlich sein?
Die eine Mannschaft schart sich um einen narzistischen Clown, die andere vertritt einen Schurkenstaat, der seine Frauen unterdrückt und mit Uran rumspielt.
Schwere Entscheidung.
Letztendlich war ich für den Schurkenstaat.

Was mir aber auffiel, waren die vielen Animositäten. Wer schief angeguckt wurde, fiel auch schon winselnd zu Boden und krümmte sich vor Schmerzen - solange bis die Situation geklärt war.
Da kann ich mich noch gut an die WM 2014 erinnern, wo ein Herr Schweinsteiger (zugegeben im Finale, wo es um alles oder nix ging) sich nach jedem bösen Foul wieder hat zusammenflicken lassen, um dann weiterzuspielen - mit 120% Einsatz und nicht im Schongang.
Von daher mutet da einiges, was auf dem Platz passiert, wirklich etwas albern an.
(Für alle, die jetzt nicht an sich halten können: Ja, gebrochene Nasenbeine, Herzstillstände, Platzwunden und Gehirnerschütterungen sind wirklich nichts, wo nur simuliert wird - ernste Verletzungen sind von mir ausdrücklich ausgenommen!)

Montag, 11. Juni 2018

Jim Knopf und Lukas - eine Rezension

Dieser Beitrag "liegt" schon seit April!!!
Habe erst jetzt geschafft, zuendezuschreiben.  Der Schluss ist also etwas knapp ausgefallen...


Hier geht es um den Spielfilm, der um Ostern ins Kino kam.
Die erste Verfilmung mit "echten" Schauspielern, nach der Trickfilmserie und zwei Verfilmungen der Augsburger Puppenkiste.

Halten wir mal fest, die Adaption durch die Puppenkiste hat zum einen schon einen Kultstatus, prägte Generationen von Kindern und hat Maßstäbe gesetzt. Einerseits durch die werkgetreue Umsetzung, dann aber auch durch die Musik, die mit einfachsten Mitteln, eingängigen Melodien und einprägsamen Texten das Geschehen untermalt.

Über die Zeichentrickserie schweige ich lieber.

Die Eröffnung des Filmes ist schon fast klassisch: Kamerazoom auf die bekannte Insel mit den zwei "Bergen", die im Buch von Herrn Ende gar nicht so genannt wird.
Dazu die Melodie der Augsburger Puppenkiste, die wohl jeder kennt. Eine schöne Hommage an selbige.
Die Story ist die bekannte. Jim kommt an, er wird größer, Emma muss gehen.
Sehr schön umgesetzt, die Einstellungen wo Jim mit Lukas auf der Lok herumfährt, wie Herr Ärmel (gut besetzt mit CMH) mal zufällig, mal absichtlich den Streichen von Jim zum Opfer fällt.
Auch der namensgebende Knopf kommt vor.
Der König ist etwas sehr auf Klamauk gemacht, etwas mehr Tragik und Tiefe hätten ihm gutgetan.
Annette Frier als Frau Waas ist auch gut getroffen, insgesamt wirkt sie weniger "hausfraulich-betulich" als im Buch, wo sie doch sehr klischeehaft und etwas ungebildet daherkommt (das hat sie mit Tante Paula aus Lornsens "Robbi, Tobbi und das Fliewatüt" gemein).
Aber schon bei den ersten Szenen tritt zu Tage, was den ganzen Film etwas überschattet:
Die Zeit reicht nicht aus.
Ja, es gibt viele Details, ja, es ist alles sehr liebevoll und mit viel Verve ausggestaltet und gespielt, aber es kommt viel zu kurz.
Man muss nicht gleich den Hobbit draus machen und ein Kinderbuch zu drei 2-Stunden-Filmen auswalzen. Doch ein Zweiteiler hätte mehr Raum für die Geschichte gebracht.
Doch wo hätte man den ersten Teil enden und den zweiten Teil beginnen lassen?

Dafür geht es mit ordentlich Action weiter. Die Überfahrt nach Mandala gestaltet sich im Buch außerordentlich gemütlich, fast schon langweilig.
Der Film kürzt das alles sehr ab und lässt die drei mit einer großen Welle prompt am nächsten Strand landen. Dafür ist Ping sehenswert (leider wieder zu wenig Zeit für all das, was zu entdecken gewesen wäre). Sehr kurz ist auch die liebenswerte Nebengeschichte mit Ping-Pong, dem sich Kennenlernen, Essen, der Stunde der Grille und der Rettung durch den Kaiser ausgefallen.
Komplett unter den Tisch gefallen ist der Brief, den Lukas nach Lummerland schickt, um mitzuteilen, dass es ihnen bis dato gut ergangen ist.

Das Tal der Dämmerung brachte wieder etwas Action, nachdem der 1000-Wunderwald in einer Szene abgehakt war. Doch wirklich, die Fahrt durch die Schlucht fand ich gut. Die Echogeschichte erschließt sich einem nur, wenn man das Buch kennt, aber trotzdem ist diese Sequenz gut umgesetzt.
Gem. Romanvorlage liegt Emma nun im Sterben, bzw. ist schon fast tot, da der Taktierbolzen gebrochen ist, der nur von innen, also im Kessel gelöst werden kann.
Auch hier bleibt der Film hinter Buch und Puppenkiste zurück - die Zeit ist wieder der begrenzende Faktor - das Buch ist düsterer und dramatischer, die Puppenkiste deutlich lustiger.

Gefallen hat mir die Fahrt durch die Wüste, denn die wurde von Herrn Ende doch etwas sehr ausgewalzt. Hier ist sie kurz und knapp und endet glücklicherweise rasch mit dem Treffen des Scheinriesens Herrn Tur Tur.
Wirklich, dieser Herr Tur Tur rührte mir das Herz. Er wirkte als tragische, zerbrechliche Gestalt. Im Herzen unendlich dankbar für etwas menschliche Gesellschaft. Ende überzeichnet ihn etwas zu sehr ins ängstliche hinein. Demnach kam auch der Abschied sehr, sehr schnell.

Es ging ins Dunkle hinein - die Region der schwarzen Felsen mit dem Mund des Todes.
Schwierig, das umzusetzen, wo man doch dort gar nichts sehen kann, aber auch das gelang ganz nett. Warum der Mund des Todes nun unbedingt mit der Form eines Totenkopfes umkleidet sein muss, hat sich mir nicht ganz erschlossen - auch ein Drachenkopf wäre hübsch gewesen, oder einfach nur ein Loch - die eigene Vorstellung ist schlimmer, als alles was gezeigt werden kann.

Nun, die drei kommen wohlbehalten an und treffen den Halbdrachen Nepomuk.
Etwas Klamauk für die Jüngsten, wenig Inhalt für die Älteren - auch hier wurde wieder Potential verschenkt.
Die Drachenstadt war wieder sehenswert. Hier fehlte wieder etwas die Zeit.
Frau Malzahn gefiel mir gut, auch wenn mich die Schulszene nicht recht überzeugte.
Im Buch gibt es dann noch eine gemütlich, entspannte Pause, bis es an die Abreise geht, im Film ist kaum Zeit, um Atem zu holen und ein feuerspeiender Drache unternimmt noch einen letzten Versuch, die Kinder, Lok, Lukas und Frau M. aufzuhalten. Wenn das Buch schon keine Action bietet, muss halt etwas improvisiert werden.
Die Flussfahrt ist kurz und schmerzlos, die Wilde 13 wird eingeführt, ganz, wie es im Buch ist, dann folgt eine Wilde Schussfahrt und zack ist die Bande in Peking.
Ein emotionales Wiedersehen, ein schneller Abschied und die Kinder sind abgeschoben, der zukünftige goldene Drache der Weisheit gibt Answeisung, eine schwimmende Insel einzufangen und dann gibt es schon Kuchen auf Lummerland und Emma bekommt ihre kleine Molly.

Fazit: Süßer Familienfilm - a mixed bag of everything.
Weniger wäre vielleicht mehr gewesen, oder mehr wäre mehr gewesen - der Stoff reicht für einen Zweiteiler, aber s.o. - es geht nicht immer alles.
Bin auf den zweiten Teil gespannt, der nächstes Jahr (?) in die Kinos kommen soll.

Donnerstag, 3. Mai 2018

Kleine Monster

Am ersten Mai liefen abends "Die Gremlins".
Es war tatsächlich als "Kömodie" eingestuft, zumindest in der automatisch angezeigten TV-Info.

Als der Film "damals" rauskam war es ein Gruselfilm. Natürlich kein "ab-18-Horrorfilm", aber der war schon ziemlich unheimlich.

Jetzt kommen schlimmere Sachen im Nachmittagsprogramm.
Wo soll das nur enden?

Montag, 22. Januar 2018

In The Jungle...

Waren das noch Zeiten, als im Dschungel noch der Tiger schlief!

Jetzt blamieren sich dort diejenigen, die meinen, anderswo nichts mehr vom Medienkuchen abzubekommen.

Guckt das eigentlich wirklich noch jemand, oder sind diese Sendungen nur dazu da, Werbeblöcke zu umrahmen und bei GMX, WEB, Freenet etc. pp. auseinandergenommen zu werden?
Sogar unsere Tageszeitung hat fast eine ganze Seite darüber berichtet.

Gibt es keine wirklichen Nachrichten mehr in dieser Welt?

Dienstag, 19. September 2017

Das Erwachen des Emperiums

Tjajajaja.
Sagen alte Leute halt so.
Damit meinen sie: Es ist wie es ist und es gibt nichts neues auf der Welt.

Victor und ein Freund haben bei uns "Das Erwachen der Macht" gesehen.
Sporadisch habe ich mitgeguckt, weil ich noch verschiedene Sachen auf dem Zettel hatte und nicht zwei Stunden wertvoller Lebenszeit für einen halbgaren Disney-Streifen vergeuden wollte.

Jetzt kommt ein ganz schonungsloses Outing:
Ich bin kein Starwars-Fan.
Die Sage beginnt für mich beim heute "vierten Teil" genannten Film und endet mit dem "sechsten Teil".
In diesen drei Filmen ist die ganze Sache einigermaßen rund und ein Kultstatus ist durchaus anzuerkennen.
Alles andere ist nur Geldschneiderei und der Versuch, dem Herrn der Ringe das Wasser zu reichen.
Überflüssig.

Jetzt zum Film.
Alleine der Titel ist schon merkwürdig. "Das Erwachen der Macht"
Hat die Macht geschlafen? War Werbepause? Gab es Funkstille? Haben Luke, Leia und andere Yedis keinen Kontakt mehr zur ominösen "force" gehabt?
Aber jetzt erwacht sie.
Schönen guten Morgen.

Der restliche Film wirkt wie ein Sammelsurium von den Teilen 4-6.
Wir hätten da einen Darth Vader-Verschnitt mit Maske und rotem Schwert.
Leider weder noch ernsthaft, noch selbstironisch. Auch die Selbstzweifel bleiben halbgar.

Eine Dame, in der die Macht stark ist, aber die nicht ausgebildet wurde und das alles eigentlich gar nicht will.

Was vorher das Imperium war, heißt jetzt erste Ordnung und erinnert (sicher ganz unbewusst an die Nazis).

Der Todesstern kehrte zurück - nur größer und besser, aber auch der kann nicht mehr, als Sterne zu zerstören.

Dann haben wir den Widerstand, der wie David gegen Goliath...

Der Milleniumsfalke tauch auch wieder auf. Han Solo ähnelt immer mehr Indiana Jones und dann gibt es noch den unbedarften Stormtrooper, der desertiert und ungewollt in dieses ganze Schlamassel reingezogen wird.

Geht es nur mir so?

Freitag, 25. August 2017

Endlich wieder NCIS - oder?

Da kommen jetzt endlich neue Folgen vom NCIS mit Gibbs & CO. !!

Und was muss ich feststellen - die Story wird immer dünner; Spannung kommt gar nicht mehr recht auf und es wird viel Zeit für albernes Geplänkel vertan.

In der Folge, die am Montag ausgestrahlt wurde, tauchten Elly Bishops drei großen (?) Brüder auf, die plötzlich meinten, ihre Schwester beschützen und gängeln zu müssen.
Nicht nur, dass die drei wie beschränkte Hinterwäldler wirkten und handelten, keiner von den Agents hat die drei mal in ihre Schranken verwiesen.

Gibbs war nur noch Randfigur.
Kein Gibbs-Blick, kein Instinkt, keine markigen Sprüche.
Langweilig.
Abby war auch nur kurz zu sehen und sie schien fast lustlos
ob ihrer stark eingeschränkten Rolle in dieser Folge zu sein.

Das Motiv, die näheren Umstände, eine spannende Verfolgung, etwas Psychokitzel - alle vier abwesend.

Einzig Ellys Anmerkung, wie problematisch Guantanamo ist und wie viele dort wohl unschuldig hinter Stacheldraht sitzen, hat ansatzweise zu etwas Tiefe verholfen - vielleicht für 10 Sekunden oder so.

Was mich außerdem noch ärgert, ist der dämliche PBB!

Da ich NCIS und Scorpion nachts aufzeichne, muss ich mich auf die angegebenen Zeiten verlassen können.
Jetzt ist aber aufgrund der anscheinend um eine Stunde oder mehr überzogenen PBB-Übertragung zum zweiten Mal Scorpion gar nicht aufgezeichnet worden.

Wobei auch die dritte (oder ist es schon die vierte) Staffel von Scorpion den Reiz der ersten (und teilweise auch zweiten) Staffel völlig verloren hat.
Es ist nur noch eine weiter Actionserie unter vielen anderen, die weder durch besondere Qualität, besondere Inhalte oder interessante, tiefgehende Charaktere heraussticht.
Eigentlich sehen wir die nur, weil sie harmlose Unterhaltung ist und irgendwie sonst auch nichts besseres läuft.

Hinsichtlich PBB sagte Yolande ganz treffend:
"Was kommt eigentlich nach Z-Promi?!"

Mittwoch, 8. Februar 2017

Don't Watch Television!

Echt jetzt!
Gestern Abend habe ich auf Yolande warten müssen, die in der Großstadt im Theater war und erst nächtens wieder heimkam.

Also saß ich vor der Glotze (nachdem ich vorher einige wichtige Dinge erledigt habe).
Auf einem Programm lief "Marktcheck" - es ging um Palmöl und welche Giftstoffe bei der notwendigen Verarbeitung entstehen und letztendlich im fertigen Produkt landen können.
Wir sprechen hier von einem Esther, dass erbgutschädigend und krebserregend wirken kann.
Grenzwerte gibt es nicht und selbst wenn - eine regelmäßige Einnahme von Gift führt irgendwann zu einem Schaden.
Palmöl steckt jetzt ja in so ziemlich jeder Schokolade, Eis, Margerine, Röstzwiebeln...

Dann sah ich Lesch' Kosmos, wo es um Zucker ging.
Zucker ist ja auch nichts, was nur gut ist.
Von schlaffer Haut, über Gewichtszunahme, dauerhaft Entzündungen im Körper bis zu Krebs.

Irgendwie habe ich jetzt endlich die richtige Motivation gefunden, nichts mehr zu naschen.
Ich stelle mir einfach vor, was das Zeug in mir anrichtet und schon habe ich absolut keinen Appetit mehr.

In diesem Sinne: Lasst es Euch schmecken!

Mittwoch, 6. Juli 2016

Au Revoir Jogi!

Egal, wie dieses Spiel heute Abend ausgeht.

Herr Löw wird seinen Rücktritt erklären - entweder nach diesem, oder nach dem nächsten Spiel.

Er ist jetzt lange dabei und hat die Mannschaft (mit wechselnden Spielern)  zu vielen Erfolgen geführt.

Wenn die EM "verloren" ist, kann er zwar weitermachen, aber vielleicht wäre dann eine Wechsel an der Reihe. Jemand, der eine bessere Taktik aufstellt und eine bessere Spielweise zu vermitteln versteht.
Einer der Herren Scholl oder Legat wären doch toll... :-7

Erreichen sie das Finale und gewinnen sogar gegen Portugal oder Wales - dann hat Löw so ziemlich alles erreicht, was möglich ist und kann auf dem Zenit seines Schaffens abtreten.
So wie es eine Reihe der "Weltmeister-Spieler" gemacht haben.

Also Leute, holt den Trainer-Dress aus der Kiste und schreibt schon mal Eure Bewerbung.

Montag, 4. Juli 2016

Zum Glück ist Island raus!

Schade um die Isländische Mannschaft.
Denen hätte ich einen Sieg über die Franzosen wirklich gegönnt.
Jetzt hat sie der Gastgeber rausgeworfen und mit 5:2 auch etwas vorgeführt.
Wobei ich mich nun frage, wenn Island England mit 2:1 rausgeworfen hat  - ist England jetzt wirklich sooooo schlecht gewesen, oder ist Frankreich sooooo viel besser? Oder war es einfach nur der falsche Tag für ein Spiel.

Wie dem auch sei.
Wenn die Deutsche Mannschaft gegen die Französischen Fußballer spielt und verliert - dann haben wir gegen eine der großen Mannschaften verloren und können mit einem weiteren Sieg den 3. Platz bekommen. (Was besser ist, als durch Verlieren den 2. geschenkt zu bekommen.)
Gewinnt die Mannschaft, dann steht das Finale bevor und mal wieder wurde der Gastgeber rausgeworfen - kennen wir ja aus Brasilien.

Aber hätte das Spiel gegen die Isländer stattfinden müssen, wären bei einem Sieg die hoffnungsfrohen Sympathieträger rausgeflogen und wieder wäre überall von der deutschen Übermacht die Rede.
Siegten dagegen die Isländer, wäre die deutsche Mannschaft dem gleichen Spott ausgesetzt, wie nun die Englische Truppe.

In diesem Sinne - danke, Frankreich! Ihr habt den deutschen Fußball vor einer Loose-Loose-Situation bewahrt.

Dienstag, 28. Juni 2016

Bud Spencer

RIP Bud Spencer.

Die Filme mit ihm und am liebsten die zusammen mit Terence Hill habe ich immer gerne gemocht - jetzt sehe ich mir die zusammen mit den Kindern an.

Meine "persönliche" Erinnerung und Verbundenheit mit Bud war sein Ausspruch, er nähme niemals Soße, denn die mache dick.
Aufgrund dieser Aussage habe ich jahrelang auf Soße verzichtet. :-)

Freitag, 16. Oktober 2015

Mrs. Piggy

Vor einiger Zeit wurde in den Medien breitgetreten, dass ich Kermit und Mrs. Piggy getrennt hätten.
Kermit wurde sogar mit einem neuen Schwein gesichtet.

Was ich jetzt noch nicht gehört habe, ist ob auch Mrs. Piggy einen neuen Frosch (oder Pinguin oder Schwein) an ihrer Seite hat.

Mittwoch, 5. August 2015

der 7. Sinn

Nach wie vor sehen wir die Folgen von NCIS und NCIS:LA
Auch wenn wir langsam so ziemlich alle Folgen zweimal gesehen haben.

Wir nehmen die auf und gucken, wenn wir Zeit haben. Das hat den Vorteil, dass wir die Werbung überspringen können und ganze Folgen weglassen, wenn die doof waren, zum fünften Male wiederholt werden oder wir noch ganz genau wissen, was da passierte.

Jetzt lief dieses oder letztes Wochenende die Folge mit dem deutschen Titel "der doppelte Tony" in der Robert Wagner, alias Jonathan Hart, als Tony DiNozzos Vater auftrat.
Tonys Vater ist pleite und Tony zahlt ihm unerkannt Hotelzimmer und Flugticket - wober er es so aussehen lässt, als wäre ein Geschäftsfreund seines Vaters für die Kosten aufgekommen.
In der Abschlussszene essen Gibbs und Tony zusammen und obwohl Tony die Zimmer-zahl-Sache so, wie oben beschrieben, dargestellt hat, fragt Gibbs ihn direkt, wo er denn das Geld hergenommen habe.

Es ist dieses Durchschauen von Menschen, das Wahrnehmen von Lügen - oder auch nur von Stimmungen, das Vorausahnen von Dingen, was die die Rolle und den Charakter von Gibbs auszeichnet, ihm ein wenig den Hauch des Geheimnisvollen verleiht.

Dabei ist es "nur" eine Gabe.
So wie andere Leute hochmusikalisch oder hochbegabt (was ein sehr weiter Begriff ist) sind und wir über deren Fähigkeiten staunen, gibt es Menschen,
die hochsensibel sind.
Das heißt nicht, wir hätten es bei Gibbs (oder jemand anderem, der hochsensibel ist) mit einem "Sensibelchen" zu tun, der schnell eingeschnappt ist, oder durch wenig Sticheln, Ärgern oder ... gleich tödlich getroffen zusammenklappt.
Es bedeutet, dass solche Menschen mehr wahrnehmen, als andere. So, als hätte einer ein Transistor-Radio am Ohr und der andere eine Satellitenschüssel zur Verfügung.
Oder so, als ob man einen Stummfilm sieht und der Hochsensible sieht den gleichen Film aber in Farbe, mit Ton und gleichzeitig hört er noch die Regieansweisungen im Hintergrund.

So können diese Menschen mehr wahrnehmen, treffen eher eine Entscheidung aus dem "Instinkt" heraus, oder haben ein Bauchgefühl, etwas zu tun oder zu lassen. Ahnen, ob Menschen aufrichtig sind oder nicht - dabei meine ich jetzt keine (oder nicht nur) Betrüger, sondern ob das Lächeln und das "danke es geht mir gut" echt sind.

Die Kehrseite ist aber auch, dass sich diese Eindrücke nicht abstellenlassen.
Es ist immer so, als würde man mit 1000W beschallt und an Ruhe ist nicht zu denken - Gibbs sieht man immer wieder im Keller; ohne Elektrowerkzeuge baut er Boote.
Ein typischer Ausgleich, Stille, gedämpftes Licht, kein Elektrosummen, keine kreischend Säge, kein Gedudel im Hintergrund.
Das ist sein Ausgleich.

Ich kenne hochsensible Menschen persönlich.
Sonst hätte ich Gibbs als reines Phantasie-Produkt abgehakt.

Donnerstag, 7. Mai 2015

Scorpion

Eine neue Serie, die nun angelaufen ist.
Das gleiche Strickmuster, wie viele andere Serien auch - gutes Team bekämpft die Bösen und hat dabei trozt aller Schwierigkeiten letztendlich Erfolg.

Nur haben wir es hier nicht mit einem gut eingespielten Team von Polizisten, Agents oder sonstigen Ordnungshütern zu tun - hier sind es egozentrische Genies, deren IQ weit über dem vom Durschnittsbürger liegt, aber aus diesem Grunde haben sie genügend Probleme mit ihrer Umwelt, weil sie zwischenmenschliche Schwächen haben, von denen wir kaum wussten, dass es sie gibt.

Dieses Verhaltensmuster wurde in den ersten Folgen sehr herausgearbeitet.
Je weiter die Sache voranschritt, dest mehr verflachte diese Idee.
Bis letztendlich nur noch "normale" Experten mit einigen besonderen Fähigkeiten übrigblieben.

Diese Inkonsequenz ist bei so mancher US-Serie zu beobachten.
Nachdem erst mit einigem Aufwand und Tamtam eine besondere Person oder Serie eingeführt wurde, verschwinden die Besonderheiten immer mehr, bis nur noch allgemeiner Mainstream übrig ist.

Dienstag, 21. April 2015

Immer der Reihe nach?

Nach wie vor gucken wir am Wochenende gerne die NCIS-Folgen, die den einen Abend auf SAT 1 und am anderen auf Kabel 1 kommen.
Dass SAT 1 in der letzten Zeit die neue Staffel gesendet hat und Kabel 1 alte Folgen wiederholt macht mir wenig aus, denn ich kann die Sachen eigentlich immer recht gut zusortieren.

Was aber selbst ich seltsam finde, ist die Reihenfolge in der die Episoden um den "Hafenmörder"  ausgestrahlt werden. ("ausgestrahl" ist übrigens ein ausnehmend schönes Wort. *ggg*)
Diese Handlung nimmt rund 5 oder 6 Folgen ein, vielleicht auch mehr.

Erst gibt es einen Fall, dann verschiedene Verbindungen zu anderen Fällen, es wird ein zweites Ermittlerteam eingeführt und schließlich führen gemeinsame Ermittlungen zum Abschluss des Falles.

Der Fall wurde, soweit ich mich erinnere, vor zwei Woche "abgeschlossen".
Letztes Wochenende wurden aber zwei Folgen gezeigt, die mitten in der Serie liegen. So wurden jetzt die Teile gesendet, in der das zweite Ermittlerteam auftaucht - dabei ist letztens im "showdown" bereits einer von denen erschossen worden.
Ein totales Durcheinander  - wer soll denn da noch den Überblick behalten?

Samstag, 4. Oktober 2014

Kürzung mit Geschmäckle

Nach wie vor sehen wir gerne die Serie NCIS.
Am Sonnabend werden alte Folgen als Dauerwiederholung gesendet, sonntags gibt es derzeit die neuen Folgen.
Verpassen wir eine Folge, zeichnen wir sie auf und sehen sie später an.
Jetzt haben erneut die Folge gesehen, in der Agent Lee, die als "Maulwurf" entlarvt wurde, helfen soll, die Hintermänner zu enttarnen.

Egal was sie macht, sie wird wegen Hochverrats und Doppelmord angeklagt werden und vorausichtlich ihre Tochter nie wiedersehen.
Im Showdown dient sie dem Bösewicht als lebendiges Schutzschild, während es ein Feuergefecht zw. Bösewicht und Agent Gibbs gibt.

Vor ein oder zwei Jahren gab es eine Szene, in der Agent Lee Gibbs zunickte und ihm so zu verstehen gab, er dürfe ohne Rücksicht auf sie schießen, um den Mann hinter ihr zu treffen. Denn ob lebendig oder tot, sie würde aus der Nummer nicht mehr anständig rauskommen.
Erst nach diesem stillen Einverständnis schoss Gibbs (der aufgrund von Schussverletzungen mit links schießen musste und wegen einer Kopfverletzung auch nur noch verschwommen sehen konnte) auf die beiden und traf besagten Bösewicht sozuagen durch Lee hindurch.
Damit hatte Lee soetwas wie Sühne getan und Gibbs hatte ihre Erlaubnis zu schießen.

In der Folge, die nun ausgestrahlt wurde, fehlte diese Szene.
Damit ergibt sich ein ganz anderes Bild:
Gibbs schießt ohne Rücksicht auf Lee und nimmt ihren Tod billigend in Kauf.

Da Gibbs später Lees Tochter von deren Tod unterricht (unterrichten muss), erhält die ganze Sache noch eine deutlich makabere Färbung.

Ganz eindeutig! An der falschen Stelle gekürzt.