Mittwoch, 13. Februar 2013

Büropost

Hier ein schönes Beispiel, wie man sich ein kurzes Telefonat ersparen kann,
der Text wurde ungeschönt und original übernommen, lediglich Namen und Abteilungen wurden geändert, um die Anonymität zu wahren:

Hallo Frau Xxyy,
Hr. Yyzz teilte mir mit, dass Hr. Chef es wünscht, dass spätestens bis zum nächsten Fotoshooting am 13.02.2013 sämtliche Ordner in der Abteilung, die nicht im Archiv eingelagert werden, unserem neuen Layout entsprechen sollen.
Herr Abcd hat seine Ordner bereits umgestellt. Ich benötige für meine Unterlagen insgesamt 48 breite und 5 schmale graue DIN A4 - Ordner.
Könnten Sie mir bitte mitteilen, wann ich die Ordner erhalten kann.
Gruß
Herr Defg

Folgende Fragen kamen mir beim Lesen:
Warum wird Herr Yyzz vorgeschoben,
warum wird auf den chef verwiesen?
Wen interessiert es, dass Herr Abcd seine Ordner schon umgestellt hat?
Die Mengenangabe ist ja in Ordnung, aber dass nur graue Ordner verwendet werden dürfen, ist seit 2011 klar, ebenso, dass es diese Sorte Ordner nur in DIN A4 gibt.

Zusammenfassend hätte man auch schreiben können:
Hallo Frau Xxyy,
ich benötige 48 breite und 5 schmale (graue) Ordner.
Kann ich die bis zum 08. Februar bekommen?
Gruß
Herr Defg

Noch kürzer wäre ein Anruf gewesen.

Aber zu guter Letzt möchte ich noch erwähnen, dass Herr Defg seine Ordner fristgerecht bekommen hat.

Dienstag, 12. Februar 2013

silent snow II oder "Der Schneebogen"

Wenn gleichzeitig die Sonne scheint und Regen fällt, dann gibt es einen Regenbogen.
Hier schneit es und die Sonne scheint auch - aber es gibt keinen Schneebogen.
Irgendwie schade.

silent snow

Es schneit schon wieder.
Zwar kommt da nur ein wenig "Fisselkram", aber es reicht, um allem einen weißen Hauch zu verleihen.

Montag, 11. Februar 2013

Herr Papst!!!

Tja, diese Überschrift musste jetzt einfach sein.
Nachdem die nette Schavan einfach so abgedankt hat, weil ihr der Doktortitel entzogen wurde (ob zu Recht oder mehr auf Druck der Öffentlichkeit, lassen wir jetzt mal dahingestellt sein), dankt nun auch "unser" Papst ab.
Wie schrieb B*LD bei der Amtseinführung: "WIR SIND PAPST!"
Werden die nun auch "WIR DANKEN AB!!" schreiben?

Ganz ehrlich - Herr Ratzinger hat mitbekommen, wie sein Vorgänger sein Amt bis zum bitteren Ende ausführte. Das war zum Schluss nicht mehr so richtig schön.
Um etwas derartiges zu vermeiden, zieht er nun überraschend schnell die Notbremse.

Oder ist etwas ganz anderes der wahre Hintergrund? Hat er sich evtl. seine Pfarrwürde erschlichen? Beim Abschlussexamen abgekupfert? Haben die Protestanten Hinweise auf falsch zitiertes Gedankengut in Ratzingers Büchern gefunden?
Rätsel über Rätsel.
Was wird hier noch bei rauskommen?

Mittwoch, 6. Februar 2013

Frau Doktor!!

Frau Schavan hat ihren Docktortitel aberkannt bekommen.
Gerade sie, die sie sich so über TvG ausgelassen hat.
Was sagt uns das?

1. Wer im Glashaus sitzt...
2. Es hat 25 Jahre niemanden interessiert.

Welches Bestreben haben Leute, die anderer Leute Doktorarbeiten nach Jahrzehnten durchforsten, ob es etwas zu mäkeln gibt.
Natürlich ist es nicht in Ordnung, zu kopieren und das Gedankengut von anderen als sei eigenes auszugeben, aber ist es der Wunsch nach Transparenz und Aufklärung die Triebfeder dieses Tuns?
Oder sind da einfach nur einige, die Spaß daran haben, zu sehen, ob und wo Verantwortungsträger Dreck am Stecken haben?
Fällt nicht der Schatten auch auf die, die Fr. Schavans Arbeit geprüft haben?

Ich finde diese ganze Sache recht ermüdend.

Wie lösen wir eigentlich die Sache mit dem Treibhauseffekt?
Wie die Integration von Ausländern?
Wie können wir den Strom bezahlbar halten?
Es gibt wirklich wichtigere Dinge, ob Frau Schavan abgekupfert hat, oder ob sie heimtückisch betrogen hat.

Dienstag, 29. Januar 2013

Dumm und Spaß dabei!

Es heißt, die Dummen stürben nie aus.

Wie ist es aber zu erklären, dass die Anzahl der BILD-Leser in den letzten Jahren stetig gesunken ist?
Oder ist einfach die Anzahl derer, die lesen können, gesunken?

Donnerstag, 24. Januar 2013

Minimalprinzip

Das Minimalprinizip ist ja ein toller neuer Trend geworden.
Hip und stylish!
Dabei ist es ein alter Hut.
Die Asketen haben es schon vor langem vorgelebt.
Wer wenig besitzt wird nicht abgelenkt und kann sich auf's Wesentliche konzentrieren.
Wir westliche Menschen, die in einem einigermaßenene Wohlstand leben und dazu auch erzogen wurden ("unsere Kinder sollen es mal besser als wir haben"), müssen einen langen Weg gehen, um zur Ursprünglichkeit zurückzukommen.
Zum Glück gibt es aber viele schöne Ratgeber, solche, die nützlich sind, andere, die unnütz sind.
Wieder andere sind hübsch anzusehen, aber haben wenig Nährwert. Trotzdem können auch diese uns helfen, zum Eigentlichen zurückzufinden-
Es handelt sich um eine sehr persönliche Sache. Während der eine 2000 Bücher als wenig empfindet und glücklich ist, wenn er jederzeit im gewünschten Buch schmökern und sich dran erfreuen kann, ist ein anderer mit einer Büchereikarte und/oder einem Kindl besser bedient.
So muss man also seinen Weg finden - das Schwierigste sind die jahrelang eingeübten Verhaltensmuster und auch die Leute um einen drumherum.
Ich schrieb schon von lieben Mitmenschen, die ungefragt ihren überflüssigen Kram bei einem abladen - oft mit der Bemerkung, wir können die Sachen ja wegschmeißen, wenn wir sich brauchten.
Warum tun die das nicht selber?
Das ist die Nachkriegserziehung und oft auch im ländlichen Raum anzutreffen: Es ist Mangel und alles kann und muss verwendet werden - Wegwerfen ist ein Fehler.
Damals, in und nach dem Krieg, ebenso in ärmlichen Dörfern, auf Höfen und sonstwo, wo jegliches Gut und Geld knapp war - da mag das gestimmt haben.
Nun haben wir aber 2013 und leben in einer Zeit, in der jeder alles hat. (Ausnahme sind Obdachlose und die wirklich Armen!)
Es werden Sachen selten völlig verbraucht, vieles ist günstig zu bekommen und es wird gehortet und bewahrt.
Ein Wahn, dem wir uns bitte entziehen möchten.

Das Ziel ist im Moment, alles überflüssige loszuwerden und nur noch schöne und/oder nützliche Dinge aufzubewahrn ( + die, die wirklich notwendig sind).

Mittwoch, 23. Januar 2013

Licht aus

Gestern lief auf ein 3sat ein Problemfilm.
Durch Zufall reingezappt.
Zwei Minuten haben gereicht, um alle Problem und Sorgen in mir aufzuwühlen.
Gab einen dpressiven Schub und ich konnte mich eigentlich nur noch hinlegen.
Gute Nacht.

Dienstag, 22. Januar 2013

Die Freiheit zu verzichten

Vor kurzem war ich auf einer Abrissparty - da kann jeder mitnehmen, was er haben möchte; solange er es selber abbaut und abtransportiert.
Ich war auch da und habe geholfen, Sachen zu demontieren, die andere mithaben wollten.

Das Schöne dabei war, dass ich nichts brauchte.
Die eine oder andere Sache hätte mir gefallen, aber ich habe wirklich nichts davon gebraucht.
Zwei Sachen bekam ich schließlich doch in die Hand gedrückt:
Ein chinesischer Likör (den ich dann über die Mülltonne entsorgt habe, weil er wirklich muffig schmeckte) und eine Flasche Wein, die bald danach geleert wurde.
So etwas lasse ich mir dann doch gefallen.

Für mich war es eher eine Herausforderung, nichts anderes zu nehmen.
Über allem soll stehen: ich brauche weniger!

Sonntag, 20. Januar 2013

Seit vier Uhr früh wird zurückgeschossen...

Wir sind eine Müllhalde.
Zumindest scheinen das einige liebe Verwandte zu denken.
Denn wir bekommen regelmäßig das vor die Tür gestellt, was anderswo aussortiert wurde.
"Ihr könnt das doch bestimmt gebrauchen!"
Aber das wird sich jetzt ändern.
Eine rief an und sagte, sie wolle abnehmen und habe ihren Vorratsschrank durchgeforstet, sie würde uns nachher was vorbeibringen. Mein Frau fuhr alle Stacheln aus:
"Was willst du bringen?"
"Dies und das und jenes!"
"Lass es, dass isst hier keiner."
"Aber die Sachen sind noch alle gut!"
"Wir möchten sie nicht. Ende und aus!"
Das war der erste Streich.
Dann kam eine andere und wollte drei Handtaschen von D'ior bei uns abladen - sie wurde mit den Taschen wieder weggeschickt.
Zwei kleine Siege - immerhin haben wir uns vor einem Jahr noch einen ganzen Karton mit allem, was wir auch aussortiert hätten vor die Tür stellen lassen und haben es aus lauter Gutmütigkeit nicht zurückgebracht - wobei wir zumindest schon daran gedacht haben.

Jetzt machen wir also ernst!
Heute und gestern haben wir auf dem Dachboden angefangen:
Kisten mit Flohmarktsachen haben wir durchgesehen, Kartons von Spielzeug wurden im großen Maßstab der grünen Tonne übereignet und auch Bücher haben ihr Leben lassen müssen.
Letztendlich ist das Volumen von rund 5-6 Umzugskartons verschwunden.

Wir sind auf dem Weg. Aber noch lange nicht angekommen.

Stellen wir uns bei jedem Teil die Frage:
Ist es wertvoll?
Ist ein Erbstück?
Hängen Erinnerungen dran?
Funktioniert es noch?
Habe ich es vermisst?
Werde ich es vermissen?
Wusste ich noch, dass ich es habe?
Wer kann es noch gebrauchen? (Die Frage "Kann es noch jemand gebrauchen?" verführt dazu, Sachen zu behalten, die man eigentich auch loswerden sollte! - Stellt man sich eine konkrete Person vor, kann mit der geklärt werden, ob Bedarf besteht - wenn nicht: s.o.!!!)
Hat es Chancen auf dem Flohmarkt/würde ich derartiges kaufen?
...
Diese Liste ist nicht umfassend und vollständig, kann aber helfen, schon einen großen Teil der Dinge zu entzaubern und bei der Entsorgung voranzukommen.
Natürlich darf man nicht jede Frage bei jedem Teil in epischer Breite ausdiskutieren.
Es kann aber bei den Sachen helfen, bei denen man tatsächlich am zweifeln ist.

Der Anfang ist gemacht - wir wollen weiter.

Mittwoch, 16. Januar 2013

Neu

"Wir wünschen ein frohes, neues Jahr 2013!"

"Schutz für die neuen bleibenden Zähne."

Ich frage: Wieviele Jahre 2013 haben wir bereits erlebt, dass hier das neue Jahr 2013 so betont werden  muss?
Ebenso die bleibendenen Zähne: Man bekommt die bleibenden Zähne einmal in seinem Leben. Wenn man anschließend neue Zähne bekommt, so nennt sich das eigentlich "Zahnersatz".

Die Intention ist klar: Es wird überdeutlich betont, worum es geht, weil die Leute oftmals schlecht zuhören.
Darum wird zweimal gesagt, was eigentlich einmal gereicht hätte.
Also entweder "ein frohes, neues Jahr" oder "ein frohes Jahr 2013" - hier ist es noch einigemaßen einfach und simpel.
Bei der Zahnpasta kann man bereits ins Schwimmen kommen.
"Schutz für die bleibenden Zähne" wäre richtig, drückt aber nicht aus, dass es sich um eine Kinderzahnpasta handelt, die speziell für die Kinder gedacht ist, die sich im Zahnwechsel befinden.
Denn da gibt es tatsächlich neue Zähne, nämlich die Zweiten und schließlich sind es auch die bleibenden.
Wobei es beim besten Willen nicht die neuen bleibenden Zähne sind.
Wer sich auf ein "für die neuen" Zähne beschränkt, muss sich fragen lassen: Womit putze ich die Zähne, die schon länger da sind? Ab wann ist ein Zahn nicht mehr neu?

Ob das spitzfindig ist - ich glaube schon.