Montag, 20. März 2023

Zahnpulszeit

Da wollte ich einfach mal fix von Frau Stöhr berichten, die immer mal wieder Sachen sagt, bei denen sich einem die Nackenhaare aufstellen. 
Schon muss ich sehen, dass Bastian Sick mir um fünf Jahre zuvorgekommen ist. 

Frau Stöhr meinte, man müsse am Zahn der Zeit sein
Sie meinte allerdings am Puls der Zeit, was heutzutage niemand mehr sagt. 
Es ist noch mehr aus der Mode gekommen, als der Zahn der Zeit, der an allem nagt. 

Aber diese Formulierung hat es 2017 schon in einen Artikel geschafft, wahrscheinlich von einem "Jornalisten" geschrieben, der es nicht besser wusste. 
Somit ist Frau Stöhr nicht die Erste gewesen, die sich da vertan hat. 
Bleibt abschließend nur anzumerken, dass sie sicherlich auch nicht die Letzte sein wird.

Montag, 13. Februar 2023

Regentage

 Tatsächlich mag ich Regentage. 
Vor allem, wenn ich selber keine Gelegenheit habe, draußen etwas zu machen. 
Ganz besonders aber auch, weil dann die Nachbarn drinbleiben und draußen keinen Lärm in Dauerschleife von sich geben. 
Alles ist dann so schön ruhig. 

Ein Hinweis für diejenigen, die aus Liedtexten geheime Nachrichten heraushören (wollen). 
Hört Euch mal englische Lieder an, in denen es um Regen geht:
Africa oder I can see clearly now
Schreibt euch vorher den Namen Lorraine auf einen Zettel und guckt immer wieder drauf. 
Wie durch Zauberhand verwandelt sich jedes the rain in Lorraine.

Meinen Punkt verstanden?

Donnerstag, 12. Januar 2023

Sober January

Jetzt ist die Zeit, in der alle möglichen Leute darauf rumreiten, 
einen enthaltsamen Januar zu "leben". 
Kein Alkohol, kein ungesundes Essen, mehr Sport. 

Das ist alles Augenwischerei. 
Auch das Argument "nach der vielen Feierei zu Weihnachten und Silvester müsse man mal zurückschrauben" ist nur vorgeschoben. 
 
Der "Sober January" ist ein zeitlich begrenzter Neujahrsvorsatz. 
 
Seit Jahren heißt es immer, dass sich viele vornehmen, mehr Sport zu machen, weniger zu trinken, nicht mehr zu rauchen, gesünder zu essen. 
Siehe oben. 
Genau das, was im "Sober January" gemacht werden soll. 
Der große Vorteil: Am 01. Februar ist der Spuk vorbei. Alle guten Vorsätze können fahrengelassen werden, denn der Januar ist geschafft. 
Ein Scheitern mit Ansage!

Daher mache ich nicht mit. 
Ich vertilge die letzen Weihnachtskekse - sind sie trocken, feuchte ich sie mit Rum an. 
Es gilt, den noch offenen Eierlikör zu beseitigen. Angefangene Schnapsflaschen zu leeren und mal durchzusehen, was sich so angesammelt hat - austrinken, wenn es schmeckt oder auch wegkippen, wenn es Grappa ist. 
Im Januar mache ich tabula rasa. 
Es muss Platz für neues her. 
Kein Tag ohne Alkohol, kein Tag ohne Industriezucker, kein Tag ohne Fett. 
So lange bis alles vertilgt ist. 

DANN ist Zeit, darüber nachzudenken, ob weniger mehr ist. 
Ob mehr Platz nicht weniger Aufwand bedeutet und ganz ehrlich:
Stress mache ich mir sowieso nicht, wenn mir nicht danach ist, trinke ich eben nichts. 

Der "Sober January" hängt sinnfrei in der Luft. Er ist nichts weiter als ein verlängertes Ausstinken nach zu viel feiern. Wiederholung: Es ist ein Neujahrsvorsatz mit begrenzter Gültigkeit. 
Ohne tiefere Bedeutung, ohne Wunsch nach einem "Lebenswandel" (im Sinne von dauerhafter - Entschuldigung: NACHHALTIGER Änderung der Lebens- und Konsumgewohnheiten), ohne Ausblick auf die Zukunft. Ein Verzicht im hier und jetzt, weil man es vorher übertrieben hat. 
Doch nicht, weil man an Einsicht reicher geworden ist. 

In diesem Sinne: Prost, ich hole mir jetzt einen schönen Schnaps und fahre dann zur Arbeit!

Freitag, 6. Januar 2023

Das Jahr fängt ja gut an!

Warum ist der Streifen, wo der Scheibenwischer die Windschutzscheibe nicht richtig "trocken" bekommt immer genau auf Augenhöhe?
Genauso ist es immer die Stelle, an der die Scheibe beschlägt. 
Alles ist frei, nur da wo man auf die Straße guckt, ist es neblig. 

Steckt da etwa System hinter?

Freitag, 9. Dezember 2022

Der große Umsturz 6

Nu' is' die Bombe ja doch geplatzt. 
25 potentielle Umstürzler sind hoppsgenommen worden. 
Wollten sie doch doch die verhasste, demokratisch gewählte Regierung unserer Republik ausschalten und eine militärisch gestützte "Übergangsregierung" einsetzen. 

Das klingt sehr nach dem, was Frau Stöhr immer von sich gegeben hat. 
Nein, sie hat bestimmt keinen Anteil daran, denn sie plappert nur nach, was sie auf Telegram liest, ohne zu hinterfragen oder etwas infrage zu stellen (so ist die Queen schon 2015 gestorben und jetzt ist eben auch die Doppelgängerin drangewesen...). 
Auffällig finde ich aber, dass die jetzt zerschlagene Gruppe erst seit "spätestens November 2021" agiert haben soll.
Frau Stöhr hat uns schon im September 2021 gewarnt, dass bald "etwas passiert" und dann "alles besser" sein wird. 
Nun kann es mehrer Gruppen geben oder gegeben haben.
Vielleicht sind einige auch schon einmal früher ausgeschaltet worden, eher zufällig und aus anderen Gründen darum ist dann bei denen und durch die, nichts mehr passiert. 
Oder es sind einfach nur Schwurbler gewesen, die meinten, wenn sie lange genug vom Umsturz schwafeln, werden andere die Sache einfach angehen oder es wird einfach über Nacht wahr. Hokospokus. 

Bleibt festzuhalten: Die 24 Umstürzler um Prinz Heinrich herum waren und sind nicht die einzigen. 
Auch wenn jene nur Armbrüste und Signalwaffen hatten (so wie es jetzt scheint), so sind diese noch immer aktiv, jetzt gewarnt und werden weiterhin ihr Ziel eines Umsturzes verfolgen. 
(Jetzt rächt es sich, wer in Grammatik nicht aufgepasst hat - auf wen bezieht sich "jene" und auf wen "diese"....)

Bleibt zu hoffen, dass andere durch diesen Fall aufgerüttelt werden und ihnen das "den Tod anderer in Kauf nehmen" ein wenig aus ihrer Wohlfühlphantasie aufweckt; "alles wird besser", "freie Energie für alle" und der übrige Schwurbelkram ist nichts, auf dem man einen Staat gründen kann.

Mittwoch, 14. September 2022

Nimm Abschied und gesunde!

Tja, die Überschrift hatte ich schon ausformuliert (bzw. Herr Hesse hat das für mich übernommen) und meinte dann dann wohl, ich wüsste noch, was ich schreiben wollte, denn seit Juni steht dieser Post als Entwurf im Hintergrund und harrt der Dinge, die ich schreiben wollte. 
 
Aber was wollte ich denn eigentlich schreiben?
Vielleicht von Victors Abschluss aus der Schule?
Der Abschied von den Nappels aus seiner Klasse. 
Ebenso von liebgewonnen und weniger liebgewonnenen Lehrer.
usw. usw. usw. 
 
Es mag sich ein jeder selber ausdenken, denn ich weiß gar nicht mehr, worum es ging. 
Tatsächlich habe ich auch gar nicht viel Lust zu schreiben. 
Mir ist da nicht nach. 
Zuviel Arbeit und viel zuviel, was ich privat um die Finger habe. 

Also bis bald.


Dienstag, 5. Juli 2022

Outlook tötet mich!

Wirklich wahr - was sich die Entwickler von Microsoft, hier Outlook im speziellen, so ausdenken, ist mit dem gesunden Menschenverstand nicht mehr zu erklären. 

So habe ich gerade nach einer E-Mail gesucht, die ein Angebot enthält. 
Suchbegriff QWERTY123456 (ja, es hieß natürlich anders, aber der Absurdität tut es keinen Abbruch).
Hat Outlook sogar gefunden. 
Nicht ohne mich zu fragen: Meinten Sie QWERZ 123456?

Spaßeshalber habe ich den Outlook-Vorschlag angeklickt. 
Das Ergebnis: Keine entsprechenden Einträge vorhanden. 

Warum wird dann so ein Müll vorgeschlagen. 
Falls Computer eines Tages die Macht übernehmen, wird die Menschheit entweder ganz fix untergehen,  weil KI den Mensch an sich als auszumerzenden Fehler erkennt, oder die Computer werden untergehen, weil sie einfach dämlich sind. 
Dazwischen gibt es nix.  

Donnerstag, 19. Mai 2022

... und sonst so?

Bei dem ganzen Mist, der weltweit passiert, mag man sich gar nicht recht zu Wort melden, um seinen üblichen Kram von sich zu geben. 
 
Aber der passiert halt trotzdem. 
 
Victor war auf Klassenfahrt - die vier Häuse Gryffindor, Slytherin, Hufflepuff und Rawenclaw sind ins benachbarte Ausland gefahren, um den Gemeinschaftsgeist zu stärken.  
Daraus ist dann für zwei Häuse ein großes Chillout geworden, während Syltherin und Gryffindor ausgebeint wurden; jeden Tag mussten einige Stars aufgrund von Corona das Sommerhaus verlassen, bis nur noch Hufflepuff und Rawenclaw übrig waren. 
Victor war in Rawenclaw und hat mit seinen Kumpels (und Kumpelinen) den Tag zwischen Strand, Dünen, Sauna und Netflix verbracht. Viel Spaß, viel Nixtun, viel gute Laune und etwas im eigenen Saft garen. 
Während Hufflepuff die Woche ziemlich langweilig fand. 
 
So unterschiedlich kann es sein.  
 
Yolande ist dagegen alleine in Prag, genießt die Kultur, geht in die Oper und erfreut sich an schönen Dingen.
Aber zum Wochenende ist sie wieder in ihrem Studiendomizil, weil sie bei einem Konzert mitwirkt. 
 
... während nur wenige Kilometer weiter der Russe seinen Nachbarn plattmacht. 

Dienstag, 1. Februar 2022

Der Verlust von ... eigentlich allem

Nach dem Verlust der Kindheit, dem Verlust der Unschuld und dem Verlust des Zusammenhalts
bleibt nicht mehr viel übrig, was wir in dieser Gesellschaft verlieren können.

Somit haben wir alles verloren, auch die kleinen Freuden des Alltags, die eigentlich das Leben so schön machen.

Weihnachtsgebäck - ist ab September zu bekommen. Im Internet bestimmt das ganze Jahr über.
Süßigkeiten, Schokolade, Kuchen, Kekse - jederzeit verfügbar.
Essen - bringt der Lieferservice.
Die große Liebe - Parsh*p wird's schon richten.
Fernsehen - früher war es die "eine" Serie, die einmal in der Woche lief und wenn man die verpasste, war es ein Weltuntergang. Heute kann über einen Streamingdienst bis zum Erbrechen geguckt werden (neudeutsch: binge watching).
Kleine Geheimnisse - der Browserverlauf verrät alles, und wenn nicht der, dann die Werbung, die eingeblendet wird, weil sich die an den Sachen orientiert, die zuletzt angesehen wurden. 

Der Zauber, der dem Unbekanntem, der Unwägbarkeit innewohnte, den haben wir wegrationalisiert. 
Daraus ist letztendlich eine Leere in uns entstanden, die wir jetzt versuchen, durch lustige Filmchen auf Instagram, durch bunte Bilder auf Pinterest und alberen Postings auf Facebook zu füllen.
 
Wer sich noch an die "Unendliche Geschichte" erinnert, oder auch an "Momo" - das wird jetzt die kalte Wirklichkeit. Immer, wenn ich denken, noch schlimmer kann es ja kaum kommen, holt mich die immer schnellere Entwicklung unbarmherzig wieder ein. 


Montag, 24. Januar 2022

Freund Hein schaut rein.

 Da gibt es die Morgene, an denen man die Zeitung aufschlägt und bei den Todesanzeigen blickt einem ein bekannter Name entgegenen. Kein Freund, kein naher Bekannter, einfach jemanden den man kennt, vielleicht sogar schätzt. 
Plötzlich steht sie oder er in der Zeitung. 
Vermissen schmerzlich... Nach kurzer Krankheit... Aus dem Leben gerissen... In Dankbarkeit...

Dass die 20er Jahrgänge des letzten Jahrhunderts jetzt oft in der Zeitung stehen, auch die 30er und schon erschreckend oft die 40er - das bringt die Zeit wohl mit sich. 
Aber wenn der eigene Geburtsjahrgang zu lesen ist, beginnt man sich schon zu fragen, wie lange an selbst noch hat.

Donnerstag, 20. Januar 2022

Freuden der Urzeit

 Heute morgen war es glatt, stürmisch, es "schnagelte" (Schnee+Hagel) und kalt. 
In solchen Fällen bieten wir den Schulkindern (Victor und Harald) an, sie zu fahren. Meistens lehnen sie ab, aber heute war Victor etwas angeschlagen - nach seiner Boosterimpfung hat er einen Tag gelegen und war noch nicht ganz fit. 
Also rein ins Auto und... Huiii! Um die Kurve geschlittert. Ein kurzer Druck aufs Gaspedal und das Heck wackelte. Heckantrieb sei Dank. 
Tatsächlich war es nur ein kurzes Stück, dann war die Herrlichkeit schon wieder vorbei - alles brav abgestreut. Auch der Weg zur Schule war nicht mehr glatt. 
Zumindest nicht die Straße - auf dem Gehweg war es noch sichtbar glatt. 
Wie gut, dass die Straßen gestreut waren. Alle, die mit dem Auto (oder Bus) kommen, werden dankbar sein. Die Fußgänger sind egal - sollen die doofen Schüler doch aufpassen oder zuhause bleiben.
Gehwege werden erst ab dem frühen Abend gestreut, wenn die Straßen alle "erledigt" sind. 

Wie froh war ich, als ich wieder in unserer glatten Straße war. 
Ein bisschen das Heck nach hier und ein bisschen nach da, kräftig bremsen und sich freuen, dass der Wagen rutscht...
Freuden, die den Fahrern der domestizierten SUVs und anderer Exemplare der Gattung "moderne Autos" nicht nur völlig versagt bleiben, sondern sicher auch einen ordentlichen Schrecken einjagen. 
Denn mit all der Regelwutelektronik und den Überwachungssystemen geht es nicht mehr, lustige Sachen zu machen. Sicherheit geht vor Spaß.