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Freitag, 18. Juli 2025

Labubu oder: Der nächste Trend, der schnell wieder vorbeigeht.

Anscheinend werden die Püppis namens "Labubu" überall gehypet (abgesehen, davon, dass englische Wörter, die auf Deutsch gebeugt werden, ziemlich absonderlich aussehen) und durch künstliche Verknappung wird das Interesse hochgehalten. 
Nach der Ice-Bucket-Challenge, dem Jerusalema und der Dubai-Schokolade ist es nun der nächste "Hype", der alle, die keine Existenzsorgen haben in einen wahren Rausch versetzt. 
 
War die Challenge noch für irgendeinen guten Zweck (oder auch nicht, wer weiß das schon noch) und der Tanz nett anzusehen - immerhin verbindet tanzen Völker und Kulturen, so war die Dubai-Schokolade schon bedenklich. 
Horrendes Geld für einen Luxus-Artikel auszugeben, der nur kurzzeitigen Genuss versprach und letztlich eine Monströsität dieser Welt offenbarte: Einige wenige stopfen sich überteuerte Süßwaren in den Rachen, während wenige Kilometer weiter Menschen in einem ebenso sinnlosen, wie auch imperialistischen Krieg sterben und tausende von Menschen des Hungers sterben. 
Egal: Haben sie keine Schokolade, sollen sie halt Weingummi essen. 
 
Nun kommen Püppchen mit extremen Kindchen-Schema-Attributen auf den Markt, die vor allem eins sind: Unnötig. 
Es werden Ressourcen für Produktion und Versand aufgewendet, um ein Massenprodukt mit vermeintlichem Seltenheitswert in den Markt zu drücken, dessen Gegenwert nur in der Vorstellung besteht, etwas besonders zu haben oder vielleicht auch selbst zu sein.
 
Es geht hier nicht um Spielzeug - ganz nebenbei: 3 Puppen sollten genug sein, wie ein führender Politiker unlängst konstatierte - sondern um Sondermüll, der in wenigen Wochen erst auf dem Grabbeltisch, dann im Sonderpostenmarkt und schließlich auf den Deponien der dritten Welt landet, wo Kinder sich fragen, was sie mit diesen nutzlosen Puppen anfangen können. 
 
Wer Ohren hat, der höre und wer ein Hirn hat, der denke. 
 
Würden die Gelder, die jetzt die Geldbörsen der Lizenznehmer und Produzenten füllen, genommen und diese zur Beseitigung von Wohnungsnot, Krankheiten und Hunger verwendet (die Reihenfolge ist keine Wertung), dann wäre diese Welt auf einen Schlag um ein großes Stück lebenswerter geworden.  

Dienstag, 18. Januar 2022

Das Glück des Einfachen

 Das Einfache ist oft das Schwerste, denn es ist nicht einfach, es auszuhalten. 

Das Angebot an Tees im Supermarkt ist unüberschaubar. Inflationär zugenommen hat in den letzten Jahren die Fülle an Schickimicki-Tees. 
Die Fa. Teepott hat so eine Harmonie-Serie mit Kalendersprüchen auf den Pappdingern, an denen man den Teebeutel rausziehen soll, dafür sind die Tees oft zum Hände und Füße wärmen: Harmonie, Magengut, Schlafeschön, Warmesherz, Klarerkopf, Sonnenschein...
So oder so ähnlich heißen die und es sind Teemischungen. 
Auch bei anderen Firmen gibt es vor allem "kreative" Variationen. 

Was aber weniger wird, sind einfache Tees. 
Ja, es gibt noch immer die Klassiker Kamille und Pfefferminze.
Aber nach Brennnessel ohne Beimischung muss man ebenso suchen, wie nach Salbei. 

Teilweise sind es die teuren Firmen, die "einfache" Tees haben, z.T. sind es die Eigenmarken, bei denen man zugreifen muss. 
Aber bei "Brennnessel und die 7 Kräuter" bleibt die Brennnessel auf der Strecke. "Salbei mit Eukalyptus" schmeckt wie Knüppel auf den Kopf und die wohltuende Wirkung, die der normale Salbeitee hat, ist auch nicht festzustellen. 

Liebe Leute, warum muss immer alles verschlimmbessert werden? Lasst doch die Sachen einfach und rein - und wenn das nicht geht, weil das Marketing meint, Schickimicki müsse sein, dann lasst doch bitte den Menschen mit Geschmack und Verstand Tees ohne billige Zusatzstoffe. 

Es könnte so einfach sein.

Donnerstag, 16. September 2021

Weniger ist das neue Mehr!

Kochbücher, Kochblogs, Koch-Websites, Vlogs, Blabla. 
Überall wird man "dichtgeballert" mit Rezepten, Vorschlägen und tollen Ideen. 
 
Daber ist es so einfach: 
Ich habe den Fisch nur mit Salz und Butter in der Pfanne gebraten. 
Dazu Kartoffeln und Gemüse. 
Ein Gaumenschmaus. 
Warum immer so aufwendig?

Liebt das Einfache, auch wenn es schwierig ist.

Samstag, 2. November 2019

DIY

Waschpulver - check!
Geschirrspülpulver - check!
Spülmittel, Reis, Natron, Cornflakes im Loseladen gekauft - check
Abfluss mit Soda und Essig gereinigt - check!

Es gibt Dinge, die wirklich einfach umzusetzen sind

Viele Putzmittel aus dem Regal sind überflüssig, teuer und schädlich obendrein.
Mit Essig, Natron, Soda, Kernseife und Regeneriersalz lassen sich viele konventionelle Mittel gut ersetzen.

Macht mit!

Dienstag, 16. Juli 2019

Mädelsabend, die Zweite

Lassen wir mal etwas Luft ab.
Der Survival-Gundkurs hat niemanden ernsthaft an seine Grenze gebracht.
Ein wenig Fußmarsch (nur 2 Stunden), etwas Kräuterkunde, Lager aus vorhandenen Materialien bauen, Feuerholz sammeln und brechen (sägen ging ja nicht), Lagerfeuerkunde.
Die erste kleine Hürde war das Abendessen.
Es gab drei Kilo Schwein, roh, ungeschnitten - macht was draus.
Braten oder kochen.
Braten am Spieß, kochen mit Kräutern, die man kennengelernt hat.
Guten Appetit.
Irgendwann wurde geschlafen - das versprochene Frühstücksbuffet bestand aus zwei Dosen mit Getreidemischung und einigen Eiern.
Damit ging wirklich alles: Müsli, Porridge, Getreidekaffe, Kekse, Pfannkuchen, gekochte Eier oder Rührei. Etwas Mühe und Arbeit war es natürlich: Getreide zwischen zwei Steinen zu mahlen ist halt kein Spaziergang.
Eine halbe Stunde Fußmarsch, um die Blechbecher und Messer im See abzuwaschen - und den Weg auch wieder zurück.
Schließlich noch etwas "Waffenkunde" - wie kann im Notfall ein Tier ernsthaft so verletzen, dass man es töten und essen kann.
Das Töten von Tieren wird übrigens nicht gelehrt - die Tierschutzverbände sind dagegen.
Hoffen wir mal, dass von denen niemand in eine Notsituation kommt, wo er diese Fähigkeit benötigt hätte.
Anschließend ein Fußmarsch zurück zum Parkplatz - hier muss ich noch doch etwas einschränken:
Nur die Häfte der ursprünglichen Teilnehme kam zurück - der Rest hat vorher abgebrochen oder sowieso nur einen Tag gebucht.
Vielleicht waren doch einige Grenzen erreicht worden.

Geleitet von einem motivierten (aber sehr authentischen) GI Joe, der deutlich extremere Situationen erlebt hat, als nur eine Nacht unter freiem Himmel.

Würde ich das wieder macht?
Vielleicht - die Stimmung war gut, es wurde viel gelacht und es kommen die unterschiedlichsten Personen zusammen. Mal sehen; vielleicht nächstes Jahr.

Freitag, 7. Dezember 2018

Geschenkideen für alle Ahnungslosen

GMX und WEB haben immer die besten Ideen.
Wer meint, es ging nicht platter oder dümmer, wird jeden Tag eines besseren belehrt.

Heute fand ich einen "Artikel", in dem Geschenkvorschläge für Oma und Opa gemacht werden.
Das sah in etwa so aus:
Dümmlicher Text
Bild von einem Geschenk, das keiner braucht
Link zu einem Online-Versender.

Nach diesem Muster waren etwa zwei Millionen Vorschläge für Oma und Opa aufgeführt.

Den "Artikel" namens "Diese Geschenke lassen Mädchenherzen höher schlagen" habe ich gar nicht mehr angeklickt - ich war bestens bedient.

In unserem Teil der Welt, wo es seit Jahrzehnten keinen Krieg mehr gegeben hat, und bei allen die Schränke überquellen, was sollen da noch Geschenke für die Großeltern.

Ich werde mir später nur eines wünschen: Spendet für den Regenwald, für die Kinderhilfe, für Flüchtlingshilfe oder Wiederaufbau wo auch immer.
Mein letztes Hemd hat keine Taschen, es liegt schon im Schrank und wartet auf den Tag, wann ich es endlich anziehen kann.
Daher möchte ich keine weltlichen Dinge mehr um mich herum anhäufen, die nach meinem Ableben in der Tonne landen.

In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Leserichen einen heiteren und fröhlichen zweiten Advent.

Montag, 8. Oktober 2018

Müllmänner Blues

Meine Mutter räumt auf.
Sie liest noch einmal alte Bücher und versenkt sie dann im Altpapier.
Manchmal fragt sie uns, ob wir etwas haben möchten.
So sind auch viele Kinderbücher aus meiner Kindheit wieder zu uns gelangt.
Ebenso Zeitschriften und Bücher, die von ihrer Arbeit mit Kindern übrig geblieben sind.

Auch wir räumen auf.
Vor allem Victor räumt auf.
Alte Zeitschriften: Lego, Playmobil, Sharky, Schlümpfe, Löwenzahn, egal was...
Alte Bücher, die er nicht mehr liest,
Kuscheltiere, Selbstgebasteltes.
Alles muss raus. Nachdem es Jahre gab, in denen sein Zimmer vollgestopft mit verschiedensten Utensilien war, oft aus Resten zusammengebaut, übt er sich jetzt in Askese.

Auch der Dachboden muss dran glauben. Alles, was sich in Flohmarktkisten angesammelt hat, wird sortiert:
- Flohmarkt, zweiter Versuch
- Tauschhütte oder Sozialladen
- Müll

Spielzeugkisten werden ebenso durchgesehen - eigentlich alles, was da oben steht.

Wenn ich jetzt sehe, was darauf wartet, mit der Mülltonne "entsorgt" (=verbrannt) zu werden, und bedenke, dass es bei anderen Familien wahrscheinlich in Keller und Dachboden genauso aussieht, dann schwant mir, wieviel Müll anfällt und produziert wird.
Von den Dingen, die nur produziert werden, um nach Einmaligem Gebrauch weggeworfen zu werden, reden wir besser gar nicht. Überraschungen in kleinen gelben Eiern, Verpackungen, in denen Verpackungen mit Spielzeugen ohne Spielwert stecken. Zeitschriften mit "Gimmick" (was in den 80ern mit "Yps" eingeführt wurde, ist heute gang ung gäbe), die nach kurzer Zeit kaputt sind...

Würden wir doch alle mal ein wenig mehr nachdenken und weniger Sachen kaufen, die nicht benötigt werden.

Samstag, 27. Januar 2018

Fleischeslust

Wir sind zum Essen eingeladen worden.
Schwiegermutter hatte einen Gutschein für einen Gasthof auf dem Lande, der sollte benutzt werden, bevor er zu alt wurde.

So saßen wir da nun also, sahen uns die übersichtliche* Speisekarte an und versuchten das richtige für einen Schmalhans, eine Vegetarische und zwei Bratkartoffelfans zu finden. Schwiegermutter und Freundin konnten für sich selber sorgen. :-)

Letztendlich habe ich mich für ein Wiener Schnitzel entschieden, allerdings mit Bratkartoffeln.
Victor nahm das auch, allerdings ohne die Rahmsoße.
Weil der junge Mann ein Strich in der Landschaft ist und genauso isst, haben wir nach einer kleinen Portion gefragt - er wurde kurzhand zum "Senior" befördert und bekam (abrechnungstechnisch) einen Seniorenteller.
Wie gut diese Entscheidung war, merkte ich, als mir das Schnitzel vorgesetzt wurde...

Mein Teller war rechteckig und das Schnitzel darauf war etwa 25cm lang und 12cm hoch.
Dazu eine große Schüssel Bratkartoffeln und ein Soßenpott mit Rahmsoße und Pilzen.
Victor bekam die Hälfte an Fleisch, die Kartoffeln waren für uns beide.

Ganz ehrlich - das Schnitzel war soviel Fleisch, wie ich sonst in einer ganzen Woche esse.
Da hatte ich meine liebe Mühe mit, dazu Soße und Bratkartoffeln - die Schüssel haben Victor und ich geschafft, dafür hat er nur 2/3 seines Schnitzels essen können.

Auch Bea hatte reichlich Fleisch auf dem Teller.

Letztendlich gingen eine reichliche Schüssel Kartoffeln zurück (von drei), ein guter Schwung Fleisch und etwas Gemüse von Yolande. 
Auch andere Tische haben die Kartoffeln nicht immer geschafft.

Seitdem beschäftigt mich der Gedanken, warum das so viel Fleisch sein muss, dass davon reichlich zurückging? Warum waren die Portionen so überreichlich?
Essen andere Leute so viel mehr, als wir? Liegt das nur an diesem Restaurant? Wenn auch von anderen Tischen etwas zurückgeht, warum werden die Portionen nicht einfach etwas reduziert - immerhin geht alles, was zurückgeht in die Tonne - auch wenn die Reste abgeholt und verwertet werden. Das kostet doch alles Geld und ist doch Verschwendung?

Da wir selten essengehen, kann ich die Mengen nicht vergleichen, aber in meiner Erinnerung aus der Kindheit war ein Wiener Schnitzel etwas kleiner, als eine mittlere Männerhand.  Aber nicht derart riesig.
Ich bin verwirrt...



*eine übersichtliche Karte verspricht, dass frisch gekocht wird, die Gerichte aus wenigen aber guten Zutaten zubereitet werden und Wert auf die handwerkliche Ausführung gelegt wird.
2000 Gerichte auf der Karte, die sich nur durch süß-saure Soße, sauer-süße Soße und Reis rechtsliegend oder Reis linksliegend unterscheiden, sind mir immer etwas merkwürdig.
Aber das nur am Rande.

Mittwoch, 7. September 2016

Neu - diesmal ohne Müll

Bitte meiner Blog-Rolle einmal etwas Aufmerksamkeit entgegenbringen.
Da habe ich "Alternulltiv" hinzugefügt, eine Seite, deren Betreiber das Ziel haben, ohne Müll zu leben.
Leider verträgt sich dieser Blog nicht mit "Alternulliv", daher wird nicht angezeigt, wenn sich dort etwas neues tut.
Daher empfehle ich dort regelmäßig zu gucken, ob es Neuigkeiten gibt.

Nachmachen ist hier nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht.

Donnerstag, 16. Juni 2016

Kartons die aufbewahrt werden

Wie einfach war das Leben früher. 
Es wurde etwas gekauft, hingestellt und der Karton (so es denn einen gab) wurde weggeworfen (oder verbrannt).

Heute ist das anders. Jeder Karton wird aufbewahrt.  Der ganze Dachboden (Speicher, Keller, Schuppen) steht voll mit Spielzeugkartons, Computer-, Fernseh-, HiFi-Kartons, die darauf warten, wieder verwendet zu werden.

Entweder zum Einpacken von verkauften Sachen (ebay) oder zum Reklamieren von Ware oder zum Einschicken, wenn es kaputt ist oder für den Flohmarkt.

Früher war nicht nur mehr Lametta, sondern auch mehr Platz,
weil der ganze Kram kurzfristig entsorgt wurde.

Gute alte Zeit.

Freitag, 29. Mai 2015

Sendepause

Derzeit erfordert mein RL sehr viel Kapazität - daher werden hier einige Tage Ruhe sein.

Ein wenig Ruhe hat auch etwas für sich...

Mittwoch, 18. März 2015

Es ist Frühling...

... und der Yeti hat mal seine Werkstatt aufgeräumt.
Nicht nur, weil es nötig tat, sondern auch weil Victor mit seinen Kumpels gerne an Kleinkram rumwerkelt.
Also - habe ich mal sortiert und weggeworfen.
Mehrmals die Mülleimer geleert (Papier/Kunststoff/Restmüll) und den Inhalt von zwei Schuhkartons, sowie eine Curver-Kiste entsorgt.

Ich verbringe zu viel Zeit damit, Dinge zu sortieren, die ich eigentlich nicht brauche.

Montag, 23. Februar 2015

Marché aux puces

Es war also endlich soweit.
Vor zwei Wochen haben wir unseren fünfjährlichen Flohmarktstand endlich hinter uns gebracht.
Wie ich schon mehrfach zum Ausdruck gebracht habe, halte ich Flohmärkte in der heutigen Zeit für ziemlich sinnfrei.
Aber darum geht es mal gar nicht.

Wir haben allso zwei Autos mit Kisten bepackt und verkauft was geht - mit einigem Erfolg. Wir haben etwa 5 Umzugskartons weniger zurückgenommen, als wir vorher hatten. Wobei wir auch beim Einpacken nach dem Flohmarkt gleich kräftig aussortiert und einiges einfach entsorgt haben.

Wenn ich jetzt aber mal die finanzielle Seite betrachte, kommen interessante Dinge zutage.
Wir haben rund 250 EUR umgesetzt.
Die Halle fasst etwa 100 Stände. Ein Blick in die Runde zeigt ein gemischtes Angebot von privaten und (halb-)gewerblichen Anbietern im Verhältnis 50:50.

Nehmen wir mal an, dass jeder Stand rund 250 EUR eingenommen hat.
Klar, einige haben bestimmt mehr und andere weniger - aber es ist ja auch nur ein pi-Daumen-Wert.
Dann sind an diesem Tag in dieser einen Halle 25.000 EUR umgesetz worden.
In dieser Halle (von diesem Organisator) finden winters rund fünf Flomärkte statt (100.000 EUR), sommers die gleiche Anzahl draußen.
Parallel dazu gibt es im Sommer zeitgleich immer noch eine Konkurrenzveranstaltung eines anderen Anbieters.

Man kann sich leicht ausrechnen, wieviel Geld da - ausgehend von meinem angenommenen Betrag - Wochenende um Wochenende umgesetzt wird.


In der Umgebung gibt es natürlich mehr Flohmärkte - unglaublich, was für Geld mit unnützem Kram verdient wird.

Es ist ja nur die Spitze eines Eisberges:
Da liefen alte Leute, auf ihren Rollator gestützt und sammeln Geschirr, Blumentöpfe und Besteck ein.
Wofür?
Haben die nicht genug? Brauchen Sie das für ihre Erben?
Was machen die Erben dann später mit zwanzig braunen Löwenkopf-Übertöpfen?
Was wird gesammelt und gehortet?! Es gibt hier ja keine Kriege mehr, die alles zerstören und ein zusammensuchen von Hausstand nötig machen.

Wenn ich bedenke, was wir aus dem Hause meines Vaters geborgen haben und auch entsorgt haben, weil es keiner haben wollte, brauchen konnte oder weil wir bereits bestens ausgestattet waren.

Tja, und jetzt haben wir mitgemacht und haben Plunder den wir nicht mehr brauchen unter das Volk gebracht.
Ganz erfolgreich sogar. Denn was waren Sachen, die zu schade waren, um sie wegzuwerfen (50%), Dinge, die einfach nur spießig, schrecklich und hässlich waren, (30%) und zu guter Letzt noch 20% Müll (Werbegeschenke, Kleinkram, Dinge ohne Spiel- ode Gebrauchswert).

Dinge ohne Spielwert leiten mich zu einem weiteren Gedanken.
Kinderüberraschung
HappyMeal
Werbegeschenke (z.b. Spielzeugautos von Shell, die es vor einigen Jahren gab)

Jeder kennt diese Dinge.
Was übrig bleibt, nachdem etwaige Nahrungsmittelbeigaben verspeist worden sind, ist Plastikmüll und Verpackung.
Der Plastikmüll, der oftmals als "Spielzeug" benannt wird, hat einen Spielwert, der gegen null geht und landet nach kurzer Zeit im Müll, in der Kamskiste im Spielzimmer (und anschließend im Müll) oder auf dem Flohmarkt (und anschließen im Müll).
Wenn man sich nun vor Augen hält, wieviel Überraschungseier und HappyMeals (und deren Derivate) Tag für Tag verkauft werden, wird einem klar, wie sehr ein großer Teil der Wirtschaft darauf angewiesen ist, Müll zu produzieren, der von einem anderen, nicht kleineren Teil der der Wirtschaft wieder "entsorgt" wird.
Was bekanntlich heißt, dass die Sachen in China (wo sie herkommen) auf Halde gekippt werden, im Meer "verschwinden" oder thermisch verwertet werden - hoffentlich mit Filteranlage...

Irre ich mich, oder ist diese Art Wirtschaft völlig krank?

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Nihilismus

Welchen Wert behalten die Dinge, die einem selber wertig sind, aber den Kindern nicht mehr.
Denn wie unnötig ist es, Dinge anzusammeln, die nach dem eigenen Tode entsorgt werden müssen, weil die Erben diese nicht mehr benötigen, nichts damit anfangen können oder weil die einfach wertlos sind.

Vor diesem Hintergrund sollte man seine Besitztümer einmal durchsehen und ganz, ganz kräftig ausmisten!

Dienstag, 5. August 2014

Ungebunden und frei

Meine Lieblingsfigur bei den Mumins ist der Schnupferich.
Auch wenn der Name etwas seltsam anmutet, so ist der Charakter ein reizvoller.
Schnupferich gibt nichts auf weltlichen Besitz.
Er trägt einen Hut und eine Art Cape oder Umhang, die er anscheinend schon besitzt, seit er geboren wurde.
Zudem hat er eine Mundharmonika, auf der er gerne spielt.
Ansonsten hat er kein Bedürfnis nach weltlichen Besitztümern.

Nun lebt er aber auch ein Leben ohne Verpflichtungen, erhält bei den Mumins Unterschlupf und Nahrung, braucht nicht zu arbeiten und wenn ihm der Sinn danach steht, zieht in die Welt und macht lange Wanderungen.

Er geht der Gefahr nicht aus dem Weg und sucht gerne das Abenteuer.

Ein beneidenswertes Geschöpf.
Diese Geisteshaltung hätte ich auch gerne.
Ein wenig erinnert es mich an Hesses Siddartha, der auch alles hinter sich lassen kann, weil er an Reichtum und Besitz nichts finden kann.

Es liegt also noch ein Stück Weg vor mir und ich habe kaum mehr als einige wenige Schritte getan.

Donnerstag, 31. Juli 2014

Vor den Trümmern des eigenen Lebens

Eben noch war alles so, wie es gewohnt und eigentlich auch ganz gut war.

Doch plötzlich steht ein Mann vor den Trümmern seines Lebens und blickt halb erstaunt, halb fassungslos in die staubenden Reste.

Gerade eben war man noch glücklich verheiratet, hatte zwei Kinder, ein Haus, Arbeit und war endlich mit dem Gröbsten durch - schon offenbart die Frau, dass es einen anderen gibt und die Ehe steht vor dem Aus.

Damit ist auch das Haus hinfällig oder zumindest fraglich wer und ob es behalten wird.
Die Kinder müssen sich entscheiden, bleibt man bei Mami oder doch lieber bei Papi.
Was passiert mit dem Inventar, all dem Kram aus 15 Jahren Zugewinngemeinschaft - in Wirklichkeit natürlich länger, denn heutzutage lebt man je erst "wild" zusammen, bevor man heiratet.
Zu guter Letzt ist plötzlich auch die Arbeit unsicher - es soll gespart werden, es soll geschrumpft werden, es soll verlagert werden.

Ganz ehrlich - ich empfinde keinen Neid für besagte Familie. Vielmehr noch - ich wünschte es ginge dort anders weiter, besser weiter und vor allem gemeinsam weiter.

Es hat wohl in der letzten Zeit etwas gekriselt, aber wer kennt denn das in einer Beziehung über Jahre und Jahrzente hinweg nicht?


Jetzt blicke ich von außen, ab doch von sehr nahe auf das Geschehen - und wie immer frage ich mich Sachen!

Wenn es denn schon kriselt - vielleicht einige Monate (ich weiß es nicht!) warum sucht man nicht Hilfe beim Fachmann?
Profamilia, Diakonie, Lebenshilfe, Pastor, Beziehungsberater, Paartherapeut - viele Namen, viele Möglichkeiten.
Schließlich kommt mein Auto auch in die Werkstatt, wenn er nicht ordentlich fährt oder der Monteur kommt, wenn die Heizung zickt.

Nun ist schon seit vier Wochen die Katze aus dem Sack.
Davor war man eigentlich noch ein Herz und eine Seele - jetzt wird jede Gelegenheit genutzt, auszuteilen.
Spitze Bemerkungen, Halbsätze, unterschwellige Vorwürfe. Der eben noch geliebte Partner ist sehr schnell Zielscheibe geworden.

Der Mann hat auch schon eine neue Wohnung, ein Kind kommt mit - schon beginnt der Kampf ums Eigentum. Bei einigen Sachen ist alles klar und einfach, aber bei anderen Dingen... schon fangen die Grabenkämpfe an, das Abstecken des Reviers.
Dabei wollte man doch eigentlich ganz einvernehmlich und möglichst kostengünstig aus der Nummer raus.

Schade, das es soweit gekommen ist. Auch kenne ich bislang nur die männliche Seite der Geschichte, die weibliche Sicht konnte ich noch nicht hören.

Alles in allem ist es nicht schön.
Bestärkt Bea und mich aber in dem Willen, weiter an uns zu arbeiten, damit wir die Klippen rechtzeitig sehen und umschiffen können - wir sind ja auch nicht erst seit kurzem zusammen und haben mehrfach erlebt, dass wir gemeinsam Verantwortung tragen und eine Beziehung am leben erhalten können.
Der Schlusssatz hört sich jetzt ziemlich daneben an - wir sind ja auch nicht perfekt, aber etwas Durchhaltevermögen gehört halt dazu...

Montag, 7. Juli 2014

Geschenke, die keiner möchte!

Wer sich als Teetrinker outet, dem wird das Leben schwergemacht, so habe ich es hier schon einmal beschrieben.

Doch auch in anderen Bereichen bleibt man nicht unbedingt verschont.
Da ich gerne puzzle, sammeln sich mit der Zeit einige Puzzle bei mir an.
Weil aber nicht jedes Puzzle schön ist und nicht jedes schöne Puzzle auch schön zu puzzlen ist, hält sich die Auswahl doch sehr in Grenzen.
Zudem halte ich es mit Puzzles so, wie Hazel mim Roman "Quecksilber" mit den Romanen.

Aber das Grauen lauert schon hinter der Ecke - auf Flohmärkten werden all die Dinge verramscht, die sonst auch keiner mehr haben möchte.
"Wohlmeinende" Freunde finden dort Puzzles in Massen mit zweifelhaften Motiven, die besser in der Tonne aufgehoben wären.
Dieser Part bleibt dann in der Regel bei mir hängen, nachdem andere unsinnigerweise ihr sauer verdientes Geld zum Fenster herausgeworfen haben.

Bilder folgen.

Montag, 23. Juni 2014

Lego ohne Anfassen!

Lego-Aufbauanleitungen gibt es jetzt auch fürs Tablet oder das Smartphone.

Das erspart das Blättern mit Papier.
Nun mag das nicht weiter besorgniserregend sein, denn Kinder, die mit Lego bauen
trainieren ihre Feinmotorik.

Aber es geht ja weiter;
wenn man einem jüngst gelesenen Bericht glauben darf, haben ja wohl um die
70% der Schulanfänger massive motorische Probleme und sind nicht mehr in der Lage:
zu schreiben,
Knöpfe oder Schnallen zu bedienen,
Schleife zu binden
zu schneiden, Dinge sicher und richtig aneinander zu kleben.

Es wird nicht lange dauern, dann ist auch umblättern und in der Nase bohren ein Problem. 

Waren es einst übereifrige Eltern, die ihren Blagen zuviel abgenommen haben,
sind es nun Klettverschlüsse, Computertastaturen, Touchscreens, Tablets und
Smartphones, die den Kleinen das Leben leichter – und damit das Selbständigwerden schwerer machen.

Wir gehen einer interessanten Zukunft entgegen, bei der ein Großteil der Bevölkerung ohne ihre elektronischen Helfer der Welt völlig hilflos gegenübersteht. 

Ich erwarte gespannt einen mehrtätigen Ausfall des Mobilfunknetzes.

Dienstag, 25. Februar 2014

Weisheit in Kinderliedern

"Spannenlanger Hansel, nudeldicke Dirn,
gehn wir in den Garten, schütteln wir die Birn'
schüttelst Du die großen, schüttle ich die klein,
wenn das Säcklein voll ist, gehn wir wieder heim!"


Das Geheimnis daran ist, zu wissen, wann das Säcklein voll ist.
Die meisten wissen es nicht.

Montag, 3. Februar 2014

Der Wert der Dinge

Egal, ob man etwas von Instrumenten versteht oder nicht.
Ein billiges Instrument muss nicht zwangsläufig Schrott sein, aber es wird wohl nie so wertig sein, wie ein teures Instrument.

Es gibt tatsächlich Altsaxophone für rund 250 EUR.
Ob die wirklich gut sind, oder ob die totaler Schrott sind, beurteile ich hier nicht.

Doch wenn man bedenkt, dass es als Zubhör Halsbögen (auch S-Bögen genannt) gibt, die (selbst bei Thomann) fast das dreifache von einem billigen Saxophon kosten, dann wirft das ein gewisses Licht auf die billigen Teile.