Dienstag, 12. November 2024
Was wird hier eigentlich passiert?!
Donnerstag, 14. Dezember 2023
Baustellenradios...
Dienstag, 10. Oktober 2023
Einfach, billig und trotzdem gut
Mittwoch, 27. September 2023
Anna VI
Dienstag, 13. Juni 2023
Der Zug hat keine Bremse
Mittwoch, 14. September 2022
Nimm Abschied und gesunde!
Donnerstag, 19. Mai 2022
... und sonst so?
Montag, 15. November 2021
Wenn Idole nicht mehr so ideal sind...
Der rauchige Subtone, das jazzige Image, das coole Aussehen.
Aber mein Vater hat sein Tenor schon vor Jahrzehnten verkauft, und spielte auf einem Altsax.
So blieb mir nix anderes übrig, als auch Altsax zu spielen.
Über das Alto kam ich dann zu Candy Dulfer, die war frisch, sexy und funky.
Wobei mich vor allem die Musik ansprach.
Der Funk hat mich begleitet und hier war halt das Altsax viel präsenter, als das Tenor.
Zwischenzeitlich hatte ich mir ein Tenor geliehen, aber der Funke sprang nicht recht über.
Dann kam das Bariton, was mich so sehr fasziniert hat, dass ich mir Jahre später ein eigenes zugelegt habe. Aber das Alto blieb und bleibt die Nr. eins!
Candy spielt Alto, weil ihr das Tenor zu schwer ist, auch wenn sie meint, das Altsax sei ein Girlie-Instrument. Aber auf auf dem Girlie-Sax spielt sie unglaublich virtuos, funky, dreckig und laut.
Der Funk kennt viele Spielarten. Der von Candy Dulfer, Maceo Parker und Fred Weasley gefällt mir gut.
Musikalisch entwickelte Candy sich weiter, so muss es ja auch sein.
Es wurde sehr elektronisch, die Drums kamen aus dem Rechner, Hupfdohlen sprechgesangen und MC's rappten ihren Kram.
Während Ende der 90er böse Zungen behaupteten, Candy sei in den 80ern stehen geblieben, finde ich, dass sie sich heute anhört, als sei sie in den 90ern angekommen.
Ein Jahrzehnt, dass musikalisch nicht meinem Geschmack entsprach und -spricht.
Auch ihre neueste CD (LP, Download - was immer ihr wollt) findet keine Gnade vor meinen Ohren.
Es klingt weichgespült und beliebig, nichts, wo der Fuß wippt, das Herz im Takt zuckt und man am liebsten aufspringen und tanzen möchte.
Langweilig.
Fertig aus.
Am Alter kann es nicht liegen: Maceo Parker ist funky, wie eh und je.
So ist es halt. Das Idol meiner Jugend hat mir nicht mehr viel zu sagen.
Dienstag, 28. September 2021
Homosexuelle sind der Untergang des Abendlandes
Na, auch wegen der provokanten Überschrift hierhergeklickt?
Dann sage ich das am besten gleich:
Hier wird einfach ein Gedanke etwas überspitzt und satierisch auf den Punkt gebracht.
Ich schreibe das lieber gleich, weil Satiere, Ironie und selbst blanker Unsinn in Deutschland generell ernst und für bare Münze genommen wird.
Wem verdanken wir einige der besten Stücke Literatur, unvergessliche Musik und bahnbrechende Filme?
Ganz klar, homosexuellen Künstlern.
Thomas Manns "Zauberberg" und "Tonio Kröger"
Tennessee Willams "Katze auf dem heißen Blechdach" oder die "Glasmenagerie"
Freddy Mercurys Musik
...
Jedem werden wohl Beispiele einfallen, sei es in Kunst oder Bildung, Forschung oder Technik.
Die Beatles sind bekannt geworden, weil Brian Epstein von den Jungs fasziniert war und aus einschlägig bekannten Gründen keine Familie gegründet hat.
Also wurden die Beatles seine Familie und er kümmerte sich intensiv um deren Erfolg.
In Manns Werken stecken viele Anspielungen auf seine unterdrückte Neigung und auch bei anderen Künstlern ist die verdrängte Sexualität oft zur Triebfeder ihrer Werke und Arbeiten geworden.
Die Kinder, die aus den evtl. geschlossenen Ehen hervorgingen haben die künstlerischen Neigungen oft geerbt und auf die eine oder ander Weise umgesetzt.
Aber was sehen wir jetzt?
In unserer pluralistischen Gesellschaft darf jeder so homo oder bi oder hetero sein, wie gerne möchte.
Wer mit Latexmaske zur Arbeit geht oder sich als Pferd verkleidet durch die Straßen treiben lassen möchte, kann das tun. Es interessiert irgendwie auch niemanden mehr so richtig.
Wo bleibt jetzt der Untergang?
Ganz einfach, da wo kein Zwang mehr besteht, entsteht auch keine Kunst mehr. Die Kraft, die Energie, die sich vorher kreativ entladen hat, kann nun auf ein normales Leben aufgewendet werden.
Also verarmt die Künstlerlandschaft, weil keiner mehr den Drang verspührt, sich auf einer Metaeben auszutoben - geht jetzt ja auch einfacher.
Zu guter Letzt werden auch die kreativen Gene nicht mehr weitergegeben und in dieser Folge verarmt die Kultur Europas.
Dienstag, 2. Juni 2020
When I want Sax...
Die (Auto-)Biographie von Candy Dulfer.
Tatsächlich für einen Schleuderpreis hinterhergeworfen. Die ursprünglichen 25 EUR haben wohl viele abgeschreckt und da sie nur auf niederländisch erhältlich ist, kann der Markt nicht so groß sein.
Mir ist das egal, ich lese dann eben auf niederländisch, was ich zwar nicht kann, aber die Sprache ist mit unserer doch verwandt.
Einige Klippen gilt es zu umschiffen und nicht jeder Satz ist mir klar, aber den großen Zusammenhang kann ich erkennen. Falls mir ein Schlüsselsatz oder ein wichtiger Absatz ganz fremd bleibt, nutze ich dict.cc und übersetze mir die Worte, die mir fehlen.
Doch es gibt auch viele "Vokabeln", die vertraut klingen.
Genau das ist der Schlüssel, wenn einiges laut (und sicherlich sehr falsch :-) ausgesprochen wird, dann erschließt sich oft der Sinn eines Wortes.
"zin" = Sinn
"zag" = sagen
"en" = "and" = und
"daar" = da (oder dort)
Wobei es auch "false friends" gibt. Die sehen und klingen einem deutschen Wort ähnlich,
bedeuten dann aber etwas ganz anderes:
"haar" = "her" = sie (oder ihr) und keinesfalls "haben" oder "hatten"
"hoofd" = Haupt/Kopf und keinesfalls "Heft"
Einige Sachen benötigen einen kleinen Umweg, bevor ich sie verstehe.
"pesten" = ärgern, hier gibt es bei uns tatsächlich de Redewendung: "er pestet rum" und damit ist gemeint, dass jemand, ärgert, piesackt oder einfach nur nervt.
"altijd" = "all time" = immer
"uur" = "Hour" = Uhr
"een keer" = ein Mal - een keer-> eine Kehre-> eine Runde-> ein Mal
Manchmal ergibt sich der Wortsinn aus dem Zusammenhang und man findet eine "Herleitung" für einen Begriff. Dann muss man beim nächsten Mal nur noch kurz oder gar nicht überlegen.
So geht das Lesen immer etwas flüssiger.
Es ist also ein großer Spaß und ich bin gespannt, wass Candy noch alles zu erzählen hat.
Dienstag, 17. September 2019
Der weiße Neger Paul und das Foucaultsche Pendel
Das war sehr interessant, denn dort wurden (ausländische) Songs eingespielt, anschließend wurde der "Verhörer" vorgestellt, also das, was irgendjemand dort herausgehört zu haben meint.
Zum Beispiel hat einer gemeint im Lied "Carabonada" (heißt das wirklich so??) die Zeile "Wer soll das bezahlen" (oder so ähnlilch) herausgehört zu haben.
In der Praxis sah das so aus:
Erst wurde das Lied angespielt (s.o.) und nachdem man wusste, was zu hören sein sollte, war die gleiche Stelle noch einmal zu hören.
Wie von Zauberhand konnte man nun ganz klar hören, was einem vorher verborgen war.
Um genau zu sein *konnte* man jetzt gar nichts mehr anderes hören, als das, was gerade vorgestellt worden ist.
Und was ist nun mit
YouTube sei Dank.
Dort wurde mir mehrfach etwas zum Thema "Paul is dead" vorgeschlagen.
Für alle nicht Eingeweihte:
1969 kam (nicht zum ersten Mal) das Gerücht auf, dass Paul McCartney tot sei.
Ein Anrufer präsentierte einem lokalen Radiosender in den USA den "Beweis" in Form von Textstellen in Beatles-Texten und/oder rückwärts gespielten Ausschnitten.
Zusätzlich wurden Hinweise auf Plattencovern und Büchern oder Filmen angeführt.
Der bei einem Autounfall im November 1966 gestorbene Paul wurde durch einen Doppelgänger ersetzt, der schon mehrfach gebucht worden ist, damit der Fan-Mob den falschen Beatles nachlaufen konnte, damit sich die richtigen unbehelligt bewegen konnten.
Besagter Doppelgänger wurde auch noch plastisch operiert und konnte sowohl singen, baßspielen als auch Songs schreiben.
Jetzt habe ich oben angeführt, wie man "nach Vorgabe" etwas anderes aus Songtexten heraushören kann, als "wirklich" zu hören ist.
Damit ergibt sich für mich, dass man bei allen rückwärts gespielten Songschnipseln das hört, was man hören möchte, bzw. das was man dem unbedarften Hörer vorgegeben hat.
Alle anderen Hinweise kann man sich zurechtbiegen.
So werden zwei Plattencover (das "Butcher-Cover" und der Ersatz dafür [das Butcher-Cover, das jeder gerne mal selber googeln, das führt jetzt viel zu weit]) als Beweis herangezogen.
Beide Cover sind aber vor Pauls angeblichem Tod veröffentlicht worden.
Trotzdem werden sie immer wieder aufgeführt.
Auch ein auf "Abbey Road" zu sehendes Nummerschild wird gerne als Hinweis gesehen.
Dort ist die Ziffernfolge "28 IF" zu sehen und wird als "Paul would have been 28 IF he was still alive" gedeutet. Leider war er beim Erscheinen des Albums erst 27 Jahre alt.
Wenn man jetzt die 9 Monate im Mutterbauch dazuzählt, dann stimmt die Rechnung wieder.
Tatsächlich hilft auch etwas "Geschichtswissen": Das Kennzeichen trägt die Zeichen "281 F".
So war das eben in England. Wobei die "1" wirklich wie ein großen "i" aussieht.
"Schtonk" - Die Hitlertagbücher.
Eine Szene ist mir stark im Gedächtnis geblieben.
Auf den angeblichen Tagbüchern prankte in Frakturschrift ein verschnörkeltes AH.
Ganz klar, sollte ja "Adolf Hitler" heißen.
Leider stand dort aber "FH" - bei den schnörkligen Buchstaben waren "F" und "A" schwer zu unterscheiden und die Schablone für "A" war nicht vorhanden.
Also hat der Fälscher "FH" aufgemalt, weil er meinte, es fiele wohl niemandem auf.
Der AH-Fan, der nun im Film die Echtheit der Tagebücher bestätigen sollte erkannte aber das "F".
Fragende Blicke, peinliches Schweigen und dann die Erkenntnis: "FH" steht für "Führer-Hauptquartier". Schon stimmte die Geschichte wieder.
So erscheint es mir auch bei "Paul is dead" - was nicht passt, wird passend gedeutet.
Auf dem Cover von Sgt. Pepper hält Paul eine (schwarze) Klarinette, während die anderen drei Blechblasinstrumente halten. Das schwarze Instrument ist ein deutliches Zeichen, dass Paul tot ist.
Bedenken wir, dass auch Giora Feidmann seit Jahrzehnten mit einer (ebenfalls) schwarzen Klarinette abgebildet wird - in spätestens 50 Jahren wird es wahr sein.
Giora Feidmann ist tot und die Klarinette hat uns das schon seit Jahren geweissagt.
Es gibt übrigens diverse Aufnahmen für das Plattencover von Sgt. Pepper. Verschiedene Aufstellungen, verschiedene Instrumente - wäre ein zielgerichteter Hinweis gewollt gewesen hätte man sich viele Bilder und viel Zeit sparen können.
Oder wollten die drei "echten" Beatles das Double in Sicherheit wiegen?
Immerhin hat in 50 Jahren NIEMAND versucht, Kapital aus dieser Geschichte geschlagen.
Abgesehen von den Plattenfirmen, die jedes Mal, wenn das Gerücht neu befeuert wurde mehr Platten absetzen konnte.
Als Parallel-Lektüre empfehle ich hier "Das Foucaultsche Pendel" von Umberto Eco.
Dort führt er lang und breit aus, wie Verschwörungstheoretiker alles (!!!) so hindeuten, dass es in ihre Welt passt. Egal, ob ein Hinweis dafür spricht oder dagegen - jeder Hinweis beweist die Richtigkeit der Theorie.
Also die Beatles Ende 1969/Anfang 1970 zerbrachen, setzte jeder der Vier seine Karriere mehr oder wenig erfolgreich alleine fort.
Oft spielten Ex-Beatles auf ihren Solo-Alben zusammen.
Auffälligerweise spielten George und Ringo oft zusammen. Manchmal war auch John mit von der Partie.
John und Paul dagegen gingen sich wirklich aus dem Weg - ihren persönlichen Streit drückten Sie gerne auch über Plattencover oder Fotos aus.
Nach Pauls LP "Ram" (Schafsbock oder Widder) sah man John Lennon auf einem Bild, wie er einen Schafsbock an den Hörnern festhielt.
Wäre es nicht ein leichtes für John gewesen, "Pauls" Karriere durch ein kurzes Statement zu beenden, indem er erklärte, "Paul" sein in Wirklichkeit ein Doppelgänger und die Jahre nach 1966 waren die Beatles gar nicht mehr die echten Beatles?
Ist nicht passiert.
Vielleicht ist der Bruch der Beatles auch gar nicht durch Yoko Ono herbeigeführt worden (was auch immer wieder bezweifelt wird), auch nicht durch die Streitigkeiten der Beatles untereinander.
Schließlich sind gerade Aufnahmen aufgetaucht auf denen die Vier über ein Album nach Abbey Road diskutierten, es hätte also doch weitergehen können.
Der Bruch wurde - jetzt spekuliere ich mal drauf los - durch den falschen Paul provoziert, damit er seine musikalischen Visionen umsetzen konnte, was mit den anderen Beatles nicht so ging, wie er wollte.
Diese Rechnung geht auf - der falsche Paul war und ist der erfolgreichste Beatle.
Der echte Paul war sicher nicht musikalisch genug, um das zu schaffen.
So gesehen ist sein Tod ein Glücksfall für "Billy Shears" gewesen, der sonst niemals oder nicht in dieser Form zu einer solchen Karriere hätte kommen können.
Nebenbei bemerkt.
Wer genau sucht, findet genügend Hinweise, dass Ringo tot ist.
Auch schon seit Mitte der Sechziger!
Daher lebt kein echter Beatle mehr und darum schweigen sich auch alle Beteiligten beharrlich darüber aus.
Mittwoch, 7. August 2019
Anna, The Neverending Story
Damit meine ich die echte, erste, ursprüngliche Anna.
Von ihr habe ich 2013/14 geschrieben.
Anna wollte Saxophon lernen und machte im ersten halben Jahr auch leidlich Fortschritte.
Doch danach stagniere alles.
Es ging nicht voran, Übungsstunden wurden verschwitzt, geübt wurde auch nicht, kurz und gut; es machte keinen Spaß. Ihr nicht und mir auch nicht.
Bis dahin habe ich immer gedacht, wer ein Instrument grundsätzlich spielen kann, sollte such eine bekannte Melodie nachspielen können.
Egal, ob nach Noten oder nach Gehör - aber hier klappte nix.
Zum Glück nahte ihr Schulabschluss und sie hat nach zwei Jahren freiwillig aufgehört.
Jetzt ist Anna groß, hat einen Job und einen Nebenjob.
Leider da, wo ich auch gerne eingekauft habe.
Soweit nicht schlimm, aber letztens sprach sie mich drauf an, dass sie gerne wieder spielen würde.
Hmmm.
Sie weiß es noch nicht, aber ganz sicher nicht bei mir.
Montag, 29. Juli 2019
Let the old times roll
Beim herausnehmen der Platte fiel mir mal wieder das bedruckte inner sleeve auf.
Etwas, das mit dem Einzug der CD verschwunden ist.
Die Musik macht Spaß, es ist erdiger Ska und der Gruppe ist anzumerken, dass ihnen die Aufnahme auch (noch) Spaß gemacht hat.
Interessant, dass es Stücke auf der LP gibt, die nach Jam-Session klingen. Etwas rauh, etwas unfertig.
Solche Lieder können sich Gruppen heutzutage wohl nicht mehr leisten.
Heute werden nur noch einzelne Stücke gekauft. Auf Schallplatten hatte man zwangsweise alles und hörte es sich auch an. Immer und immer wieder, denn die Platte war teuer bezahlt. Wer ist schon jedes Mal aufgestanden, um den Tonabnehmer ein Lied weiterzusetzen?
Kaum einer.
Irgendwann begann man das Lied zu mögen oder immerhin zu akzeptieren, es gehörte eben dazu. Einige Stücke erschließen sich auch erst, wenn man sie mehrmals hört.
Eine Chance und Erfahrungen, die den Menschen heute oft vorenthalten wird.
Dass wir uns da noch wundern, warum diese Gesellschaft in die Brüche geht!?
Es liegt an schlechter Musik und dem Fehlen von Schallplatten.
So einfach ist das.
Freitag, 12. Juli 2019
Maßlos?
Hmm. Nun gut.
Dass Menschen mit Geld anders - vor allem teurer - feiern, als die, die jeden Monaten mit ihren 1200 EUR knapp über die Runden kommen, das ist halt so.
Aber ist da nicht ein wenig das gesunde Maß abhanden gekommen?
Das Kind ist jetzt 12 Monate - eine Erinnerung an dieses Fest wird sie nicht behalten.
Abgesehen von Bildern und Filmchen, die gemacht werden.
Wäre es der 18. Geburtstag gewesen - ich hätte es eher noch verstanden.
Aber so?Vor allem weil noch immer die Meinung vorherrscht, das vorherige müsse noch getoppt werden. Sollen die folgenden Geburtstage nicht hinter dem ersten zurückstehen, werden sie entweder noch teurer oder es muss etwas spektakuläres herhalten.
Viel Spaß noch - wir sind mit den Kindergeburtstagen durch. Dabei war jeder und jedes Jahr ein anderes Highlight.
Aber selbst in Summe kommen wir nicht auf 400.000 Dollar.
Wie sagte Obelix noch immer?
Montag, 8. Juli 2019
Physik ist schön - niemand braucht Physik
Aber dieser Satz, der in letzter Zeit gerne zitiert wird, lässt sich auf so vieles in der Welt ummünzen.
Am Wochenende waren wir auf einem Konzert.
Es gab Jazz.
Aber vor allem waren es alte Männer die Musik für alte Menschen machten.
Bea und ich haben den Altersschnitt zwar etwas senken können, aber Besucher ohne graue Strähnen im Haar waren die Ausnahme.
Um es vorweg zu sagen: Die Musik war toll, das Ambiente (neudeutsch: die Location) war schön, das Wetter war gut, die Preise der Gastronomie waren angenehm, die Stimmung war entspannt.
Rundum gelungen.
Die Musiker verbrachten mehr Zeit damit, Bekannte zu begrüßen, als sich um den Soundcheck zu kümmern, sie scherzten miteinander, herzten ältere Damen, stellten ihre Instrumente auf die Bühne und gingen an den Bierpilz. Fertig.
Um zwei Minuten vor acht betraten die Herren die Bühne, es wurde angezählt und die Musik lief.
Es ganz zwei Sets von je einer Stunde, dazwischen eine halbe Stunde Pause.
Nach dem offizellen Teil kamen noch einige befreundete Musiker dazu und es wurde etwas gejammt.
Anschließend gingen alle gutgelaunt nach Hause.
Warum war also nur die Generation 60+ am Start?
Ganz klar! Es wurde Dixiland gespielt.
Dixiland ist schön - niemand hört Dixiland.
Tatsächlich gestand der Schlagzeuger ein, dass Dixi sterben wird, aber so lange es ging, hielten sie ihn am Leben.
Tatsächlich höre ich gar kein Dixi. Weder vom Plattenteller, noch auf YouTube.
Dixi muss man life hören. Dann macht die Musik gute Laune, dann springt der Funke über und dann ist die Sache wirklich rund.
Aber da liegt der Hase wohl im Pfeffer. Hot Jazz, New-Orleans und Dixi waren in den 50/60 und vielleicht noch 70er Jahre populär. Das ist lange her.
Mit den Fans sterben die Bands und umgekehrt.
Dabei ist es eine wirklich lustige Truppe gewesen.
Die Musiker erfüllten alle Klisches, die man sich vorstellen kann.
Der Posaunist sah aus, wie die weiße Ausgabe von Fred Wesley (war aber nicht so funky).
Der Pianist hat wahrscheinlich schon mit Sweet Emma Barret gespielt.
Der Schlagzeuger - ein Hühne von einem Kerl - saß hinter seinem winzigen Schlagzeug und trommelte versonnen lächelnd vor sich hin.
Der Banjo-Spieler (Banjo!!!) saß still auf seinem Schemel und schrummelte vor sich hin, kam dann aber für ein Lied nach vorne, dass er mit unbewegter Miene auf französich sang.
Der Bassist zupfte stoisch seinen Bass, trug dabei Schnauzer und Anzug.
Die Trompete schien der Bruder von Papa Bue zu sein, hielt seine Arme beim Spielen in seltsamen Winkeln, sang mit der typisch rauchigen, tiefen Stimme eines Jazzsängers, wirkte aber sonst sehr introvertiert.
Das Saxophon war der Sunnyboy und wechselte von Lied zu Lied das Instrument - teilweise auch während gespielte wurde; Klarinette, Sopransaxophon, Altsaxophon und Tenor.
Sollten die Bands das nächste Jahr überleben, werden wir wieder hingehen - gleicher Tag, gleicher Ort.
Bis dahin: Swing on!
Mittwoch, 22. Mai 2019
Der neue alte Hut von Ramstein
Kreativerweise, trägt es keinen Namen.
Warum auch - nach zehn Jahren sollte der Bandname doch wohl als Kaufargument ausreichen.
Gab das nicht schon mal eine Band, die ein Album ohne Titel rausgebracht hat?
Ja richtig!!
Die Beatles!
Das "weiße" Album.
Es war weiß und der Name der Band war geprägt.
Das war alles.
Tatsächlich war es auch das erste Doppelalbum der Popmusik und dazu voll von Stilen Tempi, Ideen, und avantgardistischen Klängen und Kollagen.
Es gilt als ein Meilenstein der Pop- und Rockmusik.
Ob Ramstein da mithalten kann?
Montag, 1. April 2019
Schland, oh, Schland
Nein, das Video habe ich nicht gesehen. Ich muss immer so lachen, wenn ich Till sehe.
"Wer will Spannung, Spaß und Spiel?"
"Ich will!"
"Till!!"
Aber das nur nebenbei.
Gestern im Auto hatte ich die Gelegenheit, mir das neue Lied von R., namens "Schland" anzuhören.
Das Positive vorweg: Ramstein-Fans werden nicht enttäuscht. Das Lied klingt wie ... Ramstein.
Auftrag erfüllt, 100 Punkte. Der Text? Ließ sich im Auto nicht eindeutig verstehen.
Instrumentierung und Melodie?
Die Melodie lassen wir mal mit dem Fragzeichen am Ende stehen, die Instrumentierung...
Eine Gitarre, die wie ACDCs "Thunderstruck" klingt.
Gesang? Naja, ein bisschen wie "Mysteryland" von den Ärzten, nur halt eine Oktave tiefer, da wo Bela und Farin wahrscheinlich nicht zuverlässig hinkommen.
Wie gesagt - die Ramstein-Fans sind begeistert und allen anderen würde es auch nicht gefallen, klänge die Gitarre nach DireStrates und der Gesang nach Ed Sheeran.
In diesem Sinne schiebe ich heute Abend meine "Best of Sam and Dave" ins Kasettenradio von meinem Benz und fahre bei souligem Wohlklang gemütlich nach Hause.
Donnerstag, 6. September 2018
Aus die Maus!
Die spielt alles! Zuverlässig! Immer da!
Jetzt hat sie ein Kind bekommen.
Weil absehbar war, dass sie eine Zeit würde pausieren müssen, habe ich mich großspurig angeboten, ihren Part vertretungsweise zu übernehmen.
Das Tenorsax ist irgendwie doch wichtiger als das Bariton (sieht aber nicht so cool aus!).
Jetzt, wo ich seit dem Frühling Tenor spiele und langsam halbwegs alles (wieder) kann, es mir Spaß macht und es wirklich anfängt zu klingen - kommt sie natürlich wieder.
Ich bleibe noch etwas beim Tenor, aber wenn der Herbst einsetzt, gehe ich wohl wieder aufs Bari zurück, denn eigentlich ist es das dicke Ende, für das mein Herz schlägt...